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Ist er der einzigste?

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  1. Ist er der einzigste?

    Autor: johnmcwho 28.09.17 - 16:20

    Also meiner Meinung nach wenn ich das Wissen und die Fähigkeiten einiger auf dem freiem Markt beobachte denke ich mir hat der je ein bisschen Theorie gehabt. Also ich spreche jetzt von Grundlagen. Bei den Abschlüssen in Osteuropa zweifle ich schon mehr als die Hälfte an. Ist halt abhängig wie gut Mutti und Vati zahlen, so kommt es mir vor.
    Daher bin ich dazu übergegangen Details auszufragen und herauszufinden ob es sein kann oder nicht. Da hilft wenn man andere Kollegen hat welche an der gleichen Uni/FH waren.

  2. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: ssj3rd 28.09.17 - 16:26

    Das Wort „einzigste“ gibt es in der deutschen Sprache nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.09.17 16:27 durch ssj3rd.

  3. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: Tebbe 28.09.17 - 16:28

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Wort „einzigste“ gibt es in der deutschen Sprache nicht.

    +1

  4. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: teenriot* 28.09.17 - 16:30

    Das Wort wurde/wird benutzt, auch du hast es verstanden und damit gibt es das Wort.

  5. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: Test_The_Rest 28.09.17 - 16:39

    Nein.

  6. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: Kondratieff 28.09.17 - 16:46

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Wort „einzigste“ gibt es in der deutschen Sprache nicht.

    Jetzt grätsche ich als Teilzeit-Linguist dazwischen :D

    Es gibt (1) nicht "die eine" deutsche Sprache, denn Standardsprachen wie Hochdeutsch, Standard American English oder British English (bzw. spezieller: Received Pronunciation) stellen Idealtypen dar, die in der Wirklichkeit nicht erreicht werden. Zumindest in der Ausführung (wenn man unbedingt z.B. Chomskys Competence vs. Performance oder Saussures langue vs. parole anführen möchte...) gibt es soziokulturelle, regionale, individuelle (idiosynkratische) Variablen, die die jeweilige Sprachnutzung beeinflussen.

    (2) Die eben getätigte Aussage kann man nun auf die Größe der Sprachgemeinschaft beziehen. Simplifiziert ausgedrückt: Wenn nur eine Person oder nur wenige eine bestimmte Ausprägung/Sprachnutzung aufweisen, die sich in Syntax und/oder Aussprache und/oder Orthografie ausdrückt, dann wird diese Ausprägung/Sprachnutzung von der jeweils (sozial) dominierenden Sprachgemeinschaft als fehlerhaft angesehen werden.
    Tritt diese Ausprägung allerdings häufiger auf, liegt der Schluss nahe, dass sie systematisch ist. Mittels einer Clusteranalyse o.Ä. könnte man z.B. Variablen wie soziale Schichtzugehörigkeit, Alter oder Region (z.B. Dialekt) ausfindig machen.

    Die Position, die von ssj3rd vertreten wird, nennt sich "präskriptive Grammatik" und vertritt (wieder: simplifizierend) die Ansicht, dass eine Abweichung von der Standardsprache eine fehlerhafte Nutzung oder eine unzureichende Kenntnis der Sprache o.Ä. darstellt. Daneben gibt es die "deskriptive Grammatik" die Sprache und vor allem Sprachwandel beschreibt (und erst beschreiben kann!). Wenn auf einmal alle "einzigste" sagen, wird das Wort quasi durch die gesellschaftliche Aushandlung richtig.

    That said: Ich persönlich finde "der/die/das einzigste" schlimm - aber das liegt eben auch (selbstreflexiv) an meiner eigenen Schulbildung, an meinem sozioökonomischen Status und an meiner Profession. Ankreiden würde ich es aber nicht unbedingt.

    Edit: Flüchtigkeitsfehler...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 28.09.17 16:49 durch Kondratieff.

  7. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: elcravo 28.09.17 - 16:47

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Wort wurde/wird benutzt, auch du hast es verstanden und damit gibt es
    > das Wort.

    Nein gibt es nicht.
    > Worttrennung: ein|zig
    > »einzig« wird normalerweise nicht gesteigert:
    >
    > er war mein einziger (nicht einzigster) Freund

    http://www.duden.de/rechtschreibung/einzig_allein_besonders

  8. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: elcravo 28.09.17 - 16:50

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ssj3rd schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Wort „einzigste“ gibt es in der deutschen Sprache
    > nicht.
    >
    > Jetzt grätsche ich als Teilzeit-Linguist dazwischen :D
    >
    > Es gibt (1) nicht "die eine" deutsche Sprache, denn Standardsprachen wie
    > Hochdeutsch, Standard American English oder British English (bzw.
    > spezieller: Received Pronunciation) stellen Idealtypen dar, die in der
    > Wirklichkeit nicht erreicht werden. Zumindest in der Ausführung (wenn man
    > unbedingt z.B. Chomskys Competence vs. Performance oder Saussures langue
    > vs. parole anführen möchte...) gibt es soziokulturelle, regionale,
    > individuelle (idiosynkratische) Variablen, die die jeweilige Sprachnutzung
    > beeinflussen.
    >
    > (2) Die eben getätigte Aussage kann man nun auf die Größe der
    > Sprachgemeinschaft beziehen. Simplifiziert ausgedrückt: Wenn nur eine
    > Person oder nur wenige eine bestimmte Ausprägung/Sprachnutzung aufweisen,
    > die sich in Syntax und/oder Aussprache und/oder Orthografie ausdrückt, dann
    > wird diese Ausprägung/Sprachnutzung von der jeweils (sozial) dominierenden
    > Sprachgemeinschaft als Fehlerhaft angesehen werden.
    > Tritt diese Ausprägung allerdings häufiger auf, liegt der Schluss nahe,
    > dass sie systematisch ist. Mittels einer Clusteranalyse o.Ä. könnte man
    > z.B. Variablen wie soziale Schichtzugehörigkeit, Alter oder Region (z.B.
    > Dialekt) ausfindig machen.
    >
    > Die Position, die von ssj3rd vertreten wird, nennt sich "präskriptive
    > Grammatik" und vertritt (wieder: simplifizierend) die Ansicht, dass eine
    > Abweichung von der Standardsprache einen fehlerhafte Nutzung oder eine
    > unzureichende Kenntnis der Sprache o.Ä. darstellt. Daneben gibt es die
    > "deskriptive Grammatik" die Sprache und vor allem Sprachwandel beschreibt
    > (und erst beschreiben kann!). Wenn auf einmal alle "einzigste" sagen, wird
    > das Wort quasi durch die gesellschaftliche Aushandlung richtig.
    >
    > That said: Ich persönlich finde "der/die/das einzigste" schlimm - aber das
    > liegt eben auch (selbstreflexiv) an meiner eigenen Schulbildung, an meinem
    > sozioökonomischen Status und an meiner Profession. Ankreiden würde ich es
    > aber nicht unbedingt.

    Nein, ich finde nicht, dass "einzigste" unter Dialekte fällt. Das ist genau so ein Unding wie "I should _of_ ...", wie es von vielen US Amerikanern verwendet wird und mMn einfach falsch.

  9. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: dabbes 28.09.17 - 16:50

    Siehe http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ein-makel-im-lebenslauf-deutsche-spitzenpolitiker-verschleiern-ihre-studienabbrueche-12194627.html

  10. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: teenriot* 28.09.17 - 16:54

    Meine Güte, natürlich gibt es das Wort, es wird (häufig) geschrieben, gesprochen, verstanden. Ob das Wort den gängigen Regeln entspricht ist eine ganz andere Geschichte. Das Wort jklökklösdfkmklösdf gibt es nicht. Der Korinthenkackerpreis geht an diesen Thread.

  11. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: ichbinsmalwieder 28.09.17 - 17:00

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Güte, natürlich gibt es das Wort, es wird (häufig) geschrieben,
    > gesprochen, verstanden. Ob das Wort den gängigen Regeln entspricht ist eine
    > ganz andere Geschichte.

    Nein, das Wort gibt es nicht.
    Genausowenig wie "Maschiene", "Praktikas" oder "ebend", auch wenn man das auch ständig lesen oder hören muss.

  12. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: Vögelchen 28.09.17 - 17:05

    Meine Güte, einzig ist nicht steigerungsfähig! Das sollte doch jedem mit auch nur ein Bisschen Verstand einleuchten.

  13. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: Kondratieff 28.09.17 - 17:07

    elcravo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, ich finde nicht, dass "einzigste" unter Dialekte fällt.

    Ich auch nicht, aber das habe ich auch nicht behauptet ;-) Der Verweis auf regionale Unterschiede war nur ein Beispiel, um anzuzeigen, wie Abweichungen von der Standardsprache zustandekommen.

    > Das ist genau so ein Unding wie "I should _of_ ...", wie es von vielen US Amerikanern
    > verwendet wird und mMn einfach falsch.

    Sprachgeschichtlich kann ich aber soviel sagen: Auch wenn ich nicht so viel mit deutscher Linguistik zu tun habe, sondern mit englischer, so gibt es auch im Deutschen heute wie selbstverständlich genutzte Wörter und Redewendungen, die früher falsch waren.

    Sprache kann in der Gesellschaft nicht komplett diktiert werden, ansonsten gäbe es nur eine Standardsprache und keine Abweichung. Allerdings gäbe es auch weniger Innovation - nicht nur sprachliche Innovation, sondern auch tatsächliche. Man stelle sich vor, man könnte nur eine neue Technologie herausbringen, nachdem ein Komitee einen passenden Begriff dafür herausgearbeitet hat :D

    Wenn also immer mehr Menschen "einzigste" sagen, ist es denkbar und eben nicht ausgeschlossen, dass dieses Wort in 100 Jahren regulär im Duden steht.

  14. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: ichbinsmalwieder 28.09.17 - 17:07

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Position, die von ssj3rd vertreten wird, nennt sich "präskriptive
    > Grammatik" und vertritt (wieder: simplifizierend) die Ansicht, dass eine
    > Abweichung von der Standardsprache eine fehlerhafte Nutzung oder eine
    > unzureichende Kenntnis der Sprache o.Ä. darstellt. Daneben gibt es die
    > "deskriptive Grammatik" die Sprache und vor allem Sprachwandel beschreibt
    > (und erst beschreiben kann!). Wenn auf einmal alle "einzigste" sagen, wird
    > das Wort quasi durch die gesellschaftliche Aushandlung richtig.

    Letzteres ist IMHO erst dann der Fall, wenn es im Duden erscheint und in der Schule so gelehrt wird.
    Solange es Schülern als Fehler angekreidet wird, kann man IMHO nicht davon sprechen, dass es in der Standardsprache "angekommen" ist.

  15. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: Anonymer Nutzer 28.09.17 - 17:08

    The irony.

  16. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: teenriot* 28.09.17 - 17:09

    "Praktikas" - Google: 741.000 Ergebnisse
    "ebend" - Google: 1.250.000 Ergebnisse

    PS: Nach deiner (vermutlich) "Was nicht im Duden steht gibt es nicht" - Argumentation, gibt es genauso wenig das Wort 'Genausowenig'

  17. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: mk- 28.09.17 - 17:10

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Siehe www.faz.net
    Lösch das bitte, sonst merkt noch irgendwer, dass das keine gezielte "Anti-AfD Propaganda" ist

  18. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: Anonymer Nutzer 28.09.17 - 17:13

    Und als Schlusswort: Tnetennba!

  19. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: Jakelandiar 28.09.17 - 17:14

    Vögelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Güte, einzig ist nicht steigerungsfähig!

    Das er das gerade gemacht hat hast du unrecht.

  20. Re: Ist er der einzigste?

    Autor: Test_The_Rest 28.09.17 - 17:15

    Du hast das Recht, eine eigene Sprache zu erfinden.

    Aber finde Dich damit ab:
    JEDE Sprache unterliegt bestimmten Regeln.

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