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Bei mir genau so?

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  1. Re: Bei mir genau so?

    Autor: peter.kleibert 28.09.17 - 17:36

    Also ich sehe das auch ganz klar im Graubereich, beziehungsweise als legale, aber unmoralische Täuschung.

    Der Hinweis "Studium" wird doch langläufig als aktive Teilnahme am Lehrgang interpretiert, welche einen positiven Lerneffekt für den "Studenten" zur Folge hatte (unabhängig davon ob ein Abschluss vorliegt).

    Ich sehe ein Mini-Shitstorm angebracht. Ich jedenfalls wäre stinksauer, würde ich sowas bei einem meiner Mitarbeiter erfahren. Ich bin mir jedoch auch sicher, dass man solche unmoralischen Lebenslauf-Verschönerungen auch bei den anderen Parteien findet.

  2. Re: Bei mir genau so?

    Autor: Ach 28.09.17 - 17:53

    Dass dieser Fall hier gerade so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, liegt nicht an öffentlicher Hetze gegen die AFD oder so etwas, es liegt an der Partei selber. Schließlich ist es die AFD, welche der Presse und allen Etablierten ständigen Lug und Betrug vorwirft. Da ist es doch selbstverständlich erfahren zu wollen, wie es diese Partei denn selber mit der Ehrlichkeit hält, um einordnen zu können, welchen Wert man deren Worten und deren Kritik angedeihen darf, und es sieht nicht gut aus, gar nicht gut.

    Soweit präsentieren sich die AFDler als die ausgelassensten Lügner von allen, und sie verstehen es nicht einmal. Da präsentieren sie Fotomontagen oder lancieren eindeutige Falschmeldungen, um dann damit zu argumentieren, dass die gefakten Bilder und Worte sich dadurch legitimierten, dass sie einem ideellem Wert folgten. Die AFD als einzige Partei die nicht davon lassen wollte, im Netz bots einzusetzen, und, und, und. Wenn man genauer hinschaut, poppt an tausend Stellen dieses exotische Wirklichkeitsverständnis auf, und deine Einstellung zu der Sache in Form von: "Es gibt aber kein Gesetzt dagegen und rein formal hat er nichts falsches behauptet, macht es ganz bestimmt nicht besser, vielmehr zeugt dass von einer obendrein kalkulierten Täuschung.

    Eine nochmal brisantere Rolle nimmt die AFD dadurch ein, dass gerade von dieser Partei und ihren Mitgliedern so eine große Bedrohung für Leib und Leben von vielen Menschen ausgeht. Deswegen steht die AFD unter verstärkter Beobachtung der Öffentlichkeit, ist doch irgendwo klar.

  3. Re: Bei mir genau so?

    Autor: neonmag 28.09.17 - 18:02

    LPferd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder schönt doch seinen Lebenslauf möglichst ehrlich so weit auf das es
    > gut aus sieht;

    Nö, ich mach das nicht. Und nun?

  4. Re: Bei mir genau so?

    Autor: LPferd 28.09.17 - 18:10

    Bei der Steuererklärung nutzt du dann wohl auch nicht den vollen Umfang von den Werbungskosten, wa?

  5. Re: Bei mir genau so?

    Autor: theonlyone 28.09.17 - 18:22

    Wenn im Lebenslauf steht "studiert" aber kein Abschluss beiliegt wird gar nichts vorgetäuscht, sondern schlichtweg die Tatsache dargelegt das man studiert hat.

    Studieren bedeutet keineswegs das man dafür anwesend sein muss oder sonst wie etwas für seine Bildung tut, einzig und allein das man immatrikuliert ist und solange das der Fall ist, studiert man eben auch.

    ----

    So oder so, zu studieren ist nur wirklich etwas wert wenn man es auch zu Ende bringt und den Abschluss hat (der nach Möglichkeit keine Peinlichkeit an gerade so durchgekommen sein darf).

    Darf jeder lügen und ausschmücken was im Lebenslauf steht und das sollte auch jeder Personalverantwortlicher wissen (wenn nicht, ist die Person für die Personalauswahl genauso fehl besetzt).

    Einzig problematisch wird es wenn Urkunden gefälscht werden (und Schulabschlüsse, Ausbildungen etc. zählen dazu).

  6. Re: Bei mir genau so?

    Autor: eXXogene 28.09.17 - 18:25

    Wer studiert und einen Abschluss erworben hat, schreibt beides in seinen Lebenslauf. Wenn der Abschluss fehlt, ist davon auszugehen das der Bewerber etc das Studium abgebrochen hat.

    Ich mag die AFD überhaupt nicht, aber was der nette Herr angegeben hat, findet man in tausenden Profilen bei Xing oder Linked In.

    Vielleicht hat er sich nur für ein Studium angemeldet, damit er ohne Zahlung von Sozialbeiträgen und Lohnsteuer als Werkstudent arbeiten konnte und somit mehr Netto hatte. Auch das wird gerne gemacht.

  7. Re: Bei mir genau so?

    Autor: quineloe 28.09.17 - 18:30

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit beweißt die AfD nur, dass sie im Kern genauso wie alle anderen
    > Parteien ist, nur eben am äußersten rechten Rand.

    Das Problem ist aber, dass diese Leute die AfD nicht wählen, weil sie die Wahrheit ausspricht, sondern weil sie eine Partei am äußersten Rechten Rand ist...

  8. Re: Bei mir genau so?

    Autor: Ach 28.09.17 - 18:34

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn im Lebenslauf steht "studiert" aber kein Abschluss beiliegt wird gar
    > nichts vorgetäuscht, sondern schlichtweg die Tatsache dargelegt das man
    > studiert hat.
    >
    > Studieren bedeutet keineswegs das man dafür anwesend sein muss oder sonst
    > wie etwas für seine Bildung tut, einzig und allein das man immatrikuliert
    > ist und solange das der Fall ist, studiert man eben auch.
    >
    > ----
    >
    > So oder so, zu studieren ist nur wirklich etwas wert wenn man es auch zu
    > Ende bringt und den Abschluss hat (der nach Möglichkeit keine Peinlichkeit
    > an gerade so durchgekommen sein darf).
    >
    > Darf jeder lügen und ausschmücken was im Lebenslauf steht und das sollte
    > auch jeder Personalverantwortlicher wissen (wenn nicht, ist die Person für
    > die Personalauswahl genauso fehl besetzt).
    >
    > Einzig problematisch wird es wenn Urkunden gefälscht werden (und
    > Schulabschlüsse, Ausbildungen etc. zählen dazu).

    Hatten wir doch alles schon. Da sitzt kein Personalchef am anderen Ende, da werden vorsätzlich Wähler und Bürger getäuscht, und zwar gerade von einem Mitglied der Gruppe, die vorgibt besser zu sein als alle anderen. Das ganze ist keine juristische, sondern eine Charakterfrage.

  9. Re: Bei mir genau so?

    Autor: quineloe 28.09.17 - 18:41

    eXXogene schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer studiert und einen Abschluss erworben hat, schreibt beides in seinen
    > Lebenslauf. Wenn der Abschluss fehlt, ist davon auszugehen das der Bewerber
    > etc das Studium abgebrochen hat.
    >
    > Ich mag die AFD überhaupt nicht, aber was der nette Herr angegeben hat,
    > findet man in tausenden Profilen bei Xing oder Linked In.

    Die Moral ist also, dass wir eine Nation von Betrügern sind und deswegen Betrüger als Politiker verdient haben?

  10. Re: Bei mir genau so?

    Autor: dontcare 28.09.17 - 22:18

    LPferd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei der Steuererklärung nutzt du dann wohl auch nicht den vollen Umfang von
    > den Werbungskosten, wa?


    Nö mache ich nicht. Hab ich nicht nötig, kann am abgeschlossen Studium liegen und nicht am gefakten eingetragenen...

  11. Re: Bei mir genau so?

    Autor: NopeNopeNope 28.09.17 - 23:40

    Wie soll ich mein Physik Studium (3 Semester ohne Abschluss) im Lebenslauf korrekt kennzeichnen? "Studium abgebrochen" ist keine Option. Liest sich negativ ohne inhaltlichen Mehrwert zu bieten.

  12. Re: Bei mir genau so?

    Autor: thinksimple 28.09.17 - 23:52

    NopeNopeNope schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie soll ich mein Physik Studium (3 Semester ohne Abschluss) im Lebenslauf
    > korrekt kennzeichnen? "Studium abgebrochen" ist keine Option. Liest sich
    > negativ ohne inhaltlichen Mehrwert zu bieten.

    Wenn ich so einen Lebenslauf auf den Tisch bekomme dann assoziiere ich das das Studium abgebrochen wurde.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  13. Re: Bei mir genau so?

    Autor: Hotohori 29.09.17 - 00:43

    peter.kleibert schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich sehe das auch ganz klar im Graubereich, beziehungsweise als
    > legale, aber unmoralische Täuschung.
    >
    > Der Hinweis "Studium" wird doch langläufig als aktive Teilnahme am Lehrgang
    > interpretiert, welche einen positiven Lerneffekt für den "Studenten" zur
    > Folge hatte (unabhängig davon ob ein Abschluss vorliegt).
    >
    > Ich sehe ein Mini-Shitstorm angebracht. Ich jedenfalls wäre stinksauer,
    > würde ich sowas bei einem meiner Mitarbeiter erfahren. Ich bin mir jedoch
    > auch sicher, dass man solche unmoralischen Lebenslauf-Verschönerungen auch
    > bei den anderen Parteien findet.

    Und rate mal wo man lernt so etwas auf die Art in den Lebenslauf zu schreiben? ;)

    Bei solchen Lebenslauf Lehrgängen wird einem doch genau so etwas beigebracht, damit sich der Lebenslauf besser liest als er eigentlich ist. Dafür lässt man dann auch mal eine 3 gerade sein.

  14. Re: Bei mir genau so?

    Autor: Youkai 29.09.17 - 07:37

    Das ist doch logisch das man soetwas da rein schreibt ...

    bei mir steht auch ein abgebrochenes Fachabi drin, nur das ich halt "dummerweise?" ehrlich dahinter geschrieben hab (abgebrochen) aber wenn man da nicht rein schreibt erfolgreich ist es ja nicht gelogen, außerdem würde man ja für gewöhnlich zeugnise oder so hinzugeben wenn man welche hat.

    Wen man lücken im lebenslauf hat ist das ganz schlecht und jeder berater bei der Agentur sagt einem "schreiben Sie irgendwas dahin wenigstens da steht was".
    Ich sehe da auch kein Problem zu schreiben "ich hab in den jahren von x bis y studiert" was ja bedingt auch richtig sein mag plus es gibt halt keine lücke.


    Wenn man sich vorstellt das jeder Student der aus irgendwelchen gründen abbricht da ne lücke lassen müsste dann würde bei jedem gespräch sofern es zustande kommt gefragt "was haben sie gemacht in der zeit?" die gehen erst mal alle davon aus das man faul zu hause gesessen hat und sich von den eltern oder vom staat hat durchfüttern lassen und das kommt meistens nicht gut.

  15. Re: Bei mir genau so?

    Autor: muhzilla 29.09.17 - 07:38

    Ich würde mich schämen und finde dein Verhalten nur peinlich. Fakt ist du warst zu faul oder nicht fähig, somit hast du auch nicht verdient dort "Studium" hinschreiben zu dürfen. Früher wäre das selbstverständlich gewesen, heute muss man wegen dreisten Leuten wie dir darüber nachdenken so was rechtlich als Betrug werten zu lassen.

  16. Re: Bei mir genau so?

    Autor: ArcherV 29.09.17 - 09:34

    muhzilla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde mich schämen und finde dein Verhalten nur peinlich. Fakt ist du
    > warst zu faul oder nicht fähig, somit hast du auch nicht verdient dort
    > "Studium" hinschreiben zu dürfen. Früher wäre das selbstverständlich
    > gewesen, heute muss man wegen dreisten Leuten wie dir darüber nachdenken so
    > was rechtlich als Betrug werten zu lassen.


    Früher war alles besser...ich kann diesen Schmarn nicht mehr hören.

  17. Re: Bei mir genau so?

    Autor: Drusera 29.09.17 - 10:42

    joypad schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Finde ich persönlich nicht gut !

    Und warum? Soll er eine Lücke im Lebenslauf lassen?
    Das ist die korrekte Vorgehensweise. Da gibt es nichts gut oder schlecht zu finden, jeder Personaler wird dich genau so beraten.

  18. Re: Bei mir genau so?

    Autor: Drusera 29.09.17 - 10:49

    muhzilla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde mich schämen und finde dein Verhalten nur peinlich. Fakt ist du
    > warst zu faul oder nicht fähig, somit hast du auch nicht verdient dort
    > "Studium" hinschreiben zu dürfen. Früher wäre das selbstverständlich
    > gewesen, heute muss man wegen dreisten Leuten wie dir darüber nachdenken so
    > was rechtlich als Betrug werten zu lassen.

    Warum? Mehrere Jahre studiert, das Wissen nimmt man doch mit ins Leben. Verstehe deine heftige Reaktion diesbezüglich ehrlich gesagt nicht.

    Ich habe ein erstes Studium abgebrochen, ein zweites beendet, und bin absolut zufrieden damit. Während des ersten hatte ich eben noch keinen Plan, was ich gerne studieren würde, wie viele haben mit 18 schon den absoluten Plan... trotzdem nehme ich aus dem ersten Studium viel mit, konnte mir einige Fächer im zweiten anrechnen lassen - also was zur Hölle ist dein Problem?! "Abschluss" ist auch nur ein Blatt Papier, aber ich saß in der Zeit während meines am Ende abgebrochenen Studiums auch da und habe gebüffelt, was soll also der Quatsch.

    Würdest du sagen es sollen da jetzt zwei Jahre leer bleiben in meinem Lebenslauf? Der Personaler, der sich das ansieht sieht ja, dass nur vom zweiten Studium ein Abschluss Dokument hinzugefügt wurde zur Bewerbung. Der zählt zwei und zwei auch alleine zusammen, wenn er ein bisschen Ahnung von seinem Fach hat.

    Lücken zu lassen ist viel schlimmer.

  19. Re: Bei mir genau so?

    Autor: /mecki78 29.09.17 - 12:44

    LPferd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > im Lebenslauf steht auch Studium

    Studium heißt, du hast es studiert, nicht du hast dich nur dafür eingeschrieben. Du kannst gerne in deinen Lebenslauf schreiben "War von ... bis ... an der Uni ... für das Fach ... eingeschrieben", da sagt niemand was, aber wenn du sagst du hast es studiert, dann lügst du. Ob Abschluss oder nicht spielt keine Rolle, wer sich nur für etwas einschreibt und an keinen Vorlesungen teilnimmt und keine Prüfung absolviert, der hat nichts studiert, Punkt. Und wer in seinem Lebenslauf lügt, dem muss klar sein, dass das auch nachträglich ein Grund für eine sofortige, also fristlose Kündigung ist, wenn der Arbeitgeber das jemals heraus bekommt, weil du den Job nur durch Vorspiegelung falscher Tatsachen erschwindelt hast und das ist ein sofortiger Kündigungsgrund.

    /Mecki

  20. Re: Bei mir genau so?

    Autor: D2S 29.09.17 - 15:15

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LPferd schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > im Lebenslauf steht auch Studium
    >
    > Studium heißt, du hast es studiert, nicht du hast dich nur dafür
    > eingeschrieben. Du kannst gerne in deinen Lebenslauf schreiben "War von ...
    > bis ... an der Uni ... für das Fach ... eingeschrieben", da sagt niemand
    > was, aber wenn du sagst du hast es studiert, dann lügst du. Ob Abschluss
    > oder nicht spielt keine Rolle, wer sich nur für etwas einschreibt und an
    > keinen Vorlesungen teilnimmt und keine Prüfung absolviert, der hat nichts
    > studiert, Punkt. Und wer in seinem Lebenslauf lügt, dem muss klar sein,
    > dass das auch nachträglich ein Grund für eine sofortige, also fristlose
    > Kündigung ist, wenn der Arbeitgeber das jemals heraus bekommt, weil du den
    > Job nur durch Vorspiegelung falscher Tatsachen erschwindelt hast und das
    > ist ein sofortiger Kündigungsgrund.

    Wie nennt man dann bitte die Zeit vor dem Abschluss? Sind Studenten auch keine Studenten mehr weil sie noch keinen Abschluss haben und sie somit nicht studiert haben?
    Studiengangversucher vllt?
    Gib doch auch gleich mal bitte ein beispiel was man in den Lebenslauf stattdessen reinschreibt. Nichts reinschreiben ist genauso gelogen, Schließlich hat man auch bei nicht bestehen Zeit dafür aufgebracht.

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