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Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

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  1. Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: burzum 07.05.12 - 11:41

    Warum kauft der Staat nicht einfach einen Verlag oder nutzt den wissenschaftlichen Dienst des Bundestags um eigene Lehrbücher zu publizieren? Es gibt inzwischen auch freie Lehrbuchprojekte, man müßte nur den Druck finanzieren.

    Ich kann mir nicht vorstellen das dies teurer kommen kann als sich von den dreisten Verlagen melken zu lassen die dann auch noch diese perversen Lizenzspielchen spielen wollen.

    Mein einziger Punkt in dem ich bedenken hätte wäre der, das der Staat, wenn er selbst die Bücher herstellt, auch seine Ideologie reinpressen kann.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  2. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: NobodzZ 07.05.12 - 12:00

    Den Gedanken finde ich super!

    Nur vielleicht nicht gleich die bestehenden Verlage kaufen, denn genau genommen braucht man die nicht! Alles was es dazu braucht ist schon da. Denn wieviele Lehrer gibt es in DE? Wieso nicht die Schulbücher von einzelnen Lehrern (nicht allen) ent/ -bzw. weiterentwickeln lassen. So werden Fehler und Verbesserung viel schneller übernommen. Vom Konzept her, ähnlich der Wikpedia.
    Drucken? Wieso so umständlich. Die so freien und kostenlosen Lehr-'Inhalte' gleich als EBooks auf tablets, hört gleich das Schleppen von tonnenweise Büchern auf...

  3. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: boiii 07.05.12 - 12:04

    Gab es in Polen nicht alle Schulbucher unter CC-Lizenz? Warum nicht auch hier?

  4. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: Casandro 07.05.12 - 12:16

    Nö, das Problem ist schlicht und einfach, dass unser Staat zu doof ist.

    Ein ganz praktisches Modell wäre etwa so:
    Man bietet den Buchverlagen an, ihre Werke unter solch eine freie Lizenz mit Namensnennung zu stellen, und sie bekommen dafür so viel wie sie vorher bekommen haben.
    Im nächsten Schritt wird nun regelmäßig in den Schulen gefragt, welche Werke denn so verwendet werden, daraus wird dann ein Schlüssel erstellt mit dem das Geld verteilt wird. Das muss nicht präzise sein.

    Das bedeutet, dass die Verlage prinzipiell erst mal weitermachen können wie bis jetzt, gleichzeitig aber die Werke frei verfügbar sind. Gleichzeitig wird im zweiten Schritt ein Anreiz geschaffen, möglichst populäre Werke zu schaffen.

  5. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: Hanmac 07.05.12 - 12:26

    weil der staat dann nicht mit Steuern daran verdienen würde

  6. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: syntax error 07.05.12 - 12:29

    NobodzZ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Drucken? Wieso so umständlich. Die so freien und kostenlosen Lehr-'Inhalte'
    > gleich als EBooks auf tablets, hört gleich das Schleppen von tonnenweise
    > Büchern auf...


    Schön und wer zahlt die dauernd kaputtgehenden Tablets der rumtobenden Kinder? ;)

  7. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: Rulf 07.05.12 - 13:33

    du glaubst wohl auch an ein steuerliches perpetuum-mobile...

  8. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: Rulf 07.05.12 - 13:35

    syntax error schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schön und wer zahlt die dauernd kaputtgehenden Tablets der rumtobenden
    > Kinder? ;)

    die familien-haftpflichtversicherung...

  9. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: Rulf 07.05.12 - 13:42

    boiii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gab es in Polen nicht alle Schulbucher unter CC-Lizenz? Warum nicht auch
    > hier?

    das problem ist häufig, daß die verwendeten inhalte(texte in lesebüchern zb) selber unter dem urheberrecht stehen...dh man könnte dann zb nur noch literatur vermitteln, deren autoren bereits 70 jahre tot, und deren verlage nicht mehr existent sind...

  10. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: rudluc 07.05.12 - 13:43

    Nein, noch nicht alle Schulbücher, sondern erstmal nur die der Primarstufe.
    Aber man könnte sich mit den Polen zusammentun und die Kräfte bündeln. Es gibt immerhin eine große Schnittmenge global übereinstimmender Lerninhalte.

    Aber nein, in Deutschland gibt es von vielen Schulbüchern eine NRW-, eine Bayern-, eine sonstige Länderausgabe.

    rudluc

  11. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: burzum 07.05.12 - 14:28

    Rulf schrieb:
    ----------------
    > das problem ist häufig, daß die verwendeten inhalte(texte in lesebüchern
    > zb) selber unter dem urheberrecht stehen...dh man könnte dann zb nur noch
    > literatur vermitteln, deren autoren bereits 70 jahre tot, und deren verlage
    > nicht mehr existent sind...

    Und worin besteht das Problem damit sehr alte Texte zu verwenden? Es wird ja ohnehin oft klassische Literatur bemüht (Faust z.b.) in den Schulen die definitiv schon älter ist.

    Und wie andere schon vorschlugen, man kann Lehrwerke Wikipedia-like erstellen oder die Lehrerschaft ranziehen dies zu tun oder einfach die polnischen Werke direkt übersetzen lassen. Offenbar hat man sich da ja schon eher bemüht.

    Edit: Gerade gefunden http://de.wikibooks.org/wiki/Wikibooks:Offene_Schulb%C3%BCcher

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.05.12 14:29 durch burzum.

  12. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: march 07.05.12 - 17:01

    Hanmac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > weil der staat dann nicht mit Steuern daran verdienen würde

    Was ist das denn für eine Logik? Die Ausgaben für die Bücher sind wesentlich höher als die Umsatzsteuer die bei Lehrbüchern sowie der verminderte Satz ist... Und wovon werden die Bücher bezahlt? Na?

  13. Re: Warum kein staatlicher Schulbuchverlag?

    Autor: Hu5eL 08.05.12 - 15:07

    die Eltern?!

    Wenn es die Kids schaffen in er 2. Klasse mit Handys, Gameboys etc uzmzugehen, sollte auch ein Tablet zu handeln sein.

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