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Schüler brauchen keine Laptops!

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  1. Schüler brauchen keine Laptops!

    Autor: Dadie 20.01.12 - 21:57

    Schüler brauchen keine Laptops und Tablets, was Schüler brauchen sind gute Lehrer, ein besseres Schulsystem und eine aussichtsreichere Zukunft. Was Schüler brauchen sind Förderungen und Hilfestellungen und nicht irgendwelche elektronischen Spielzeuge.

    Man missverstehe mich nicht, es gibt durchaus Unterrichtstunden oder Fächer die von einem Laptop profitieren können. Letztlich ist aber der Laptop nur ein Werkzeug um den Kindern etwas beizubringen. Es ist sinnlos einfach überall Elektronik in den Unterricht zu drücken. Faust wird nicht besser wenn man ihn auf einem Tablet ließt. Die Erde wird nicht runder wenn man sie auf Google-Maps anschaut.

    Der Schrei nach "Tablets" und "Notebooks" ist ein sinnloser Schrei. Ich schreie nach mehr Geld für Lehrer! Ich würde gerne ein Lehramt-Studium beginnen aber nicht zu den aktuellen Verhältnissen. Als männlicher Lehrer muss man doch nur darauf warten von einer Schülerin der Sexuellenbelästigung bezichtigt zu werden. 10 Semester oder mehr kostet das Studium. Am Ende steht man (zumindest ich) dann mit ~30-40k¤ in der Kreide. Und darf dann für ~2,8k Brutto anfangen zu arbeiten. Tut mir Leid, solange ich als Lehrer Angst haben muss wegen einer falschen Unterstellung meine Existenz zu verlieren werde ich weiterhin nur normal studieren.

    Ich bin im übrigen auch weiterhin für Bücher in Papierform. Es ist schwer gedruckte Bücher zu ändern aber so leicht ein eBook auf einem Tablet abzuändern ohne dass es der Schüler bemerkt. Es ist leicht ein Buch vor einem totalitären Staat oder vor einer absurden Reform zu retten. Es ist aber sehr schwer ein eBook (im schlimmsten Fall noch mit DRM) von einem Tablet zu sichern.

    Zu guter Letzt ist Bildung eine Sache der Länder. Die Forderung also über den Bund Laptops und Tablets an die Schüler zu verteilen ist absurd. Fragt doch mal bitte die Lehrer was sie wollen. Fragt doch einmal die Schüler was sie wollen und warum sie es wollen. Ich hätte gerne kleinere Klassen gehabt. Ich hätte gerne kompetentere Lehrer gehabt. Ich hätte mich gefreut eine andere Fremdsprache als Spanisch wählen zu können. Mehr Förderung, mehr Hilfe.

    Meine Lehrer hatte quasi von "Oben" die Aufgabe möglichst viele Schüler durchzuwinken. Es ging nicht darum den Schülern etwas beizubringen sondern irgendwie die Schüler in das nächste Jahr zu schieben um noch unter 35 Schüler pro Klasse zu bleiben. Ein Schulsystem wie das unsere in NRW das nicht auf "Lehre die Schüler, mehre ihr Wissen" basiert sondern auf "Bring die Schüler durch das System" ist ein absurdes Schulsystem das abgeschafft und reformiert gehört!

    tl;dr
    Unseren Schulen fehlen keine Laptops sondern Lehrer und Geld für Lehrmittel!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.12 22:00 durch Dadie.

  2. Re: Schüler brauchen keine Laptops!

    Autor: dawiddi 20.01.12 - 23:59

    Ich stimme dir zu, dass hauptsächlich am Bildungssystem etwas geändert werden muss, doch das fängt ganz bestimmt nicht damit an, den Lehrern mehr Geld in den hintern zu pumpen. 2/3 aller Lehrer heutzutage machen doch gar nichts mehr. Die lassen sich dreisterweise schon teilweise auf dem Weg ins Klassenzimmer den Unterricht einfallen und/oder arbeiten monoton das Lehrbuch Lektion für Lektion, Seite für Seite ab. Ich möchte damit aber natürlich nicht alle über einen Kamm scheren, doch ist mir das in meinen 13 Jahren Schule leider immer wieder aufgefallen.
    Meiner Meinung nach sollte man den Lehrern allen (den 2/3) mal ordentlich in den Arsch treten. Wie sollen Schüler bitte sehr Engagement und Lust auf Bildung zeigen, wenn das perfekte Gegenteil vor ihnen sitzt - ein fauler, planloser und von nichts ne Ahnung habender Lehrer.
    Auch der Ansatz, wieder Millionen von Schulden aufkommen zu lassen, nur damit jeder noch so blöde Schüler ein iPad in die Hände bekommt, finde ich vollkommen schwachsinnig. Vor allen Dingen - Wer soll ihnen den gepflegten Umgang mit den Dingern beibringen? Die Lehrer, Pah, die wissen doch nicht einmal, was ein Smartphone ist.
    Ich hatte in meiner Schulzeit mal zu diesem Thema einige Situationen, die mir immer wieder zeigten, wie unfähig manche Lehrer sind.
    Eine davon war so, dass vor einem Vortrag anderer Schüler (PowerPoint + Beamer) die Schüler ca. eine halbe Stunde damit verbracht haben, den Beamer irgendwie zum laufen zu bekommen. Auch der Lehrer wusste keinen Rat, hat 2 weitere Beamer angeschleppt, keiner wusste wie das gehen soll. Damals bot ich meine Hilfe mehrmals an, doch diese wurde von meinem Lehrer vorerst abgelehnt. Nach einer halben Stunde dann, durfte ich dann ran - Und was war?
    Ich habe die FN-Taste und diese Bildschirmtaste, die bei Notebooks fast immer ist, gedrückt, habe mich umgedreht, bin weg gegangen und eine halbe sekunde hat die komplette Klasse gelacht, weil es funktioniert hat.
    Ich finde, ein solches Basiswissen sollte bei jedem Lehrer vorhanden sein.
    Bevor in Deutschland Schülern und Lehrern Tablets oder Laptops zur Verfügung gestellt werden können, wird noch eine lange Zeit vergehen. Die hälfte aller jungen Menschen heutzutage kann doch auch nicht mit Computern umgehen. Das einzige, was jeder noch so dumme hinkriegt, ist das Spielen. Ballerspiele kann jeder spielen, aber eine gescheite Powerpoint-Präsentation oder ein vernünftig strukturierter Text mit Word, das geht nicht. Und warum nicht? Weil's ihnen keiner beibringt!

    Das war jetzt meine Meinung - Ich komme aus Schleswig Holstein, würde mich sehr freuen, wenn es in anderen Bundesländern nicht so zugeht !

    Lg

  3. Re: Schüler brauchen keine Laptops!

    Autor: d2kx 21.01.12 - 00:01

    Ich habe 2010 mein Abitur gemacht, bin also noch nicht lange aus der Schule. Die Bücher, die wir in der Schule hatten waren _komplett_ nutzlos. Doch halt! Das wäre zu positiv ausgedrückt. Denn sie waren nicht nur nutzlos, sondern dank der Vielzahl, die man stets mit sich rumschleppen musste auch eine Belastung für den Rücken. Es wird ja gerne mal scherzhaft erwähnt, allerdings ist meine Erfahrung, dass dies der Realität entspricht: Google + Wikipedia = gutes Abitur. Und das meine ich nicht negativ! Man findet schnell gutes Material, und ein hingerotzter Wikipedia Artikel ist besser als die Steinzeit-Bücher, die wir und viele andere Schulen hatten. Gerade in Problemfächern für die Meisten, wie etwa Mathe, war der Unterricht reine Zeitverschwendung. Richtig gelernt wird z.B. hier: http://www.youtube.com/user/JoernLoviscach

    Schon zu meiner Zeit haben die ersten ihre Hausaufgaben nur noch auf dem PC/Notebook geschrieben und ausgedruckt mitgenommen. Wenn ich heute nochmal zur Schule gehen würde, würde ich es schon so handhaben, wie es irgendwann eh Standard ist: Hausaufgaben auf dem PC/Notebook schreiben und Tablet mitnehmen. Jetzt muss nur noch das Schulmaterial aus dem 2. Weltkrieg hin ins 21. Jahrhundert gehoben werden. Apple hat diese Woche gezeigt, wohin die Reise gehen sollte (natürlich dann später ohne DRM usw.).

  4. Re: Schüler brauchen keine Laptops!

    Autor: Sniffles 21.01.12 - 00:07

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schüler brauchen keine Laptops und Tablets, was Schüler brauchen sind gute
    > Lehrer, ein besseres Schulsystem und eine aussichtsreichere Zukunft. Was
    > Schüler brauchen sind Förderungen und Hilfestellungen und nicht
    > irgendwelche elektronischen Spielzeuge.
    >
    > Man missverstehe mich nicht, es gibt durchaus Unterrichtstunden oder Fächer
    > die von einem Laptop profitieren können. Letztlich ist aber der Laptop nur
    > ein Werkzeug um den Kindern etwas beizubringen. Es ist sinnlos einfach
    > überall Elektronik in den Unterricht zu drücken. Faust wird nicht besser
    > wenn man ihn auf einem Tablet ließt. Die Erde wird nicht runder wenn man
    > sie auf Google-Maps anschaut.
    >
    > Der Schrei nach "Tablets" und "Notebooks" ist ein sinnloser Schrei. Ich
    > schreie nach mehr Geld für Lehrer!

    Jep, soweit stimme ich zu.

    > Ich würde gerne ein Lehramt-Studium
    > beginnen aber nicht zu den aktuellen Verhältnissen. Als männlicher Lehrer
    > muss man doch nur darauf warten von einer Schülerin der
    > Sexuellenbelästigung bezichtigt zu werden.

    Na ja, das halte ich für stark übertrieben. Vor 10 Jahren, als ich noch zur Schule ging, hatte ich einen Lehrer, der hübschen Schülerinnen gerne mal unaufgefordert die Schultern während des Unterrichts massiert hat, ohne das dies jemals Konsequenzen gehabt hat. Was will man mehr? :)

    Aber klar, du schreibst so etwas vermutlich, weil du gegenteilige Fälle kennst.
    Die interessante Frage ist, ob man in anderen Berufen nicht genauso leicht der sexuellen Belästigung beschuldigt werden kann.

    > 10 Semester oder mehr kostet das
    > Studium. Am Ende steht man (zumindest ich) dann mit ~30-40k¤ in der Kreide.

    Das ist bei so ziemlich jedem Studium so und bei speziellen Ausbildungen (Pilot) noch viel drastischer. Aber BAföG existiert und ist meiner Meinung nach ne faire Sache, da man (so weit ich weiß) nur die Hälfte des Geldes zurückzahlen muss.

    > Und darf dann für ~2,8k Brutto anfangen zu arbeiten.

    Davon kann man gut leben (und das Gehalt steigt ja auch noch). Wenn man dann noch verbeamtet wird, ist man eigentlich fein abgesichert. Dazu hat man recht viel Urlaub (den man allerdings immer in den Schulferien nehmen muss).
    Ich finde da kann man nicht klagen, solange man an dem Beruf Spaß hat und dem Psychoterror der Kinder gewachsen ist.

    Ein anderer großer Nachteil haben Lehrer jedoch meiner Meinung nach dadurch, dass Bildung Ländersache ist. So wird ein in NRW ausgebildeter Lehrer wohl kaum einen Job außerhalb von NRW finden. Das ist absolut nicht zeitgemäß. Stell dir vor, dein Partner/Partnerin bekommt einen tollen Job bei Siemens/Bosch/SAP. Dann muss man ihm/ihr erklären, dass man nicht mitkommen kann, da man als Lehrer dort keinen Job bekommen kann. In dieser Hinsicht fehlen bundesweite Standards.

    > Tut mir Leid, solange
    > ich als Lehrer Angst haben muss wegen einer falschen Unterstellung meine
    > Existenz zu verlieren werde ich weiterhin nur normal studieren.
    >
    > Ich bin im übrigen auch weiterhin für Bücher in Papierform. Es ist schwer
    > gedruckte Bücher zu ändern aber so leicht ein eBook auf einem Tablet
    > abzuändern ohne dass es der Schüler bemerkt. Es ist leicht ein Buch vor
    > einem totalitären Staat oder vor einer absurden Reform zu retten. Es ist
    > aber sehr schwer ein eBook (im schlimmsten Fall noch mit DRM) von einem
    > Tablet zu sichern.

    Das klingt etwas paranoid. Und ganz ehrlich: Wenn "der Staat" Schulbücher zensieren will, bekommt er das auch hin. Das dauert nur länger, weil dann ein paar Jahre gewartet werden muss, bis mal wieder neue Bücher angeschafft werden.
    Vielleicht ist es sogar so, dass auch etwas Ideologie mit in die Schulbücher einfließt. Ich hatte aber immer den Eindruck, dass das Problem eher die ideologische Verblendung mancher Lehrer war (und ist).

    > Zu guter Letzt ist Bildung eine Sache der Länder. Die Forderung also über
    > den Bund Laptops und Tablets an die Schüler zu verteilen ist absurd. Fragt
    > doch mal bitte die Lehrer was sie wollen. Fragt doch einmal die Schüler was
    > sie wollen und warum sie es wollen. Ich hätte gerne kleinere Klassen
    > gehabt. Ich hätte gerne kompetentere Lehrer gehabt. Ich hätte mich gefreut
    > eine andere Fremdsprache als Spanisch wählen zu können. Mehr Förderung,
    > mehr Hilfe.
    >
    > Meine Lehrer hatte quasi von "Oben" die Aufgabe möglichst viele Schüler
    > durchzuwinken. Es ging nicht darum den Schülern etwas beizubringen sondern
    > irgendwie die Schüler in das nächste Jahr zu schieben um noch unter 35
    > Schüler pro Klasse zu bleiben. Ein Schulsystem wie das unsere in NRW das
    > nicht auf "Lehre die Schüler, mehre ihr Wissen" basiert sondern auf "Bring
    > die Schüler durch das System" ist ein absurdes Schulsystem das abgeschafft
    > und reformiert gehört!
    >
    > tl;dr
    > Unseren Schulen fehlen keine Laptops sondern Lehrer und Geld für
    > Lehrmittel!

    Den letzten drei Abschnitten stimme ich wiederum voll und ganz zu.

    (Ich bin übrigens kein Lehrer, werde als Doktorand aber so ähnlich bezahlt wie ein Lehrer.)

  5. Re: Schüler brauchen keine Laptops!

    Autor: dawiddi 21.01.12 - 00:14

    d2kx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe 2010 mein Abitur gemacht, bin also noch nicht lange aus der
    > Schule. Die Bücher, die wir in der Schule hatten waren _komplett_ nutzlos.
    > Doch halt! Das wäre zu positiv ausgedrückt. Denn sie waren nicht nur
    > nutzlos, sondern dank der Vielzahl, die man stets mit sich rumschleppen
    > musste auch eine Belastung für den Rücken. Es wird ja gerne mal scherzhaft
    > erwähnt, allerdings ist meine Erfahrung, dass dies der Realität entspricht:
    > Google + Wikipedia = gutes Abitur. Und das meine ich nicht negativ! Man
    > findet schnell gutes Material, und ein hingerotzter Wikipedia Artikel ist
    > besser als die Steinzeit-Bücher, die wir und viele andere Schulen hatten.
    > Gerade in Problemfächern für die Meisten, wie etwa Mathe, war der
    > Unterricht reine Zeitverschwendung. Richtig gelernt wird z.B. hier:
    > www.youtube.com
    >
    > Schon zu meiner Zeit haben die ersten ihre Hausaufgaben nur noch auf dem
    > PC/Notebook geschrieben und ausgedruckt mitgenommen. Wenn ich heute nochmal
    > zur Schule gehen würde, würde ich es schon so handhaben, wie es irgendwann
    > eh Standard ist: Hausaufgaben auf dem PC/Notebook schreiben und Tablet
    > mitnehmen. Jetzt muss nur noch das Schulmaterial aus dem 2. Weltkrieg hin
    > ins 21. Jahrhundert gehoben werden. Apple hat diese Woche gezeigt, wohin
    > die Reise gehen sollte (natürlich dann später ohne DRM usw.).

    Ein durchaus richtige Aussage. Ich habe mein Abitur letztes Jahr gemacht und habe in etwas das richtige durchlebt. Diese Steinzeitbücher wären doch aber gar nicht schlimm, wenn da irgendwer was mit anzufangen wüsste.
    Ich finde nicht, dass man das Alles digitalisieren muss. Klar, Apple Ansatz ist durchaus verwertbar, doch ist das Bildungssystem in den USA doch weitaus besser als in Deutschland. Wir hier brauchen Lehrer, die verstehen was sie machen. Heutzutage kann doch jeder Idiot mit nem schlechten Abi auf Lehramt studieren. Und diese teilweise Vollpfosten sollen dann anderen Schülern etwas beibringen. Zu Zeiten unserer Eltern waren Lehrer die Besten ihrer Jahrgängen, heutzutage sind es teilweise die Schlechtesten.
    Ein Bekannte von mir ist bei uns im IQSH tätig. Sie betreut junge Studenten, die auf Lehramt studieren. Dort sind immer wieder Fälle über die blödesten Leute. Die hat mir einmal das Portfolio einer ihrer Studenten gezeigt und ich war echt baff. Diese Person hat keinen einzigen vernünftigen deutschen Satz auf die Reihe bekommen. Das Schlimmste aber ist, dass dieser Mensch Lehrer werden kann. Man kann selbst mit einer noch so schlechten Prüfung nicht durchfallen. Da kann auch meine Bekannte nichts machen. Die kann ihn schlicht nicht rauswerfen sondern nur probieren, ihn dazu zu bewegen, dass er von alleine aufgibt.

    Ich finde DAS ist das Problem, nicht dass irgendwelche veraltetetn Bücher vorhanden sind. Früher sind die Kinder morgens mit genauso vielen büchern teilweise 10km zur Schule hin udn 10km wieder zurück gegangen. Damals gabs noch nichts solche Busse wie heute. Und der Großteil dieser Menschen lebt auch noch und leidet nicht an ständigen Bandscheibenvorfällenm oder anderen Rückenbeschwerden.
    Ich will damit nur sagen, dass der Knackpunkt ganz sicher bei den Lehrern liegt. Solange die Schüler keine Vorbilder mehr vor Augen kriegen sondern alte schlaffe Säcke, kann das nichts werden.
    Guckt euch die teilweise Jugend von heute an. Das liegt teilweise an den Menschen selber, aber wenn ein Schüler in der Schule absackt, bekommt er von der Lehrern Ärger, aber Vorschläge, das zu bekämpfen, nicht.

    Gute Nacht.

  6. Re: Schüler brauchen keine Laptops!

    Autor: Dadie 21.01.12 - 01:03

    d2kx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe 2010 mein Abitur gemacht, bin also noch nicht lange aus der
    > Schule. Die Bücher, die wir in der Schule hatten waren _komplett_ nutzlos.
    > Doch halt! Das wäre zu positiv ausgedrückt. Denn sie waren nicht nur
    > nutzlos, sondern dank der Vielzahl, die man stets mit sich rumschleppen
    > musste auch eine Belastung für den Rücken.

    Bücher die ich für mein Abitur mit mir Herumschleppen musste:

    12 Klasse (2010) :
    - Formelsammlung Analysis (32 Seiten A5)
    - I, Robot (für Englisch)
    - WL Buch (~70 Seiten A4)
    - Spanisch Buch ( ~200 Seiten A4 )

    13 Klasse (2011) :
    - Formelsammlung Analysis (32 Seiten A5)
    - Formelsammlung Lineare Algebra (29 Seiten A5)
    - Faust (für Deutsch)
    - Fahrenheit 451 (für Englisch)
    - Spanisch Buch ( ~200 Seiten A4 )

    Könnte mich nicht daran erinnern mich jemals überhoben zu haben. Vielleicht ist das Abitur hier in NRW auch einfach "leichter"? Vielleicht hatte ich mit der Schule einfach Glück? Gut wir hatten Physikbücher aber die wurden in der Schule gelagert.

    Selbst wenn ich zurück denke, wirklich schwer waren meine Taschen nie. Meine Tasche wurde erst dann schwer als ich anfing jeden Tag jedes Buch mitzuschleppen ganz egal ob ich das Fach an dem Tag hatte oder nicht.

  7. Re: Schüler brauchen keine Laptops!

    Autor: ursfoum14 21.01.12 - 01:06

    recht hast du und trotzdem lacht man darüber.

    In Regierungskreisen. Denn dafür ist einfach kein Geld.

    Die Folgen spühren wir schon heute.

    Es brauch nur ein Klassenleiter in der 5 und 6 zu versagen.

    Und schon ist die Gymnasium-Schulklasse bis zur 12/13 deutlich dezimiert und aus keinen von ihnen wird etwas mehr als ein harz 4 fall

    Und sowas passiert leider zu oft schon :-((((

  8. Re: Schüler brauchen keine Laptops!

    Autor: hschu 21.01.12 - 12:14

    dawiddi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meiner Meinung nach sollte man den Lehrern allen (den 2/3) mal ordentlich
    > in den Arsch treten. Wie sollen Schüler bitte sehr Engagement und Lust auf
    > Bildung zeigen, wenn das perfekte Gegenteil vor ihnen sitzt - ein fauler,
    > planloser und von nichts ne Ahnung habender Lehrer.
    Und genau deswegen werden wir in Bayern und BW niemals zulassen, dass das Thema Bildung in den Kompetenzbereich des Bundes fällt! Der wirkliche Grund dafür, dass die Berliner Journaille dauernd gegen den Föderalismus schreibt, ist doch, dass sie gerne ganz Deutschland zu einem mittelmäßigem Ort wie Berlin machen wollen.

    Meine Lehrer am Gymnasium hatten fast alle Ahnung von ihren 2 Fächern. Die einzige große Ausnahme war ein Sport- und Erdkunde-Lehrer. Der ist nur wegen dem Beamtenstatus Lehrer geworden. Sein Sportunterricht bestand aus "Wollt ihr Fußball spielen?" und er hatte er immer noch nichts von exponentiellem Bevölkerungswachstum gehört.

    > Auch der Ansatz, wieder Millionen von Schulden aufkommen zu lassen, nur
    > damit jeder noch so blöde Schüler ein iPad in die Hände bekommt, finde ich
    > vollkommen schwachsinnig. Vor allen Dingen - Wer soll ihnen den gepflegten
    > Umgang mit den Dingern beibringen? Die Lehrer, Pah, die wissen doch nicht
    > einmal, was ein Smartphone ist.
    Ja müssen sie doch auch nicht. Spricht der Sprachen-Lehrer deswegen besser seine Sprache? Wird die Gedichtinterpretation besser mit Technikeinsatz? Ich glaube auch nicht, dass die Kinder besser Physik lernen, wenn sie simulierte Experimente auf dem iPad gezeigt bekommen. Das ist m.E. ein Versuch von Apple, einen neuen großen Markt zu erschließen. Das wäre am Ende nicht besser als die bestehende Schulbuchmafia.

    Es geht hier auch um eine Grundproblem in der Pädagogik: Pädagogen neigen dazu, alle paar Jahre eine neue Sau durchs Dorf zu jagen. Alle paar Jahre wird die Lernschrift in der Grundschule geändert, Rechenregeln didaktisch "verbessert", auf Eigenarbeit gesetzt, doch wieder festgestellt, dass Frontalunterricht funktionieren kann, usw. Das ist letztlich alles Ideologie.
    Meiner Meinung nach soll ein Lehrer es so machen, wie er es am besten kann. Und wenn das ohne Buch und Elektronik ist, ist es auch OK. Mein alter Physiklehrer hat das offizielle Schulbuch in meinen 2 Jahren kein einziges Mal angerührt und gerne die alten Drehspulinstrumente benutzt, die die anderen Lehrer anscheinend nicht mehr haben wollten. Ich fand ihn sehr effektiv. Ein Mathelehrer hat dagegen gerne Zeit mit seinem Computeralgebrasystem verschwendet, ohne dass man dabei etwas gelernt hätte.

  9. Powerpoint, Word? Libreoffice, Linux!

    Autor: monkman2112 22.01.12 - 09:31

    Niemals dürfen solche Kenntnisse an Schulen vermittelt werden. Die Privatwirtschaft hat sich da rauszuhalten.

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