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Das ist so gewollt

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  1. Das ist so gewollt

    Autor: specialsymbol 03.03.15 - 15:59

    Das Gesetz wurde im Namen des Volkes erlassen.
    Der Entwurf und die Formulierung des Gesetzes wurde vom Volk bezahlt.
    Die Diskussion wie auch die Abstimmung über das Gesetz wurden ebenfalls vom Volk bezahlt.

    Also muß, als logischer Schluß, das Gesetz vom Volk so gewollt sein.
    Warum sich also jetzt beschweren?

    Die Regierung vertritt den Willen des Volkes. Wir haben sie genau für so etwas gewählt.

  2. Re: Das ist so gewollt

    Autor: nykiel.marek 03.03.15 - 16:07

    Das Volk interessiert sich, leider, für LSR nun mal nicht, also konnte sich der Gesetzgeber austoben ohne mit den Konsequenzen am Wahltag rechnen zu müssen. Daraus abzuleiten, auch wenn es wohl nicht ganz ernst gemeint war, dass das LSR vom Volk gewollt ist halte ich aber für gewagt :)
    LG, MN

  3. Re: Das ist so gewollt

    Autor: SelfEsteem 03.03.15 - 16:10

    specialsymbol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sich also jetzt beschweren?

    Naja, ich denke nicht, dass sich die Waehler jener Parteien jemals darueber beschweren wuerden. ;)

  4. Re: Das ist so gewollt

    Autor: Anonymer Nutzer 03.03.15 - 17:38

    > Das Gesetz wurde im Namen des Volkes erlassen.

    Und all die Dinge die im Namen des Herren verübt werden, sind vom Herrn so gewollt, oder wie?

    Das "Volk" hat hier doch absolut nichts entschieden. Wie kommst Du nur auf diesen Quatsch?

  5. Re: Das ist so gewollt

    Autor: Anonymer Nutzer 03.03.15 - 17:39

    specialsymbol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Gesetz wurde im Namen des Volkes erlassen.
    > Der Entwurf und die Formulierung des Gesetzes wurde vom Volk bezahlt.
    > Die Diskussion wie auch die Abstimmung über das Gesetz wurden ebenfalls vom
    > Volk bezahlt.

    Ah ich verstehe! Das Volk bei "im Namen des Volkes" bedeutet also gar nicht "der Bürger", sondern "die Herrscherklasse"! Im Namen der Herrscher also sozusagen! Wir sind gar kein Volk! Wir sind nur Vieh mit Steuernummer zum melken! :D

  6. Re: Das ist so gewollt

    Autor: SelfEsteem 03.03.15 - 17:51

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das "Volk" hat hier doch absolut nichts entschieden. Wie kommst Du nur auf
    > diesen Quatsch?

    Najaaaa, so unrecht hat er da tatsaechlich nicht.
    Selbstverstaendlich hat "das Volk" hier nicht im Detail fuer dieses Gesetz gestimmt, aber "das Volk" waehlt nunmal Parteien bzw. besser gesagt einen "Parteicharakter". Der zuletzt gewaehlte "Parteicharakter" hat dieses Gesetz vollbracht.

    In einer repräsentativen Demokratie waehlt man nunmal keine Punkte, sondern jemanden, der so denkt wie man selbst, damit er sich ueber einzelne Punkte so entscheidet, wie man es selbst tun wuerde.
    (mehr oder weniger, das ist mir klar)

  7. Re: Das ist so gewollt

    Autor: tingelchen 03.03.15 - 17:52

    > Die Regierung vertritt den Willen des Volkes. Wir haben sie genau für so etwas
    > gewählt.
    >
    Wahlsystem, Koalitionsbildung, Regierungssystem und Minderheitsregierung mal genauer ansehen ;) Dann fallen dir evtl. ein paar Dinge auf. Wie z.B. das es praktisch unerheblich ist was du wählst, oder das du als Bürger keinerlei gesetzlichen Einfluss auf die Regierung hast. Hoffentlich zumindest ;)

  8. Re: Das ist so gewollt

    Autor: Anonymer Nutzer 03.03.15 - 17:58

    Klingt mir alles ein bisschen weit hergeholt :)

    Bürger haften für ihre Politiker, oder wie? :)

  9. Re: Das ist so gewollt

    Autor: SelfEsteem 03.03.15 - 19:09

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klingt mir alles ein bisschen weit hergeholt :)
    >
    > Bürger haften für ihre Politiker, oder wie? :)

    Nun, nicht fuer ihre Politiker, aber natuerlich fuer ihre (Wahl)-Entscheidung.
    Die Richtung einer Partei, die darin vertretenen Einstellungen und Mentalitaeten sind ja kein Geheimnis. Man entscheidet sich als Waehler ja bewusst dafuer (unterstelle ich - wohlwissend, dass viele einfach mal nach Gewohnheit oder kurzfristiger Sypmpathie waehlen).

    Wenn eine Partei gewaehlt wurde, die zu solchen Dingen faehig ist (was, wie gesagt, vorher bekannt ist), dann sollte man sich doch nun wirklich nicht darueber beschweren, dass diese Partei "ihren Trieben folgt".

    //edit: Mir ist noch nach ein paar bloeden Vergleichen:
    Man legt sich ja schliesslich auch keinen Hund zu und beschwert sich dann darueber, dass er gern gefuettert werden mag.

    Oder - des Deutschen Lieblingsvergleich: Man kauft sich auch kein Auto und beschwert sich dann darueber, dass es betankt werden will und dann faehrt, jedoch niemals fliegt ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.03.15 19:13 durch SelfEsteem.

  10. Re: Das ist so gewollt

    Autor: Anonymer Nutzer 03.03.15 - 21:16

    > //edit: Mir ist noch nach ein paar bloeden Vergleichen:
    > Man legt sich ja schliesslich auch keinen Hund zu und beschwert sich dann darueber, dass er gern gefuettert werden mag.

    > Oder - des Deutschen Lieblingsvergleich: Man kauft sich auch kein Auto und beschwert sich dann darueber, dass es betankt werden will und dann faehrt, jedoch niemals fliegt ;)

    Und alle SPD-Wähler sind ... weil sie Edathy mitgewählt haben?

    Deine Beispiele haben das falsche Vorzeichen.

  11. Re: Das ist so gewollt

    Autor: GodsBoss 03.03.15 - 21:21

    > > Das "Volk" hat hier doch absolut nichts entschieden. Wie kommst Du nur
    > auf
    > > diesen Quatsch?
    >
    > Najaaaa, so unrecht hat er da tatsaechlich nicht.
    > Selbstverstaendlich hat "das Volk" hier nicht im Detail fuer dieses Gesetz
    > gestimmt, aber "das Volk" waehlt nunmal Parteien bzw. besser gesagt einen
    > "Parteicharakter". Der zuletzt gewaehlte "Parteicharakter" hat dieses
    > Gesetz vollbracht.

    Hier sehe ich das Problem, dass "das Volk" informierte Entscheidungen treffen müsste, aber das dazu nötige Wissen gar nicht besitzt. Das fängt an damit, welche Themen überhaupt von Relevanz sind und hört damit, welche Fakten es zu einem Thema gibt, noch lange nicht auf.
    Wenn ich alleine daran denke, welche Fehlinformationen man in Diskussionen beim Leistungsschutzrecht immer wieder ausräumen muss, bevor überhaupt eine sachliche Auseinandersetzung möglich wird, drehen sich mir die Fußnägel hoch. Und das sind dann schon Leute, die sich damit auseinandergesetzt haben!

    > In einer repräsentativen Demokratie waehlt man nunmal keine Punkte, sondern
    > jemanden, der so denkt wie man selbst, damit er sich ueber einzelne Punkte
    > so entscheidet, wie man es selbst tun wuerde.
    > (mehr oder weniger, das ist mir klar)

    Auch hier sehe ich ein Problem. In unserer Partei-Demokratie ist, wenn nicht ein Riesenzufall dafür sorgt, dass eine Partei zufällig in jedem Punkt genau das vertritt, was ich möchte, die einzige Möglichkeit, nicht zu wählen, was ich eigentlich nicht will, nicht zu wählen. Wann immer ich eine Partei wähle, wird die sich dank meiner Stimme für Dinge einsetzen, die ich ablehne.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  12. Re: Das ist so gewollt

    Autor: SelfEsteem 03.03.15 - 21:51

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und alle SPD-Wähler sind ... weil sie Edathy mitgewählt haben?

    Seine Triebe folgten jetzt hoffentlich nicht der Parteilinie, also hoffe ich schwer, diese Frage mit "nein" beantworten zu duerfen.
    Vom Fall Sensburg kann man hoffentlich auch nicht darauf schliessen, die CDU stehe dafuer, Pruegel fuer Frauen gutzuheissen und gesetzlich zu verankern.

    Gesetze wie das LSR ziehen sich jedoch durch. Obgleich man vorher nicht speziell dieses eine vorhersehen konnte. Waere jedoch die Frage nach dem LSR vorher gefallen und man muesste bewerten, welche Parteien zu derartigem faehig waeren, so haette man sich glatt Nostradamus nennen koennen. Sowohl CDU/CSU als auch SPD sind und waren von ihrer Gesinnung her zu derartigem faehig und es kam wie es kommen musste.

    Ich verstehe ja durchaus die Abneigung gegen das LSR, die hab ich auch. Ich verstehe auch den Widerstand dagegen durch und durch. Was ich weniger verstehe ist die Ueberraschung. Ebenso das Abstreiten, dass das Volk dafuer gewesen waere. Selbstverstaendlich ist das Volk durch ihr Stimmverhalten "dafuer" gewesen - wenn auch ueber Bande.

    Man kauft bei der Wahl eben nicht ein Gesetz oder einen Programmpunkt, man kauft das Paket. Ich darf doch hoffentlich erwarten, dass ein Mensch sich etwas mit der Partei beschaeftigt, die er da waehlt.

    Ich sehe Leute, die immer wieder das gleiche waehlen und sich dann ueber die gewaehlten Vertreter beschweren. Nach Einstein ist doch da die Definition von Wahnsinn voellig erfuellt.

  13. Re: Das ist so gewollt

    Autor: SelfEsteem 03.03.15 - 21:55

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wann immer ich eine
    > Partei wähle, wird die sich dank meiner Stimme für Dinge einsetzen, die ich
    > ablehne.

    Du kaufst eben ein Gesamtpaket - so funktioniert repraesentative Demokratie nunmal. Mag manchmal etwas uncool sein, insgesamt ist es aber halt dennoch das beste, was wir haben.

    Wenn man Cherry-Picking haben moechte, braucht es entweder direkte, oder liquide Demokratie. Direkte kann nur bis zu einem gewissen Grad funktionieren. Und was die liquide angeht ... nunja ... ich finde die Idee immernoch geil, aber die einzigen, die dies gefordert haben, kriegen es nichtmal intern umgesetzt.

  14. Re: Das ist so gewollt

    Autor: tezmanian 03.03.15 - 22:10

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nun, nicht fuer ihre Politiker, aber natuerlich fuer ihre
    > (Wahl)-Entscheidung.

    Hmm, lass mal überlegen, keine Partei welche ich gewählt habe ist vertreten....

    > Die Richtung einer Partei, die darin vertretenen Einstellungen und
    > Mentalitaeten sind ja kein Geheimnis. Man entscheidet sich als Waehler ja
    > bewusst dafuer (unterstelle ich - wohlwissend, dass viele einfach mal nach
    > Gewohnheit oder kurzfristiger Sypmpathie waehlen).

    Ne, leider nicht zumindest kann ich mir nicht erklären wie die zwei üblichen deppenparteien immer wieder an die Macht kommen.

    > Wenn eine Partei gewaehlt wurde, die zu solchen Dingen faehig ist (was, wie
    > gesagt, vorher bekannt ist), dann sollte man sich doch nun wirklich nicht
    > darueber beschweren, dass diese Partei "ihren Trieben folgt".

    Als jemand der eben keine der regierenden Parteien gewählt hab habe ich aber das Recht dazu.

    > //edit: Mir ist noch nach ein paar bloeden Vergleichen:
    > Man legt sich ja schliesslich auch keinen Hund zu und beschwert sich dann
    > darueber, dass er gern gefuettert werden mag.

    Nö, aber bei dem Hund entscheidet man selbst ob man Ihn will und wann er was zu futtern bekommt. Hier im Bereich der deutschen Politik entscheidet nicht der Bürger ob sein möglicher Vertreter dabei ist und schon mal gar nicht was die dann vorhanden Politiker futtern, geschweige denn abhängig von der Parteilinie abstimmen.

    > Oder - des Deutschen Lieblingsvergleich: Man kauft sich auch kein Auto und
    > beschwert sich dann darueber, dass es betankt werden will und dann faehrt,
    > jedoch niemals fliegt ;)

    Siehe hier drüber...

  15. Re: Das ist so gewollt

    Autor: Anonymer Nutzer 03.03.15 - 22:34

    > Was ich weniger verstehe ist die Ueberraschung. Ebenso das Abstreiten, dass das Volk dafuer gewesen waere. Selbstverstaendlich ist das Volk durch ihr Stimmverhalten "dafuer" gewesen - wenn auch ueber Bande.

    Blöd nur, dass man sich eh nicht drauf verlassen kann, was einem im Wahlkamp versprochen wird.

    Beispiel TTIP: Im Wahlkamp war unser (Erzengel) Gabriel strikt dagegen, jetzt wieder strikt dafür. Die Leute die ihn gewählt haben wollen TTIP nicht, wenn es durch Gabriel's Bemühungen doch noch dazu kommt, dann sind diese Wähler dran mit Schuld?

    Noch ein Beispiel:
    Der Berg an Versprechen die Frau Merkel in den Wahlkämpfen gegeben hatte und nach der Wahl wieder schnell vergaß. Dass sich inzwischen nicht auch der härteste CDU-Wähler verarscht vorkommt, ist mir ein Rätsel. Ist aber ein anderes Thema...

    Die Richtung die das Volk "wählt" kann sich nach Wahlkämpfen leider um 180 Grad wenden.

  16. Re: Das ist so gewollt

    Autor: SelfEsteem 03.03.15 - 22:50

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blöd nur, dass man sich eh nicht drauf verlassen kann, was einem im
    > Wahlkamp versprochen wird.
    >
    > Beispiel TTIP: Im Wahlkamp war unser (Erzengel) Gabriel strikt dagegen,
    > jetzt wieder strikt dafür. Die Leute die ihn gewählt haben wollen TTIP
    > nicht, wenn es durch Gabriel's Bemühungen doch noch dazu kommt, dann sind
    > diese Wähler dran mit Schuld?
    >
    > Noch ein Beispiel:
    > Der Berg an Versprechen die Frau Merkel in den Wahlkämpfen gegeben hatte
    > und nach der Wahl wieder schnell vergaß. Dass sich inzwischen nicht auch
    > der härteste CDU-Wähler verarscht vorkommt, ist mir ein Rätsel. Ist aber
    > ein anderes Thema...
    >
    > Die Richtung die das Volk "wählt" kann sich nach Wahlkämpfen leider um 180
    > Grad wenden.

    Ich glaub wir reden etwas aneinander vorbei. Wenn ich davon rede, sich mit einer Partei zu beschaeftigen, meine ich schon mehr als sich kurz vor der Wahl eine Din-A4-Seite mit Wahlversprechen anzusehen.
    Sowohl das Verhalten der CDU als auch das der SPD sind heute genauso wie sie es vor 4 Jahren, vor 8 Jahren und vor 12 Jahren waren.

    Vielleicht war der Begriff "Parteilinie" von mir ungluecklich gewaehlt. Ich meine das tatsaechliche Verhalten der gesamten Partei ueber Einzelpersonen hinweg. Klar ist es schwer, jeder Bundestagsdebatte zu folgen, kriegt man zeitlich schwer hin. sieht man sich aber mal z.B. auf Abgeordnetenwatch um, ergibt sich ueber Jahre hinweg ein Bild.

    Natuerlich versuchen alle Parteien kurz vor den Wahlen auch nochmal Sympathiepunkte zu sammeln und geben teils irrwitzige Wahlversprechen ab. Aber macht es da nicht etwas Sinn, sich dank dieses wundersamen Internets die Umsetzungsquote Wahlversprechen der vorherigen Periode anzusehen?

    Ich finde es bei Fliegen teilweise witzig zu sehen, wie sie 20 mal hintereinander gegen die selbe Scheibe fliegen und immer wieder reicht das Hirn (dort jedoch biologisch bedingt) nicht aus um zu registrieren, dass da eine verdammte Scheibe ist. Menschen waehlen 20 mal hintereinander die selben Parteien, beschweren sich 20 mal hintereinander darueber, dass die Wahlversprechen gebrochen wurden und anstatt mal fuer 10 Minuten insich zu gehen und kurz zu ueberlegen, sitzen wir da und amuesieren uns koestlich ueber die Fliege, die 20 Mal hintereinander mit der Fresse gegen die Scheibe knallt.

  17. Re: Das ist so gewollt

    Autor: SelfEsteem 03.03.15 - 23:02

    tezmanian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hmm, lass mal überlegen, keine Partei welche ich gewählt habe ist
    > vertreten....

    Ist bei mir genauso - insbesondere die CDU/CSU wuerde ich nichtmal waehlen, wenn mir jemand eine Waffe an die Schlaefe haelt.
    Ich mag jedoch den demokratischen Grundgedanken zu sehr als dass ich ein Problem damit haben koennte, ueberstimmt worden zu sein.

    Dann wiederum sind wir beide Einzelpersonen, die im Gegensatz zu ein paar Pegidas nicht von sich behaupten "ich bin das Volk" ;)

    > Ne, leider nicht zumindest kann ich mir nicht erklären wie die zwei
    > üblichen deppenparteien immer wieder an die Macht kommen.
    Siehe den Text in klammern.
    Entweder ich unterstelle, dass die Menschen diese Parteien bewusst und bei voelligem Besitz ihrer geistigen Kraefte waehlen und damit auch diese Punkte unterstuetzen, oder ich unterstelle, dass die Waehler totale Vollidioten sind. Letzteres hoert wohl niemand gern.
    Ausserdem wuerde uns letzteres zwangslaeufig zu der Frage fuehren, ob Vollidioten waehlen duerfen sollten. Ueber soetwas will man sich imho nicht unterhalten.


    > Als jemand der eben keine der regierenden Parteien gewählt hab habe ich
    > aber das Recht dazu.

    Als Person, klar. Aber die Behauptung, dass das Volk nicht dahintersteht, ist dennoch falsch, denn irgendeinen Grund wird es fuer die Wahl eben dieser Parteien, die genau dazu faehig sind, ja hoffentlich gegeben haben.
    Ansonsten waeren wir wieder bei der Unterstellung, dass der Waehler ein Vollidiot ist, aber mit der Unterstellung kommen wir nicht weit.

  18. Bin ich die einzige die den Fall Edathy krank findet?

    Autor: Anonymer Nutzer 04.03.15 - 01:05

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und alle SPD-Wähler sind ... weil sie Edathy mitgewählt haben?
    >
    > Deine Beispiele haben das falsche Vorzeichen.

    Das mit Edathy war sowieso total der Hohn...
    Erst macht man im Eilverfahren die Bilder, die im Grunde KEINE Pornografie waren sondern einfach nur ganz gewöhnliche Bilder ohne Bekleidung zum Straftatbestand (indem man einfach mal das Gesetz massiv überzogen überarbeitet ohne vernünftig darüber nachzudenken was man da tut und wie weitreichend diese Änderung ist) und dann klagt man ihn wegen KiPo an, was gar nix mit Pornografie zu tun hat O.o

    Ich will nicht verteidigen, daß er wohl komische Neigungen hat, aber daß man Nacktfotos als Pornografie hinstellt und einfach mal fix Gesetze verschärft, damit man das auch so auslegen und ihn Verurteilen kann, das find ich dann doch ein wenig lächerlich...

    Es WAR gar kein Straftatbestand, aber man hat einfach nachträglich flink einen draus gemacht und DANN hat man ihn verurteilt, für etwas, das zu dem Zeitpunkt wo er sich das beschaffte noch gar kein Straftatbestand war! o.o

    Das wäre, als wenn ich etwas das du heute machst MORGEN unter Strafe stelle und dich übermorgen für das verurteile. Obwohl du gar nichts dafür kannst, weil zu dem Zeitpunkt also heute ja dies noch gar nicht strafbar ist. Aber trotzdem haftest du dann RÜCKWIRKEND für Gesetzänderungen von MORGEN für vergehen von VOR der Änderung! XDDD

    Bin ich die einzige die das krank findet?

  19. Re: Das ist so gewollt

    Autor: Mett 04.03.15 - 09:24

    specialsymbol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Regierung vertritt den Willen des Volkes. Wir haben sie genau für so
    > etwas gewählt.

    Nichts für ungut, aber die Regierung setzt die Gesetzte um, die das Parlament als Volksvertretung beschlossen hat. Wir haben das Parlament gewählt, nicht die Regierung. Die Regierung wird bei uns vom Parlament gewählt, genauer gesagt, der Regierungschef. Auf die Zusammensetzung der Regierung hat das Parlament dann keinen Einfluss mehr.

    Du wirst jetzt einwenden, dass ja das Parlament nur das macht, was die Regierung will. Das stimmt. Trotzdem hat das Parlament die Verantwortung für Murks. Denn formell muss es die schwachsinnigen Anträge der Regierung nicht umsetzen. Dass das passiert liegt an einem kaputten Verständnis von Parlamentarismus und Demokratie im Allgemeinen.

  20. Re: Das ist so gewollt

    Autor: tezmanian 04.03.15 - 09:58

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist bei mir genauso - insbesondere die CDU/CSU wuerde ich nichtmal waehlen,
    > wenn mir jemand eine Waffe an die Schlaefe haelt.
    > Ich mag jedoch den demokratischen Grundgedanken zu sehr als dass ich ein
    > Problem damit haben koennte, ueberstimmt worden zu sein.

    Ich bin sofort für Demokratie, aber für eine echte wie in der Schweiz. Das hier halte ich für mehr schein als sein. Wieso? Egal wer an die Macht gekommen ist seid ich wählen darf, es hat sich nur eines geändert, die Gesichter aber nie die Politik. Egal was versprochen wurde vor den Wahlen bis auf ein paar wenige Leckerli werden sobald man an der Macht ist vergessen und ignoriert.

    > Dann wiederum sind wir beide Einzelpersonen, die im Gegensatz zu ein paar
    > Pegidas nicht von sich behaupten "ich bin das Volk" ;)

    Das mag sein, ich gehe allerdings auch auf die Straße zumindest sofern es mir möglich ist, das heißt, wenn passende Veranstaltungen in Reichweite sind.

    > Entweder ich unterstelle, dass die Menschen diese Parteien bewusst und bei
    > voelligem Besitz ihrer geistigen Kraefte waehlen und damit auch diese
    > Punkte unterstuetzen, oder ich unterstelle, dass die Waehler totale
    > Vollidioten sind. Letzteres hoert wohl niemand gern.

    Naja, ich unterstelle den Medien, gerade unseren ÖR Medien welche auch die Hauptwählerschaft der etablierten Parteien unterhalten, das diese entsprechend manipulierend auf eben diese einwirken.

    > Ausserdem wuerde uns letzteres zwangslaeufig zu der Frage fuehren, ob
    > Vollidioten waehlen duerfen sollten. Ueber soetwas will man sich imho nicht
    > unterhalten.

    Naja, klar dürfen Sie wählen. Aber anders gesagt ich finde es ein Unding das die Leute die wählen meist gar nicht wirklich das Parteiprogramm kennen., bzw. nur ein paar wenige Punkte, welche groß aufgebauscht werden. Und zum Thema LSR, die Leute haben nur gehört das es gegen Google ist und da gerade in der älteren Generation Google immer als Böse assoziiert wird waren viele dafür. Das aber Google die Macht hat da ausgenommen zu werden und es dann nur kleine Anbieter trifft wurde bewusst ignoriert, weil es war ja gegen Google gerichtet.

    Ich finde es herrlich wenn Leute sagen, ne Google, damit will ich nix zu tun haben, nutzen dann aber Whatsapp, Bing und Co. Kommen mit Kommentaren, ja dann soll die NSA doch lesen was ich schreibe... Ne die haben trotz mehrfachem erklären einfach nicht verstanden worum es wirklich geht, was die schreiben interessiert in der Regel gar nicht, eher die Metadaten.

    > Als Person, klar. Aber die Behauptung, dass das Volk nicht dahintersteht,
    > ist dennoch falsch, denn irgendeinen Grund wird es fuer die Wahl eben
    > dieser Parteien, die genau dazu faehig sind, ja hoffentlich gegeben haben.
    > Ansonsten waeren wir wieder bei der Unterstellung, dass der Waehler ein
    > Vollidiot ist, aber mit der Unterstellung kommen wir nicht weit.

    Nein, die Wähler werden bewusst getäuscht nicht mehr nicht weniger.

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