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Herzlichen Glückwunsch an die UKW-Platzhirsche zur Marktabschottung!

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  1. Herzlichen Glückwunsch an die UKW-Platzhirsche zur Marktabschottung!

    Autor: Spaghetticode 21.06.19 - 16:55

    Da war das Lobbying der UKW-Platzhirsche erfolgreich. Die niedersächsischen Hörer müssen sich weiterhin mit 10-13 UKW-Programmen begnügen (Dlf, Dlf Kultur, NDR 1 NDS, NDR 2, NDR Kultur, NDR Info, N-Joy, ffn, Antenne, Radio 21, Klassik Radio, Lokalfunker, NKL), DAB+, welches deutlich mehr Programme und neue Sparten gebracht hätte (etwa 49 in München), wurde torpediert.

    5G wird als Ausrede benutzt, jetzt keine Digitalradio-Infrastruktur aufzubauen und UKW dauerhaft beizubehalten. Die UKW-Platzhirsche schinden damit Zeit, denn mit heutigem Stand ist Radio über Mobilfunk unbrauchbar:
    • Keine Endgeräte: Autoradios mit Internetradio-Funktion muss ich mit der Lupe suchen.
    • Löchriges Netz: Das Mobilfunkmodem sagt gerne mal „EDGE“ oder „Kein Netz“, was zum Abreißen des Radiostreams führt. UKW hat deutlich seltener Aussetzer.
    • Exorbitant teuer: Während UKW/DAB+ kostenlos und ohne laufenden Vertrag empfangen werden können, muss man beim Mobilfunk-Radio einen teuren Vertrag abschließen. 31 Euro im Monat pro Gerät für ein bisschen Radioempfang ist völlig inakzeptabel.
    • Umständliche Einrichtung: Während UKW/DAB+ nach dem Prinzip „Auspacken, Einschalten, Läuft“ funktioniert, muss ich für Mobilfunkradio erst einen Vertrag abschließen.
    • Umständliche Bedienung: Bei UKW/DAB+ kann ich durch die Programme „zappen“, während ich bei Internetradio mich erst einmal durch einen umfangreichen Menübaum klicken und ggf. Texteingaben tätigen muss. Wie soll das beim Autofahren gehen?
    • Werbeterror: Beim Ein- und Umschalten gibt's erst einmal einen Werbespot. Man stelle sich vor, man will durch die Programme „zappen“, da darf man sich jedes Mal einen Werbespot, möglichst noch den gleichen, anhören.

    Insgeheim hoffen die UKW-Platzhirsche, dass die genannten Nachteile erhalten bleiben und die Hörer dauerhaft UKW und damit die eigenen Programme konsumieren müssen.

  2. Re: Herzlichen Glückwunsch an die UKW-Platzhirsche zur Marktabschottung!

    Autor: Jamrov 21.06.19 - 17:11

    Oder der Verstand setzt sich durch und man lässt den Zwischenschritt DAB+ einfach mal aus und spart die Kosten dafür ...

    Oh warte, gleich auf den DAB+ - Nachfolger zu schwenken ist vielleicht doch zu progressiv ...

    Gruß JR.

  3. Re: Herzlichen Glückwunsch an die UKW-Platzhirsche zur Marktabschottung!

    Autor: most 21.06.19 - 17:18

    Ich verstehe den Programmwahn irgendwie nicht. Schon beim Fernsehen haben immer mehr Programme mir nicht geholfen, meine "Unterhaltungssituation" zu verbessern. Zuletzt hatte ich im DVB-C Netz über 60 Sender und 10 Kinokanäle, auf denen zeitversetzt die gleichen 3-4 Filme liefen.
    Trotzdem war noch ein DVB-C Recorder notwendig, ist doch dämlich.

    Beim Radio ist es doch ebenso. Wenn man mit 13 Programmen nicht zufriedengestellt werden kann (was ok ist) dann werden 20 oder 30 auch nicht helfen. Dann stellt man sich doch besser mal seine eigene Playlist oder Musikbibliothek zusammen und lädt sich interessante Sendungen bei allen möglichen Radiosendern, gerne auch mal im (englischsprachigen) Ausland runter.

  4. Re: Herzlichen Glückwunsch an die UKW-Platzhirsche zur Marktabschottung!

    Autor: Spaghetticode 21.06.19 - 17:51

    Jamrov schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder der Verstand setzt sich durch und man lässt den Zwischenschritt DAB+
    > einfach mal aus und spart die Kosten dafür ...

    Beim 5G Broadcasting müssten aber alle Empfangsgeräte noch mal ausgetauscht werden, da gibt es noch nicht einmal eine fertige Spezifikation. Und es ist unklar, ob das wie UKW/DAB+ gratis und ohne Vertragsschluss benutzt werden kann oder ob man dafür wie bei Freenet TV Geld bezahlen muss. Auf jeden Fall wird es zu einem Interessenkonflikt zwischen Radiosendern und Mobilfunkern führen, da dann beide die gleichen Frequenzen nutzen.

    Das bedeutet, dass 5G Broadcasting streng reguliert werden muss:
    • Der Zugang zu TV-/Radioausstrahlungen muss kosten- und hürdenfrei sein. Bezahlschranke nur, wenn es vom Sender explizit gewünscht wird.
    • TV-/Radioausstrahlungen haben unbedingten Vorrang vor sonstigen Mobilfunkanwendungen.
    • Der Preis, der von TV-/Radiosendern aufgerufen wird, muss begrenzt werden. Auch eine regional begrenzte Ausstrahlung muss möglich sein.

  5. Re: Herzlichen Glückwunsch an die UKW-Platzhirsche zur Marktabschottung!

    Autor: Jamrov 21.06.19 - 19:09

    Der Geräteaustausch wird früher oder später kommen ... spätestens wenn am Weltmarkt die Lagerbestände alter Technologien leer sind und sich die Produktionsstrassen für deutsche Sondertechnik (wie z. B. ISDN, war auch ein deutscher Sonderweg) sich nicht mehr rechnen ...

    Da ja alles günstiger werden soll, muss auch - irgendwann - der Rundfunkbereich auf ein digitales Weltmarktsystem schwenken. Bis dahin sollte UKW weiterbetrieben und nicht auf DAB+ geschwenkt werden.

    Radio (UKW + DAB) und TV (DVB-T2) könnten künftig als digitaler Broadcast von den Sendeanstalten über entsprechende
    "5G@100 bis 400 MHz" Systeme
    - bereitgestellt
    - über GEZ bezahlt
    - und durch normierte Technik günstiger wird
    - auf jedem Smartphone oder "Radio / TV" - Gerät empfängt ist. (sofern das Gerät die jeweiligen Frequenzbereiche unterstützt.)

    Also alles wie heute, nur moderner.

    Alternativ können natürlich weiterhin Internet-basierte Dienste (CarPlay, Spotify, etc.) über andere Frequenzen und im Rahmen von Mobilfunk Verträgen genutzt werden.

    also nicht "entweder oder" sondern "sowohl als auch"

    Broadcast -> Sendeanstalten : ~100 kHz bis 400 MHz
    Internet -> MobFu-Provider : ~400 MHz (wegen der Milchkannen Anbindung ;-) bis 3,7 GHz, 26 GHz usw.

    Gruß JR.

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