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Worum es wirklich geht

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  1. Worum es wirklich geht

    Autor: quasides 18.04.19 - 20:27

    in dieser Klage ist PR.
    Mann nöchte unbedingt beweisen das man fähig und Willens ist sofort Rechte einzufordern.
    Die VG Media braucht jetzt dringends möglichst viele Rechteinhaber auf Ihrer Seite sonst wirds sehr schwierig. Es wird mittelfristig auch schwer zu argumentieren werden warum die VG Media für Rechte unbeteiligter verhandelt selbst aber nur 2-3 Verlage in Ihrer Mandantschaft vorweisen kann.

    Glaubt wirklich jemand das die VG Media so dumm ist zu glauben damit durchzukommen?
    Richtlinien die noch nichteinmal Gesetze geworden sind rückwirkend einzufordern ?

    Nein, nichteinmal die Putzfrau bei VG Media glaubt das. Es geht einzig darum Präsenz zu zeigen und Kunden zu gewinnen um sich als alleiniger Rechteinhaber zu positionieren.

    Was ausserdem in all den Artikeln zu VG Media fehlt:
    Es wird zwar immer wieder angegeben das man seine Klicks mittels einer spezifischen Statistik Organisation auswerden lassen muss - was man verschweigt sind deren Konditionen.
    Die sind in jedem Land anders jedoch absolut unleistbar für kleine BEtreiber.

    Selbst kleine Verlage können sich das nicht leisten. Ich weiß in anderen EU Ländern von Kosten die schnell mal bei 7000¤ / Monat nur für die Statistikbox. Dann kommt noch die Prüfgebühr die (mittels wirtschaftsprüfer) auch gerne bei 10k beginnt und je nach größe des Verlages um ein vielfaches höher ausfallen kann. Dazu kommt das der Server Standoprt vorgegeben werden kann und im REgelfall im extrateuren für Medien spezialisiertem liegt (übersetzung nicht besser als sonst wer aber 3-8 mal so teuer dafür geht der chef mit der Tochter eines großen verlages aus)

    Selbst bei sonderkonditionen kann man mit min 30-50k im Jahr Rechnen.
    Das wie gesagt für andere Länder in ähnliches Rechteverhältnis

    Auf jeden Fall hängt an diesen Verwertern ein Tross an weiteren Organisationen die mächtig mitverdienen.
    Der Wahnsinn liegt nun daran das VG Media trotzdem die Rechte kleinerer einklagen darf.
    Das hat nun zur Folge das man entweder voll daran teilnimmt um wenigstens etwas zu bekommen um am ende von den Nebenkosten gefressen zu werden oder defakto seine Rechte pauschal abtritt und ein Trinkgeld erhält.

    Der Rest fließt an Axel Springer.

    Damit hat sich das Thema "Unabhängige Presse" endgültig erledigt

  2. Re: Worum es wirklich geht

    Autor: waldschote 19.04.19 - 16:19

    Was sie zeigen ist Größenwahn, sonst nichts. Über 50% des Umsatz von Google LLC ein zu fordern ist absurd. Ebenso ist es absurd Geld auf Basis von Gesetzen ein zu fordern, welche überhaupt nicht existieren.

    Es ist zudem absurd Geld für Verlage zu verlangen die von dem Verein überhaupt nicht vertreten werden. Denn diese werden von dem Geld keinen einzigen Cent sehen.

    Und was das Thema "Unabhängige Presse" angeht. Um die steht es in ganz Europa sowie so immer schlechter. Gerade in DE gibt es diese praktisch nur noch in einer Minimalausführung, dank Monokultur. Die vereinzelten unabhängigen Verlage, die noch existieren, werden auch in Zukunft von einen der 3 (oder waren es 4?) großen Häusern aufgekauft.

  3. Re: Worum es wirklich geht

    Autor: Trockenobst 19.04.19 - 18:19

    quasides schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Rest fließt an Axel Springer.

    Deswegen interessiert mich in dieser landesspezifischen Umsetzun nur eins: absolute Transparenz, ins Gesetz geschrieben. Der Bürger soll wissen wo die Kohle hingeht.

    Ich sehe aber keinen Weg das irgendwer jemals zahlt und wenn überhaupt nur Bruchteile von diesen Summen. Der Filter wird kommen und jeden Shit der teuren Buden ausfiltern, wie er es jetzt schon macht. Die Leute die jetzt nicht klagen, werden es auch in 2 Jahren nicht machen.

    Warum sollte Google zahlen wenn sie filtern dürfen und sie die beste Software dafür haben damit durchzukommen? Springer und Co. schaffen seit 5 Jahren keinen Clon von Google News, aber sie finden das eine 1000 View Video mit dem sie Milliarden an Lizenzgeld vor Gericht rausholen können? LACHHAFT.

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