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Die Landkreise kritisieren damit ihre eigene Unfähigkeit!

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  1. Die Landkreise kritisieren damit ihre eigene Unfähigkeit!

    Autor: postb1 30.08.15 - 10:50

    Die Kreise kritisieren, daß der BUND nicht subvensioniert?
    Wem interessiert denn der Bund bei der deutschen Kleinstaaterei, die als "Förderalismus" verkauft wird?
    Polizei, Schulwesen usw. sind hierzulande doch auch Ländersache.
    Die Landkreise und damit ihre Gemeinden könnten JEDERZEIT auch an gefördertes FTTH rankommen. Denn praktisch alle Bundesländer haben aufwendige Förderprogramme am laufen. Und da wird technologieneutral gefördert, es ist den Gemeinden also selbst überlassen ob sie Glasfaser-FTTC oder Richtfunk-FTTC oder FTTH/B oder DOCSIS oder was ganz anderes exotisches haben wollen.
    Die müssen nur den richtigen Anbieter nach Ende der Auschreibung auswählen.
    Und wenn eine Gemeinde UNBEDINGT AUF JEDEN FALL FTTH haben will, können sie im Förderverfahren ihre Ausschreibung sogar dahingehend auslegen.
    Doch da kommt dann wieder die Sparsamkeit ans Licht, denn die Gemeinden müssen einen (allerdings recht niedrigen) prozentualen Zuschuß zum Förderbetrag beisteuern.
    Und dieser Zuschuß dürfte bei FTTH x-fach höher sein als bei FTTC.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.15 10:51 durch postb1.

  2. Re: Die Landkreise kritisieren damit ihre eigene Unfähigkeit!

    Autor: StefanGrossmann 30.08.15 - 11:46

    Oh ja, wir sind das Volk als Landkreise und dürfen also nicht die sinnvollere Technik gefördert bekommen?
    Das Problem ist einfach das das eine voll gefördert wird (Kupfer mit Rundstrahlsendern.. erm ich meine natürlich VDSL) und das andere Glasfaser (ohne Emissionen) überhaupt nicht. Noch dazu ist es einfach Zukunftssicherer. Aber der Telekom würde ich den Ausbau sowieso nicht zutrauen. Die haben es ja schon im Osten verkackt beim Aufbau Ost.
    Unsere Gemeinden haben sich übrigens zusammengetan und schaffen die Infrastruktur nun selber und vermieten sie an den ISP. Goolge mal SWN-Net Schleswig Holstein.
    DAS ist das richtige ;)

  3. Re: Die Landkreise kritisieren damit ihre eigene Unfähigkeit!

    Autor: Cok3.Zer0 30.08.15 - 13:13

    Selbst wenn nur auf LTE gesetzt würde, kostet das 20 Mrd. Wenn dies mit Glasfaser geschehen würde, käme man auf einen hohen zweistelligen Mrd-Betrag, obwohl ja nur die Transmitter angeschlossen werden müssen.

    Wenn man sich hieran orientiert, ist flächendeckendes FTTH, das ja in jede Straße muss, bei heutigen Investitionen vlt. 2035 realistisch.

    Es hilft also nicht, Fiber als Alternative zum Vectoring darzustellen, sondern Vectoring oder zukünftige Verfahren müssen gemeinsam mit Fiber eingesetzt werden!

  4. Re: Die Landkreise kritisieren damit ihre eigene Unfähigkeit!

    Autor: bitshift 30.08.15 - 14:12

    Stell' dir mal vor, mit der Einstellung hätte man das Telefon- oder Abwassernetz aufgebaut. Wir hätten heute noch nicht alle Haushalte angeschlossen.

    Internet ist in Randbereichen der Republik in spätestens 10 Jahren so wichtig wie das Telefon früher, ERST RECHT auf dem Land, wo man immer mehr Online erledigen muss (dazu gehört eben auch Kultur). In Ballungs- und mittelzentren ist es extrem wichtig weil sehr viel Firmeninfrastruktur daran hängt. In kleinen Orten ist es wirtschaftlich wichtig weil auch Kleinbetriebe kommunizieren müssen (ja, es soll auch Grafiker, Architekten, Rechtsanwälte und Ingenieure auf dem Land geben: Die brauchen alle dicke Bandbreite zum Dateiaustausch und nicht gegenüber anderen dumm da zu stehen).

    Meine Güte: Die Kosten sind zwar kein Pappenstil, aber angemessen für die Wichtigkeit und für die BRD locker zu schultern, zumal die Zinsen so niedrig sind wir noch nie.

    Anschlusspflicht für Glasfaser oder DOCSIS/Coax bei Neubauten (Strom und Wasser müssen schließlich auch gesetzlich vorgeschrieben angeschlossen werden) und bei Bestandsbauten Übergangsphase 15 Jahre einräumen, 5 wenn nicht bereits mindestens RICHTIGE 16Mbits anliegen. Dazu noch Kostenbeteiligung vom Staat und fertig ist der Lack.

    - Teuer? Ja.
    - Angemessen und Notwendig? Ja (das ist auch für die wirtschaftliche Entwicklung wichtig!).
    - Geld genug vorhanden? Ja.

    Die ganzen Gegenargumente sind zwar sachlich richtig aber viel zu hoch gehängt, letztendlich mit "mimimi, OMG, das KANN doch gar nicht gehen, weil TEUER" zusammenzufassen. Ich spare in einer Firma auch nicht an einer Maschine, die ich ZWINGEND brauche, denn dann kann ich den Laden dicht machen. Deutschland braucht für die Zukunft ZWINGEND gute Netze.

    Dennoch: Wenn ich die Politik gerade Kommunal so ansehe, kann ich jeden verstehen, der lieber heute Vectoring in der Hand als die Glasfaser auf dem Dach hat.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.15 14:13 durch bitshift.

  5. Re: Die Landkreise kritisieren damit ihre eigene Unfähigkeit!

    Autor: Ovaron 01.09.15 - 08:18

    bitshift schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Internet ist in Randbereichen der Republik in spätestens 10 Jahren so
    > wichtig wie das Telefon früher

    Könnte hinkommen, wir sind deutlich erkennbar vor der Schwelle.

    > In kleinen Orten ist es wirtschaftlich wichtig weil auch
    > Kleinbetriebe kommunizieren müssen (ja, es soll auch Grafiker, Architekten,
    > Rechtsanwälte und Ingenieure auf dem Land geben: Die brauchen alle dicke
    > Bandbreite zum Dateiaustausch und nicht gegenüber anderen dumm da zu
    > stehen).

    Nenne mal eine einzige Anwendung dieser Berufsgruppen die mit 50/10 Mbit nicht vernünftig machbar wäre!

    Du hast m.E. sehr naive Vorstellungen davon, wie groß CAD-Dateien, HDR-Bilder, Schriftstücke, etc. sind. Das einzige was "dicke Bandbreite" braucht sind m.E. Spiele-Downloads. Selbst Streaming ist mit 10/10 schon kein Problem mehr.

    Und nein, die Anwendungen die die dicken Bandbreiten fordern werden auch nicht entstehen nur weil dicke Bandbreite verfügbar ist. Siehe Japan, siehe Korea, siehe Schweden wo dicke Bandbreite seit 10 und mehr Jahren zur Verfügung steht. Außer UHD, das man wohl braucht um beim Porno jedem Pickel der Hauptdarstellerin eigene Namen zu geben, ist dabei für die Masse nichts heraus gekommen.

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