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  1. Re: Demonstrieren bringt nichts...

    Autor: /mecki78 07.03.13 - 13:33

    Th3Dan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt es da neben der Piratenpartei überhaupt alternativen?

    Jede Partei ist eine Alternative. Was wir derzeit sehen, ist die Politik von CDU+FDP. Werden es diese Parteien wieder in die Regierung schaffen, dann bleibt alles so wie es ist. Jede andere Konstellation, egal wie sie aussieht, wird einen Politikwechsel herbeiführen. Ob der jetzt besser oder schlechter ist, das sei mal dahin gestellt, aber auf jeden Fall ist er "anders".

    Du hast wahrscheinlich im Moment auch das Problem, das du nicht weißt, was du hier konkret willst. Aber solange du nur weißt, dass das wir derzeit haben, nicht das ist, was du willst, musst du dir im klaren sein, dass wenn du deiner Stimme der CDU oder der FDP gibst, du damit die Chancen erhöhst, dass sich eben nichts ändert. Genau das gleiche ist der Fall, wenn du gar nicht wählen gehst.

    "Das Böse siegt, wenn die Guten tatenlos zusehen."

    > Ich meine die Mitglieder der anderen Parteien sind meist etwas älter,
    > finden gerade so den Einschaltknopf ihres PCs und sollen über elementare
    > Dinge des Internets entscheiden, von denen sie selbst 0 Plan haben.

    Das stimmt so nicht. Auch die CDU hat einen Nachwuchsverband, die "Junge Union". Viele der Mitglieder sind mit PCs, Internet und sogar SmartPhones aufgewachsen. Und für viele Politiker war die Junge Union das Sprungbrett in die höheren Ränge der Partei.

    http://www.junge-union.de

    Das Problem ist eher, das der Weg bis an die Spitze recht lange ist. D.h. die Politiker an der Spitze sind in der Regel älter und d.h. sie vertreten die Ansichten ihrer Generation und die liegen bereits mindestens 30 Jahre zurück.

    Das gleiche Problem hast du bei der SPD. Bei der FDP und den Grünen hast du das schon etwas weniger, hier kommen auch schon mal jüngere Leute an die Spitze. Hier ist das Problem eher das, dass man in diesen Parteien "radikal" sein muss, um an die Spitze zu kommen. D.h. es kommen zwar junge Leute an die Spitze, meistens aber eben die falschen, nämlich die Leute, die radikale bzw. extreme Ansichten vertreten und Extremisten sind eigentlich nie gut, egal in welche "Richtung" sie gehen.

    Ich halte einen Extremist, der sagt das Urheberrecht muss (größtenteils komplett) abgeschafft werden (Tauschbörsen für alle, alles frei, alles Creative Commons, alles OpenSource, alles Kultur und Kultur gehört allen) für genauso schlimm wie einen Extremisten, der sagt das Urheberrecht muss zu zementiert werden (hohe Strafen, viel Strafverfolgung, überall DRM, Überwachung der Internetanschlüsse, VDS, Three Strikes). Ich halte beides für falsch, denn beides ist ein absolutes Extrem und jedes Extrem ist immer nur für einen kleinen Kreis an Person von Vorteil. Der Kreis der Personen für den es von Nachteil ist, ist meistens deutlich größer und für das Gesamtbild (also das Volk als ganzes, unsere Kultur, unsere Volkswirtschaft) hat es meistens auch eher negative Auswirkungen wenn man sich zu irgend einem Extrem hinreißen lässt.

    Zurück zu den Parteien: Von der Linken würde ich dir auch abraten. Zum einen ist die Linke eine Protestpartei. Sie ist immer nur "dagegen", egal was die Regierungspartei gerade macht und egal wer die Regierungspartei ist. Aber immer nur dagegen zu sein bringt keinen Fortschritt. Ich sehe nicht, dass die Linke auch mal wirklich konstruktive Vorschläge macht. Käme die Linke an die Macht, dann wird das ein Chaos, denn jetzt gibt es ja nichts mehr, wo sie dagegen sein könnten. Jetzt müssten sie selber was auf die Beine stellen und natürlich am Ende dafür sein, sie können ja nicht ihre eigenen Vorschläge torpedieren, und dazu sehe ich diese Partei aber ein keiner Weise in der Lage.

    Außerdem ist das Parteiprogramm dieser Partei unseriös. Sie machen Versprechungen, die können sie gar nicht einhalten, und das wissen die Verantwortlichen dort auch. Da sie jedoch nicht wirklich damit rechnen jemals in der Regierung zu landen, müssen sie sie ja auch nie einhalten und damit rechnen sie fest. Würden sie in der Regierung landen, dann würden ihre Mitglieder und Wähler ganz schnell erkennen müssen, dass 95% des Parteiprogramms pure Bauernfängerei war. Es wurde das blaue vom Himmel versprochen, nur um Stimmen zu fangen. So arbeitet keine seriöse Partei. Daher halte ich die Linke nicht für regierungsfähig und folglich kann ich sie auch nicht wählen.

    Sicherlich können die anderen auch nicht immer zu 100% ihr Parteiprogramm umsetzen, aber wenigstens ist ihr Programm realistisch genug, dass es zumindest umsetzbar wäre. Wenn es dann nicht geht, weil sich der Koalitionspartner sträubt, weil die EU quer schießt, weil der Aufschrei in den Medien oder der Bevölkerung so groß ist, dass die Partei fürchten muss, die Menschen treten in den Generalstreik, wenn sie es durchpeitschen, dann geht es halt nicht. Man kann nicht immer alles bekommen was man will oder sich wünscht, so ist nun mal das Leben. Man muss sich oft auch mit teilweise recht faulen Kompromissen zufrieden geben, das ist immer noch besser als gar nichts.

    Und du musst deine Stimme nicht einer großen Partei geben, jede Stimme ist ein Statement. Jede Stimme die eine andere Partei bekommen führt dazu, dass auch die großen Parteien ihr Verhalten ändern, denn sie haben natürlich Angst, sie könnten eines Tages nicht mehr die großen Parteien sein, wenn sie immer mehr gegen den Willen der Bevölkerung agieren. Wenn sie sehen, dass eine kleine Partei an Stimmen zugelegt hat, dann werden sie natürlich hinterher analysieren "Was genau am Wahlprogramm dieser Parteien hat den Parteien mehr Wähler gebracht? Und können wir unser Parteiprogramm nicht auch ein bisschen mehr in diese Richtung bringen, damit wir damit vielleicht auch ein paar neue Wähler hinzugewinnen können?"

    Bei der letzten Bundestagswahl standen mindestens 24 Parteien zur Auswahl. Deine Partei muss nicht gewinnen, damit deine Stimme etwas bewegt. Wer beim Wählen eine Partei wählt, der macht es sowieso falsch. Du sollst nicht eine Partei wählen, weil es eine bestimmte Partei ist, du sollst eine Partei wählen, weil das was die Partei gerne die nächsten 4 Jahre machen will genau das ist, was du gerne die nächsten 4 Jahre sehne möchtest. Und es kann durchaus sein das keine der größeren, bekannten Parteien auf diese Aussage passt, aber vielleicht ein sehr kleine, die zwar noch nie auch nur 1% der Stimmen erreicht hat, deren Programm aber perfekt wäre.

    Ja ich weiß, die Partei ist doch so klein und unbekannt, die wird nie gewinnen, daher lohnt es sich nicht sie zu wählen. Aber erstens ist das nicht wahr, siehe oben, eine Stimme ist ein Statement und kann auch etwas bewegen, wenn die Partei nicht gewinnt, und zweitens wie soll die Partei denn jemals größere oder bekannter werden, wenn sie keiner wählt? Da beißt sich ja die Katze in den Schwanz.

    /Mecki

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