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Ein typisches Gesetz der späten Merkelära.

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  1. Ein typisches Gesetz der späten Merkelära.

    Autor: Charles Marlow 01.03.13 - 14:47

    Noch möglichst viel Schaden anrichten, den man dann der Opposition in die Schuhe schieben kann.

    Nicht dass die SPD ("Agenda 2020") oder die Grünen derzeit eine ernsthafte Alternative wären.

  2. Re: Ein typisches Gesetz der späten Merkelära.

    Autor: throgh 01.03.13 - 14:59

    Gibt es denn überhaupt eine "Alternative"? Jetzt nicht als Verbalattacke gemeint. Ich hätte gerne ein "Nein, ich kann keine der hier aufgeführten Volksparteien tatsächlich wählen!" auf dem Wahlzettel. So wird der Bürger wahlweise nur gezwungen in Resignation nicht zu wählen - was dann wieder die Zeitgeister mit dem obligaten "Rauswurf der Stimme" bezeichnen - oder aber eine der sog. Protestparteien zu beachten (Piraten, Die Linke etc.). Haben die etwas verändert? Von Einzelerscheinungen einmal abgesehen wird hier teils sicherlich offen gelebte Parteikultur gezeigt. Dies ist auch in Ordnung! Aber was man dann hier miterlebt ist geprägt durch reinste Animositäten und Befindlichkeiten: Da werden SMS-Verläufe veröffentlicht, mal ist man FÜR das Urheberrecht wenn es Einem selbst passt dann wieder dagegen weil gerade die Gesamtstimmung entsprechend gewandet ist, dann wird offenes Mobbing über Internetplattformen wie Twitter und Co. betrieben, auch alles wundervoll nachzulesen.

    Und dann kann man auch wiederum die "Kleinstparteien" wählen, aber werden das die Meisten machen? Nö, die gehen zur Wahl und machen das Kreuzchen dort wo auch schon die letzten 20 Jahre dieses sich befand. Fertig, ich habe gewählt und meine demokratische Verantwortung wahrgenommen. Aha? Echt? Und wenn man als tatsächlich besorgter Bürger die Ministerien anschreibt gerät man in eine Schleife der ewgen Nachfrage. Aber keine echte Aussage: Amazon? Pferdefleisch? Man hüllt sich in Schweigen. Von dem netten Wort "De-Eskalation" hat Regierung Merkel soviel gehört wie vom "Kühe melken". Auf zum nächsten Polit-Zirkus im Herbst! Bin gespannt wer als Nächstes meint die Peitsche schwingen zu können: Herr Steinbrück? Na vielleicht sammeln wir alle nochmal für ihn. Er wird ja sicherlich so viel zu wenig als Kanzler verdienen: Armer Mann! Hat er denn einmal bei einer ECHTEN "Hartz 4"-Familie schon einmal nachgefragt und das tägliche Leben beobachtet? Die Sorgen und Nöte? Ah, ganz vergessen: Er muss ja GANZ WICHTIGE Vorträge halten. Herr Wulff war ja auch so ehrlich, Herr Schröder hat seine Schäfchen ins Trockne gebracht mit seinem besten Kumpel im Geiste der Demokratie Putin, Frau Merkel hofierte den guten Bush, Herr Kohl hat offen die Spendengelder zugegeben und schweigt bis heute, Meister Fischer sprach von grüner Verantwortung und ließ sich von A nach B im Auto fahren am Schluss ... die Liste ist endlos. Das sind alles natürlich nur Menschen! Aber wie hier auf der Nase der Wähler herumgetanzt wird, ist schon wirklich erstaunlich. Vor allem auch erstaunlich, da es offene Attacken gegen die Demokratie teils sind. Das Ganze stinkt förmlich schon zum Himmel!

    Und über die EU-Affären sucht man sich derweil wieder einen Wolf. Das wird jetzt ganz leise im Hintertürchen behandelt. Von der Bitte Frau Merkels an hochrangige Redakteure erstmal nicht die komplette Tragweite der EU-Pleite zu beleuchten redet auch kaum Jemand. Der Umkehrschluss ist aber: Irgendwann sind die Menschen dermaßen hilflos, dass der kleinste Affront ausreichen wird um einen Lynchmob zu erschaffen, der keine Regeln mehr kennt - Stichwort: RAF. Muss das sein? Muss es erst wirklich komplett eskalieren in unnötigem Hass und Wut der Verzweiflung?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.13 15:07 durch throgh.

  3. Ich hätte gern nen Clown zur Wahl!

    Autor: deutscher_michel 01.03.13 - 15:10

    Was meinst du warum wir aktuell nur von dem Clown aus Italien lesen aber nichts von dessen Parteiprogramm:

    Grillo will die Zuwendungen des Staates an die Parteien kürzen und Politikergehälter auf 2500¤ deckeln. Er hält die aktuelle Politik-Kaste in Italien für durch und durch korrumpiert und nicht reformierbar. Sie besteht aus Vettern- und Günstlingswirtschaft, einem fein gewobenen Netz gegenseitiger Abhängigkeiten und Gefälligkeiten sowie, im Extremfall, offener Korruption.
    Weiter ist er für ein Grundeinkommen, dafür Unternehmen zu renationalisieren, die ins Ausland verkauft wurden. Weiter kostenloses Internet, allgemeine Digitalisierung... etc.

    Statt sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen was DRINGEND auch bei uns notwendig wäre (denn so unterschiedlich sind die Situationen nicht), wird von deutscher Presse und Politik reflexartig defamiert und alle als Clowns bezeichnet.. denn wenn wir sowas wie Grillo hätten wirds gefährlich für unsere "Eliten".

    Am nähsten kommt da noch die Links-Partei mit der ähnlich umgegangen wird.

  4. Re: Ein typisches Gesetz der späten Merkelära.

    Autor: Charles Marlow 01.03.13 - 15:16

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt es denn überhaupt eine "Alternative"?

    Um mal konkret zu antworten... nein.

    Die Linke hat sich in den Länderparlamenten, wo sie mitregieren darf, gründlich als "SPD 2.0" entlarvt. Dieselbe antisoziale Politik in dunkelrot und jenseits des Wahlkampfes keinen Funken seriöser.

    Die Piraten auf der anderen Seite haben sich immer noch nicht inhaltlich und personell konsolidiert. (Gut, das konnte man den Grünen vor 30 Jahren auch vorhalten.)

    Und die Wähler bei uns werden die Piraten schlicht und ergreifend nicht für voll nehmen, solange die Presse sich bei jeder Gelegenheit über sie lustig macht und man meint, die "etablierten" Parteien würden ja jetzt auch die Standpunkte der PP quasi "mitvertreten".
    Anfang der 80er haben dann auch alle Volksparteien betont, man wäre ja "ökologisch" und es bräuchte die Grünen deswegen nicht.

    Die kommende Wahl wird nur von den "etablierten" ausgetragen werden und am Ende werden wir den gleichen Murks wie vorher haben - antisozial, korrupt und demokratiefeindlich unter Schwarzgelb, Schwarzrot, Rotgrün oder Schwarzgrün.

  5. Re: Ich hätte gern nen Clown zur Wahl!

    Autor: Charles Marlow 01.03.13 - 15:18

    deutscher_michel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Statt sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen was DRINGEND auch bei uns
    > notwendig wäre (denn so unterschiedlich sind die Situationen nicht), wird
    > von deutscher Presse und Politik reflexartig defamiert und alle als Clowns
    > bezeichnet.. denn wenn wir sowas wie Grillo hätten wirds gefährlich für
    > unsere "Eliten".

    Du siehst das noch nicht konsequent genug. Die Presse macht Grillo deshalb lächerlich und geht nicht auf ihn ein, WEIL die Elite Angst vor seinesgleichen hat.

    > Am nähsten kommt da noch die Links-Partei mit der ähnlich umgegangen wird.

    Nein, die Piraten. Die Linke hat sich schon längst selber als neue USPD ("nicht anders aber besser") überführt.

  6. Re: Ein typisches Gesetz der späten Merkelära.

    Autor: throgh 01.03.13 - 16:54

    Nur die Farbe GELB dürfte nicht mehr viel zu melden haben, es sei denn sie leiht sich wieder einige Stimmen. Aber das sehe ich nicht einmal wirklich kritisch! Die FDP kann ich tatsächlich nicht einmal im Ansatz mehr ernst nehmen.

    Wenn man sich einfach nur mit der "Akte Siemens" beschäftigt möchte man nach nur 5 Minuten ganz dringend seinen Mageninhalt zur nächsten Erleichterungsstelle der sonstigen Abfallprodukte des Körpers bringen und das allerdings in umgedrehtem Ablauf als sonst üblich. Wenn dann der liebe SIEMENS-Manager neben unserer "Angela" steht und sie berät ... also da fällt mir nicht wirklich viel ein. Wenn dann noch offenkundig davon gesprochen wird, dass SIEMENS indirekter Teilhaber der CRYPTO AG (http://www.crypto.ch/) über Treuhandgeschäfte ist und so Geräte an sog. "Schurkenstaaten" wie den Iran verkauft ... fragt sich übrigens langsam wer hier eigentlich der WAHRE Schurke ist ... also auch hier klappt nur noch kurz der Kiefer hinunter. Und diese Leutchen beraten unsere sog. Polit- Elite? Mir fällt da wirklich nicht mehr viel dazu ein. Vor allem die Frage, die ich dazu habe: Wo kann ich bitte den nächsten Zug zum Ausgang nehmen? Wenn ich mich mittels vernünftiger Vorgehensweise (Protest? Offenlegen und Demaskieren?) gegen diese Strömungen wehre, dürfte ich schneller verschwinden als der schlimmste Schwerverbrecher. Und nein, das entstammt aus keinem Film ... das ist KEIN Hollywood. Großes Kopfschütteln meinerseits!

    Das ist ja nur noch eine Perversion von "Demokratie" was hier teils abläuft. Schreit man zu laut oder wird diversen Stellen lästig ... nun dann wird irgendein Weg gefunden den rebellischen Bürger mundtot zu machen. Und wenn man tatsächlich zu Mitteln greift, die einen Rechtsstaat in den Grundfesten erzittern lassen! Hauptsache das tumbe Wahlvieh blökt weiter unbehelligt auf der Weide herum.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.13 16:56 durch throgh.

  7. Re: Ein typisches Gesetz der späten Merkelära.

    Autor: Müllhalde 01.03.13 - 20:00

    1+++
    Meine Rede!
    Ich stricke mal weiter, zum Thema Demokratie.
    Wir haben hier leider nur eine pseudo Demokratie wie Charles Marlow oben geschrieben hatte: "Die kommende Wahl wird nur von den "etablierten" ausgetragen werden und am Ende werden wir den gleichen Murks wie vorher haben - antisozial, korrupt und demokratiefeindlich unter Schwarzgelb, Schwarzrot, Rotgrün oder Schwarzgrün."

    Ergo, Stimmzettel ungültig machen. Dann bekommt zumindest keiner das Geld die für die Stimme vorgesehen ist. Sollte mal jeder machen.
    Was mir auch noch ein Dorn im Auge ist, ist diese Heuchelei und das Systematische Datensammelwut. Als ob Demokratie ewig halten würde. Früher gab es auch mal Demokratien die von Diktaturen und Monarchien abgelöst wurden. Und dann könnten ein paar Leute Probleme ob ihrer Daten bekommen. Klingt komisch, ist aber so - siehe DDR.

    Proteste und Demos sind ja ein gutes Mittel, damit sich ein Volk etwas Gehör verschafft, allerdings nur etwas. Zum Glück gibt es im Grundgesetzbuch Artikel 20 Abs. 4: "Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist." Wo man Theoretisch gegen den Bundestag vorgehen kann.

    Kein Betriebssystem wird größer als 28KB sein.

    -Microsoft

  8. Re: Ein typisches Gesetz der späten Merkelära.

    Autor: nille02 01.03.13 - 20:29

    Müllhalde schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich stricke mal weiter, zum Thema Demokratie.
    > Wir haben hier leider nur eine pseudo Demokratie wie Charles Marlow oben
    > geschrieben hatte:

    Nenne es einfach Parteiische-Oligarchie.

  9. Re: Ein typisches Gesetz der späten Merkelära.

    Autor: ubuntu_user 02.03.13 - 12:11

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt es denn überhaupt eine "Alternative"? Jetzt nicht als Verbalattacke
    > gemeint. Ich hätte gerne ein "Nein, ich kann keine der hier aufgeführten
    > Volksparteien tatsächlich wählen!" auf dem Wahlzettel. So wird der Bürger
    > wahlweise nur gezwungen in Resignation nicht zu wählen - was dann wieder
    > die Zeitgeister mit dem obligaten "Rauswurf der Stimme" bezeichnen - oder
    > aber eine der sog. Protestparteien zu beachten (Piraten, Die Linke etc.).
    > Haben die etwas verändert? Von Einzelerscheinungen einmal abgesehen wird
    > hier teils sicherlich offen gelebte Parteikultur gezeigt.

    das ist blödsinn. die piratenpartei wurde von allen medien völlig fertig gemacht.
    man darf nicht ehrliche politik erwarten und dann darauf reinfallen, wenn die medien ehrlichkeit zerreißen.
    allein die mär von dem parteiprogramm ist schon ne schweinerei. FDP und andere parteien haben ein viel schwammigeres parteiprogramm. die CDU hält sich sogar kein stück an ihr eigenes programm. homo-ehe, atomkraftwerke, bürokratie, usw.
    nur interessiert es da komischerweise keinen

  10. Re: Ein typisches Gesetz der späten Merkelära.

    Autor: rofler 02.03.13 - 13:00

    Warum hockt ihr so auf den Parteiprogrammen rum? Das würde voraussetzen, dass die Politiker sich an ihre Programme halten. Mir kommt es aber nicht so vor als ob sie es täten oder jemals getan haben. Höchstens Bruchstückweise, als Lückenfüller, wenn das Volk ausnahmsweise seine Stimme erhoben hat.

    Schmeisst eure Stimmen nicht weg!!! Das wäre dumm! Ich bin kein großer Freund von den Linken und den Piraten. Die einen übertreiben etwas mit ihrer Gleichheit so dass es fast schon an Kommunismus grenzt und die letzteren haben nicht verstanden, dass sie nur ZUSAMMEN stark seien können und sind sich selbst der größte Feind. Aber wenn ich nur Merkel und Steinbrück zur Auswahl habe, dann versuche ich mit meiner Stimme doch wenigstens etwas mehr Gleichgewicht in das Geschehen zu bringen.

  11. Re: Ein typisches Gesetz der späten Merkelära.

    Autor: GodsBoss 02.03.13 - 15:46

    > Aber wenn ich nur Merkel und
    > Steinbrück zur Auswahl habe, dann versuche ich mit meiner Stimme doch
    > wenigstens etwas mehr Gleichgewicht in das Geschehen zu bringen.

    Ich stelle mir bei sowas eher die Frage, wieso wir eigentlich nur Merkel und Steinbrück zur Auswahl haben. Systemfehler?

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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