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Etwas mehr Sachlichkeit täte dem Artikel gut

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  1. Etwas mehr Sachlichkeit täte dem Artikel gut

    Autor: Berg1001 18.09.19 - 11:00

    Ich finde die Diskussion wichtig, aber es nutzt keinem diese auf diese Art anzufeuern.

    Es geht schon mit dem Titel "Wie Bitcoin die Klimakrise anheizt" los. Das ist schon sehr überspitzt ausgedrückt. Dazu noch das Bild mit qualmenden Kraftwerken. Spätestens jetzt ist es dem Leser klar, was er zu erwarten hat. Im Text fiel mir noch die häufig verwendete Formulierung "weitgehend sinnlose Rechenoperationen" auf. Sinnlos sind diese Rechenoperationen überhaupt nicht, sondern sie garantieren die Sicherheit des Netzwerkes und damit des Bitcoins.

    Was mir auch noch fehlt in diesem Artikel ist die Einordnung des Stromverbrauchs von Bitcoin. Es mit dem Verbrauch von Ländern zu vergleichen hinkt doch sehr. Da vergleicht man Äpfel mit Birnen. Sinnvoller wäre ein Vergleich mit dem aktuellem Bankensystem. Oder Teilen davon. Ein Vergleich mit Libra ist auch sehr schwierig. Keiner weiß aktuell wie es tatsächlich am Ende aufgebaut ist und funktioniert. Vielleicht verbraucht es auch weniger Strom als Bitcoin. Für mich stellt sich aber die Frage, was einem das System von Bitcoin ggü dem von Facebook wert ist? Mir ist da ein System wie Bitcoin deutlich mehr wert.

    Zuletzt wäre ich mit der Aussage aus dem Artikel, dass wenn mehr Bitcoin verwendet werden würde es auch mehr Stromverbrauch gäbe sehr vorsichtig. Am Ende wird doch immer aller 10 Minuten ein Block gemint.

    Ich bin der Meinung, dass ein System wie Bitcoin wertvoll ist und es sich lohnt dafür erneuerbare Energie zu verwenden. Ich denke, dass das Mining sich eh bald nur noch mit erneuerbaren Energien lohnt, weil sie (eigentlich) sehr preiswert sind. Aktuell werden beim Mining ~75% erneuerbare Energien verwendet.

  2. Re: Etwas mehr Sachlichkeit täte dem Artikel gut

    Autor: hiaws 18.09.19 - 11:18

    Berg1001 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin der Meinung, dass ein System wie Bitcoin wertvoll ist und es sich
    > lohnt dafür erneuerbare Energie zu verwenden. Ich denke, dass das Mining
    > sich eh bald nur noch mit erneuerbaren Energien lohnt, weil sie
    > (eigentlich) sehr preiswert sind. Aktuell werden beim Mining ~75%
    > erneuerbare Energien verwendet.

    Das Problem ist eher, dass die Energiewende so langsam von statten geht, dass wir die regenerative Energie in wichtigeren Sektoren brauchen. Ich kann nicht mit BTC in die Arbeit fahren, Essen kaufen, Miete bezahlen oder übliche Verträge abschließen. Die "Währung" setzt sich nicht durch, weil 1 BTC mal 5k¤, dann 20k¤ und dann wieder 10k¤ Wert ist. Preisstabilität wird es nie geben, weil 90% der BTC Händler das als (unreguliertes) Spekulationsobjekt betrachten.

    Solange Kohlekraftwerke wieder hochgefahren* werden, um das Mining zu bestromen, kann und will ich das System nicht gut heißen. Vielleicht in einer Zukunft mit 99% regenerativer Energie - aber nicht heute.

    *Quelle: https://qz.com/1250980/an-australian-coal-power-plant-will-reopen-to-help-mine-bitcoins/

  3. [Fehlpost, pls ignore]

    Autor: demon driver 18.09.19 - 11:52

    [nix]



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.19 11:59 durch demon driver.

  4. Was, *noch* zurückhaltender?

    Autor: demon driver 18.09.19 - 11:58

    Berg1001 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde die Diskussion wichtig, aber es nutzt keinem diese auf diese Art
    > anzufeuern.
    >
    > Es geht schon mit dem Titel "Wie Bitcoin die Klimakrise anheizt" los. Das
    > ist schon sehr überspitzt ausgedrückt [...]

    Wenn man die nackten Zahlen sieht, ist das nicht "überspitzt" ausgedrückt, sondern ausgesprochen zurückhaltend. Und für eine umfassende Diskussion von Bitcoin & Co. müssten noch ganz andere Dinge angesprochen werden – sind diese Gegenstände überhaupt Geld und/oder Währungen, können sie das überhaupt sein, welche Ideen und Ziele stecken überhaupt dahinter, wem nützt das, und einiges andere mehr – siehe etwa auch hier.

    Bitcoin & Co. sind eine bereits ideologisch fehlgeleitete, gleichzeitig für einen praktischen Nutzen technisch fehlkonstruierte Wahnidee, und dann kommt auch noch der Energieverbrauch dazu. Je schneller der Spuk verschwindet, notfalls durch Verbot, desto besser.

  5. Re: Was, *noch* zurückhaltender?

    Autor: ko3nig 18.09.19 - 15:37

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bitcoin & Co. sind eine bereits ideologisch fehlgeleitete, gleichzeitig für
    > einen praktischen Nutzen technisch fehlkonstruierte Wahnidee, und dann
    > kommt auch noch der Energieverbrauch dazu. Je schneller der Spuk
    > verschwindet, notfalls durch Verbot, desto besser.

    +1000

  6. Re: Etwas mehr Sachlichkeit täte dem Artikel gut

    Autor: Berg1001 22.09.19 - 12:57

    Hi hiaws,
    das es ein Unding ist, dass extra ein Kohlekraftwerk hoch gefahren wird, ist denke ich klar. Das geht gar nicht. Ich denke, dass lohnt sich für den Kraftwerksbetreiber aber nur, wenn er vom Staat subventioniert ist. Miner benötigen einen so geringen Preis, dass sich Kohle nicht lohnt. Ich frage mich gerade wie es bei Atomstrom aussieht.

    Das die Energiewende zu langsam von statten geht sehe ich auch so, aber das ist kein Problem von Bitcoin, sondern ein deutsches Problem. Den Miner in Norwegen oder Island interessiert das nicht. Dieser verwendet 100% Ökostrom. Das bringt mich zu einem Argument, welches du auch vorgebracht hast. Man solle den dort erzeugten Ökostrom "sinnvoller" einsetzen. Ich sehe das Problem nicht. Wenn jemand, z.B. der Miner selbst oder der lokale Energielieferant, Geld investiert damit er mehr Ökostrom generiert und diesen verkaufen kann schadet das doch wenig der Umwelt. Das Energieunternehmen bezahlt am Ende mehr Steuern, was allen zu gute kommt. Der Miner bezahlt den Ausbau in beiden Varianten mit. Wieso sollte der Miner den Ausbau bezahlen und dann den Strom nicht nutzen dürfen?

  7. Re: Was, *noch* zurückhaltender?

    Autor: Berg1001 22.09.19 - 13:05

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berg1001 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich finde die Diskussion wichtig, aber es nutzt keinem diese auf diese
    > Art
    > > anzufeuern.
    > >
    > > Es geht schon mit dem Titel "Wie Bitcoin die Klimakrise anheizt" los.
    > Das
    > > ist schon sehr überspitzt ausgedrückt [...]
    >
    > Wenn man die nackten Zahlen sieht, ist das nicht "überspitzt" ausgedrückt,
    > sondern ausgesprochen zurückhaltend. Und für eine umfassende Diskussion
    > von Bitcoin & Co. müssten noch ganz andere Dinge angesprochen werden
    > – sind diese Gegenstände überhaupt Geld und/oder Währungen, können
    > sie das überhaupt sein, welche Ideen und Ziele stecken überhaupt dahinter,
    > wem nützt das, und einiges andere mehr – siehe etwa auch hier.
    >
    > Bitcoin & Co. sind eine bereits ideologisch fehlgeleitete, gleichzeitig für
    > einen praktischen Nutzen technisch fehlkonstruierte Wahnidee, und dann
    > kommt auch noch der Energieverbrauch dazu. Je schneller der Spuk
    > verschwindet, notfalls durch Verbot, desto besser.

    Ideologie? Es gab ein Problem und mit Bitcoin wurde eine Lösung von vielen geschaffen. Jedem steht es frei diese zu nutzen oder eben nicht. Ist nicht eher das Verbot ideologisch motiviert?

  8. Re: Was, *noch* zurückhaltender?

    Autor: demon driver 22.09.19 - 13:37

    Berg1001 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
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    > > Berg1001 schrieb:
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    > > > Ich finde die Diskussion wichtig, aber es nutzt keinem diese auf diese
    > > Art
    > > > anzufeuern.
    > > >
    > > > Es geht schon mit dem Titel "Wie Bitcoin die Klimakrise anheizt" los.
    > > Das
    > > > ist schon sehr überspitzt ausgedrückt [...]
    > >
    > > Wenn man die nackten Zahlen sieht, ist das nicht "überspitzt"
    > ausgedrückt,
    > > sondern ausgesprochen zurückhaltend. Und für eine umfassende Diskussion
    > > von Bitcoin & Co. müssten noch ganz andere Dinge angesprochen werden
    > > – sind diese Gegenstände überhaupt Geld und/oder Währungen, können
    > > sie das überhaupt sein, welche Ideen und Ziele stecken überhaupt
    > dahinter,
    > > wem nützt das, und einiges andere mehr – siehe etwa auch hier.
    > >
    > > Bitcoin & Co. sind eine bereits ideologisch fehlgeleitete, gleichzeitig
    > für
    > > einen praktischen Nutzen technisch fehlkonstruierte Wahnidee, und dann
    > > kommt auch noch der Energieverbrauch dazu. Je schneller der Spuk
    > > verschwindet, notfalls durch Verbot, desto besser.
    >
    > Ideologie? Es gab ein Problem und mit Bitcoin wurde eine Lösung von vielen
    > geschaffen. Jedem steht es frei diese zu nutzen oder eben nicht. Ist nicht
    > eher das Verbot ideologisch motiviert?

    Nur, wenn man den wohlbegründeten Wunsch, damit sowohl Ökonomie als auch Umwelt vor vermeidbarem Schaden zu bewahren, als Ideologie bezeichnen wollte.

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