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Mal eine andere Perspektive

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  1. Mal eine andere Perspektive

    Autor: jayzor 06.06.18 - 16:26

    Hallo,
    ich würde gerne als Techniker auch mal versuchen unsere Perspektive zu erläutern.
    Ich selber bin gelernter IT Systemelektroniker aber arbeite NICHT für die Tcom sondern bin für einen Sub tätig ,als kurzer Info zu meiner Persönlichkeit. Eigentlich halte ich mich aus solchen Diskussionen fern da es immer zu unnötigen Streitereien kommt, aber diesmal habe ich mich jetzt extra registriert um mal auch zu versuchen unsere Perspektive zu erklären

    Solche fälle wie im Artikel beschrieben haben wir öfters und als ich diesen Artikel las kam es mir sehr bekannt vor.
    Es gibt an solchen orten ( Krankenhaus, Seniorenheim, Polizei etc ) öfters Probleme weil das Problem selber nicht das Krankenhaus ist sondern quasi der Ansprechpartner vor Ort.
    Wir als Techniker bekommen die Anweisung das ein Ansprechpartner vor Ort sein MUSS und uns alles zeigen kann, damit wir problemlos Zugang am Übergabepunkt haben und Anschluss funktionsfähig da gelassen werden kann.
    Aber wenn ich als Techniker da bin, kein Hausmeister / Ansprechpartner da ist und ich am Schalter angeschaut werde wie Auto, dann gehe ich auch. Denn der Übergabepunkt im KH ist nicht gleich wie in einem normalen Mehrfamilienhaus haus. Wenn ich dort das falsche kabel abklemme, weil ich die interne Verkabelung nicht kenne, kann ich die noch größere Probleme verursachen. Und es ist schon auch passiert das ein Techniker mal das falsche kabel gezogen hat , weil es ihm niemand gezeigt hat und er dadurch noch mehr schaden angerichtet hat. Und um das zu vermeiden muss halt ein ASP vor Ort sein.

    Natürlich gibt es auch immer schwarze Schafe die bei solchen kunden direkt kleine H*den bekommen und gar nicht antanzen und sowas wird auch nicht von meiner Seite aus unterstützt.


    Fakt ist: Ein Techniker wird leider immer als "Boo-mann" dargestellt weil er:
    -Zu spät kommt
    -nicht kommt
    -ausfällt
    -nicht anruft oder sonstiges.

    Aber man müsste doch auch mal von unserer Seite aus sehen.

    Wir bekommen unsere Tour mit durchschnittlich 16 Kunden Anfahrten (worauf wir gar keinen Einfluss haben) wo wir eine Zeitvorgabe von max. 30 Minuten haben und wenn dann ein Kunde sich vorher nicht schlau gemacht hat , weil er sein Brief nicht durchgelesen hat und nicht weiß wo der Verteiler ist oder sogar seine eigene Telefondose nicht findet,haben wir schon den Salat.
    Sobald ich bei einem Kunden hänge, verspäten sich alle anderen Automatisch. Und das wollen viele einfach nicht akzeptieren, weil einfach gedacht wird:
    "Ich fahre nur für dich Raus und du bist mein einziger Kunde am tag"

    Ich könnte noch viele Situationen schildern aber ich will den Beitrag nicht in die Länge ziehen.
    Eine Sache noch.. bitte seht einen Subtechniker nicht als unerfahren oder sonstiges. Ohne uns Subs würdet ihr als Kunden nicht 8 sondern noch länger auf den Anschluss warten, wir entlasten die Telekom sehr stark mit unseren Unmengen an Anfahrten die wir machen ( Telekom macht im durchschnitt 10 tag , wir 16+)

  2. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: Mixermachine 06.06.18 - 16:59

    Kann man doch recht einfach beheben.
    Die Meldung die dann abgesetzt wird, ist
    "Empfang besetzt, Ansprechperson nicht anwesend".
    Nicht mal 10 Worte und alles ist geklärt.

    Die Meisten sind eigentlich nicht auf die Techniker sauer, die sind eben nur der nächste der eine Verbindung zum Konzern hat.
    Eigentlich liegt es an dem Konzern, der zu enge Vorgaben macht.

    Zur Kompetenz: eine faule Frucht verdirbt den Korb.
    Schlechte Nachrichten verbreiten sich schneller und weiter, vorallem im Internet.
    Man kann leider nur sein Bestes geben und eben mit Leistung überzeugen.

    Getter, Setter, Hashcode und Equals manuell testen in Java?
    Einfach automatisieren: https://github.com/Mixermachine/base-test

  3. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: schily 06.06.18 - 17:09

    Da kann man sich doch als Techniker vom Empfang bestätigen lassen, daß man um xxx da war und der Empfang keinen passen Ansprechpartner finden konnte.

  4. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: quineloe 06.06.18 - 17:12

    Die Empfangspersonen haben alle Eidesstattlich versichert, dass niemand bei ihnen vorstellig geworden ist.

    Das genügt mir eigentlich.

    > Fakt ist: Ein Techniker wird leider immer als "Boo-mann" dargestellt weil er:
    > -Zu spät kommt
    > -nicht kommt
    > -ausfällt
    > -nicht anruft oder sonstiges.

    Wer es nicht schafft dann Bescheid zu geben ist völlig zu Recht ein Buhmann.

  5. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: jayzor 06.06.18 - 18:08

    Mixermachine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann man doch recht einfach beheben.
    > Die Meldung die dann abgesetzt wird, ist
    > "Empfang besetzt, Ansprechperson nicht anwesend".
    > Nicht mal 10 Worte und alles ist geklärt.


    Manchmal ist es leider nicht immer so einfach , wir haben in unserem System leider Bausteine zum anklicken um den Auftrag abmelden zu können. Da hat man keine riesen Option um gescheit einen Auftrag abmelden zu können und können halt nur zwischen gewissen punkten auswählen - "Kunde nicht auffindbar- "Kunde nicht vor Ort"
    Ich wünschte manchmal es wäre so einfach :)




    schily schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    >Da kann man sich doch als Techniker vom Empfang bestätigen lassen, daß man um xxx da war und >der Empfang keinen passen Ansprechpartner finden konnte.


    Natürlich können wir uns das quasi bestätigen lassen in dem wir den Montage-Nachweis ausfüllen (so werden die abmelde berichte genannt) und und unterschreiben lassen, aber lass mich mal so fragen : Möchtest du ( ich hoffen duzen ist ok ) als angestellter etwas unterschreiben wofür du nicht verantwortlich bist und nicht informiert bist?
    Zu 90% wollen die Leute das nicht unterschreiben um kein Ärger zu kriegen. Und wir können dann nur noch kunde verweiger unterschrift anklicken - Und das führt widerrum dazu das es danach heißt, wir wären nicht da



    quineloe schrieb:
    -----------------------------------------------------------------------------
    >Die Empfangspersonen haben alle Eidesstattlich versichert, dass niemand bei ihnen vorstellig >geworden ist.

    >Das genügt mir eigentlich.

    >> Fakt ist: Ein Techniker wird leider immer als "Boo-mann" dargestellt weil er:
    >> -Zu spät kommt
    >> -nicht kommt
    >> -ausfällt
    >> -nicht anruft oder sonstiges.

    >Wer es nicht schafft dann Bescheid zu geben ist völlig zu Recht ein Buhmann.


    Kurzes beispiel :
    Ich habe eine Störung und habe draußen am schaltkasten die arbeit angefangen um eine vorab Prüfung zu machen. Ich fahre zum Kunden aber Kunde macht nicht auf und der Name ist sogar 2 mal beschriftet, beides gedrückt und dennoch macht niemand auf. Auf den Anruf auch keine Reaktion vom Kunden. Und nach 10 Minuten zeit vor der Tür war ich weg

    2 Tage später bekomme ich den Auftrag wieder aber diesmal mit einem Riesen Beschwerde text vom kunden wo drin stand " Kunde wäre den ganzen tag vor Ort, der Techniker kam nicht und hat nicht angerufen und an der Tür gäbe es eine Sicherheitskamera die alles aufzeichnet und ich wäre nicht drauf abgebildet gewesen. Und er habe schon rechtliche Wege eingeleitet
    Als ich wieder vor Ort war, hab ich aus Spaß mal etwas an der wand rum geguckt ob ich eine Kamera finde.. Keine Kamera und als ich den kunden drauf ansprach war der erst mal Hochnäsig und hat rum geflucht aber als er fest stellte das ich der Techniker war, der vor 2 tagen vor seine Türstand, wurde er ganz schön klein und konnte keinen muchs von sich geben. Wieso? weil er gelogen hat.
    Für mich hat eine Eidesstattliche Versicherung keine Deutung weil wir sehr oft erleben das der kunde nicht aufmacht und dann rum lügt und Geschichten erzählt.
    Warum soll ich als Techniker ( meine persönliche Meinung) so einen scheiß machen und damit meinen Job riskieren? Immerhin muss ich eine Familie versorgen.

    Bescheid geben ist eine andere Sache, auf unseren Aufträgen stehen die Nummern von den Kunden nicht immer drauf, weil wir "Fremdanbieter" über eine Hotline anrufen müssen: Wir wählen die Nummer, geben den dazugehören Code ein der für den kunden zugewiesen ist und die Hotline versucht automatisch 3 Verfügbare nummern anzuwählen. Wenn der Kunde beim Vertragsabschluss keine nummern, die Nummer falsch oder der Bearbeiter die Nummer falsch angibt, können wir wieder nichts machen, richtig?

    Ist nicht einfach im Außendienst :))

  6. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: bierwagenfahrer1984 06.06.18 - 18:36

    Kunden im Telkobereich haben idr auch die Ansicht daß der Anschluss lebensnotwendig ist schließen dann aber oft nicht entsprechende Verträge ab. Was denkt ihr wie oft kommt es vor das kleine Unternehmen bzw sogar mittlere Privatkundenverträge haben? Die melden sich mit der Erwartung das CSI Techniker schon unterwegs ist und 10 min an der Tür klingelt. Die Telekom macht auch grundsätzlich nur Termine über ein 4st Fenster aus. IdR haben sowohl Privat als auch kleinere Geschäftskunden von Technik null,0000000000000... Ahnung. Grausamen Schweiß labern die. War der Telekom Techniker denn schon da, nein, aber im Moment läuft es, waren sie denn vor Ort, natürlich, paar Sätze weiter, war dann in der Werkstatt, habe dem Nachbarn kurz geholfen, war kurz einkaufen in der Pause, ...
    OK dann rufen sie doch nochmals kurz an und lassen sich sagen was der Techniker geschrieben hat.

    "ICH RUFE DA SICHER NICHT NOCH MAL AN UM STUNDEN IN DER WARTESCHLEIFE ZU HÄNGEN DAMIT MAN MIR DORT EH NICHT HELFEN KANN. DIE SIND ALLE UNKOMPETENT. Würden sie jetzt bitte kommen und das System wieder zum laufen bringen."

  7. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: wire-less 06.06.18 - 19:25

    kann ich Nachvollziehen. Ich sitze auf der anderen Seite und bestelle TALs bei der Telekom. Da bekommen wir dann diese Meldungen auf den Tisch. Der Kunde erzählt er wäre die ganze Zeit daheim gewesen. Viele sehen auch nicht ein für so einen Termin zu Hause zu bleiben. Bei einigen Kunden wissen wir aber das sie wirklich da waren. Denke der ein oder andere Techniker schafft die Tour nicht und streicht den abseits der Route liegenden Termin.

    BTW: Der Anschluss kostet ca. 70-80 Euro netto (müsste ich jetzt nachgucken). D.h. bei 16+ Terminen pro Tag ...

    Andererseits kann uns die Telekom noch nicht mal erläutern wie der Arbeitsauftrag des Technikers ist. D.h. was für eine Messung er durchführt um einen Anschluss zu prüfen. D.h. wir schicken eine Störung raus und dann kommt zurück das der Anschluss in Ordnung war. Kunde steckt FB an und nix synchronisiert oder nur sehr langsam. Nach dem nächsten Technikertermin geht's dann magisch. Keine Möglichkeit zu erfahren was der Techniker genau gemacht/gemessen hat …

    Schlimm wird's wenn eine Adresse nicht richtig in der Telekomdatenbank ist. Das dauert Wochen und braucht mindestens 10 Telefonate und Faxe bis man eine/n der wenigen Ansprechpartner findet der das hinbekommt.

    Ich kann die Telekom 'eh nicht verstehen. Nichts gegen Subs. Aber als Telekommunikationsfirma will ich meine Hardware/Leitungen (das ist meine Basis) von meinen Leuten gepflegt haben. Am besten Regional immer von den gleichen Leuten. Die wissen was wo ist und hinterlassen das so wie sie selbst es dann wieder vorfinden wollen. Wenn ich im 30min Rhythmus Externe ranlasse verlier ich doch mein Business aus den Augen.

  8. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: cyzz 06.06.18 - 19:36

    jayzor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo,
    > ich würde gerne als Techniker auch mal versuchen unsere Perspektive zu
    > erläutern.
    > Ich selber bin gelernter IT Systemelektroniker aber arbeite NICHT für die
    > Tcom sondern bin für einen Sub tätig ,als kurzer Info zu meiner
    > Persönlichkeit. Eigentlich halte ich mich aus solchen Diskussionen fern da
    > es immer zu unnötigen Streitereien kommt, aber diesmal habe ich mich jetzt
    > extra registriert um mal auch zu versuchen unsere Perspektive zu erklären
    >
    > Solche fälle wie im Artikel beschrieben haben wir öfters und als ich diesen
    > Artikel las kam es mir sehr bekannt vor.
    > Es gibt an solchen orten ( Krankenhaus, Seniorenheim, Polizei etc ) öfters
    > Probleme weil das Problem selber nicht das Krankenhaus ist sondern quasi
    > der Ansprechpartner vor Ort.
    > Wir als Techniker bekommen die Anweisung das ein Ansprechpartner vor Ort
    > sein MUSS und uns alles zeigen kann, damit wir problemlos Zugang am
    > Übergabepunkt haben und Anschluss funktionsfähig da gelassen werden kann.
    > Aber wenn ich als Techniker da bin, kein Hausmeister / Ansprechpartner da
    > ist und ich am Schalter angeschaut werde wie Auto, dann gehe ich auch. Denn
    > der Übergabepunkt im KH ist nicht gleich wie in einem normalen
    > Mehrfamilienhaus haus. Wenn ich dort das falsche kabel abklemme, weil ich
    > die interne Verkabelung nicht kenne, kann ich die noch größere Probleme
    > verursachen. Und es ist schon auch passiert das ein Techniker mal das
    > falsche kabel gezogen hat , weil es ihm niemand gezeigt hat und er dadurch
    > noch mehr schaden angerichtet hat. Und um das zu vermeiden muss halt ein
    > ASP vor Ort sein.
    >
    > Natürlich gibt es auch immer schwarze Schafe die bei solchen kunden direkt
    > kleine H*den bekommen und gar nicht antanzen und sowas wird auch nicht von
    > meiner Seite aus unterstützt.
    >
    > Fakt ist: Ein Techniker wird leider immer als "Boo-mann" dargestellt weil
    > er:
    > -Zu spät kommt
    > -nicht kommt
    > -ausfällt
    > -nicht anruft oder sonstiges.
    >
    > Aber man müsste doch auch mal von unserer Seite aus sehen.
    >
    > Wir bekommen unsere Tour mit durchschnittlich 16 Kunden Anfahrten (worauf
    > wir gar keinen Einfluss haben) wo wir eine Zeitvorgabe von max. 30 Minuten
    > haben und wenn dann ein Kunde sich vorher nicht schlau gemacht hat , weil
    > er sein Brief nicht durchgelesen hat und nicht weiß wo der Verteiler ist
    > oder sogar seine eigene Telefondose nicht findet,haben wir schon den
    > Salat.
    > Sobald ich bei einem Kunden hänge, verspäten sich alle anderen Automatisch.
    > Und das wollen viele einfach nicht akzeptieren, weil einfach gedacht wird:
    > "Ich fahre nur für dich Raus und du bist mein einziger Kunde am tag"
    >
    > Ich könnte noch viele Situationen schildern aber ich will den Beitrag nicht
    > in die Länge ziehen.
    > Eine Sache noch.. bitte seht einen Subtechniker nicht als unerfahren oder
    > sonstiges. Ohne uns Subs würdet ihr als Kunden nicht 8 sondern noch länger
    > auf den Anschluss warten, wir entlasten die Telekom sehr stark mit unseren
    > Unmengen an Anfahrten die wir machen ( Telekom macht im durchschnitt 10 tag
    > , wir 16+)

    +1
    mein Techniker war auch n guter Typ

  9. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: becksbear 06.06.18 - 19:52

    Das die Telekom (oder auch jeder andere Netzprovider) Subunternehmer einsetzt, dürfte verschiedene Gründe haben.

    Spontan fallen mir drei mögliche Gründe ein:
    - Masse schwer zu handhaben, schließlich müsste man enorm viel Personal aufbauen
    - Kosten: ich vermute die Subunternehmer bieten ihre Dienstleistungen schlichtweg günstiger an, als die Telekom an ihre eigenen MA zahlen würde (siehe auch Angaben oben: Sub 16 Termine am Tag, T-MA 10 Termine)
    - Ausfallsicherheit schaffen

    Ja, Technikertermine gehen ab und an schief. Und ja, ich kann auch mit jedem Endkunden mitfühlen, der davon betroffen ist und eventuell unzureichend informiert wird. Insbesondere bei der im Artikel beschriebenen Konstellation: Dauerhaft besetzter Empfang aber als Rückmeldung kommt nur "Kunde nicht angetroffen".
    Doch halte ich solche sehr knappen Rückmeldungen nicht für Wettbewerbsverzerrend sondern für Kosteneffizient.
    Würde man hier Freitextfelder einbauen, würden andere Probleme auf den Kunden zukommen. Z.B. erhöhte Kosten aufgrund längerer Bearbeitungszeit und mehr notwendiger Infrastruktur. Zusätzlich ggfs. schlechte Lesbarkeit / Deutbarkeit des geschriebenen.

  10. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: quineloe 06.06.18 - 22:36

    jayzor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Kurzes beispiel :
    > Ich habe eine Störung und habe draußen am schaltkasten die arbeit
    > angefangen um eine vorab Prüfung zu machen. Ich fahre zum Kunden aber Kunde
    > macht nicht auf und der Name ist sogar 2 mal beschriftet, beides gedrückt
    > und dennoch macht niemand auf. Auf den Anruf auch keine Reaktion vom
    > Kunden. Und nach 10 Minuten zeit vor der Tür war ich weg

    Eidesstattliche Versicherung. Das ist ein ziemlich großes Kaliber, und das werden die garantiert nicht abgeben, wenn es nicht wirklich so war. Damit ist dein Vergleich hinfällig. Wer beim Lügen in so einer Versicherung erwischt wird, dem drohen bis zu drei Jahre Haft.

    Ich wette, du warst noch nie damit konfrontiert, dass jemand an Eides Statt versichert hat, dass der Techniker nicht gekommen ist. Das ist eine ziemlich außergewöhnliche Sache.

    Diese Versicherung ist übrigens nicht dazu da, dich zu überzeugen, sondern Richter oder Behörden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.18 22:38 durch quineloe.

  11. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: Eheran 07.06.18 - 01:25

    >Das ist eine ziemlich außergewöhnliche Sache.
    Es wäre auch sehr leichtfältig, diese unter den üblichen Umständen zu machen. Man müsste wirklich den gazen Tag ununterbrochen vor der Tür stehen und gucken, ob er kommt.
    1x Pinkelpause und schön könnte er genau dann da gewesen sein.

    Wenn man im Haus ist, dann könnte etwa die Klingel nicht funktionieren, Name falsch, man hört sie nicht, ....... Es wäre daher gar nicht möglich, sicher zu sagen, dass er nicht da war.

  12. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: Port80 07.06.18 - 08:33

    Du zeigst aber ein anderes, wichtiges Problem auf : Die Kommunikation.

    Der Termin war um 11 Uhr, um 11:10 Uhr ist noch keiner da. Als Kunde weiß man da nicht, warum. Ist der Techniker zu spät? Klappt der Termin einfach nicht? Steht er gerade vor der Tür und kommt nicht rein?
    Man könnte (auch automatisch) eine SMS schicken, in der der aktuelle Zustand steht, wenn es nicht nach Plan läuft. Da wäre bei mir zumindest die Unsicherheit weg.

  13. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: wire-less 07.06.18 - 09:38

    Port80 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du zeigst aber ein anderes, wichtiges Problem auf : Die Kommunikation.
    >
    > Der Termin war um 11 Uhr, um 11:10 Uhr ist noch keiner da. Als Kunde weiß
    > man da nicht, warum. Ist der Techniker zu spät? Klappt der Termin einfach
    > nicht? Steht er gerade vor der Tür und kommt nicht rein?
    > Man könnte (auch automatisch) eine SMS schicken, in der der aktuelle
    > Zustand steht, wenn es nicht nach Plan läuft. Da wäre bei mir zumindest die
    > Unsicherheit weg.

    Es geht da imho um den Preis der Dienstleistung. Privatkunden sind schwierig davon zu überzeugen das Service Geld kostet. Wir würden gerne die immer komplizierter werdenden Netze unserer Kunden (Repeater,DLAN,DHCP, …) betreuen weil es da oft im Argen liegt. Aber das lässt sich finanziell nicht darstellen. Internet ist zwar wichtig aber nicht so wichtig das es etwas kosten darf (Der Staat darf beliebig Subventionen ausgeben um die Leitung ans Haus zu buddeln aber im Haus wenn das eigene Geld dran ist wird exzessiv gespart). Und man kann keinen Techniker rausschicken und nicht mindestens 60 Euro/h + Anfahrt verlangen. Man hat schon Schwierigkeiten jemand zu finden der das für das Geld machen will/kann.

    Darum muss der Technikertermin möglichst billig sein. Jede Aufgabe die man dem Techniker mitgibt kostet Zeit=Geld. Und der Techniker darf dann auch nicht mehr für den Kunden erreichbar sein (von wegen SMS vom Handy schicken) denn die Zeit kann auch nicht abgerechnet werden.

  14. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: debattierer 07.06.18 - 10:12

    Naja zu spät sein und nicht erscheinen sind zwei Paar Schuhe.
    Hinzukommt, wenn man behauptet niemand wäre da gewesen, obwohl der Kunde den ganzen Tag zu Hause gewartet hat.

  15. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: wire-less 07.06.18 - 10:21

    debattierer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja zu spät sein und nicht erscheinen sind zwei Paar Schuhe.
    > Hinzukommt, wenn man behauptet niemand wäre da gewesen, obwohl der Kunde
    > den ganzen Tag zu Hause gewartet hat.

    Es gibt solche und solche … Wobei der Arbeitsdruck schon eine Ursache sein kann. Gegenüber der Telekom ist es wahrscheinlich einfacher zu Argumentieren: "Kunde war nicht da" wie "Ich hab's nicht geschafft". Nicht ok aber menschlich.

    In Zeiten von Amazon und co. wird dem Endkunden das "du bist König Gefühl vermittelt" und viele nehmen das wörtlich. Aber wer spielt den Diener der immer alles rechtzeitig, perfekt abliefert und sich auch gerne wie ein Diener behandeln/beschimpfen lässt wenn mal was nicht klappt.

  16. Re: Mal eine andere Perspektive

    Autor: Malukai 07.06.18 - 12:17

    Da die Mitarbeiter des Empfangs in diesem konkreten Fall eidesstattlich ausgesagt haben dass der Techniker bei allen 4 Terminen nicht einmal dort nach dem Ansprechpartner gefragt hat ist, trifft deine Ausführung nicht zu.

    Oder was habt ihr "Techniker" für eine Erwartungshaltung? Dass euer Ansprechpartner den ganzen Tag auf einem Klappstuhl vor der Hausnummer wartet? Will nicht wissen wie viele eurer Ansprechpartner dann an Hunger sterben würden.

    Dabei kann man das Problem ganz einfach lösen, 200EUR strafe für Telekom wenn er nicht erscheint. Telekom ist in der Nachweispflicht dass ihr Techniker geklingelt und 30 Sekunden gewartet hat, heutzutage auch überhaupt kein Problem. Kann der Nachweis nicht erbracht werden 200EUR, gerne kann die Telekom diese 200EUR vom Gehalt oder Rechnung des Subs abziehen. Gehörst du zu den wenig guten, betrifft dich dass nicht solltest also kein Problem damit haben.
    Warum wehrt man sich aber so sehr gegen eine verbindliche Strafe bei nicht erscheinen?

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