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Wo ist das Problem?

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  1. Wo ist das Problem?

    Autor: HoffiKnoffu 14.09.16 - 16:27

    Hi, ich verstehe die Aufregung nicht.

    Lassen wir doch dieses Gesetzt, welches von den Rechteinhabern wohl mehr oder weniger stark beeinflusst wurde, Realität werden....

    Was passiert....?
    ok....ein paar StautUps gehen pleite....oder, sie sind so pfiffig, wie sie vorgeben zu sein und finden einen Weg....oder sie sind nicht das Papier wert, auf dem sie für sich werben.

    Vor allem: Wie viele sogenannte StartUps schaffen es wirklich über die Garagenklitsche hinaus? Wie viele machen schon vorher schlapp, weil einfach die Geschäftsidee banal oder nicht zu Ende gedacht ist!? Ist es da wirklich so schlimm, mit dem StartUp-Sterben, wenn das Leistungsschutzrecht kommt? Gibt es da Zahlen?

    Was passiert noch....?
    Die Verlage, die so wehement für das Leitstungsschutzrecht sind, werden die Lizenzgebühren nicht beliebig hoch ansetzen können. Wenn es auch nur einen Verlag geben wird -und den wird es geben, das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche-, der seine Texte kostenlos anbietet, bricht sowieso alles zusammen. Warum sollte es einen solchen 'Verräter' geben?

    Die Rechteinhaber werden mit teils imensen finanziellen Einbußen klar kommen müssen: Wenn niemand durch Snippets auf deren Webpräsents geleitet wird, ist ein folgender Klick auf ein Werbebanner auch unwahrscheinlicher. Die Werbenden nehmen weniger ein, damit auch dierjenigen, die die Webpräsents betreiben. Also wird der Rechteinhaber es sich sehr gut überlegen, ob er Lizenzgebühren aufrecht erhält, oder nicht, oder ob er sie anpassen muss.

    DAS Verlage Geld für deren Texte haben wollen, sollte ja wohl jedem klar sein. Niemand arbeitet gerne für Lau....und wenn's nur ein Hamburger vom Grill ist. Die Verlagen investieren Zeit, Arbeitskraft und auch Geld in ihre Produkte. Also haben sie dafür auch entschädigt zu werden.

    Langen sie zu sehr zu, schießen sie sich selbst ins Knie....nach 12 Monaten hat sich die Sache von alleine geregelt. Diensteanbieter wie Google und Co., die selber entsprechende Werbeeinnahmen haben können und werden zukünftig zahlen müssen. Ein StartUp nur, wenn es einen 'Freibetrag' an Werbeeinnahmen überschreitet. Da wird es Staffelpreise geben und gut.

    Das Internet war nie ein Ort und wird nie ein Ort sein, an dem es alles konstenlos gibt. Die Geiz ist Geil Mentalität was, ist und bleibt was sie ist: Der größte Blödsinn :-)


    Gruß
    HoffiKnoffi

  2. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: ibsi 14.09.16 - 16:37

    Es geht nicht um "Geiz ist Geil". Die Verlage wollen Geld von jemandem, der ihnen sogar hilft.
    Wenn es den Verlagen WIRKLICH WIRKLICH WIRKLICH nur darum gehen würde, das niemand deren Texte ließt bzw verlinkt und nur gegen Geld lesbar sein sollen, dann sollen sie eine PayWall (also ein Login) einbauen.
    Sie wollen aber nun Google zwingen Geld für eine Dienstleistung zu zahlen, die sie sogar FÜR die Verlage machen.

    Warum sollte Google zahlen?
    Selbst wenn sie es schaffen und in der EU ein Gesetz unterbringen können, dass das funktionieren KÖNNTE, dann würde Google einfach den Service abschalten. Denn an Google News verdient Google .. hmm .. mom ... direkt nichts. Denn dort wird keine Werbung geschaltet.

  3. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: kontra 14.09.16 - 16:40

    HoffiKnoffu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Verlagen investieren Zeit, Arbeitskraft und auch Geld in
    > ihre Produkte. Also haben sie dafür auch entschädigt zu werden.

    Und genau hier liegt der große Irrtum: Es gibt kein Recht darauf, für etwas bezahlt zu werden, was keiner bezahlen will. Wir sind keine Planwirtschaft, sondern eine Marktwirtschaft. Wenn sich ein Produkt nicht gewinnbringend verkaufen lässt, muß man es an die Gegebenheiten des Marktes anpassen. Die Rechteinhaber aber versuchen hier, den Markt an ihre Vorstellungen anzupassen, um ja nicht das Geschäftsmodell ändern zu müssen...

  4. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: chewbacca0815 14.09.16 - 17:11

    kontra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >... Es gibt kein Recht darauf, für etwas bezahlt zu werden, was keiner bezahlen will.

    Kleine Korrektur: es gibt NOCH kein Recht...

    Genau darum geht es ja im Kern der ganzen Geschichte. Es wird durch die Hintertüren in Brüssel gerade daran gearbeitet, eben diese Planwirtschaft in geltendes Recht umzusetzen. Genau genommen ist dieses Verhalten das gleiche wie das der Patenttrolle!

  5. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: redwolf 14.09.16 - 17:22

    Dann verfestigt sich genau das, was aktueller Status Quo ist.

    Kennst du einen anderen Newsaggregator als Google?

    Das Leistungsschutzrecht in DE hat folgende Situation geschaffen:

    Google hat einfach alle Newsseiten, die sich jetzt schon bei Google registriert hatten aufgefordert einen neuen Vertrag abzuschließen, oder sie werden zu Termin X aus dem News Index geschmissen. Da das keiner wollte (Gefangenendilemma), haben alle mitgemacht. Andere Newsaggregatoren z.B. GMX und kleinere Startups konnten und wollten das Risiko nicht tragen und haben hingeworfen. Damit hat Google sich eine art Monopolstellung geschaffen.

    Einzig richtige Handlungsrichtung wäre zu sein das Leistungsschutzrecht abzuschaffen oder abzuschwächen und Maßgebliche Richtlinien für Newsaggregatoren zu schaffen, damit dort wieder ein Markt vorherrscht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.16 17:24 durch redwolf.

  6. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: HoffiKnoffu 14.09.16 - 17:38

    Es gibt kein Recht auf Bezahlung?
    Das schon...ich habe das Recht für eine von mir erbrachte Leistung eine Bezahlung zu verlangen.

    Wozu es keine Pflicht (und auch kein Gesetz) gibt ist, den geforderten Preis als Nutzer auch zu bezahlen. Dann würde ich entweder leer ausgehen oder meinen Preis anpassen.

    Wenn einem StartUp -oder auch z.B. auch Goolge- der (Lizenz)Preis der Verlage zu hoch ist, müssen sie ihn nicht zahlen. Dann geht der Verlag leer aus. Wenn bei einem Unternehmen die Nachricht die einzige Geschäftsidee ist, geht halt auch dieses Unternehmen pleite.

    Das hat nun rein gar nix mit Planwirtschaft zu tun. Es schreib nirgend wo jemand per Gesetz vor, dass irgenwer in den nächsten z.B. 5 Jahren diesen oder jenen Betrag an einen Rechteinhaber zu zahlen hat.

    Google bietet keine Dienstleitung für Verlage an. Google bietet eine Dienstleistung für Internetnutzer an. Ich denke sorum wird ein Schu draus. Und Google (stellvertretend für alle News-Recycler) verdient kein Geld mit der News-Seite? Wenn es so wäre, würde auch Google diesen Dienst nicht mehr anbieten. Google ist kein Menschenfreund. Google will nur eins: Geld machen. Das ist mal fakt. Google ist ein Wirtschaftsunternehmen, wie BMW, REWE oder jeder Handwerker: die müssen Geld erwirtschaften.

    Was Google letztendlich perfekt beherrscht ist, sich in den Köpfen vieler Menschen als ein großer Wohltäter zu manifestieren. Davor: Hut ab! Das ist eine reife Leistung. Google bietet, weil sie so nett sind, kostenlos eine News-Seite an...dass dieser Dienst für die Nutzer letztendlich durch alle anderen bezahlpflichtigen Dienste quersubventioniert wird bedenkt anscheinend niemand. Auch Google-Mail ist nicht kostenlos......

    Ich finde, der eigentliche Grund ist eben doch die Geiz-ist-Geil-Mentalität. Täglich lese ich, dass wieder jemand darüber beschwert, dass ein Rechteinhaber nicht will, dass sein Werk (Buch, Gemälde, Musik, Konzert) unengeltlich vervielfältigt wird. Mit der Begründung: Ich habs doch gekauft, also ists meins.

    Falsch!

    Mit dem Kauf hat man lediglich gewisse, eingeschränkte Nutzungsrechte erworden. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Ich weiß nicht, woher diese Denke kommt, dass geschützte Werke - dazu gehören auch Zeitungsartikel - kostenlos kopiert werden können. warum jemand, der mit einer Dienstleitung auf Basis von geschützten Werken Geld verdient, diese Werke nicht zu bezahlen hat.

    Der Grund, warum also die Verlage da in der Zwickmühle stecken sind wir User selber. Eben weil wir der Meinung sind im WWW hat bitteschön alles kostenlos zu sein. Gäbe es diese Mentalität nicht, gäbe auch PayWalls und keinen würd's stören.


    Gruß
    HoffiKnoffi

  7. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: HoffiKnoffu 14.09.16 - 17:45

    redwolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann verfestigt sich genau das, was aktueller Status Quo ist.
    >
    > Kennst du einen anderen Newsaggregator als Google?
    >
    > Das Leistungsschutzrecht in DE hat folgende Situation geschaffen:
    >
    > Google hat einfach alle Newsseiten, die sich jetzt schon bei Google
    > registriert hatten aufgefordert einen neuen Vertrag abzuschließen, oder sie
    > werden zu Termin X aus dem News Index geschmissen. Da das keiner wollte
    > (Gefangenendilemma), haben alle mitgemacht. Andere Newsaggregatoren z.B.
    > GMX und kleinere Startups konnten und wollten das Risiko nicht tragen und
    > haben hingeworfen. Damit hat Google sich eine art Monopolstellung
    > geschaffen.
    >
    > Einzig richtige Handlungsrichtung wäre zu sein das Leistungsschutzrecht
    > abzuschaffen oder abzuschwächen und Maßgebliche Richtlinien für
    > Newsaggregatoren zu schaffen, damit dort wieder ein Markt vorherrscht.

    Und damit einem Monopolisten das Feld weiter zu bereiten? Nein, danke. Die Idee, solche Monopolisten nötigenfalls zu 'zerstückeln' finde ich schon sympathisch.

    Der Fehler ist schon lange vor der ersten Diskussion um ein Leistungsschutzrecht gemacht worden. Auf Seiten der Gestzgeber, auf Seiten der User, auf Seiten der Verlage.

    Jetzt wird es zeit, diese Fehler zu korrigieren. Auch wenn es erst einmal weh tut. Ich zumindest zahle für meine Tageszeitung...auch wenn's weh tut beim Blick auf die Abo-Rechnung. Ich nutze auch die Seiten der Verlage (Spiegle, TAZ, WZ, etc.). Ich bezahle nichts.....oberflächich....dennoch über die Produkte, die ich kaufe, die wiederum Werbung auf diesen Seiten machen und Geld dafür an den Verlag zahlen, auf dessen Seiten sie werben.

    Es ist nichts kostenlos. Am Ende bezahlen wir User/Verbraucher....oder glaub noch einer allen Ernstes, dass Privatfernsehen kostenlos ist?

    Gruß
    HoffiKnoffi

  8. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: chewbacca0815 14.09.16 - 17:55

    HoffiKnoffu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Grund, warum also die Verlage da in der Zwickmühle stecken sind wir User selber. Eben weil wir der Meinung sind im WWW hat bitteschön alles kostenlos zu sein. Gäbe es diese Mentalität nicht, gäbe auch PayWalls und keinen würd's stören.

    Warum zum Henker stellen die Verlage dann ihre ach so schützenswerte Inhalte FREI VERFÜGBAR ins Netz und nicht hinter einer PayWall versteckt? Richtig, weil sie dann keiner mehr konsumieren würde!

    Dieser Ansatz hier ist nichts anderes als Wegelagerei am ENDE des Weges. Zurück kannst Du nicht mehr und bezahlen musst Du, um weiter zu kommen! Tolle Logik, Geld über die Hintertüren der Legislative zu fordern, die fodergründig frei verfügbar zugängig sind! Verlogener geht's echt nicht mehr!

    Sollen die Verlage doch bitte alles hinter eine PayWall setzen, wofür sie Geld sehen wollen. Mich würde es nicht stören, für Inhalte zu bezahlen, die ich für bezahlenswert halte. Das aber entscheide ICH, nicht irgendeine selbstverliebter EUler, der auch von sonst nahezu null Ahnung hat.

  9. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: Ho Lee Shitt 14.09.16 - 18:21

    HoffiKnoffu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Der Fehler ist schon lange vor der ersten Diskussion um ein
    > Leistungsschutzrecht gemacht worden. Auf Seiten der Gestzgeber, auf Seiten
    > der User, auf Seiten der Verlage.

    ...was hat denn der user bitte für einen fehler gemacht? ...der sachverhalt ist doch der, dass die verlage nicht in der lage sind von ihrem eingestaubten geschäftsmodell abzuweichen und, dass das urheberrecht irgendwann in den 60igern verfasst wurde.

    >
    > Jetzt wird es zeit, diese Fehler zu korrigieren. Auch wenn es erst einmal
    > weh tut. Ich zumindest zahle für meine Tageszeitung...auch wenn's weh tut
    > beim Blick auf die Abo-Rechnung. Ich nutze auch die Seiten der Verlage
    > (Spiegle, TAZ, WZ, etc.). Ich bezahle nichts.....oberflächich....dennoch
    > über die Produkte, die ich kaufe, die wiederum Werbung auf diesen Seiten
    > machen und Geld dafür an den Verlag zahlen, auf dessen Seiten sie werben.

    ...genau und wenn du dein abo bezahlst bekommst du deine zeitung. es ist ja nicht so, dass sie dir die zeitung einfach in den briefkasten stecken und im nachhinein sagen: "ha, ha, jetzt sind hier aber offene rechnung fällig!" ...die initiative geht da immer von dir aus.

    > Es ist nichts kostenlos. Am Ende bezahlen wir User/Verbraucher....oder
    > glaub noch einer allen Ernstes, dass Privatfernsehen kostenlos ist?
    >
    > Gruß
    > HoffiKnoffi

    ...jetzt hör mal langsam mit dem kostenlos quatsch auf, darum geht es hier wohl niemanden (außer dir vielleicht). wie hier schon so oft erwähnt, sollen sie (die verlage) doch ihr ganzes onlineangebot hinter eine paywall stecken, dann suche ich mir schon die artikel aus für die ich bezahle. ...aber für jeden geistigen dünnpfiff den die verfassen und der auf google auftauchen soll eine pauschale zu verlangen ohne das irgendjemand weiß ob das überhaupt jemanden interessiert ist einfach frech.
    mal ganz davon abgesehen, dass sie an dem jetzigen zustand den größten teil der schuld selber tragen!

  10. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: FreiGeistler 14.09.16 - 22:31

    > Das Internet war nie ein Ort und wird nie ein Ort sein, an dem es alles konstenlos gibt. Die Geiz ist Geil Mentalität was, ist und bleibt was sie ist: Der größte Blödsinn :-)
    Ich rate dir mal im (spendenfinanzierten) Wikipedia nachzuschauen, wie und warum das Internet erfunden wurde...

  11. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: quasides 15.09.16 - 03:46

    @hoffi nicht zu ende gedacht.

    ad1, startups ist die faslche formulierung. richtiger wäre jeder anbieter der nicht über 6 stellige summen verfügt nur um content id system zu entwickeln.
    damit bleibt nur noch eine handvoll webhoster übrig, auf die dann gezielter druck ausgeübt werden kann.

    ad2, die verlage werden nicht durch weniger klicks leiden, der preis pro klick steigt einfach dank des monopols das geschaffen wurde

    denn mit dem leistungschutzrecht wird jede freie bzw unabhängige informationsweitergabe über das lizenzrecht praktisch untersagt. jeder halbwegs erfolgreiche blogger, newsagregator etc wird einfach mit klagen eingedeckt, ob berechigt oder nicht.

    ad3, privates informationsharing, ja sogar diskussionen werden praktisch unmöglich.

    ad4, folgende selbstzensur die weiter übers zhiel hinausgeht weil die leute das recht nicht verstehen aber zu recht angst haben

    ad5, wildwuchs an abmahnungen, welche dann auch gezielt eingesetzt werden können um konkurenz oder tatsächlich unbequeme berichterstattung abzudrehen.


    die realität ist doch die, das abkopieren von artikeln war immer schon verboten.
    im grunde ist die derzeitige praxis nur werbung für dne jeweiligen verlag gratis.
    das wird nun utner strafe gestellt

    das hat nichts mit leistungsschutz zu tun sondern damit das man gerne informationsweitergabe in sozialen netzen abdrehen will. damit must du nun selbst 100terde medien durchlesen um auf die paar interresanten beiträge zu stossen die du ansonsten frei haus geliefert bekommen hast

    es geht nur um informationskontrolle, nicht wirtschaftsinteressen, nicht leistungsschutz
    anders lassen sich die 20 jahre nicht erklären da news grundsätzlich nur wenige tage monitär verwertbar sind. 2 jahre alte news sind für einen verlag kaum etwas wert, dürfen zum teil nichteinmal veröffentlich werden

    den ein anderes gesetz würde überhautp verbieten news 20 jahre lang öffentlich zugänglich zu machen. recht auf vergessen und so...

    ad5 mal drüber nachgedacht das nru eine handvoll verlage die gesamten printmedien kontrollieren?

  12. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: Weltschneise 15.09.16 - 06:58

    HoffiKnoffu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was passiert....?


    Das LSR funktioniert nicht um Geld von Google einzutreiben. Das haben die Gesetze in Deutschland und Spanien gezeigt.

    Daher suchten die Verlage nach neuen Einnahmemöglichkeiten: das Gesetz ermöglicht nun auch Abmahnungen gegen Privatpersonen. Vor allem vor dem Hintergrund dass nicht klar formuliert ist welche Links erlaubt sind und wann man Zahlen muss ist die nächste ungerechtfertigte Abmahnwelle absehbar da sich Privatpersonen eben nicht so heftig wehren.

  13. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: .02 Cents 15.09.16 - 08:14

    Wie gut oder schlecht es ein paar Startups geht, oder ob da ja jemand oder etwas "Clever ist" oder nicht, ist nicht die Kernfrage.

    In der Form gibt es eine "Abmahnkultur" wohl nur in Deutschland. Es würde mich nicht wundern, wenn es für Abmahnanwalt als eigene Spezialisierung mittlerweile schon Lehrstühle geben würde. Auch gehören Abmahngebühren in vielen Bereichen der Content Industrie mittlerweile zu einem festen Budget Posten.

    Klar ist mit so einem Entwurf vor allem eines: Für genau diese "Industrie" wird sich mit so einem Gesetz das Betätigungsfeld vervielfachen. Kreativität wird in erster Linie in diesem Bereich gefördert.

  14. Re: Wo ist das Problem?

    Autor: Mephir 15.09.16 - 09:53

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie gut oder schlecht es ein paar Startups geht, oder ob da ja jemand oder
    > etwas "Clever ist" oder nicht, ist nicht die Kernfrage.
    >
    > In der Form gibt es eine "Abmahnkultur" wohl nur in Deutschland. Es würde
    > mich nicht wundern, wenn es für Abmahnanwalt als eigene Spezialisierung
    > mittlerweile schon Lehrstühle geben würde. Auch gehören Abmahngebühren in
    > vielen Bereichen der Content Industrie mittlerweile zu einem festen Budget
    > Posten.
    >
    > Klar ist mit so einem Entwurf vor allem eines: Für genau diese "Industrie"
    > wird sich mit so einem Gesetz das Betätigungsfeld vervielfachen.
    > Kreativität wird in erster Linie in diesem Bereich gefördert.

    Passend wäre, wenn das LG Hamburg vorsorglich eine Baugenehmigung für 2 zusätzliche Gerichtsgebäude einreicht und die ersten Stellenanzeigen veröffentlicht..

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