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die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

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  1. die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: gehtDichNichtsAn 18.02.14 - 13:55

    das ist die idee:

    einerseits wird google eine markbeherrschende stellung unterstellt.
    daher darf google, so die verlage, die seiten nicht ausschließen, da es sonst seine stellung ausnutzt.

    auf der anderen seite soll google für die erzwungene nutzung der snippets bezahlen.

    das problem der verlage ist: sie haben nach wie vor kein tragfähiges geschäftskonzept für die vermarktung von inhalten. dabei wäre es ein leichtes neue konzepte einzuführen. allein es fehlt die kreativität und der mut.

    statt in vertriebsstrukturen zu investieren wird das geld lieber für lobby-vertreter und juristen rausgehauen. so kann natürlich nichts dauerhaftes entstehen und die verlage verlieren jegliche glaubwürdigkeit.

  2. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: HaMa1 18.02.14 - 13:58

    Das Leistungsschutzrecht wird aber auch für alle andere Suchmaschinen gelten z.B. Bing News.

  3. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: nille02 18.02.14 - 14:03

    gehtDichNichtsAn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > einerseits wird google eine markbeherrschende stellung unterstellt.
    > daher darf google, so die verlage, die seiten nicht ausschließen, da es
    > sonst seine stellung ausnutzt.

    Nicht im News-Index zu stehen, ist ja kein Ausschluss aus der Suche.

  4. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: gehtDichNichtsAn 18.02.14 - 14:07

    die verlage werden sich wegen der beliebtheit erstmal auf google stürzen, da es dort am meisten lohnt.

    der focus hat google ja gleich zum job-killer ernannt:
    http://www.focus.de/finanzen/news/titel-ein-gefaehrlicher-freund_id_3568947.html

    oder die faz, die google zum schnorrer ernennt:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/spanien-plant-abgabe-fuer-google-schluss-mit-der-schnorrerei-12805037.html

  5. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: Trockenobst 18.02.14 - 14:37

    gehtDichNichtsAn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > geschäftskonzept für die vermarktung von inhalten. dabei wäre es ein
    > leichtes neue konzepte einzuführen. allein es fehlt die kreativität und der
    > mut.

    Die sind sich alle Spinnefeind. Google ist selbst kein Verlag und kann deswegen - wie iTunes und Amazon - als zentrale dienen. Die trauen niemanden. **Niemanden**!!

    Nur zahlen eben Amazon und iTunes was weiter. Auch wenn sie sich 30% vom Kuchen schnappen ist das den meisten Verlagen egal - die sind "noch" neutral (bei Movies und Serien schon nicht mehr weil Eigenproduktionen)

    Google kann nicht gezwungen werden zu Indexen wenn ihnen das Geld kostet. Das geht bis zum EGH hoch und wird dann gekippt. Dann steht bei den bekannten Adressen in den schnippseln "Bitte gehen sie auf die Originalseite für den Text zur Überschrift". Und natürlich wird keine Sau sowas nutzen.

    Eine marktbeherrschende Stellung kann keine Abnahmepflicht nach sich ziehen. Diese juristische Position hat es noch nie gegeben und wird auch nicht bestand haben. Google kann ihnen Platz anbieten (was es tut) aber eben kein Geld.

  6. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: Anonymer Nutzer 18.02.14 - 15:09

    Bitte nicht Google News und Google Play Newsstand verwechseln.
    Die Angebote von Amazon und iTunes sind wie Newsstand und da kriegen dann die Verlage durchaus Geld auch bei Google.
    Allerdings werden da auch nicht einzelne News "angeboten" sondern ganze ePapers.
    Halt eben ein Newsstand zu Deutsch Zeitungskiosk.

    Google News hingegen ist eine reine Indexierung von spezifischen Angeboten (News) und Teil der Google (Web-)Suche.

    Das wäre so, als würden die Gelben Seiten den Unternehmen/Handwerkern Geld zahlen, dafür, dass sie sie auflisten dürfen.

  7. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: tingelchen 18.02.14 - 15:52

    Im Suchergebnis stehen aber auch Ausschnitte aus den Artikeln. Was für den Verbraucher natürlich super ist, da er schon beim Suchergebnis entscheiden kann, ob der Link für ihn lohnt oder nicht. Für die Verlagsseiten natürlich schlecht. Weil weniger Klicks auf ihren Seiten.

  8. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: Anonymer Nutzer 18.02.14 - 16:00

    Nicht ganz, Leute rufen eher einen Link auf, wenn es dazu einen Abriss gibt.

    Natürlich wäre es schon so, dass wenn es immer nur einen Titel gibt, wären Seiten der Springer-Presse vorne. (Clickbaiting Titel können die)

    Nur wenn nur die Springer-Presse nur mit Titel erscheint, aber eine, sagen wir mal, TAZ mit Abriss, würden die allermeisten Leute eher zur TAZ gehen als zu einem Springer-Blatt.

    Übrigens, schon zu Beginn des LSR gab es diverse Zeitungen, die klar gemacht haben, sie würden auch ohne Kohle zu kriegen, gerne weiter mit Abriss bei News stehen. (wie z.B. die TAZ) und das eben exakt darum, weil sie gefunden werden wollen.

    Allerdings wollen die "AG Media Verlage" (ich nenne sie jetzt mal so) auch gefunden werden, sie wollen nur noch dafür Kohle kriegen.

  9. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: tingelchen 18.02.14 - 16:02

    Richtig. Die Klage der Verleger wird dennoch kommen. Das haben sie ja schon angedroht, noch bevor das Gesetz überhaupt verabschiedet wurde. Ich hoffe das man hier detailliert berichten wird.

    Immerhin haben die Verlagsseiten sich selbst bei Google News eingetragen. Freiwillig. D.h. sie implizieren das sie dort aufgelistet werden wollen. Im vollen Bewusstsein das zu den Anzeigen auch immer Auszüge mit angezeigt werden.

    Ich bin gespannt was daraus wird. Aus Sicht von Google würde ich allen Verlegern anbieten sich entweder aus Google News aus zu tragen, oder hin zu nehmen das dort Auszüge angezeigt werden. Ich denke an diesem Posten kann man eher gewinnen als gegen einen Verstoß des Leistungsschutzgesetzes.

  10. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: tingelchen 18.02.14 - 16:10

    In sofern richtig. Der Verbraucher wird eher die Links einer Suche anklicken, wo er vorher erkennen kann, ob der Link etwas für ihn ist. Das LSR geht ja auch noch weiter. Es Schützt auch den Titel eines Artikels und sogar den Link selbst, wenn dieser aus der Artikelüberschrift besteht. In sofern müssten die Suchmaschinen auch diese maskieren.

    Dann geht natürlich gar nichts mehr ^^

  11. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: gehtDichNichtsAn 18.02.14 - 16:12

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In sofern richtig. Der Verbraucher wird eher die Links einer Suche
    > anklicken, wo er vorher erkennen kann, ob der Link etwas für ihn ist. Das
    > LSR geht ja auch noch weiter. Es Schützt auch den Titel eines Artikels und
    > sogar den Link selbst, wenn dieser aus der Artikelüberschrift besteht. In
    > sofern müssten die Suchmaschinen auch diese maskieren.
    >
    > Dann geht natürlich gar nichts mehr ^^

    am ende darf man nicht mal mehr schreiben "Link zu focus.de" ohne irgendwelche Rechte zu verletzen.

  12. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: nille02 18.02.14 - 16:17

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Suchergebnis stehen aber auch Ausschnitte aus den Artikeln.

    Das Umfasst meist nicht mehr als einen Satz und auch nur der Satz mit meinen Suchwörtern. Ich bezweifle mal, dass das LSR das Abdeckt.

  13. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: tingelchen 18.02.14 - 16:26

    Das LSR deckt alles ab einem einzigen Wort ab. Warum? Weil im LSR nicht geregelt ist, ab welcher Anzahl an Wörtern oder Zeichen ein Ausschnitt als Zitat gilt oder nicht. Einer der vielen Aspekte die am LSR totaler Schwachsinn sind. Daher könnte ein Verleger einen Dienst bereits auf Zahlung verklagen wenn er eine Wortkombination aus 2 Wörtern verwendet hat.

  14. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: madMatt 18.02.14 - 17:03

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gehtDichNichtsAn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > Eine marktbeherrschende Stellung kann keine Abnahmepflicht nach sich
    > ziehen. Diese juristische Position hat es noch nie gegeben und wird auch
    > nicht bestand haben. Google kann ihnen Platz anbieten (was es tut) aber
    > eben kein Geld.

    Mit einer Ausnahme, nämlich der GEZ beim Bürger der quasi diese Abnahmepflicht hat ;) Aber der Bürger darf ja eh nur existieren, damit die selbsternannten Eliten nicht arbeiten müssen.

  15. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: gehtDichNichtsAn 18.02.14 - 17:31

    > Mit einer Ausnahme, nämlich der GEZ beim Bürger der quasi diese
    > Abnahmepflicht hat ;) Aber der Bürger darf ja eh nur existieren, damit die
    > selbsternannten Eliten nicht arbeiten müssen.

    GEMA ist das gleiche

  16. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: Trockenobst 18.02.14 - 23:07

    gehtDichNichtsAn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GEMA ist das gleiche

    Zur GEMA sind Künstler gegangen die Vertreten werden wollten. Wenn die Alternative zur GEMA steht, werden die dafür die Leute abmahnen. Da werden einigen Leuten noch die Augen aufgehen. Was auch logisch ist: wenn ich dich Beauftrage meine Rechte wahrzunehmen tust du das auch.

    Was Du meinst: GEMAfreie Musik, wo der Künstler beschlossen hat nicht zur GEMA zu gehen. Die GEMA ist nur ein Angebot, man muss da nicht sein. Die 0.001% die unter die GEMA Vermutung fallen sind halt der Brokkoli auf dem Teller. Den Rest der etwa Commons Musik macht trifft das alles nicht.

  17. Re: die verlage spekulieren, dass google sie nicht ausschließen darf

    Autor: Captain 19.02.14 - 09:12

    gehtDichNichtsAn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das ist die idee:
    >
    > einerseits wird google eine markbeherrschende stellung unterstellt.
    > daher darf google, so die verlage, die seiten nicht ausschließen, da es
    > sonst seine stellung ausnutzt.
    >

    Die Anzeige von Inhalten geschieht von Google aus auf freiwilliger Basis, wenn man für etwas, egal wie gross die Fa. ist, nicht zahlen will, kann man auf etwas verzichten
    Google unterliegt keinem Anzeigezwang...

    > auf der anderen seite soll google für die erzwungene nutzung der snippets
    > bezahlen.

    die werden sich nicht zwingen lassen, siehe oben..
    Zum anderen wurde das meines Wissens schon in Belgien so versucht...

    >
    > das problem der verlage ist: sie haben nach wie vor kein tragfähiges
    > geschäftskonzept für die vermarktung von inhalten. dabei wäre es ein
    > leichtes neue konzepte einzuführen. allein es fehlt die kreativität und der
    > mut.
    >
    > statt in vertriebsstrukturen zu investieren wird das geld lieber für
    > lobby-vertreter und juristen rausgehauen. so kann natürlich nichts
    > dauerhaftes entstehen und die verlage verlieren jegliche glaubwürdigkeit.

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