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Seit wann zählen Blogs zur Presse?

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  1. Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: buerotiger 06.08.15 - 15:48

    Der hier besprochene Blog ist in erster Linie ein von Privatiers betriebenes, digitales Tagebuch mit selbstgewählter Agenda. Ich sehe da weder journalistischen Anspruch, noch wissenschaftliche Auseinandersetzung, wenn geheime Dokumente einfach veröffentlicht werden und vielleicht ein mauer Zweizeiler dazugeschrieben wird. Anscheinend sind ihre Schreiber aber als Lobbyisten (nun vor allem in ihrer eigenen Sache) sehr gut vernetzt mit verschiedenen BT-Abgeordneten. Ich sehe diese Art von Lobbyismus als demokratiegefährdend. Ironischerweise ist dies genau dies eine Art von Vorgehen, wie sie von sogenanten Netzaktivisten (zurecht) anderen vorgeworfen wird.

  2. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: Shadow27374 06.08.15 - 15:52

    Was denn sonst? Der Rest ist doch "staatlich", da sind mir Blogs lieber/glaubwürdiger.

  3. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: schap23 06.08.15 - 15:59

    Bist Du ein Troll im Auftrag der FAZ (vielleicht der auf der gestrigen Titelseite).

  4. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: Anonymer Nutzer 06.08.15 - 18:56

    <°((((((((><

    Da. Mehr hast du nicht verdient!

  5. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: Kleba 06.08.15 - 19:28

    +1

  6. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: buerotiger 06.08.15 - 19:41

    Haha, wie primitiv! Diskussionskultur ist wohl nicht so dein Ding?

  7. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: teenriot* 06.08.15 - 19:46

    Und ein Grundverständnis von dem was Presse ist, ist wohl nicht dein Ding.
    Da gibt es nichts zu diskutieren. Deine Unwissenheit musst du schon selbst ausbügeln.

  8. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: Teralios 06.08.15 - 19:58

    buerotiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Haha, wie primitiv! Diskussionskultur ist wohl nicht so dein Ding?

    Auch wenn ich die Beiträge der anderen nicht unbedingt gut finde, da sie etwas unterstellen, kann ich diese Kommentare sehr wohl nachvollziehen.

    Ein Blog kann sehr wohl journalistisch als auch wissenschaftlich geführt werden, es ist nur eine andere Art der Publikation und oftmals wesentlich direkter und unabhängiger. Man ist nicht mehr auf Verlage, Studios, Agenturen oder Fernsehsender angewiesen, sondern kann seine Gedanken ohne weitere Kontrolle den Menschen mitteilen.

    Das kann qualitativ sehr hochwertig sein, jedoch gleichzeitig auch sehr minderwertig. Es kommt immer drauf an, wie viel Liebe und Mühe sich der Blogger dann gibt und was er erreichen will. Welchen Anspruch er an sich selbst stellt.

    Das einzige was man in Blogs vermisst - im übrigen auch in 95% der Online-Publikation von namenhaften Verlagen - ist ein Lektor/Korrektor, der die Texte mal gegen ließt. Das ist aber in diesem Geschäft leider nun mal so.

    Pauschal also den Anspruch oder die Qualität abzureden ist eher kleinlich, wenn nicht gar dumm.

  9. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: Rababer 06.08.15 - 20:04

    Pressefreiheit:

    Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze

    Damit hat sich die Sache geregelt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.15 20:07 durch Rababer.

  10. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: buerotiger 06.08.15 - 20:35

    Ich gehe da ganz mit, in den meisten Blogs finden sich ungefiltert erscheinende Beiträge, was vielen Lesern als "authentisch" durchgehen mag. Jedoch sehe ich da immer noch einen Unterschied zwischen dem journalistischem Anspruch einer Zeitung (gewisse Neutralität) und den oft politisch gefärbten Narrativen von Netzpolitik. Gleichzeitig der Grahlshüter des Internetrechts sein und dann dünnhäutig auf rechtsstaatliche Prozesse reagieren, also für mich ist es nicht verwunderlich, dass dies nicht jedem gefällt.

  11. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: Lord Gamma 06.08.15 - 21:08

    buerotiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der hier besprochene Blog ist in erster Linie ein von Privatiers
    > betriebenes, digitales Tagebuch mit selbstgewählter Agenda. Ich sehe da
    > weder journalistischen Anspruch, noch wissenschaftliche Auseinandersetzung,
    > wenn geheime Dokumente einfach veröffentlicht werden und vielleicht ein
    > mauer Zweizeiler dazugeschrieben wird. ...

    Hmm, vielleicht solltest du die Definition in Wikipedia ([de.wikipedia.org]) korrigieren, denn dort steht nichts davon, dass man einen Abschluss haben müsste oder kein Privatier sein dürfte, um "Presse" zu sein:
    "In gewissen Wortverbindungen (wie etwa Pressearbeit, Pressesprecher, Pressekonferenz etc.) steht der Wortteil „Presse“ in einem erweiterten Sinne für die Gesamtheit aller öffentlichen Massenmedien (einschließlich Hörfunk, Fernsehen und Internet).
    ...
    Die Gewährleistung der Informationsfreiheit ist bei der Presse Grundlage einer Informationsbeschaffung durch investigativen Journalismus, insbesondere Recherche, wodurch in der Vergangenheit einige Missstände in der Politik aufgedeckt werden konnten (zum Beispiel die Watergate-Affäre in den USA oder die Spiegel-Affäre in Deutschland)."

  12. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: derdiedas 06.08.15 - 21:17

    Dann nenne mir doch mal eine unabhängige Zeitung abseits von The Guardian?

    Investigativer Journalismus findet doch nur noch außerhalb der Presse statt. Die Printmedien sind doch nur noch zu Ausdruckern von Pressemitteilungen der Politik und Wirtschaft verkommen.

    Ich habe die FAZ probiert, die Zeit, die Süddeutsche. Und bin jedes mal enttäuscht worden. Echter Journalismus findet kaum noch statt. Was ich dort lesen muss sind 1zu1 dpa Nachrichten oder Pressemitteilungen.

    Journalisten kosten den Verlagen scheinbar zu viel Geld.

    Gruß ddd

  13. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: stiGGG 06.08.15 - 21:32

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann nenne mir doch mal eine unabhängige Zeitung abseits von The Guardian?

    Les mal das Buch vom Greenwald, so geil sind die auch nicht.

  14. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: a user 07.08.15 - 11:55

    buerotiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich gehe da ganz mit, in den meisten Blogs finden sich ungefiltert
    > erscheinende Beiträge, was vielen Lesern als "authentisch" durchgehen mag.
    > Jedoch sehe ich da immer noch einen Unterschied zwischen dem
    > journalistischem Anspruch einer Zeitung (gewisse Neutralität)
    was? wo gibt's denn so was?
    > und den oft
    > politisch gefärbten Narrativen von Netzpolitik. Gleichzeitig der
    > Grahlshüter des Internetrechts sein und dann dünnhäutig auf
    > rechtsstaatliche Prozesse reagieren, also für mich ist es nicht
    > verwunderlich, dass dies nicht jedem gefällt.
    also mir kommt netzpolitik.org neutraler vor als jede papierprint-zeitung deutschlands.

  15. Re: Seit wann zählen Blogs zur Presse?

    Autor: Nebucatnetzer 07.08.15 - 13:03

    Was sollen sie den sonst sein?
    Die Leute von Netzpolitik haben Presseausweise, berichten regelmäßig aus dem Bundestag (z.Bsp. NSA Ausschuss).
    IIRC sind sie ja sogar angestellt.

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