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Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar.

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  1. Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar.

    Autor: 1st1 01.03.17 - 13:32

    Chaos-IT statt funktionierender Software

    Unter dieser Überschrift wird geschrieben, dass fachspezifische Software extra von externen Anbietern für das Münchener Linux nicht von anderen Firmen weiter gepflegt werden kann. Wer sagt denn, dass unter einem Open-Source-Betriebssystem nur Open-Source-Fachanwendungen laufen müssen? Kann solche Software nicht auch Closed-Source sein? Das Systemhaus, welches das mal entwickelt hat, will ja auch was verdienen!

    Standardsoftware, wo es keine Standards gibt

    Also zumindestens Microsoft Office ist so ein Standard. Ja, es gibt Open/Libre-Office als OpenSource-Software, welche die meisten MS-Office Formate öffnen kann. Aber estens eben nicht alles und zweitens ist der Import der Dateien öfters nicht fehlerfrei, Formatierungen werden falsch umgesetzt, Macros sofern man die braucht funktionieren nicht, usw. Beim Austausch dieser Dateien mit anderen Behörden kann das sehr behinderlich sein. Und MS-Office gibt es eben nicht für Linux.

    Übrigens ist "Open Office" derzeit auch mehr oder weniger am Sterben. Kein Dateiformat ist für die Ewigkeit.

    Aufwand zur Umstellung

    Warum muss der Client vollständig neu "entwickelt" werden? Man stellt da Windows-PCs und Server hin, eine automatisierte Softwareverteilung und erstellt passende Policies. Dinge, die auch schon für andere Stadtverwaltungen gemacht wurden, die größtenteils übernommen werden können. Vielleicht einfach einen erfahrenen IT-Dienstleister, es sind ja im Stadtgebiet genügend Namhafte wenigstens mit einer Geschäftsstelle vorhanden, beauftragen. Die haben dafür passende Konzepte und machen das dann mit ihrem unermesslich großen Erfahrungsschatz schon. Am Ende erfogt eine Mitarbeiterschulung, auch für die IT, die den Betrieb übernimmt. Dass dann der eine oder andere Linuxadmin die Grätze bekommt, ist ja nicht das Problem.

  2. Re: Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar.

    Autor: lear 01.03.17 - 13:41

    geh' nach münchen und mach es.... hier geht's nicht um einen home-office pc und die "standardanwendungen" wurden seitens der csu-trulla eben *nicht* aufs officepaket bezogen.

    (hier geht's übrigens auch nicht um linux, windows oder korruption, sondern ums chaos in lokalverwaltungen, das nur am rande)

    " Dinge, die auch schon für andere Stadtverwaltungen gemacht wurden, die größtenteils übernommen werden können. "

    muahahaha



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.17 13:47 durch gs (Golem.de).

  3. Re: Leider...

    Autor: Tylon 01.03.17 - 13:43

    Leider macht sich Golem mit der Pauschalkritik das Leben sehr einfach. es erinnert mich an eine Forendiskussion ala "Microsoft bäh - Linux yeah!". Das beobachte ich die ganze Berichterstattung lange.

    Wenn man in einem größeren Hause arbeitet, weiß man, was man unter dem Begriff Standardsoftware (für spezielle Fachverfahren) versteht. Es ist auch - OpenSource hin, OpenSource her - nicht Auftrag einer Stadtverwaltung, alle Fachverfahren neu bauen zu lassen.
    In größeren Häusern versucht man Gemeinsamkeiten in Software und Verfahren mit seinen Partnern zu finden, um keine aufwendigen Schnittstellen/Konvertierungen durchführen zu müssen. Dabei ist primär egal, ob das offen ist oder nicht. Wenn der Standard in anderen gleichartigen Behörden A ist, man ständig Daten austauschen muss und A finanzierbar ist, versucht man auch A zu kaufen und einzusetzen, anstatt das nachprogrammieren zu lassen aber als B. Ganz unabhängig von einem Betriebssystem. Wenn das jetzt wie in vielen spezifischen Fachverfahren nur 1-2 Anbieter auf Windows-Basis sind, dann muss ich mich halt beugen.
    Wenn so etwas angestrebt werden soll, müsste das auf höherer Ebene angeschoben werden. Damit schafft man wirklich Nachfrage, die ein Angebot erzeugt. Alles im Auftrag zu entwickeln, ist NICHT zielführend für eine Stadtverwaltung.
    Aber man kann sich das Leben natürlich einfach machen und meckern wegen ner freien Powerpoint-Alternative.
    DAS GEHT AM PROBLEM VORBEI.

  4. Re: Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar.

    Autor: 1st1 01.03.17 - 13:44

    Wieso sollte ich, ich habe dazu Kollegen in München. Die machen das dann evtl. Ich mache das wo anders.

    Und bei den "Fachanwendungen" geht es eben nicht um MS-Office, das ist dagegen ein Standardtool, mit dem die Angestellten in so einer Behörde auch viel Zeit verbringen. Bei den Fachanwendungen geht es um Fibu, Anwendungen für soziale Dienste, Liegenschaftsverwaltungen, KFZ-Zulassung, usw. Das ist Software, die es in diesem Anspruch/Qualität einer Großstadt nicht für Linux gab.

    Aber um Limux zu retten, vielleicht sollte man München mal die Vorzüge von Terminalservern (Citrix XenApp, VMWare Fusion) schmackhaft machen, mittels derer man Windows-Fachanwendungen auf auf Linux-Desktops verwendbar machen kann.

    Citrix/Fusion ändert aber auch nichts an dem Chaos bei den Clients.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.17 13:59 durch 1st1.

  5. Re: Leider...

    Autor: lear 01.03.17 - 13:47

    limux sollte ja mit dem gewusel schluß machen und synergie wenigstens intern nutzen - behörden sind keine unternehmen.

  6. Re: Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar.

    Autor: crack_monkey 01.03.17 - 13:56

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > geh' nach münchen und mach es. und dann machst du die schule zuende. hier
    > geht's nicht um einen home-office pc und die "standardanwendungen" wurden
    > seitens der csu-trulla eben *nicht* aufs officepaket bezogen.
    >
    > (hier geht's übrigens auch nicht um linux, windows oder korruption, sondern
    > ums chaos in lokalverwaltungen, das nur am rande)
    >
    > " Dinge, die auch schon für andere Stadtverwaltungen gemacht wurden, die
    > größtenteils übernommen werden können. "
    >
    > muahahaha

    Wo ist das Problem?

    Warum wird nicht stumpf alles visualisiert und in einem Rechenzentrum betrieben?

    Verwaltung von lokalen Anwendungen auf Fat Clients ist doch sowieso am aussterben, wer will das bitte schön selber noch warten, gerade bei solchen Verwaltungsbereichen?

    Selbst die Baumarkt Ketten steigen auch alle um und nehmen Geld in die Hand dafür. Wir verwalten selber ein RZ mit Citrix und haben mittlerweile 16000 User im Rechenzentrum. Von uns wird ein Grundpaket zur Verfügung gestellt und für den jeweiligen Betrieb kann dann entsprechende Drittanbieter Software auf zusätzlichen Servern eingerichtet und per Citrix veröffentlicht werden.

    Hinzu kommt das wir für die Ketten ein eigen Warenwirtschaftssystem betreiben und weiter entwickeln.

    Sowas gehört halt ordentlich geplant, aber das scheint keiner zu tun. Wenn man selbst überfordert ist sollte man sich einen guten Dienstleister suchen der das mit einem alle Plant. Natürlich muss erstmal der IST Stand analysiert werden, aber dann kann man ja schauen was alles möglich ist.

    Wir haben auch Erfahrungen gemacht mit Kunden die ins RZ gekommen sind, nachdem wir gesehen haben wie Chaotisch vor Ort ein "RZ" betrieben wird und wie allein die Verwaltung der Software oder vom Netzwerk aussieht. Dahinter standen kleine IT Firmen mit denen man per Du ist aber mit dem Wachstum des Kunden nicht klar kommen.
    Ich verstehe nicht wie man da eisern daran festhalten kann, zumal man das Geld was man dabei raus wirft auch hätte Sinnvoller einsetzen können.

    Das Ganze was da in München abläuft ist auch mehr oder minder eine Lachnummer.

    Im groben ist es doch mal wieder der Punkt nach dem Motto "An der IT können wir sparen das ist nicht so wichtig".

    Jup, dachte ein Kunde bei uns auch. Dann kam der total Ausfall, es mussten per Hand listen geschrieben werden für Lager und Verkauf usw.. Vor Ort hat man sich um die Hardware nie gekümmert geschweige denn sich um Ausfallschutz bemüht oder Backups von Datenbanken...brauch ja keiner.

    Auf jeden Fall haben wir den Kunden innerhalb weniger Wochen ins Rechenzentrum geholt und vor Ort alles umgestellt auf Thin Clients, fertig. Der Kunde hat ruhe und brauch sich um die IT keinen Kopf machen, dafür sind wir jetzt da und kümmern uns darum das es den Systemen und Anwendungen gut geht.

  7. Re: Leider...

    Autor: 1st1 01.03.17 - 13:56

    Linux macht aber mit Gewusel keinen Schluss, sondern verschlimmert es eher. Weil unter Linux gibt es kaum zentral steuerbare Softwareverteilung (mir ist nur Red-Hat Satellite bekannt, und damit kennt sich kaum einer aus), kein zentrales Updatemanagement, keine Gruppenrichtlinien, die man Usern/Systemen nach Standort (Organisation Unit), Funktion usw. zuordnen kann.

    Mit Windows kann man solche Dinge sehr zentral verwalten, wenn man es richtig macht.

  8. Re: Leider...

    Autor: David64Bit 01.03.17 - 13:59

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > behörden sind keine unternehmen.

    Das vergessen sehr viele. Die müssen keinen Gewinn machen, wenn die auf 0 raus kommen ist das schon extrem gut.

    Davon abgesehen gibt es so viel Software in München, die eben nicht Standard ist, die nicht im Office Paket Integriert ist und so weiter - Wollmux ist inzwischen ein eigenes Softwarepaket geworden. Da hilft es auch nichts, wenn MS Office benutzt wird. Mal davon abgesehen, dass ich gar nicht wissen will, wie viel Müll und Schindluder dann in einer solchen IT Landschaft mit Zusatzdingen für MS Office getrieben wird.

  9. Re: Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar.

    Autor: taudorinon 01.03.17 - 14:02

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Chaos-IT statt funktionierender Software
    >
    > Kann solche Software nicht auch Closed-Source sein? Das Systemhaus, welches
    > das mal entwickelt hat, will ja auch was verdienen!

    Mal davon abgesehen das die Lizenz des Quellcodes nicht darüber entscheidet ob ein Systemhaus an der Software verdient oder nicht ging es in dem Absatz ja nur darum, dass wenn das Systemhaus nicht mehr liefern kann bei OSS zumindest jemand anderes die Pflege übernehmen könnte. Wie das in der Praxis aussieht sei mal dahingestellt.

    > Standardsoftware, wo es keine Standards gibt
    >
    > Also zumindestens Microsoft Office ist so ein Standard.

    Ich denke diese Aussage bezog sich auf tatsächlich standardisierte Software und nicht Industriestandard durch Verbreitung.

    > Ja, es gibt
    > Open/Libre-Office als OpenSource-Software, welche die meisten MS-Office
    > Formate öffnen kann. Aber estens eben nicht alles und zweitens ist der
    > Import der Dateien öfters nicht fehlerfrei, Formatierungen werden falsch
    > umgesetzt, Macros sofern man die braucht funktionieren nicht, usw. Beim
    > Austausch dieser Dateien mit anderen Behörden kann das sehr behinderlich
    > sein. Und MS-Office gibt es eben nicht für Linux.

    Ist halt die Krux das Office zwar sehr verbreitet ist, aber die Dokumente leider nicht in den zertifizierten ISO-Formaten ausgetauscht werden.

    > Übrigens ist "Open Office" derzeit auch mehr oder weniger am Sterben. Kein
    > Dateiformat ist für die Ewigkeit.

    Weil Open Office am sterben ist wurde es ja als Libre Office geforkt, was meines Wissens noch sehr aktiv weiterentwickelt wird.
    Was das Dateiformat angeht ist es zumindest soweit dokumentiert das es sich problemlos rekonstruieren lässt auch wenn es ansonsten nicht mehr genutzt wird.

    > Warum muss der Client vollständig neu "entwickelt" werden? Man stellt da
    > Windows-PCs und Server hin, eine automatisierte Softwareverteilung und
    > erstellt passende Policies. Dinge, die auch schon für andere
    > Stadtverwaltungen gemacht wurden, die größtenteils übernommen werden
    > können. Vielleicht einfach einen erfahrenen IT-Dienstleister, es sind ja im
    > Stadtgebiet genügend Namhafte wenigstens mit einer Geschäftsstelle
    > vorhanden, beauftragen. Die haben dafür passende Konzepte und machen das
    > dann mit ihrem unermesslich großen Erfahrungsschatz schon. Am Ende erfogt
    > eine Mitarbeiterschulung, auch für die IT, die den Betrieb übernimmt. Dass
    > dann der eine oder andere Linuxadmin die Grätze bekommt, ist ja nicht das
    > Problem.

    Klingt für mich nach dem gleichen Geschwätz wie seitens des Stadtrats. Es gibt ja durchaus bestimmte Fragen.
    Welche Software bekommen alle, welche nur bestimmte Dezernate.
    Klopft man den Wollmux in die Tonne und wenn ja, gibt es etwas ähnliches auch für Office oder lässt man wieder alle Abteilungen eigene Lösungen basteln.
    Welche Fachverfahren setzt man nun ein und wie koordiniert man die Schulungen.
    Wie migriert man am besten die bestehenden Daten.
    Ich bezweifle nicht das es Dienstleister gibt die all diese Fragen lösen können, aber ich halte den Zeitplan des Stadtrats für unrealistisch und fürchte das unter diesem Zeitdruck die bestehenden Probleme anderen nicht weniger gravierenden weichen werden. Und über all dem stehen noch die bislang nicht absehbaren Kosten.

  10. Re: Leider...

    Autor: Kondratieff 01.03.17 - 14:04

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Linux macht aber mit Gewusel keinen Schluss, sondern verschlimmert es eher.
    > Weil unter Linux gibt es kaum zentral steuerbare Softwareverteilung (mir
    > ist nur Red-Hat Satellite bekannt, und damit kennt sich kaum einer aus),

    OPSI: http://uib.de/de/opsi/was-ist-opsi/

  11. Re: Leider...

    Autor: 1st1 01.03.17 - 14:05

    Du weißt nicht, wie sehr sich Schindluder unter Windows/MS-Office mit wenigen Mausklicks verhindern lässt. Ich nenne spontan mal Gruppenrichtlinien, Zugriffsrechtestruktur und solche Sachen. Wenn das ordentlich gemacht ist, kann da keiner mehr Schindluder treiben.

  12. Re: Leider...

    Autor: David64Bit 01.03.17 - 14:08

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du weißt nicht, wie sehr sich Schindluder unter Windows/MS-Office mit
    > wenigen Mausklicks verhindern lässt. Ich nenne spontan mal
    > Gruppenrichtlinien, Zugriffsrechtestruktur und solche Sachen. Wenn das
    > ordentlich gemacht ist, kann da keiner mehr Schindluder treiben.

    Doch - weiß ich. Das geht aber genau so einfach unter Linux - das ist also kein Argument. Im Gegensatz zu Open Office hat MS Office allerdings trotzdem tieferen Systemzugriff und es wäre bei weitem nicht das erste mal, dass gewisse Dinge durch Makros und ähnliches "umgangen" werden.

  13. Re: Leider...

    Autor: Ho Lee Shitt 01.03.17 - 14:21

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Linux macht aber mit Gewusel keinen Schluss, sondern verschlimmert es eher.
    > Weil unter Linux gibt es kaum zentral steuerbare Softwareverteilung (mir
    > ist nur Red-Hat Satellite bekannt, und damit kennt sich kaum einer aus),
    > kein zentrales Updatemanagement, keine Gruppenrichtlinien, die man
    > Usern/Systemen nach Standort (Organisation Unit), Funktion usw. zuordnen
    > kann.
    >
    > Mit Windows kann man solche Dinge sehr zentral verwalten, wenn man es
    > richtig macht.

    ...was ist mit ansible, du experte.

    https://www.ansible.com/

    ...denke nicht das linux da irgendetwas schlimmer gemacht hat. genauso wenig wie man windows im vorfeld für dieses chaos verantwortlich machen konnte. ...schuld sind doch letztendlich die entscheidungsträger, die da anscheinend keine vernünftige struktur geschaffen haben. ...und jetzt mit der rolle rückwärts nur ein neues kapitel im buch des versagens aufgeschlagen haben! und es damit auch wieder nur verschlimmern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.17 14:22 durch Ho Lee Shitt.

  14. Re: Leider...

    Autor: andy01q 01.03.17 - 14:21

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider macht sich Golem mit der Pauschalkritik das Leben sehr einfach. es
    > erinnert mich an eine Forendiskussion ala "Microsoft bäh - Linux yeah!".
    > Das beobachte ich die ganze Berichterstattung lange.

    Das liegt aber doch daran, dass die Politiker ihr Handeln nicht rechtfertigen.
    Die währen eigentlich in der Pflicht Argumente dafür zu nennen, warum sie für sehr viel Geld auf Windows zurückmigrieren wollen.
    Ist das der Job von Golem deren Argumente zusammenzusuchen?
    Vielleicht, aber erst Recht ist es der Job der Politiker.

  15. Re: Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar.

    Autor: 1st1 01.03.17 - 14:21

    taudorinon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1st1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Chaos-IT statt funktionierender Software
    > >
    > > Kann solche Software nicht auch Closed-Source sein? Das Systemhaus,
    > welches
    > > das mal entwickelt hat, will ja auch was verdienen!
    >
    > Mal davon abgesehen das die Lizenz des Quellcodes nicht darüber entscheidet
    > ob ein Systemhaus an der Software verdient oder nicht ging es in dem Absatz
    > ja nur darum, dass wenn das Systemhaus nicht mehr liefern kann bei OSS
    > zumindest jemand anderes die Pflege übernehmen könnte. Wie das in der
    > Praxis aussieht sei mal dahingestellt.

    Das letztere ist genau der Punkt. Wie umfangreich ist das Softwarepaket? Wie gut ist es dokumentiert? Liegen Patente/Lizenzen anderer Hersteller zugrunde, die genutzt werden können? Usw. Letztendlich funktionieren alle Stadtverwaltungen gleich, viele davon setzen dafür die gleiche, bewährte Software ein, die eben nicht unter Linux läuft. Warum muss man dann mit einer Eigenentwicklung einen Sonderweg gehen? Ein Systemhaus, welches X Städte als Kunde hat, wird eher weniger untergehen, als eins was nur eine Stadt hat und wo es auch kein Potential für andere Städte gibt, weil die sich auf das Abendteuer Linux nicht einlassen.
    >
    > > Standardsoftware, wo es keine Standards gibt
    > >
    > > Also zumindestens Microsoft Office ist so ein Standard.
    >
    > Ich denke diese Aussage bezog sich auf tatsächlich standardisierte Software
    > und nicht Industriestandard durch Verbreitung.

    Das kann man so oder so sehen. Vielfach wird aber auch MS-Office als Frontend für solche Standardsoftware verwendet, und Open/Libre-Office unterstützt diese Schnittstellen nicht.

    >
    > > Ja, es gibt
    > > Open/Libre-Office als OpenSource-Software, welche die meisten MS-Office
    > > Formate öffnen kann. Aber estens eben nicht alles und zweitens ist der
    > > Import der Dateien öfters nicht fehlerfrei, Formatierungen werden falsch
    > > umgesetzt, Macros sofern man die braucht funktionieren nicht, usw. Beim
    > > Austausch dieser Dateien mit anderen Behörden kann das sehr behinderlich
    > > sein. Und MS-Office gibt es eben nicht für Linux.
    >
    > Ist halt die Krux das Office zwar sehr verbreitet ist, aber die Dokumente
    > leider nicht in den zertifizierten ISO-Formaten ausgetauscht werden.

    Dafür gibt es MS-Office schon seit knapp 30 Jahren und MS geht sicher nicht so schnell kaputt. Too big to fail.

    >
    > > Übrigens ist "Open Office" derzeit auch mehr oder weniger am Sterben.
    > Kein
    > > Dateiformat ist für die Ewigkeit.
    >
    > Weil Open Office am sterben ist wurde es ja als Libre Office geforkt, was
    > meines Wissens noch sehr aktiv weiterentwickelt wird.
    > Was das Dateiformat angeht ist es zumindest soweit dokumentiert das es sich
    > problemlos rekonstruieren lässt auch wenn es ansonsten nicht mehr genutzt
    > wird.

    Es zeigt aber, wie schnell sowas gehen kann. MS ist dagegen too big to fail.

    >
    > > Warum muss der Client vollständig neu "entwickelt" werden? Man stellt da
    > > Windows-PCs und Server hin, eine automatisierte Softwareverteilung und
    > > erstellt passende Policies. Dinge, die auch schon für andere
    > > Stadtverwaltungen gemacht wurden, die größtenteils übernommen werden
    > > können. Vielleicht einfach einen erfahrenen IT-Dienstleister, es sind ja
    > im
    > > Stadtgebiet genügend Namhafte wenigstens mit einer Geschäftsstelle
    > > vorhanden, beauftragen. Die haben dafür passende Konzepte und machen das
    > > dann mit ihrem unermesslich großen Erfahrungsschatz schon. Am Ende
    > erfogt
    > > eine Mitarbeiterschulung, auch für die IT, die den Betrieb übernimmt.
    > Dass
    > > dann der eine oder andere Linuxadmin die Grätze bekommt, ist ja nicht
    > das
    > > Problem.
    >
    > Klingt für mich nach dem gleichen Geschwätz wie seitens des Stadtrats. Es
    > gibt ja durchaus bestimmte Fragen.

    Es gibt genug Behörden und Unternehmen, die genau damit gut fahren.

    > Welche Software bekommen alle, welche nur bestimmte Dezernate.

    Listen erstellen, und danach die Infrastruktur aufbauen. Viele dieser Fachanwendungen kann man per Terminalserver ausliefern und da reichen dann wnige Mausklicks um diese weiteren Nutzern zugänglich zu machen. Ist nur eine Frage wie gut die Infrastruktur ist und wieviele Lizenzen man hat.

    > Klopft man den Wollmux in die Tonne und wenn ja, gibt es etwas ähnliches
    > auch für Office oder lässt man wieder alle Abteilungen eigene Lösungen
    > basteln.

    Einfach mal gucken wie man es in anderen Stadtverwaltungen macht und sich die beste Lösung raussuchen. Wollmux lässt sich notfalls sicher auch über einen Terminalserver verteilen. Notfalls über einen per Citrix gepublishten X-Client.

    > Welche Fachverfahren setzt man nun ein und wie koordiniert man die
    > Schulungen.

    Erstmal den Bedarf ermitteln, wenn man ihn nicht schon kennt.

    > Wie migriert man am besten die bestehenden Daten.

    Wenn das ja alles opensource ist, dann sind ja die Datenstrukturen bestens dokumentiert! Oder?

    > Ich bezweifle nicht das es Dienstleister gibt die all diese Fragen lösen
    > können,

    Es gibt Dienstleister, die haben bundesweit 5.000 oder mehr Spezialisten, da findet sich garantiert für fast jedes Thema jemanden, wenn nicht ganze Teams die genau sowas schon gemacht haben.

    > aber ich halte den Zeitplan des Stadtrats für unrealistisch und
    > fürchte das unter diesem Zeitdruck die bestehenden Probleme anderen nicht
    > weniger gravierenden weichen werden. Und über all dem stehen noch die
    > bislang nicht absehbaren Kosten.

    Könnte knapp werden.

  16. Re: Leider...

    Autor: 1st1 01.03.17 - 14:23

    Gibts da Referenen wo das erfolgreich in dem Umfang eingesetzt wird, lässt sich das in bestehenden Wildwuchs einpflegen um den Wildwuschs anschließend einzudämmen, gibts genug Leute die sich damit auskennen, usw...?

  17. Re: Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar.

    Autor: smabalambajamba 01.03.17 - 14:36

    crack_monkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sowas gehört halt ordentlich geplant, aber das scheint keiner zu tun. Wenn
    > man selbst überfordert ist sollte man sich einen guten Dienstleister suchen
    > der das mit einem alle Plant. Natürlich muss erstmal der IST Stand
    > analysiert werden, aber dann kann man ja schauen was alles möglich ist.

    Genau das!
    Das wurde wohl nicht gemacht.Das sieht alles aus wie eine Open Beta oder gar Alpha wo man jetzt sagt das geht nicht ende aus fertig.

    > Das Ganze was da in München abläuft ist auch mehr oder minder eine
    > Lachnummer.

    Nicht nur in München. Die Entscheidungsträger wissen halt nicht was sie da entscheiden.


    > Im groben ist es doch mal wieder der Punkt nach dem Motto "An der IT können
    > wir sparen das ist nicht so wichtig".
    >
    > Jup, dachte ein Kunde bei uns auch. Dann kam der total Ausfall, es mussten
    > per Hand listen geschrieben werden für Lager und Verkauf usw.. Vor Ort hat
    > man sich um die Hardware nie gekümmert geschweige denn sich um
    > Ausfallschutz bemüht oder Backups von Datenbanken...brauch ja keiner.

    Das ist immer so. Wenn der IT Mensch sagt, das könnt ihr so machen aber denkt an dies und das... denkste. Nichts wird gemacht.
    Teilweise ist es einfach nur erschreckend wie manche kleinere Betriebe mit ihren Kundendaten umgehen. Ich bin kein System Admin aber ich halte es für bedenklich wenn USB Sticks durch die Firma wandern mit Daten die von irgendwo ausm Internet voll sind und dann an alte XP Rechner (Volladmin Zugriff... :D) angestöpselt werden die direkt mit dem Intranet verbunden sind.
    Dann wird noch überall gespart wo es nur geht bei der IT und Mitarbeiter die sich quasi den Hintern aufreißen werden nieder gemacht.
    Firmen wollen es zwar nicht hören und es wird auch keiner sagen, aber zu viel darf man halt auch nicht machen am Ende ist man halt der Horst und erntet für seine investierte Mühe und Zeit doch eh nur missgunst.

  18. Re: Leider...

    Autor: Ho Lee Shitt 01.03.17 - 14:42

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibts da Referenen wo das erfolgreich in dem Umfang eingesetzt wird, lässt
    > sich das in bestehenden Wildwuchs einpflegen um den Wildwuschs anschließend
    > einzudämmen, gibts genug Leute die sich damit auskennen, usw...?

    ...na die referenzen? cisco, juniper networks, spotify und die NASA um mal ein paar zu nennen. ...für mehr informationen mußt du dich dann wohl mal selber bemühen.

    ansonsten stellst du meines erachtens die falschen fragen. wenn der wildwuchs z.b. daher rührt das in der gesamten behörde keine sinnvolle struktur gibt, dann wird das auch keine einzelen software lösen.

    wieviele sollen denn genug leute sein? ...aber ich denke, ja. ...und das is doch auch keine raketenforschung die man nicht erlernen kann. wenn dein it-wissen über klicki-bunt hinaus geht dann hat man sich damit auch recht schnell angefreundet.

    aktuell scheint es da jedenfalls nicht ausreichend leute zu geben, die sich überhaupt mit irgendwas auskennen.

  19. Re: Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar.

    Autor: 1st1 01.03.17 - 15:35

    Doch, dort sind Dienstleister unterwegs, aber eben nur als ausführendes Organ, nicht in der tieferen Planung und Koordination.

  20. Re: Leider...

    Autor: Sarkasmix 01.03.17 - 15:49

    1st1 schrieb:

    > Du weißt nicht, wie sehr sich Schindluder unter Windows/MS-Office mit
    > wenigen Mausklicks verhindern lässt.

    Die Patchdays erinnern uns allmonatlich daran, wie einfach das doch ist. Gerade die MS-Office Macroviren erleben z.Zt. eine Renaissance.

    > Ich nenne spontan mal Gruppenrichtlinien, Zugriffsrechtestruktur und solche
    > Sachen. Wenn das ordentlich gemacht ist, kann da keiner mehr Schindluder treiben.

    Es gibt unter Linux keine detaillierte Rechtevergabe für Nutzergruppen oder Einzelpersonen? Wäre mir neu.

    Gerade unter Linux stoße ich als Normalnutzer immer wieder an Grenzen, die ich unter Windows trotz UAC und/oder Gruppenrichtlinie einfach wegklicken kann.

    Deine Argumente sind genauso löchrig wie die Software, die du aufführst.

    Sarkasmix

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