1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Landgericht Flensburg…
  6. T…

5000Euro

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: 5000Euro

    Autor: Clown 09.03.16 - 17:53

    Ich hab verstanden, dass Du beide Dinge nicht auf eine Stufe stellen wolltest :)
    Eine klare Differenzierung ist allerdings nötig: Ein Mord ist ein sog. Verbrechen. Der Versuch ist schon strafbar. Eine Urheberrechtsverletzung hingegen ist kein Verbrechen, sondern Teil des Zivilprozessrechts und damit erübrigt sich alles weitere. Die Lektüre, warum bei einem Verbrechen auch der Versuch strafbar ist (und warum bei einer zivilrechtlichen Sache nicht), schafft hier Aufklärung.
    Ich verstehe ja, worauf Du hinaus wolltest, Du bist halt eben kilometerweit übers Ziel hinausgeschossen ;)

    Konfuzius sagt: Chinesisches Essen heißt in China einfach nur Essen.

  2. Re: 5000Euro

    Autor: neocron 09.03.16 - 18:19

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du willst also Menschen pauschal bestrafen, die nichts unrechtes getan
    > haben?
    sie werden nicht bestraft!?
    es beteiligen sich nur alle daran!
    Oder wird ein Autofahrer bestraft, weil er gezwungen wird eine KfZ Haftpflichtversicherung abzuschliessen?
    Werden alle Buerger bestraft, nur weil alle Buerger Steuern bezahlen, jedoch unterschiedlich viel Steuerkosten verursachen?

    > Ich nutze auch gelegentlich BitTorrent (was natuerlich nicht zu den
    > genannten Next-Gen-Systemen gehoert - afaik hat das mit BitTorrent so nicht
    > funktioniert), ohne aber an irgendwelchen Urheberrechtsverletzungen
    > interessiert zu sein.
    ich sagte ja nicht, dass es ausschliesslich dafuer verwendet wird.

    > Teilweise nutzen wir das z.B. im Freundeskreis, um private Fotos und Videos
    > auszutauschen - ist schlicht bequemer, als irgendwelche Server anzumieten
    > oder Festplatten durch die Gegend zu schicken. Was "die meisten" tun, ist
    > uns dabei herzlich egal.
    > Wir muessen also zukuenftig abgestraft werden, weil eine kleine Bit-Sequenz
    > in einem privaten Foto oder Video der eines kommerziellen Films gleicht?
    von "muessen" hat niemand gesprochen, auch von einer Strafe nicht, man koennte es aber durchaus als Fair ansehen sich zu beteiligen ... sah man ja auch bisher als fair an!

    > Nichts anderes waere eine Anhebung der Urheberrechtspauschale doch, die
    > einen schliesslich nicht dazu ermaechtigt, irgendwelche Filme / Buecher /
    > Musik runterzuladen.
    Nennt man Solidaritaet ... wird in vielen anderen Bereichen auch gemacht ...

    > Das Rechtsverstaendnis muesstest du mir jetzt nochmal erklaeren.
    Rechte sind Menschengemacht ... es hat nichts mit "verstehen" zu tun, sondern mit Durchsetzung von Interessen.

    > > Ich verstehe nicht, warum man sich immer noch ueber derartige Klagen
    > > aufregt, oder ueber skurrilste technische Argumentationen versucht
    > > derartige Urheberrechtsverletzungen wegzudiskutieren.
    > Die Abstraktionsebene wurde durch die Abmahnanwaelte gesetzt - nicht durch
    > die User. Auf der Ebene muessen dann alle Argumente zaehlen und nicht nur
    > die, die gerade die eigene Sicht stuetzen.
    ganz sicher muessen keine Skurrilen Argumente zaehlen ...
    Stichhaltige von allen Seiten, sicherlich, aber ganz sicher nicht alle!
    Ich kreide nicht die Richtung des Arguments an, sondern die Stichhaltigkeit, die Plausibilitaet!

    > Man koennte P2P-Systeme auch einfach nur als Download-Portale sehen - dann
    > koennte man halt niemandem weitere Verbreitung unterstellen.
    oehm, ja, man koennte es auch als einen Kochwettbewerb sehen ... dann waere auch nichts verwerfliches daran, nur als ich das letzte mal geschaut habe, waren es eben kein Kochwettbewerb, und auch kein "nur Download-Portal"!

    > Wenn man schon
    > "so technisch" rangeht, dann muessen auch die uebrigen Argumente zaehlen.
    > Ein solches waere dann eben auch, dass 10kb noch keinen Film machen - das
    > ist eben nicht mehr "skurril technisch" als "automatische
    > Weiterverbreitung".
    Und genau das ist was ich ankreide ... es geht nicht darum, was recht und unrecht ist. Es geht darum irgend eine skurrile Argumentation zu finden ... man macht hier genau das, was man den Abmahnern oder den Urheberklaegern anlastet!
    Diese wuerder uebertreiben, und untertreiben, sie wuerden verdrehen und verstecken ...
    aber selbst ist einem natuerlich nicht zu peinlich genau das gleiche zu tun ...
    Nach dem Gesetz ist es relativ einfach ... auch in Teilen ist eine Urheberrechtsverletzung genau das ...

    > Ueber die Intention kann man nicht streiten - wer wirklich anfaengt einen
    > Film zu laden, wollte den Film laden. Wie gesagt, hier bin ich voll bei
    > dir.
    und nur darum ging es mir! Die Absicht wurde hier durch eine Tat unterstrichen ...
    Glueck, dass man den Schuldigen nicht identifizieren konnte!

    > Aehm ... zwei Gedanken hierzu:
    > a) Unsere Gesetze und Regeln sind nicht in Stein gemeisselt und koennen
    > geaendert werden, wenn unsere Wertvorstellungen es erfordern. Siehe
    > Soziokulturelle Evolution.
    > Weiss nicht, warum ein solches Wiederaufkochen insgesamt ein Problem
    > darstellen sollte.
    weil es die gleichen Zuege traegt, die man bei der Gegenseite ankreidet!
    Siehe diese spitzfindigen Versuche die 10kb jetzt so auszulegen, als waere ja gar nichts passiert! Also was nun. Geht es um Gerechtigkeit? Geht es um Gerechtigkeits details (hoehe der Strafe, hoehe der Entschaedigung, ...) oder geht es einfach nur darum der Beste im Gerichtssaal zu sein? Nach meinen beobachtungen geht es hier dann nur um letzteres ... das eigentliche Problem, die nichtachtung der Rechte anderer, rueckt voellig in den Hintergrund!
    Ginge es um die Aenderung der Gesetze oder der Strafmasse, wuerde man wohl in der Diskussion sich wohl kaum um solchen Quatsch wie die 10kb kuemmern!

    > b) Du musst schon unterscheiden, was jeweils hochkocht. Es ist ja nicht nur
    > "Urheberrecht? Ja / Nein / Vielleicht / Nur klicken".
    > Mal so aus dem Stegreif haetten wir:
    > * "Urheberrecht allgemein" -> _imho_ wirklich nicht gross
    > diskussionswuerdig, aber siehe a
    ich bitte dich. Da wird diskutiert, obwohl man noch nichteinmal eine Ahnung hat warum das Urheberrecht besteht, welche Absicht man damit verfolgt, oder weil man einfach dagegen ist aus Neid/Missgunst!
    Diskussionwuerdig ist es natuerlich immer ... aber dann eben um tatsaechlich Gerechtigkeit zu schaffen und nicht um einen Hunger auf Missgunst zu stillen!

    > * "Verhaeltnismaessigkeit der Strafe" -> Warum sollte das nicht
    > diskussionswuerdig sein? Hab ich persoenlich kein starkes Gefuehl fuer,
    > aber wuerde doch eher zu "diskussionswuerdig" tendieren.
    ist es, jedoch siehe oben!
    Ich bezweifle, dass man bereit ist sich tatsaechlich damit auseinander zu setzen ... hier werden subjektive, teils voreingenommene Bilder von Verhaeltnismaessigkeit eingeworfen, ohne Struktur, was soll das?
    Wenn man sich an diese Diskussion wagen moechte, sollte man sich dann wohl stark damit beschaeftigen ... und nicht mal eben aus dem Bauch raus eine Meinung bilden ...

    > * "Ermittlung der Strafhoehe" -> Na hoer mal, definitiv diskussionswuerdig.
    > 5 Leute im P2P-Netz, jeder teilt mit jedem, jeder wird einzeln angeklagt
    > und jedem wird die volle Schadenssumme (5 * "an vier Leute weitergeteilt")
    > zur Last gelegt? Darueber muss definitiv noch ein paar Mal geredet werden
    > ;)
    nein muss es nicht. Anklagen kann man grundsaetzlich jeden und wegen allem.
    Diskutieren kann man ausschliesslich ueber Gerichtliche Urteil, nicht ueber das, worueber jemand klagt ... das ist ja ueberhaupt erst die Aufgabe eines Gerichts!
    Hier braucht man ueber die STrafhoehe ueberhaupt nicht zu schimpfen, da das Gericht ja entschieden hat, dass der eigentliche Taeter nicht ermittelt wurde ...
    Diskutieren koennte man nun hoechstens ueber eben diese Entscheidung! Eine Tat wuerde begangen, welche Verpflichtungen haette der Anschlussinhaber!? ...

    > Wenn mein Picasso von 3 Leuten gestohlen wird, kann ich ja auch nicht
    > erwarten, drei Bilder zurueckzubekommen.
    Richtig, liegt evtl. daran, dass der besitzer eines Picasso Gemaeldes nicht der Urheber ist, und somit auch nicht automatisch das Urheberrecht besitzt ...
    Es geht eben genau um intangible Werte ...

    > * "Ermittlung des Taeters" -> Ebenfalls absolut diskussionswuerdig. Weder
    > haben wir unknackbare WLans, noch will irgendwer erklaeren, wie die Daten
    > genau ermittelt werden.
    > Im genannten Fall: Muesste das "technische Detail", dass garkein
    > Internetanschluss verfuegbar ist, bereits ausgeklammert werden?
    nein, da hast du etwas missinterpretiert. Ich sagte dieses technische Detail ist nicht mehr von belang, weil bereits belegt ist, dass eine Urheberrechtsverletzung vorlag.
    Auch habe ich widersprochen, weil es nicht unueblich ist, dass eine Absicht bereits bestraft wird (ein weiteres uebergeordnetes Argument).
    Was nicht belegt wurde, ist von wem!
    Die Diskussion ueber die 10kb wurde nur wieder losgetreten, um damit genau die Spitzfindigkeit zu praktizieren, die man bei den Klaegern kritisiert.
    Das Argument kommt nicht, um irgend eine Rechtssprechung zu beurteilen, oder Gerechtigkeit zu schaffen, sondern um das bloede Spiel mitzuspielen, was man ja eigentlich so scheisse findet!

    > Da gibt es schon noch ziemlich viel, worueber man reden kann und auch reden
    > sollte.
    natuerlich, da bin ich ganz bei dir!

    > Ich glaube kaum, dass es den meisten wirklich nur um die Frage geht, ob
    > Urheberrechtsverletzungen insgesamt bestraft werden sollten - darauf
    > duerften sich die meisten schon geeinigt haben.
    das glaube ich nicht. Ich bin der Meinung viele sind der Meinung sich viel erlauben zu koennen, nur um den eigenen Drang nach Unterhaltung zu stillen ... es geht eben soweit, dass man das gleiche laecherliche Spiel mitspielt, was man bei den Klaegern kritisiert ... ich sehe da einen riesen Haufen Heuchelei und Widersprueche.
    Etwas, was in einer Diskussion ueber Gerechtigkeit (darum sollte es ja gehen, oder?) nichts zu suchen hat, weil es die Glaubwuerdigkeit argh ankratzt!

  3. Re: 5000Euro

    Autor: neocron 09.03.16 - 18:24

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab verstanden, dass Du beide Dinge nicht auf eine Stufe stellen
    > wolltest :)
    > Eine klare Differenzierung ist allerdings nötig: Ein Mord ist ein sog.
    > Verbrechen. Der Versuch ist schon strafbar. Eine Urheberrechtsverletzung
    > hingegen ist kein Verbrechen, sondern Teil des Zivilprozessrechts und damit
    > erübrigt sich alles weitere.
    nein, das ist so nicht wahr!
    auch das Urheberrecht hat natuerlich strafrechtliche Instrumentation!
    "Auch der Versuch ist strafbar. "

    > Die Lektüre, warum bei einem Verbrechen auch
    > der Versuch strafbar ist (und warum bei einer zivilrechtlichen Sache
    > nicht), schafft hier Aufklärung.
    brauch ich nicht, siehe oben!

    Dass es hier um einen Zivilprozess geht, hat nichts damit zu tun, was ich versuchte zu sagen. Naemlich dass eine Bestrafung NICHT vom Ergebnis abhaengen muss!
    Auch im Urheberrecht nicht ...

  4. Re: 5000Euro

    Autor: SelfEsteem 09.03.16 - 19:40

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sie werden nicht bestraft!?
    > es beteiligen sich nur alle daran!
    Klasse! Dann bin ich ja auch kein Glatzkopf - ich hab nur keine Haare.
    Du schaedigst die Menschen doch nicht weniger, nur weil du es nicht "Strafe" nennst.

    > Oder wird ein Autofahrer bestraft, weil er gezwungen wird eine KfZ
    > Haftpflichtversicherung abzuschliessen?
    > Werden alle Buerger bestraft, nur weil alle Buerger Steuern bezahlen,
    > jedoch unterschiedlich viel Steuerkosten verursachen?

    Von einer Versicherung profitieren alle Versicherten nach Bedarf. Bei Steuern
    ist es genauso oder zumindest aehnlich.
    Wie ist das denn bitte mit einer pauschalen Abgabe auf potentiell gebrochenes
    Urheberecht zu vergleichen?

    Wenn du eine Versicherung fuer Urheberrechtsverletzungen forderst, die einem
    die geforderten Schadenssummen erstattet, kannst du das gern tun. Du kannst auch
    gern fordern, dass die Urheber aus dem Steuertopf bezahlt werden sollen, aber
    eine pauschale Abgabe auf eine _verbotene_ Handlung ist voellig unsinnig.


    > ich sagte ja nicht, dass es ausschliesslich dafuer verwendet wird.
    Und doch kriminalisierst du alle Nutzer der Technologie und forderst
    pauschale Abgaben. Paradox, nicht wahr?


    > von "muessen" hat niemand gesprochen, auch von einer Strafe nicht, man
    > koennte es aber durchaus als Fair ansehen sich zu beteiligen ... sah man ja
    > auch bisher als fair an!
    Du glaubst wirklich, dass irgendwer eine Beteiligung an Straftaten fremder Menschen
    als fair ansieht?
    Wie gesagt: Wenn du eine Art freiweillige Versicherung forderst, so faend ich das
    zwar sinnbefreit, aber ich haette nichts dagegen, dass "andere" sich eine solche zulegen.
    Und wenn ich dann mal doch versehentlich was illegales runterlade (wie auch immer das versehentlich
    passieren soll), so hafte ich eben selbst - bei Blitzschaeden spiele ich auch auf Glueck und
    habe keine Blitz-Versicherung.


    > Nennt man Solidaritaet ... wird in vielen anderen Bereichen auch gemacht
    > ...
    Solidaritaet mit Verbrechern? Wo genau wird das denn gemacht? Ich habe zwar eine
    Vollkasko-Versicherung, aber die zahlt mir keinen Cent, wenn ich den Wagen absichtlich
    um den Baum wickle.

    Oder meinst du Solidaritaet mit Opfern? Nun, die werden klassischer Weise von den Taetern
    entschaedigt.


    > Rechte sind Menschengemacht ... es hat nichts mit "verstehen" zu tun,
    > sondern mit Durchsetzung von Interessen.
    Sprich das Recht muss nicht gerecht sein? Weiter unten schreibst du, es sollte
    um Gerechtigkeit gehen und nicht nur darum, der beste im Gerichtssaal zu sein.



    > Und genau das ist was ich ankreide ... es geht nicht darum, was recht und
    > unrecht ist. Es geht darum irgend eine skurrile Argumentation zu finden ...
    > man macht hier genau das, was man den Abmahnern oder den Urheberklaegern
    > anlastet!

    Ich war bei den 10kb bei dir, weil ich es an die Intention haenge. Fachlich
    ist es dennoch keine vollstaendige Datei. Hier waren wir uns einig.
    Warum ist es nun aber bei der Verbreitung anders? Woher nimmst du die Gewissheit,
    dass Verbreitung und nicht nur der Download gewollt war?

    Genau das kreide _ich_ an. Beim ersten Punkt ziehst du die Intention heran findest
    das technsiche Argument skurril. Beim zweiten Punkt denkst du aber garnicht an eine
    moeglicherweise garnicht existierende Intention und laesst allein das technische
    Argument zaehlen. Hier tust in erster Linie mal du exakt das, was du der
    Gegenseite vorwirfst.


    > Diese wuerder uebertreiben, und untertreiben, sie wuerden verdrehen und
    > verstecken ...
    > aber selbst ist einem natuerlich nicht zu peinlich genau das gleiche zu tun
    Hier bin ich voll bei dir. Leider tust du exakt das gleiche.


    > Nach dem Gesetz ist es relativ einfach ... auch in Teilen ist eine
    > Urheberrechtsverletzung genau das ...
    Ist das auf die 10kb von oben bezogen? Hier waere ich, wie gesagt, bei dir.
    Oder ist das auf die Next-Gen-Systeme bezogen? Tja ... dann sieh mal wieder nach,
    was du selbst geschrieben hast: Es sollte um Gerechtigkeit gehen.



    > Ginge es um die Aenderung der Gesetze oder der Strafmasse, wuerde man wohl
    > in der Diskussion sich wohl kaum um solchen Quatsch wie die 10kb kuemmern!
    Waere das denn so sinnlos?


    > ich bitte dich. Da wird diskutiert, obwohl man noch nichteinmal eine Ahnung
    > hat warum das Urheberrecht besteht, welche Absicht man damit verfolgt, oder
    > weil man einfach dagegen ist aus Neid/Missgunst!
    > Diskussionwuerdig ist es natuerlich immer ... aber dann eben um
    > tatsaechlich Gerechtigkeit zu schaffen und nicht um einen Hunger auf
    > Missgunst zu stillen!
    Ist da ein Hunger auf Missgunst, oder interpretierst du den einfach nur rein, weil du
    die Gegenseite bloed findest?
    Ernstgemeinte Frage, denn ich kann nicht in die Koepfer anderer reinsehen. Frage mich
    daher, wie du das so pauschal hinbekommst.


    > ist es, jedoch siehe oben!
    > Ich bezweifle, dass man bereit ist sich tatsaechlich damit auseinander zu
    > setzen ... hier werden subjektive, teils voreingenommene Bilder von
    > Verhaeltnismaessigkeit eingeworfen, ohne Struktur, was soll das?
    > Wenn man sich an diese Diskussion wagen moechte, sollte man sich dann wohl
    > stark damit beschaeftigen ... und nicht mal eben aus dem Bauch raus eine
    > Meinung bilden ...
    Ansich ... ja, kann man nicht widersprechen.


    > Diskutieren koennte man nun hoechstens ueber eben diese Entscheidung! Eine
    > Tat wuerde begangen, welche Verpflichtungen haette der Anschlussinhaber!?

    Aehm, ja, grundsaetzlich ja, aber zur Info: Das war eine Auflistung der
    Punkte, die immer wieder hochkommen. Ich habe den gesamten "Block B" nicht
    speziell auf den Fall hier bezogen. Das war eine generelle Antwort
    auf die Frage, warum das immer wieder hochkocht.


    > Richtig, liegt evtl. daran, dass der besitzer eines Picasso Gemaeldes nicht
    > der Urheber ist, und somit auch nicht automatisch das Urheberrecht besitzt
    > ...
    > Es geht eben genau um intangible Werte ...

    Der Unterschied zu materiellen Guetern ist mir schon bewusst, aber der Umstand,
    dass man etwas nicht "anfassen" kann, sollte doch wohl kaum bedeuten, dass
    die Forderungen ebenso schlicht nicht greifbar sein koennen.

    Oben hast du dich darueber echauffiert, dass mit an den Haaren herbeigezogenen
    Argumenten versucht wird, eine Tat wegzudiskutieren. Hier aber hast du
    scheinbar kein Problem damit, wenn mit Milchmaedchenrechnungen eine Tat
    versucht wird ueberzudramatisieren. Dass eine Forderung noch kein Gerichtsurteil macht, spielt
    dabei keine Rolle. Du solltest deine Linie schon halten.
    Meinst du nicht, dass ein roter Faden anders aussieht?


    > Das Argument kommt nicht, um irgend eine Rechtssprechung zu beurteilen,
    Woher weisst du das? Also ich hab keinen blassen Schimmer, warum genau
    die 10kb eingeworfen wurden (mir offengesagt auch eigentlich piep-egal).

    Du unterstellst imho etwas vorschnell.


    > ich sehe da einen riesen Haufen
    > Heuchelei und Widersprueche.
    > Etwas, was in einer Diskussion ueber Gerechtigkeit (darum sollte es ja
    > gehen, oder?) nichts zu suchen hat, weil es die Glaubwuerdigkeit argh
    > ankratzt!
    Auch hier kann man sich nur anschliessen.

    Ich hab dir da oben zwar letztlich ueberall widersprochen, aber imho sind wir nicht sooo
    unloesbar weit voneinander entfernt. Auf das ein oder andere kann man sich sicher einigen.
    Nur eine Linie sollte man beidseitig beibehalten.

  5. Re: 5000Euro

    Autor: Clown 10.03.16 - 09:02

    Das war mir in der Form nicht bekannt. Danke dafür. Allerdings frage ich mich dabei, wie so ein Versuch überhaupt beweisbar sein soll, insofern bleibt da ein fader Beigeschmack, was denn die Anwendbarkeit (und damit die Sinnhaftigkeit) angeht. Entscheidungen auf Basis des §106 (II) konnte ich auch grad nicht finden.
    Tatsache ist allerdings, dass hinter beiden Sachen (Mord und Urheberrechtsverletzung) zwei grundlegend verschiedene Vorgänge stecken. Erneut: Die Definition des Verbrechens gibt da Aufschluss.

    Konfuzius sagt: Chinesisches Essen heißt in China einfach nur Essen.

  6. Re: 5000Euro

    Autor: neocron 10.03.16 - 09:55

    die Beweisbarkeit ist wieder ein anderes Problem ...
    Wie gesagt, es ging allein darum, dass entgegen des Vorredners, der unbedingt argumentieren wollte, dass kein Schaden entstand bei 10kb, er damit am Problem vorbei schrammt, denn auch die Absicht ist strafbar!
    Dass es dann nicht um Schadenersatz geht, ist klar.

  7. Re: 5000Euro

    Autor: Kanzlei WBS 11.03.16 - 10:37

    Richtigstellung zu der Pressemitteilung "Anschlussinhaber haftet nicht für die Rechtsverletzung eines WG Mitbewohners" unserer Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE vom 08.03.2016:

    In einer früheren Version des Textes hieß es, dass die Kanzlei Sasse 5000 Euro Schadensersatz gefordert hat. Wir möchten darüber aufklären, dass dies nicht den wahren Tatsachen entspricht – wie sich auch aus dem Beschluss ergibt. Die Kanzlei Sasse hat lediglich 500 Euro Schadensersatz gefordert.

    Der Beschluss ist unter folgendem Link einsehbar: https://www.wbs-law.de/wp-content/uploads/2016/03/Beschluss-LG-Flensburg.pdf

    Wir danken für das Verständnis.

    Kanzlei WBS

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. SCHUFA Holding AG, Wiesbaden
  2. Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Nürnberg
  3. Dräger Medical Deutschland GmbH, Lübeck
  4. Tecan Software Competence Center GmbH, Mainz-Kastel

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Interview: Die Liebe für den Flight Simulator war immer da
    Interview
    "Die Liebe für den Flight Simulator war immer da"

    Die prozedural erstellte Erde, der Quellcode vom letzten MS-Flugsimulator und eine Gemeinsamkeit mit Star Citizen: Golem.de hat mit Jörg Neumann über Technik und das Fliegen gesprochen. Neumann leitet bei Microsoft die Entwicklung des Flight Simulator.
    Ein Interview von Peter Steinlechner

    1. Flug-Simulation Microsoft bereitet Alphatest des Flight Simulator vor
    2. Microsoft Neuer Flight Simulator soll Fokus auf Simulation legen

    Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest: Bose zeigt Sonos, wie es geht
    Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest
    Bose zeigt Sonos, wie es geht

    Der Portable Home Speaker ist Boses erster smarter Lautsprecher mit Akkubetrieb. Aus dem kompakten Gehäuse wird ein toller Klang und eine lange Akkulaufzeit geholt. Er kann anders als der Sonos Move sinnvoll als smarter Lautsprecher verwendet werden. Ganz ohne Schwächen ist er aber nicht.
    Ein Praxistest von Ingo Pakalski

    1. ANC-Kopfhörer Bose macht die Noise Cancelling Headphones 700 besser
    2. Anti-Schnarch-Kopfhörer Bose stellt Sleepbuds wegen Qualitätsmängeln ein
    3. Noise Cancelling Headphones 700 im Test Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus

    1. Berlin.de: Zu viele Cookies, um sie auflisten zu können
      Berlin.de
      Zu viele Cookies, um sie auflisten zu können

      Das Portal Berlin.de verbindet Tracking und einen Termin beim Einwohnermeldeamt, Privates und Staatliches. Die neuen Eigentümer nennen es einen "Schatz", die Datenschutzbeauftragte "absolut inakzeptabel".

    2. Mobilfunk: Congstar bietet eSIM im Kartentausch an
      Mobilfunk
      Congstar bietet eSIM im Kartentausch an

      Bestandskunden von Congstars Vertragstarifen können ab sofort von einer normalen SIM-Karte auf eine eSIM wechseln. Neukunden können nicht direkt einen Vertrag mit eSIM buchen, sondern müssen erst eine herkömmliche SIM beantragen.

    3. Siemens: Ingenieure sollten programmieren können
      Siemens
      Ingenieure sollten programmieren können

      Siemens will von Bewerbern Grundkenntnisse in Programmiersprachen, Machine2Machine und im Umgang mit der Cloud. Doch das ist noch nicht alles.


    1. 15:54

    2. 15:32

    3. 14:53

    4. 14:28

    5. 13:54

    6. 13:25

    7. 12:04

    8. 12:03