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Lügenpresse

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  1. Lügenpresse

    Autor: Fregin 04.04.19 - 10:06

    Hätte nicht gedacht, dass ich dieses Wort mal in den Mund nehme, nur fällt mir für Bild und Co. einfach nichts Treffenderes ein. Passt einfach wie Arsch auf Eimer.

    Die ganze Aktion zeigt allerdings mal wieder, was für ein Ungleichgewicht wir in der Politik haben. Vertreter der Wirtschaft telefonieren mal eben direkt mit nem Minister. Is klar, versuch das mal als normaler Bürger. Da kommt man wahrscheinlich bestenfalls bis zum Pförtner. Es ist kein Wunder, dass unsere Volksvertreter eigentlich nur noch die Interessen der Wirtschaft vertreten, wenn das immer so läuft.

  2. Re: Lügenpresse

    Autor: AllDayPiano 04.04.19 - 11:06

    Die Bild war schon immer an vorderster Front der sog. "Lügenpresse". Ich mag die Konnotation des Wortes überhaupt nicht, denn sie ist klar geprägt durch die rechte Bewegung von Pegida und Co. Aber dennoch ist im Kern das Wort leider alles andere als eine Falschbehauptung.

    Man muss sich nur mal die Schreibereien von der FAZ zur Urheberrechtsreform ansehen.

    Die Presse missbraucht ihre Macht als vierte Gewalt im Staat auf ganz eklatante Art und Weise. Aber leider fehlt eine tatsächlich unabhängige Instanz. Die Augsburger Allgemeine galt mal ans eines der kritischsten und besten Zeitungen deutschlands. Was ist davon noch übrig? Nichts. Die Süddeutsche Zeitung galt mal als eine der seriösesten Zeitungen Deutschlands. Was ist dasvon noch übrig? Nichts.

    Mittlerweile sind die Bürger konfrontiert mit der oft ebenso durch die rechte Bewegung beschimpfte "Systempresse". Aber leider steckt auch hier sehr viel wahrer Kern. Die Presse hat System, denn die vielen Verleger subsumieren sich unter einigen ganz wenigen milliardenschweren Konzernen wie Burda, Springer, oder RTL. Das sind knallharte Wirtschaftsunternehmen, die - verständlicherweise - nur Politik für sich selbst sehen wollen. Durch ihre Zeitungen haben sie die Macht, die öffentliche Stimmung so zu lenken, wie es ihnen am besten passt. Wirklich unabhängig ist keines der Tagesblätter mehr.

    Uns als mündiger Bürger bleibt also nur die Wahl zwischen zwielichtigen Zeitungen, zwielichtigen Fernsehsendern oder nicht-belastbaren Quellen im Internet für die eigene Meinungsbildung.

    Keine rosige Basis für objektive Bewertungen.

  3. Re: Lügenpresse

    Autor: bex_HB 04.04.19 - 12:31

    Tja, was man in den meisten Medien liest dient mittlerweile eh nur noch gewissen politischen und ideologischen Zwecken.

    Lügenpresse ... ja, teilweise, viel schlimmer ist die "Verschweigepresse" und das "Framing", damit wird die Bevölkerung manipuliert bis sich die Balken biegen, besonders in Fragen zu Umweltschutz und Flüchtlingspolitik.

    Ich nehme Nachrichten in den Övpn und 75% der sonstigen Medien bestenfalls noch zur Kenntnis und ziehe meine Schlüsse draus bezüglich des politischen Establishments sowie meiner daraus zu ziehenden Wahlentscheidung.

  4. Re: Lügenpresse

    Autor: SirFartALot 04.04.19 - 13:06

    So ist das nun mal in einer Wirtschaftsdiktatur. Mit der Drohung das Land zu verlassen, Leute zu entlassen oder sonstiges, haben die den Freibrief bis hin zur Verfassung von Gesetzestexten.

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  5. Re: Lügenpresse

    Autor: Flufflepuff 04.04.19 - 13:48

    Tja, jede Zeitung hat ihren Herrn und das ist nun mal in der Regel der Geldgeber :^)

  6. Re: Lügenpresse

    Autor: AllDayPiano 04.04.19 - 13:52

    Gestern war ein Händler der IGM bei uns im Betrieb, der gerade einen Tarifvertrag bei einem börsennotierten Unternehmen durchsetzen will.

    Wie sagte er so schön: "Ausnahmslos jedes Mal kommen die Arbeitgeber und poltern, dass sie die Firma zu machen und nach Osteuropa gehen. Das ist allerdings der größte Schwachsinn. KEIN EINZIGES Unternehmen, das er für die IGM zu Verhandlungen gezwungen hat, hat seinen Standort geschlossen!"

  7. Re: Lügenpresse

    Autor: DY 04.04.19 - 14:41

    Fregin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hätte nicht gedacht, dass ich dieses Wort mal in den Mund nehme, nur fällt
    > mir für Bild und Co. einfach nichts Treffenderes ein. Passt einfach wie
    > Arsch auf Eimer.
    >
    > Die ganze Aktion zeigt allerdings mal wieder, was für ein Ungleichgewicht
    > wir in der Politik haben. Vertreter der Wirtschaft telefonieren mal eben
    > direkt mit nem Minister. Is klar, versuch das mal als normaler Bürger. Da
    > kommt man wahrscheinlich bestenfalls bis zum Pförtner. Es ist kein Wunder,
    > dass unsere Volksvertreter eigentlich nur noch die Interessen der
    > Wirtschaft vertreten, wenn das immer so läuft.

    Kannst ja weiter im Turnus Deine Stimme abgeben, das ändert diese Strukturen ganz sicher....

  8. +1

    Autor: bombinho 04.04.19 - 14:45

    Sehr gut dargelegter Gedankengang. Danke.

  9. Re: Lügenpresse

    Autor: bombinho 04.04.19 - 14:50

    DY schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kannst ja weiter im Turnus Deine Stimme abgeben, das ändert diese
    > Strukturen ganz sicher....

    Ja, das ist ein gerne genutzter Versuch, scheinbare Aussichtslosigkeit vorzugaukeln.

    Die Stimme wird aber gar nicht abgegeben, ganz im Gegenteil, die muss zu hoeren sein, immer wenn noetig.
    Und wer nicht zuhoert, sollte nicht wieder in ein Amt als Vertreter gewaehlt werden.

  10. Re: Lügenpresse

    Autor: mnementh 04.04.19 - 16:45

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Bild war schon immer an vorderster Front der sog. "Lügenpresse". Ich
    > mag die Konnotation des Wortes überhaupt nicht, denn sie ist klar geprägt
    > durch die rechte Bewegung von Pegida und Co. Aber dennoch ist im Kern das
    > Wort leider alles andere als eine Falschbehauptung.
    >
    > Man muss sich nur mal die Schreibereien von der FAZ zur Urheberrechtsreform
    > ansehen.
    >
    > Die Presse missbraucht ihre Macht als vierte Gewalt im Staat auf ganz
    > eklatante Art und Weise. Aber leider fehlt eine tatsächlich unabhängige
    > Instanz. Die Augsburger Allgemeine galt mal ans eines der kritischsten und
    > besten Zeitungen deutschlands. Was ist davon noch übrig? Nichts. Die
    > Süddeutsche Zeitung galt mal als eine der seriösesten Zeitungen
    > Deutschlands. Was ist dasvon noch übrig? Nichts.
    >
    > Mittlerweile sind die Bürger konfrontiert mit der oft ebenso durch die
    > rechte Bewegung beschimpfte "Systempresse". Aber leider steckt auch hier
    > sehr viel wahrer Kern. Die Presse hat System, denn die vielen Verleger
    > subsumieren sich unter einigen ganz wenigen milliardenschweren Konzernen
    > wie Burda, Springer, oder RTL. Das sind knallharte Wirtschaftsunternehmen,
    > die - verständlicherweise - nur Politik für sich selbst sehen wollen. Durch
    > ihre Zeitungen haben sie die Macht, die öffentliche Stimmung so zu lenken,
    > wie es ihnen am besten passt. Wirklich unabhängig ist keines der
    > Tagesblätter mehr.
    >
    > Uns als mündiger Bürger bleibt also nur die Wahl zwischen zwielichtigen
    > Zeitungen, zwielichtigen Fernsehsendern oder nicht-belastbaren Quellen im
    > Internet für die eigene Meinungsbildung.
    >
    > Keine rosige Basis für objektive Bewertungen.
    Oh, vielen Dank für diesen Post.

    Ich sehe ein Problem darin, wenn sich linke und liberale selbst zensieren, weil bestimmte Wörter, bestimmte Themen, bestimmte Wahrheiten bereits von den Rechten besetzt wurden.

    In den 70ern hatte die linke Szene kein Problem damit zu sagen "Bild lügt". Aber heute ist die Linke so beschäftigt nach Dog whistles zu suchen, dass sie sich nicht mehr für das Aussprechen unbequemer Wahrheiten interessiert.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Dog-whistle_politics

    Aber was ist die Folge? Wenn jemand erkennt dass etwas stinkt, dann schaut er sich um wer das noch sagt. Und wenn das nur die Rechten sind? Dann hat diese Politik sich von rechten Themen zu distanzieren nur dazu geführt den Nazis noch mehr Menschen zuzutreiben.

    Deshalb bin ich froh, wenn Greis ganz klar und in der Überschrift den Begriff Lüge verwendet. Wir müssen in der Lage sein das so zu tun und nicht aus übertriebener Angst vor den Nazis darauf verzichten.

  11. Re: Lügenpresse

    Autor: sepp_augstein 04.04.19 - 16:58

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Bild war schon immer an vorderster Front der sog. "Lügenpresse". Ich
    > > mag die Konnotation des Wortes überhaupt nicht, denn sie ist klar
    > geprägt
    > > durch die rechte Bewegung von Pegida und Co. Aber dennoch ist im Kern
    > das
    > > Wort leider alles andere als eine Falschbehauptung.
    > >
    > > Man muss sich nur mal die Schreibereien von der FAZ zur
    > Urheberrechtsreform
    > > ansehen.
    > >
    > > Die Presse missbraucht ihre Macht als vierte Gewalt im Staat auf ganz
    > > eklatante Art und Weise. Aber leider fehlt eine tatsächlich unabhängige
    > > Instanz. Die Augsburger Allgemeine galt mal ans eines der kritischsten
    > und
    > > besten Zeitungen deutschlands. Was ist davon noch übrig? Nichts. Die
    > > Süddeutsche Zeitung galt mal als eine der seriösesten Zeitungen
    > > Deutschlands. Was ist dasvon noch übrig? Nichts.
    > >
    > > Mittlerweile sind die Bürger konfrontiert mit der oft ebenso durch die
    > > rechte Bewegung beschimpfte "Systempresse". Aber leider steckt auch hier
    > > sehr viel wahrer Kern. Die Presse hat System, denn die vielen Verleger
    > > subsumieren sich unter einigen ganz wenigen milliardenschweren Konzernen
    > > wie Burda, Springer, oder RTL. Das sind knallharte
    > Wirtschaftsunternehmen,
    > > die - verständlicherweise - nur Politik für sich selbst sehen wollen.
    > Durch
    > > ihre Zeitungen haben sie die Macht, die öffentliche Stimmung so zu
    > lenken,
    > > wie es ihnen am besten passt. Wirklich unabhängig ist keines der
    > > Tagesblätter mehr.
    > >
    > > Uns als mündiger Bürger bleibt also nur die Wahl zwischen zwielichtigen
    > > Zeitungen, zwielichtigen Fernsehsendern oder nicht-belastbaren Quellen
    > im
    > > Internet für die eigene Meinungsbildung.
    > >
    > > Keine rosige Basis für objektive Bewertungen.
    > Oh, vielen Dank für diesen Post.
    >
    > Ich sehe ein Problem darin, wenn sich linke und liberale selbst zensieren,
    > weil bestimmte Wörter, bestimmte Themen, bestimmte Wahrheiten bereits von
    > den Rechten besetzt wurden.
    >
    > In den 70ern hatte die linke Szene kein Problem damit zu sagen "Bild lügt".
    > Aber heute ist die Linke so beschäftigt nach Dog whistles zu suchen, dass
    > sie sich nicht mehr für das Aussprechen unbequemer Wahrheiten
    > interessiert.
    > en.wikipedia.org
    >
    > Aber was ist die Folge? Wenn jemand erkennt dass etwas stinkt, dann schaut
    > er sich um wer das noch sagt. Und wenn das nur die Rechten sind? Dann hat
    > diese Politik sich von rechten Themen zu distanzieren nur dazu geführt den
    > Nazis noch mehr Menschen zuzutreiben.
    >
    > Deshalb bin ich froh, wenn Greis ganz klar und in der Überschrift den
    > Begriff Lüge verwendet. Wir müssen in der Lage sein das so zu tun und nicht
    > aus übertriebener Angst vor den Nazis darauf verzichten.

    + 1

  12. Re: Lügenpresse

    Autor: ML82 04.04.19 - 17:07

    naja, die meisten hier kaufen metall-zäune aus polen ... mitunter handwerklich sehr schön verzierte, je nach höhe des niedrig-preises qualitativ völlig unseren ansprüchen entsprechend ...

    mit der metallbaubude, die hier schon lange nicht mehr existiert kann man schwer hier über tarifverträge verhandeln ... ;-)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.19 17:09 durch ML82.

  13. Re: Lügenpresse

    Autor: ML82 04.04.19 - 17:16

    es ist mit dieser erkenntnis jedoch schizophren von freier presse zu reden ... was wird an den tag gelegt?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.19 17:17 durch ML82.

  14. Re: Lügenpresse

    Autor: misfit 04.04.19 - 17:29

    "Aber leider fehlt eine tatsächlich unabhängige Instanz."

    Das wünsche ich mir irgendwie auch. Aber das ist leider eine Wunschvorstellung. Absolute Unabhängigkeit wirst du nirgends finden und hat es auch noch nie gegeben. Selbst ein Gericht ist nicht unabhängig bzw. neutral. Gesetze zB sind nicht eindeutig und daher immer Auslegungssache und da kommt es darauf an wie es ein Richter interpretiert.
    Das gleiche gilt für Journalisten.

  15. Re: Lügenpresse

    Autor: Emulex 04.04.19 - 17:44

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Presse hat System, denn die vielen Verleger
    > subsumieren sich unter einigen ganz wenigen milliardenschweren Konzernen
    > wie Burda, Springer, oder RTL. Das sind knallharte Wirtschaftsunternehmen,
    > die - verständlicherweise - nur Politik für sich selbst sehen wollen. Durch
    > ihre Zeitungen haben sie die Macht, die öffentliche Stimmung so zu lenken,
    > wie es ihnen am besten passt. Wirklich unabhängig ist keines der
    > Tagesblätter mehr.

    Und hier muss man sich tatsächlich die Frage nach wirtschaftlichen Gründen stellen, wieso ein hoher Zuwachs an Einwohnern so wohlwollend medial begleitet wird.
    Mehr Leute = mehr Geld.
    So einfach ist es vielleicht.

  16. Re: Lügenpresse

    Autor: MeinungsfreiheitIstNichtVerhandelbar 04.04.19 - 18:51

    Als der Begriff "Lügenpresse" zum Unwort des Jahres gewählt wurde, da wurde Claas Relotius von der CNN zum "Journaliste des Jahres" gekührt - nur einer seiner unzähligen Journalistenpreise.
    Das lächerlichste daran ist, dass die MSM nun so tun als sei der Herr eine Ausnahnme, die sie nun gründlich aufarbeiten. Welch ein Quatsch, die Berichterstattung im Stile des Herrn Relotius ist die tägliche Normalität in den MSM. Viele "Journalisten" geben es inzwischen ja sogar offen zu, es geht ihnen nicht darum die Leute neutral zu informieren, sondern darum sie zu erziehen. Hier liegt auch der Grund warum das politisch-mediale Establishment so bestrebt ist die Zensur wieder salonfähig zu machen. Sie wollen uns unser freies Netz wegnehmen, damit wir uns nicht mehr neutral informieren können.

  17. Re: Lügenpresse

    Autor: teenriot* 04.04.19 - 20:09

    > Lügenpresse

    Bravo Herr Greis, da haben Sie ja wieder schön Öl ins Feuer gegossen mit bildhafter Übertreibung. Sie haben keine einzige Lüge als solches stichhaltig anführen können, dass die Verwendung des Wortes in der Überschrift rechtfertigen würde. Bestenfalls haben sie Unwahrheiten benannt. Gut, es ist eine Analyse, die subjektive Darstellungen legitimiert, aber durch diese Kennzeichnung entledigt man sich nicht der Verantwortung.

    Wie steht's mit der Verantwortung gegenüber einer jungen Generation, die momentan mit Unwahrheiten und Hass vollgepumpt wird, ersteres von beiden Seiten, letzteres überwiegend durch eine Seite? Träg man als Autor Verantwortung dafür wenn man simplifizierte, unterkomplexe, Schwarz/Weiß- Weltbilder befördert, in denen Lobbyismus gleich Korruption ist die Medien "Lügenpresse" ist, in denen es keine Demokratie gibt und die große Verschwörung hinter jeder Tür lauert?

    Regelmäßig liest man hier im Forum von Spekulationen über das Ableben einer Generation und den politischen Vorteil den man daraus ziehen muss. Das ist fast schon normal, so normal das man gestern dann auch lesen konnte, dass jemand der älteren Generation empfiehlt sich auf's Sterben zu konzentrieren. Ist ja nur EIN Kommentator..., aber alle anderen hat's nicht gestört! Die Moderation auch erst gestört nachdem ich da mal ordentlich gegen gepfeffert habe.

    Bei meinem Neffen konnte ich am Wochenende live erleben, was hysterische und effekthascherische Medien anrichten. Er ist komplett emotionalisiert, nicht mehr in der Lage 2 Sätze hintereinander zu sprechen ohne eine Unwahrheit zu rezitieren, ist in einer Weltuntergangsstimmung betreffs der Urheberrechtsreform und schlicht nicht in der Lage Politik und deren Prinzipien zu erfassen aufgrund eines omnipräsenten Stil, der an Desinformation grenzt.

    Aber gut, das Entscheidende ist, wenn man Vorwürfe gegenüber anderen erhebt, dann muss man sich selbst an diesen messen lassen und da sieht es schlecht aus, ganz schlecht bei großen Teilen der Gegner der Urheberrechtsreform. Sich über jeden rhetorischen Angriff aufzuregen, während man selbst ehrenrührige Aussagen in Dauerschleife macht ist eine Stufe der Heuchelei, die nächste ist dann Unwahrheiten bei anderen als Lügen anzuklagen, während man es selbst in einer Tour nicht genau nimmt, selektiv zitiert, aus selektiven Zitaten Aussagen konstruiert, die so nie getroffen wurden und auch Unwahrheiten verbreitet, gerne auch in Überschriften und als Teaser.

    Worin soll die Logik liegen mit gleichen Mitteln die Mittel zu bekämpfen, die man anklagt? Die Jungen werden indoktriniert, die Alten wenden sich ab, in der Sache gewinnt man keine Mehrheiten. Klasse!

  18. -1

    Autor: teenriot* 04.04.19 - 20:15

    Was ist denn "DIE Presse"? Es gibt in Deutschland tausende Medien.
    Willst du den Menschen die Freiheit nehmen, die Medien zu konsumieren, die sie am liebsten mögen oder was soll die Konsequenz sein? Andernfalls wirst du damit leben müssen, dass die Menschen das lesen, hören und sehen, was sie wollen. Daran sind aber keine Verleger schuld, sondern die Menschen. Du müsstest also folgerichtig das Konsumverhalten der Menschen kritisieren.

  19. Re: Lügenpresse

    Autor: bccc1 04.04.19 - 21:07

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber gut, das Entscheidende ist, wenn man Vorwürfe gegenüber anderen
    > erhebt, dann muss man sich selbst an diesen messen lassen und da sieht es
    > schlecht aus, ganz schlecht bei großen Teilen der Gegner der
    > Urheberrechtsreform.

    1) Ich kann Dinge kritisieren, von denen ich weiß, das ich es auch nicht besser kann. Ich bin der Meinung, das ist legitim. In vielen Gebieten ist es deutlich leichter Fehler zu entdecken als sie zu vermeiden. Solange der Kritiker sich dadurch nicht zu erheben versucht, sondern an einer Verbesserung interessiert ist, sehe ich kein Problem.
    In der Ausprägung wie du es hier beschreibst, stimme ich zu, das es ein Problem ist. Aber ich habe bisher den Eindruck, das es selten so drastisch auftritt, bzw. das unsere Wahrnehmung hier deutlich von einander abweicht.

    2) Ich als "dummer Bürger" habe die Erwartungshaltung, das die Politiker, die die Entscheidungen treffen, besser informiert sind und sich besser ausdrücken als ich. Wenn die Politiker nicht dazu in der Lage sind, warum machen wir dann nicht gleich Volksabstimmungen? Meinem Verständnis nach ist das Hauptargument für unsere Form der Demokratie, das die gewählten Politiker in ihrem Gebiet kompetenter agieren können, als der durchschnittliche Bürger.
    Daher wiegen meiner Meinung nach vorsätzliche Falschaussagen* von Politikern deutlich schwerer, als die uninformierte Polemik von irgendwelchen Kommentatoren.

    Falls du dich dabei auf Journalisten bezogen haben solltest, stimme ich allerdings zu. An die stelle ich auch höhere (oft unerfüllte) Ansprüche.

    *damit meine ich auch unabsichtliche Falschaussagen, die daraus resultieren, das ein Politiker sich deutlich zu wenig mit seinem Aufgabengebiet beschäftigt hat. zB indem er das Gesetz nicht verstanden hat, dem er aber zugestimmt hat.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.19 21:10 durch bccc1.

  20. Re: Lügenpresse

    Autor: teenriot* 04.04.19 - 21:22

    Die Politiker sind so gut oder schlecht, wie die Leute eben gewählt haben. Die Situation ändert man nicht durch unlautere Angriffe auf Politiker, sondern durch einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs, der Wähler zu klügeren Entscheidungen bewegt. Der klappt aber nicht wenn man schrill kreischt. Was hat mehr bewirkt, die Sponti-Szene oder jahrzehntelange zivilisierte Beharrlichkeit der Grünen? Wer sich nur auf Politiker oder sonstige Gegner einschießt und sich an diesen unentwegt abarbeitet erreicht in der eigentlichen Sache gar nichts und gestaltet auch nichts in dem Sinne wie man glaubt, dass die Welt eine bessere ist. Der einzige nachhaltige Weg ist die Menschen von etwas zu überzeugen. Der Versuch die Abkürzung zu nehmen und direkt bei den Politikern oder sonstigen Entscheidungsträgern anzusetzen mag punktuell mal von Erfolg gekrönt sein, ist dafür aber eben nicht nachhaltig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.19 21:25 durch teenriot*.

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