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Taxifahrer und Bordell

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  1. Taxifahrer und Bordell

    Autor: albert992 22.12.17 - 23:39

    Bei uns bekommen die Taxifahrer von den Puffbetreibern Geld, wenn Sie Kunden bringen.
    Noch keon Puff ist bisher auf die Idee gekommen, vom Taxler Gebühren zu verlangen, weil er am Puffgewerbe mitverdient.

  2. Re: Taxifahrer und Bordell

    Autor: Zuryan 23.12.17 - 10:45

    Weil die Kunden vom Taxifahrer ja auch Geld im Puff lassen. Im Fall von Google ist es in etwa so, als würde das Taxi nur am Puff vorbei fahren, der Fahrgast sieht durchs Fenster, was er sehen wollte, und wird dann wieder weggefahren. Der Autor der Medien hat die Arbeit, wird aber nicht dafür entlohnt.

  3. Re: Taxifahrer und Bordell

    Autor: sniner 23.12.17 - 11:54

    Zuryan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil die Kunden vom Taxifahrer ja auch Geld im Puff lassen. Im Fall von
    > Google ist es in etwa so, als würde das Taxi nur am Puff vorbei fahren, der
    > Fahrgast sieht durchs Fenster, was er sehen wollte, und wird dann wieder
    > weggefahren. Der Autor der Medien hat die Arbeit, wird aber nicht dafür
    > entlohnt.

    Was natürlich Quatsch ist. Würde bedeuten, dass die Leute den Anrisstext auf Google News lesen, aber kein weiteres Interesse hätten, auch den Rest vom Artikel zu lesen. Oder, um im Puff-Beispiel zu bleiben: Dem Kunden würde beim Anblick des Puffs die Lust vergehen und er würde den Taxifahrer anweisen weiterzufahren. Ist sicher nicht der übliche Fall, sowohl beim Pufftaxifahrer wie auch beim Google-News-Leser.

  4. Re: Taxifahrer und Bordell

    Autor: berritorre 23.12.17 - 14:34

    Dann wäre das aber auch der Fall, wenn der Kunde zu Fuss kommt, das hat ja nichts mit dem Taxi zu tun. Wenn es dem Kunden reicht, den Puff von aussen zu sehen (was nichts kostet), dann kann der Taxifahrer nichts dafür. Er erbringt seine Dienstleistung, wenn es der Puff nicht schafft seine Leistung so zu positionieren, dass jemand dafür Geld ausgibt, dann macht er was falsch. Eventuell sollte er dann an der Einrichtung arbeiten und eventuell die Damen austauschen...

    Um es zurück zum eigentlichen Thema zu bringen:
    - Wenn die Auszüge in Google News reichen um die Kunden zufrieden zu stellen, dann macht die Zeitung was falsch. Habt ihr euch eigentlich schon mal angesehen, wie Google News die Nachrichten anreisst? Das ist mehr als kurz und mehr als eine Headline ist da nicht:
    --------------------
    Mann (34) nachts in Essen brutal abgestochen - Nachbarn hörten verzweifelte Schreie
    Derwesten.de Vor 2 h
    Messerangriff auf 34-Jährigen - Unbekannte Täter flüchtig
    FOCUS Online Vor 10 Min.
    Mordkommission ermittelt in Essen Lebensgefahr! Mann (34) durch Messerstiche verletzt
    Bild Vor 2h
    --------------------
    Und so funktioniert das nicht nur auf der deutschen Seite, sondern auch auf anderen Seiten (US). Ist also nicht dem Leistungsschutzrecht geschuldet.

    Google macht sich also die Arbeit der anderen nicht wirklich zu eigen. Es listet verschiedene Quellen für Nachrichten. Danach wird man direkt zum eigentlichen Anbieter weitergeleitet. Es gibt noch nicht mal Werbung auf der Seite, mit der sie Geld verdienen könnten. Es ist also wirklich nicht verständlich, warum die Verlage denken, sie müssten Geld von Google verlangen.

    Noch absurder wird es, wenn man weiss, dass die Seiten bei Google News nicht einfach so aufgenommen werden, sonder sich registrieren müssen.
    https://support.google.com/news/publisher/answer/40787?hl=de

    D.h. all diese Verlage, die es ja so absurd finden, dass Google angeblich Geld mit ihren Inhalten verdient müssen irgendwann mal ihre Seiten dort registriert haben. Ja was denn jetzt? Wollt ihr drin sein oder nicht?

    Sie wollen drin sein, ja. Aber sie wollen auch, dass der Dienstleister, der ihnen diesen Services gratis anbietet auch noch Geld dafür überweist?!?!

    Und es gibt natürlich eine sehr, sehr einfache Lösung: eine Robots.txt. Google und auch viele andere halten sich da recht gut daran.

    Ich verstehe wirklich nicht, was es da nicht zu verstehen gibt.

    Wenn ein Verlag nicht möchte, dass auf seine Artikel verlinkt wird, dann kann er sie ja gerne hinter eine Paywall setzen. Wenn sie frei im Internet einsehbar sind, dann muss er auch damit leben, dass jemand einen Link setzt und einen kurzen Text dazu anzeigt. Kürzer als das was Google da anzeigt geht es ja wirklich kaum.

    Für mich ist die Haltung der Verlage absolut unverständlich. Man kann zu Google stehen wie man will, aber hier sind eindeutig die Verlage mit einem Brett vor dem Kopf.

    Das wäre ja wie wenn ich eine Anzeige in der Zeitung schalten würde, dann aber Geld vom Verlag verlangen würde, weil die Kunden ja eventuell die Zeitschrift kaufen, weil sie da Kleinanzeigen drin finden. Die machen Geld mit meiner Dienstleistung...

  5. Re: Taxifahrer und Bordell

    Autor: mnementh 24.12.17 - 23:50

    Zuryan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil die Kunden vom Taxifahrer ja auch Geld im Puff lassen. Im Fall von
    > Google ist es in etwa so, als würde das Taxi nur am Puff vorbei fahren, der
    > Fahrgast sieht durchs Fenster, was er sehen wollte, und wird dann wieder
    > weggefahren. Der Autor der Medien hat die Arbeit, wird aber nicht dafür
    > entlohnt.
    Genau, weil Leute bei Google News NIE auf die Links klicken. Das glaubst Du ja wohl selber nicht.

  6. Re: Taxifahrer und Bordell

    Autor: GodsBoss 26.12.17 - 11:49

    > Weil die Kunden vom Taxifahrer ja auch Geld im Puff lassen. Im Fall von
    > Google ist es in etwa so, als würde das Taxi nur am Puff vorbei fahren, der
    > Fahrgast sieht durchs Fenster, was er sehen wollte, und wird dann wieder
    > weggefahren. Der Autor der Medien hat die Arbeit, wird aber nicht dafür
    > entlohnt.

    Aus dem Artikel:
    "Im Gegenteil: Empirische Daten aus anderen Studien würden einen positiven Einfluss von News-Aggregatoren auf die Werbeeinnahmen der Presseverlage belegen, weil sie ihnen Traffic zuführen. Schränken sie die Verlinkung wegen der fälligen Lizenzgebühren ein, gehen den Verlagen eher Einnahmen verloren."

    Aber selbst ohne diese Daten gäbe es deutliche Hinweise darauf, dass der Einfluss positiv ist. Google News beispielsweise ist ein Opt-In-Dienst. Ein wirtschaftlich orientiertes Online-Magazin, das negative Effekte vermutet, würde sich erst gar nicht anmelden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Suchmaschinen mitzuteilen, welche Inhalte indiziert werden sollen und welche nicht. Daran halten sich die meisten Suchmaschinen auch, in Deutschland hat Google hier einen sehr großen Marktanteil, die fallen auch darunter. Sprich, wenn man dort nicht auftauchen will, taucht man nicht auf.

    Ein echter Grund für das Leistungsschutzrecht findet sich im Artikel:
    "Auswertungen aus Spanien würden zudem belegen, dass der dortige Rückzug von Google News nach Einführung des Leistungsschutzrechts vor allem kleineren Medien geschadet hat."

    Große Medien haben ihren Einfluss genutzt, um der kleineren Konkurrenz zu schaden.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  7. Re: Taxifahrer und Bordell

    Autor: ternot 28.12.17 - 10:29

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ein Verlag nicht möchte, dass auf seine Artikel verlinkt wird, dann
    > kann er sie ja gerne hinter eine Paywall setzen. Wenn sie frei im Internet
    > einsehbar sind, dann muss er auch damit leben, dass jemand einen Link setzt
    > und einen kurzen Text dazu anzeigt. Kürzer als das was Google da anzeigt
    > geht es ja wirklich kaum.

    Paywall ist noch schlimmer. Für mich persönlich setzt Google Seiten, die auf eine Paywall setzen nicht schnell genug auf die Blacklist. Noch schlimmer sind Foren die sich mit Volltext bei Google verlinken lassen, sobald man diese aufruft sind die Bilder nur für Mitglieder sichtbar, genauso zum Teil sogar die Beiträge. Richtig nervig ist das bei der Google Bildersuche mit den Schweinen von pinterest.


    Das Hauptproblem ist aber ein anderes: In den Artikeln steht oftmals nicht mehr drin als in der Überschrift und Kurzbeschreibung steht, sprich die Verlage wissen ganz genau, dass ihre Artikel wertlos sind und der Kunde bereits mit der Meldung bei Google ausreichend informiert ist. Sprich das Problem besteht schlichtweg darin, dass allein die Überschrift für die meisten Sachverhalte bereits ausreichend ist, der Nutzer den Artikel gar nicht erst liest wenn er sich nicht speziell für dieses Thema interessiert. Es würden mehr Leute die Artikel lesen wenn sie dann auch sicher mit mehr Informationen herausgehen würden, aber bei den meisten Meldungen wenn ich hier auf dem Handy durchscroll wird nur gefaselt wenn von der DPA Meldung abgewichen wird, sonst nichts. Dafür ist mir meine Zeit zu schade um kurz auf dem Handy mich über die aktuellen Tagesthemen zu informieren.

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