1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Limux-Rollback: Was erlauben…

Wenn ich das hier so lese.....

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: Woolsheep 01.03.17 - 15:56

    ....sehe ich jede menge ITler, die in ihrem Elfenbeinturm keine Ahnung haben, wie es im Softwaremarkt für Verwaltungen so aussieht.

    Ich arbeite im öffentlichen Dienst als Admin und sorry, Linux auf dem Desktop ist und bleibt eine Illusion, zumindestens in der Verwaltung.
    Warum ?

    Weil so gut wie kein Hersteller für Software im Bereich Öffentliche Verwaltung auch nur ansatzweise über Linux nachdenkt, weil es KEIN SCHWEIN HABEN WILL.

    Wir haben hier bei uns in der IT über OpenSource-Lösungen nachgedacht, haben es ebenfalls (nach Musterbeispiel München) mit Linux versucht und es ganz schnell wieder gelassen.

    Es ist schlicht nicht praktikabel, unterm Strich teurer und deshalb dominiert auch bei uns Microsoft den Desktop.
    Oder wieso ist LimUx nur eine "bessere" Distro inkl Wine gewesen ?
    Tja....ich weiss es.

    Dies liegt aber nicht an einer Wettbewerbsverzerrung seitens Mikrosoft, sondern es liegt schlicht und ergreifend an dem einfachen Prinzip Angebot und Nachfrage.

    Langsam versuchen die Entwickler, etwas plattformunabhängiger zu werden, oft zu Preis einer schlechteren Performance, übleren GUIs und unzufriedenen Usern.
    Darf ich in diesem Zusammenhang die Pest JAVA erwähnen ? Seufz....
    Webbasierte Anwendungen ?
    Ja geht, aber leider nicht in allen Fällen und wenn ist das Ergebnis schlechter, als die Altlösungen unter .Net

    Ebenso ist es witzig, das im öffentlichen Dienst Oracle den DB Bereich dominiert, darüber redet KEIN MENSCH, da könnten ebenfalls Millionen eingespart werden, tut aber keiner bzw geben auch hier die überschaubaren Hersteller den Takt vor.
    MySQL, Postgresql oder so ? Ja ab und zu, aber.....ohne Oracle geht gar nix.

    Ob es der IT-Gemeinde gefällt oder nicht, es ist so. Die ganzen IT-ler hier, die so gute Ideen haben, wie man Microsoft "vertreiben" kann, können ja mit gutem Beispiel voran gehen, mal die Lösungen im jeweiligen Landesrecht einfach mal entwickeln, versuchen diese zu vertreiben und alles besser machen. Und dabei genug Geld zu verdienen, das die eigene Klitsche überlebt.

    Ich würde mich freuen, bezweifle aber, das ihr damit überlebensfähig sein würdet.
    Denn was alle vergessen:
    1-2 Anwendungen, die zwingend ein Microsoft-OS vorraussetzen, sind für den Dienstbetrieb ein K.O.-Kriterium für Linux.
    Hat man Windows eh, kauft man auch die anderen Lösungen dafür, alles andere wäre ideologisch, aber nicht ökonomisch.

    Aber hier geht es ja überwiegend um Ideologie.
    Viel Spass weiterhin dabei.

  2. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: windermeer 01.03.17 - 16:15

    Woolsheep schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil so gut wie kein Hersteller für Software im Bereich Öffentliche
    > Verwaltung auch nur ansatzweise über Linux nachdenkt, weil es KEIN SCHWEIN
    > HABEN WILL.

    Na wenn keiner wechselt, weil jeder denkt, dass es die Software eh nicht gibt, wird sich daran auch nichts ändern. Henne Ei und so...
    München als Kunde hätte durchaus eine Software für Linux haben können, auch wenn es am Anfang vielleicht mehr kostet, irgendwer muss immer den ersten Schritt tätigen.

    > Es ist schlicht nicht praktikabel, unterm Strich teurer und deshalb
    > dominiert auch bei uns Microsoft den Desktop.
    > Oder wieso ist LimUx nur eine "bessere" Distro inkl Wine gewesen ?
    > Tja....ich weiss es.

    Weil alle sich starr daran halten, nur Windows zu verwenden. Wo soll die Linux-Software denn her kommen?
    Wir haben 16 Bundesländer, ein bisschen Einsatz und Zusammenarbeit könnte da sicher einiges konsolidieren und eine entsprechende Nachfrage für Linux erzeugen.

    > Langsam versuchen die Entwickler, etwas plattformunabhängiger zu werden,
    > oft zu Preis einer schlechteren Performance, übleren GUIs und unzufriedenen
    > Usern.
    > Darf ich in diesem Zusammenhang die Pest JAVA erwähnen ? Seufz....

    Java ist nicht langsam, auch wenn es immer wieder und wieder geschrieben wird.
    Es muss nur richtig programmiert werden. Das funktioniert aber natürlich nicht, wenn man nur Junior-Entwickler ohne Berufserfahrung einstellt, weil sie günstiger sind.
    Schlecht programmierte Software ist immer schlecht, egal in welcher Sprache.

    > Ebenso ist es witzig, das im öffentlichen Dienst Oracle den DB Bereich
    > dominiert, darüber redet KEIN MENSCH, da könnten ebenfalls Millionen
    > eingespart werden, tut aber keiner bzw geben auch hier die überschaubaren
    > Hersteller den Takt vor.
    > MySQL, Postgresql oder so ? Ja ab und zu, aber.....ohne Oracle geht gar
    > nix.

    Das sind Äpfel und Birnen. Oracle hält sich zumindest an den SQL-Standard. Meist kann man einen Datenbestand zu einer anderen Datenbank umziehen und ist nicht so auf einen Hersteller festgefahren wie bei Windows.
    Spezialfälle mit bestimmten Funktionen, die benötigt werden, mal außen vor.

    > Hat man Windows eh, kauft man auch die anderen Lösungen dafür, alles andere
    > wäre ideologisch, aber nicht ökonomisch.

    Kurzfristig mag das stimmen, langfristig ist ein geteilter Markt aber förderlich, gerade für die Einsparungen beim Endverbraucher.

    > Aber hier geht es ja überwiegend um Ideologie.

    Es geht vorwiegend um Abhängigkeit in alle Ewigkeit, wenn niemand bereit ist, sie zu brechen. Und gerade die öffentliche Verwaltung könnte dafür genug Geld aufwenden.

  3. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: throgh 01.03.17 - 16:19

    Wenn dir die Antwort "Dann läuft es eben nicht mit Linux!" reicht? Mir würde diese einfach nicht ausreichen und genau darum geht es: Unabhängig von der Plattform arbeiten und diese Möglichkeit entsteht vornehmlich durch Bedarf hinsichtlich entsprechender Applikationen!

  4. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: Woolsheep 01.03.17 - 16:29

    > Na wenn keiner wechselt, weil jeder denkt, dass es die Software eh nicht
    > gibt, wird sich daran auch nichts ändern. Henne Ei und so...

    Auf was denn wechseln, wenn es das nicht gibt ?

    > Weil alle sich starr daran halten, nur Windows zu verwenden. Wo soll die
    > Linux-Software denn her kommen?
    > Wir haben 16 Bundesländer, ein bisschen Einsatz und Zusammenarbeit könnte
    > da sicher einiges konsolidieren und eine entsprechende Nachfrage für Linux
    > erzeugen.

    Weshalb ? Aus ideologischen Gründen ?
    Und wo soll die Software herkommen ? Natürlich von den Entwicklern, die dies aber nicht tun.

    > Java ist nicht langsam, auch wenn es immer wieder und wieder geschrieben
    > wird.
    > Es muss nur richtig programmiert werden. Das funktioniert aber natürlich
    > nicht, wenn man nur Junior-Entwickler ohne Berufserfahrung einstellt, weil
    > sie günstiger sind.
    > Schlecht programmierte Software ist immer schlecht, egal in welcher
    > Sprache.

    Richtig. Und du hast schon alles gesagt. Ideologie und Praxis.

    > Das sind Äpfel und Birnen. Oracle hält sich zumindest an den SQL-Standard.
    > Meist kann man einen Datenbestand zu einer anderen Datenbank umziehen und
    > ist nicht so auf einen Hersteller festgefahren wie bei Windows.

    Aha. Nein. Ich arbeite mit allen gängigen RDBMs und die Aussage ist in der Praxis schlichtweg....falsch. Es ist überall der gleiche Aufwand.

    > Kurzfristig mag das stimmen, langfristig ist ein geteilter Markt aber
    > förderlich, gerade für die Einsparungen beim Endverbraucher.

    Richtig.

    > Es geht vorwiegend um Abhängigkeit in alle Ewigkeit, wenn niemand bereit
    > ist, sie zu brechen. Und gerade die öffentliche Verwaltung könnte dafür
    > genug Geld aufwenden.

    Könnte Sie. Tut sie aber nicht, weil sie arbeiten will und nicht darauf warten, das es irgendwann einmal funktioniert.

    Du hast gute Argumente, in der Theorie stimme ich dir zu, leider sieht die Praxis anders aus, egal wie viel wir hier darüber philosophieren.
    Ich gebe dir Recht, aber mein Praxisalltag sagt was anderes.
    Und das ist das grosse Problem hier an der Diskussion.
    Sie ist ideologisch und praxisfern.

    Ein Wasserstoffauto wäre die bessere Alternative als ein Ölverbrenner, trotzdem fahren wir alle Ölverbrenner. Warum ?

    Ich bin nicht Linuxfeindlich, mir geht es nur darum, einmal aufzuzeigen, das das Niveau hier teilweise krude ist. Da wird von uninformierten Politikern gefaselt, die was entscheiden. Falsch. Entscheider sind in der Regel die ITler.
    Diese entscheiden unter den gegebenen Parametern richtig.

    Wie kann man das ändern ? Gar nicht, der Markt entscheidet.
    Um den Markt zu ändern, müsste man viel investieren.
    Das Hauptargument hier im Forum sind die höheren Kosten bei Microsoft.
    Also nochmal, ich soll mehr investieren, um langfristig zu sparen ?
    Ich soll schlechter arbeiten, um irgendwann mal genauso gut zu arbeiten ?

    Die Theorie ist gut, allerdings wird keine Verwaltung dieses Spiel lange spielen können.
    Was tun ?
    Alle zu Linux zwingen ?

    Und das ist nicht ideologisch ?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.17 16:35 durch Woolsheep.

  5. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: Oktavian 01.03.17 - 16:33

    > Na wenn keiner wechselt, weil jeder denkt, dass es die Software eh nicht
    > gibt, wird sich daran auch nichts ändern. Henne Ei und so...
    > München als Kunde hätte durchaus eine Software für Linux haben können, auch
    > wenn es am Anfang vielleicht mehr kostet, irgendwer muss immer den ersten
    > Schritt tätigen.

    Ja, nur irgendwann fragen sich zum einen die Münchner Bürger, warum genau sie mehr bezahlen sollen. Zum anderen fragen sich der Hersteller von Software, wieviel es kostet, für genau einen Kunden viel Spezialwissen aufzubauen.

    Zudem wurde den Münchnern die Linux-Migration als Möglichkeit zur Kosteneinsparung verkauft. Dann muss es aber auch billiger sein und nicht teurer. Dass es irgendwann vielleicht einmal billiger werden könnte, wenn vielleicht ein paar viele andere Kommunen mitziehen, ist ja nett, das liegt aber in weiter Zukunft.

    > Weil alle sich starr daran halten, nur Windows zu verwenden. Wo soll die
    > Linux-Software denn her kommen?

    Warum soll sie denn kommen? Du gehst von der Prämisse aus, dass es von sich aus besser wäre, wenn die Anwender mit Linux arbeiten und die dafür passende Software bekommen. Das sehe ich noch nicht als gegeben.

    > Wir haben 16 Bundesländer, ein bisschen Einsatz und Zusammenarbeit könnte
    > da sicher einiges konsolidieren und eine entsprechende Nachfrage für Linux
    > erzeugen.

    Kommunale Selbstverwaltung. Das Land kann bei den Verfahren Vorgaben machen, die die Kommunen im Auftrage des Landes betreiben, und das tun sie auch. Der Bund macht das ebenso, er liefert die Software für KfZ-Zulassung (auf Windows). Was die Kommune ansonsten einsetzt, ist nicht Entscheidung des Landes.

    > Java ist nicht langsam, auch wenn es immer wieder und wieder geschrieben
    > wird.

    Richtig, aber Java-GUI ist nicht nativ, wenn man sie als Client nutzt. Sie fühlt sich in jedem System immer wie ein Fremdkörper an. Das ist jetzt nicht tragisch, sollte einem aber bewusst sein.

    > Oracle hält sich zumindest an den SQL-Standard.

    Nein, Oracle hat noch nie einen SQL-Standard vollständig implementiert. Die anderen Hersteller übrigens auch nicht, was aber auch nicht schlimm ist. Im Standard sind echt kranke Dinge drin. Schlimmer ist, dass Oracle (wie auch alle anderen) den STandard an allen Ecken und Enden proprietär erweitern.

    > Meist kann man einen Datenbestand zu einer anderen Datenbank umziehen und
    > ist nicht so auf einen Hersteller festgefahren wie bei Windows.
    > Spezialfälle mit bestimmten Funktionen, die benötigt werden, mal außen
    > vor.

    Leider ist das kein Spezialfall sondern der Regelfall. Da man möglichst viel Logik in die DB auslagern sollte bei der Selektion von Datensätzen, verfällt man leider nur zu schnell darauf, proprietäre Erweiterungen zu nutzen. Hier ein Oracle-Text-Search, da ein Pivot-Select, dort eine Materialized View, ein paar Regular Expressions und dann vielleicht noch ein Java-Trigger.

    Es verlangt große Diszipilin, all diesen Verführungen und Abkürzungen nicht zu erliegen, und auch Performance-Verluste hinzunehmen, um migrationsfähig zu bleiben.

    Dazu kommt, dann man im Unternehmen natürlich seine Backup- und BCM-Konzepte auf Oracle abgestellt hat. Das schmeißt man nicht so shcnell raus.

    > Es geht vorwiegend um Abhängigkeit in alle Ewigkeit, wenn niemand bereit
    > ist, sie zu brechen. Und gerade die öffentliche Verwaltung könnte dafür
    > genug Geld aufwenden.

    Mein Geld. Sie wenden mein Geld auf, und das sollen sie bitte so effizient wie möglich tun. Das münchner Projekt zeigt nun gerade, dass sie es nicht effizient genutzt haben. Naja, da war es auch nicht mein Geld, da soll es mir egal sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.17 16:36 durch Oktavian.

  6. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: Woolsheep 01.03.17 - 16:38

    @Oktavian

    Danke

  7. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: DasGuteA 01.03.17 - 16:42

    Danke, Woolsheep und Oktavian.
    Ich stimme voll und ganz zu.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.17 16:45 durch DasGuteA.

  8. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: bofhl 01.03.17 - 16:47

    windermeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Woolsheep schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > ....
    >
    > > Langsam versuchen die Entwickler, etwas plattformunabhängiger zu werden,
    > > oft zu Preis einer schlechteren Performance, übleren GUIs und
    > unzufriedenen
    > > Usern.
    > > Darf ich in diesem Zusammenhang die Pest JAVA erwähnen ? Seufz....
    >
    > Java ist nicht langsam, auch wenn es immer wieder und wieder geschrieben
    > wird.

    Nur sobald man es "schneller" will heißt das, dass es mehr Arbeitsspeicher benötigt.
    ..und das Java langsam sei hat hier auch niemand gesagt - obwohl zur Startzeit durchaus Längen auftreten bis der Schrott mal durch die JIT/AOT gejagt wurde. Aber sieh dir mal die UI an und hier vor allem die unter den Linux-Distris! Wenn man da nicht alles selbst herumfrickelt im Code führt das immer wieder zu sehr eigenartig "Ausgaben"...

    > Es muss nur richtig programmiert werden. Das funktioniert aber natürlich

    Und das "richtig programmiert werden" ist leider nicht wirklich ganz so "plattform-unabhängig" wie immer wieder verkündet! (siehe oben!)

    > nicht, wenn man nur Junior-Entwickler ohne Berufserfahrung einstellt, weil
    > sie günstiger sind.
    > Schlecht programmierte Software ist immer schlecht, egal in welcher
    > Sprache.
    >
    > > Ebenso ist es witzig, das im öffentlichen Dienst Oracle den DB Bereich
    > > dominiert, darüber redet KEIN MENSCH, da könnten ebenfalls Millionen
    > > eingespart werden, tut aber keiner bzw geben auch hier die
    > überschaubaren
    > > Hersteller den Takt vor.
    > > MySQL, Postgresql oder so ? Ja ab und zu, aber.....ohne Oracle geht gar
    > > nix.
    >
    > Das sind Äpfel und Birnen. Oracle hält sich zumindest an den SQL-Standard.
    > Meist kann man einen Datenbestand zu einer anderen Datenbank umziehen und
    > ist nicht so auf einen Hersteller festgefahren wie bei Windows.
    > Spezialfälle mit bestimmten Funktionen, die benötigt werden, mal außen
    > vor.
    >
    > > Hat man Windows eh, kauft man auch die anderen Lösungen dafür, alles
    > andere
    > > wäre ideologisch, aber nicht ökonomisch.
    >
    > Kurzfristig mag das stimmen, langfristig ist ein geteilter Markt aber
    > förderlich, gerade für die Einsparungen beim Endverbraucher.

    Und was genau nutzt das den Nutzer vor Ort? Nichts! Der braucht die Software genau jetzt und nicht irgendwann wenn ein Entwickler es endlich geschafft hat den Code von einer Windows-Version "irgendwie auch" in die Linux-Welt zu bringen....
    Daher ist nur das "kurzfristig" wichtig - der geteilte Markt ist kaum gewinnbringend zu bearbeiten. (und wenn dann kostet es erst recht mehr als für die Windows-Welt)

    >
    > > Aber hier geht es ja überwiegend um Ideologie.
    >
    > Es geht vorwiegend um Abhängigkeit in alle Ewigkeit, wenn niemand bereit
    > ist, sie zu brechen. Und gerade die öffentliche Verwaltung könnte dafür
    > genug Geld aufwenden.
    ?? Seit wann hat die "öffentliche Verwaltung" genug Geld?? Real heißt es da das die Produkte sofort vorhanden sein müssen (und in der Windows-Welt gibt es nahezu alle notwendigen Produkte sofort verfügbar)

  9. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: Oktavian 01.03.17 - 16:55

    > ..und das Java langsam sei hat hier auch niemand gesagt - obwohl zur
    > Startzeit durchaus Längen auftreten bis der Schrott mal durch die JIT/AOT
    > gejagt wurde.

    Startzeiten sind tatsächlich unter Java ein Problem, dass man, wenn man richtig herangeht, gut in den Griff bekommt. Viele Systeme instantiieren alle benötigten GUI-Elemente gleich in der Startphase, was eben dauert. Die klassischen Bücher und Tutorials animieren auch dazu, da es in kleinen Programmen auch schön einfach so ist.

    Wenn man aber zunächst einmal nur instantiiert, was der Anwender direkt braucht, und den Rest erst im Hintergrund, wenn der Anwender schon arbeitet, fühlt sich die Anwendung und der STart gleich viel geschmeidiger an. Ist aber eben Aufwand, den man treiben muss. Solche Dinge kann man an vielen Stellen optimieren. Datenbankverbindungen und Schnittstellen erst dann, wenn der Anwender sie benötigt, oder wenn Zeit ist, usw.

  10. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: Pete Sabacker 01.03.17 - 16:56

    Als Gegenbeispiel zu Java als Fremdkörper könnte man IntelliJ anführen. Das macht einen fast komplett nativen Eindruck.

  11. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: menno 01.03.17 - 18:09

    JA. Ein "was der Bauer nicht kennt" Problem.

    Ich hatte auf einem Job die Aufgabe, ein Wiki mit ACLs aufzusetzen.
    Das hieß im Klartext: bohre Mediawiki, das dafür nicht wirklich geeignet ist, auf.
    Dokuwiki hingegeben bringt alles von Haus aus mit.
    Kommentar meines Vorgesetzten: kenne ich nicht.

    Software ist natürlich ein großes Problem: die Panik, neues zu lernen, auch.

  12. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: xploded 01.03.17 - 18:14

    Woolsheep schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ebenso ist es witzig, das im öffentlichen Dienst Oracle den DB Bereich
    > dominiert, darüber redet KEIN MENSCH, da könnten ebenfalls Millionen
    > eingespart werden, tut aber keiner bzw geben auch hier die überschaubaren
    > Hersteller den Takt vor.
    > MySQL, Postgresql oder so ? Ja ab und zu, aber.....ohne Oracle geht gar
    > nix.
    >

    Aus dem "Nicht ganz öffentlichen Dienst" weiß ich: Dort wurde Oracle eingesetzt, weil es eben ein verlässlicher (!) Partner ist und eine langfristige Zusammenarbeit wichtiger eingestuft wurde, wie ein günstiger Preis. Man hat einfach berechtige Zweifel daran, das ein OpenSource Produkt die Lebenszeit der Anwendung überlebt.

  13. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: deutscher_michel 01.03.17 - 18:47

    Das sind halt schwachsinns-Entscheidungen von Menschen die keinen Plan habe - daher läuft hier auch im ÖD Lotus Notes mit enger verzahnung zu SAP und anderen Diensten.
    Alle hassen es, aber man bekommt es nicht abgelöst weil das ein riesen Projekt wäre - also schmeisst man lieber Notes mehrere Millionen pro Jahr in den Rachen und lebt mehr schlecht als recht damit.

  14. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: matok 01.03.17 - 19:32

    Woolsheep schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil so gut wie kein Hersteller für Software im Bereich Öffentliche
    > Verwaltung auch nur ansatzweise über Linux nachdenkt, weil es KEIN SCHWEIN
    > HABEN WILL.

    So viel Standardsoftware wird es da gar nicht geben, weshalb Fachanwendungen kein wirkliches Argument für oder gegen ein bestimmten OS sind. Es ist größtenteils Individualsoftware. Ob die auf Windows oder Linux läuft, kann dem Anwender total egal sein, denn er bedient die Fachsoftware und nicht das OS.

    > Es ist schlicht nicht praktikabel, unterm Strich teurer und deshalb
    > dominiert auch bei uns Microsoft den Desktop.

    Der Hauptgrund ist wahrscheinlich eher, es ist bequemer. Aber was will man von Leuten in Behörden auch anderes erwarten, als Verwaltermentalität? Wieso beweglich sein, wenn das Geld unabhängig von irgendwas anderem von oben kommt?

    > Ebenso ist es witzig, das im öffentlichen Dienst Oracle den DB Bereich
    > dominiert, darüber redet KEIN MENSCH, da könnten ebenfalls Millionen
    > eingespart werden, tut aber keiner bzw geben auch hier die überschaubaren
    > Hersteller den Takt vor.

    Das ist richtig. Wobei auch hier Kompetenz aufgebaut werden müsste = unbequem. Denn ein Hauptargument für Oracle ist kommerzieller 24/7 Support.

    > Ob es der IT-Gemeinde gefällt oder nicht, es ist so. Die ganzen IT-ler
    > hier, die so gute Ideen haben, wie man Microsoft "vertreiben" kann, können
    > ja mit gutem Beispiel voran gehen, mal die Lösungen im jeweiligen
    > Landesrecht einfach mal entwickeln, versuchen diese zu vertreiben und alles
    > besser machen. Und dabei genug Geld zu verdienen, das die eigene Klitsche
    > überlebt.

    Und wieso baut das Land dann nicht einfach selbst eine Abteilung auf, die das entwickelt anstatt eine Klitsche zu beauftragen, die garantiert auch nicht günstiger arbeitet?

    > 1-2 Anwendungen, die zwingend ein Microsoft-OS vorraussetzen, sind für den
    > Dienstbetrieb ein K.O.-Kriterium für Linux.

    Tja, ein Grund mehr, das selbst in die Hand zu nehmen. Genau darum ging es ja bei Limux. Es scheitert jetzt aber nicht an Linux, sondern an Inkompetenz auf allen Ebenen. Indes der Wechsel zu MS wird an der Inkompetenz nichts ändern.

    > Hat man Windows eh, kauft man auch die anderen Lösungen dafür, alles andere
    > wäre ideologisch, aber nicht ökonomisch.

    Kurzfristig oder langfristig? Und wie sieht es aus mit Entscheidungsfreiheit? Mit Sicherheit? Neben dem Preis gibt es weitere Entscheidungskriterien, die du ignorierst.

    > Aber hier geht es ja überwiegend um Ideologie.

    Du bist ebenso ideologisch. Nur eben auf andere Art und Weise.

  15. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: menno 01.03.17 - 19:39

    xploded schrieb:
    [...]
    > Aus dem "Nicht ganz öffentlichen Dienst" weiß ich: Dort wurde Oracle
    > eingesetzt, weil es eben ein verlässlicher (!) Partner ist und eine
    > langfristige Zusammenarbeit wichtiger eingestuft wurde, wie ein günstiger
    > Preis. Man hat einfach berechtige Zweifel daran, das ein OpenSource Produkt
    > die Lebenszeit der Anwendung überlebt.

    Ist das der wirkliche Grund? "einfach berechtige Zweifel"? Der ist wirklich gut.
    So manches "Leuchtturmprojekt" lebt schon lange ziemlich gut.
    z.B. Apache, Samba, Linux (Kernel)
    Wahrscheinlich sind etliche OpenSource Projekte älter als so manche Firma, die selbige in Frage stellen. Und werden bestimmt noch fröhlich leben, wenn diese Firmen Vergangenheit sind.
    Hinter vielen wichtigen OpenSource Projekten stehen heute Firmen, die auf diese Projekte angewiesen sind.
    Vielleicht dann auch lieber keinen Mercedes kaufen.
    Vielleicht steigen die ja morgen aus dem Autogeschäft aus.

  16. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: Alcatraz 01.03.17 - 19:59

    Woolsheep schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ....sehe ich jede menge ITler, die in ihrem Elfenbeinturm keine Ahnung
    > haben, wie es im Softwaremarkt für Verwaltungen so aussieht.
    >
    > Ich arbeite im öffentlichen Dienst als Admin und sorry, Linux auf dem
    > Desktop ist und bleibt eine Illusion, zumindestens in der Verwaltung.
    > Warum ?
    >
    > Weil so gut wie kein Hersteller für Software im Bereich Öffentliche
    > Verwaltung auch nur ansatzweise über Linux nachdenkt, weil es KEIN SCHWEIN
    > HABEN WILL.
    >
    > Wir haben hier bei uns in der IT über OpenSource-Lösungen nachgedacht,
    > haben es ebenfalls (nach Musterbeispiel München) mit Linux versucht und es
    > ganz schnell wieder gelassen.
    >
    > Es ist schlicht nicht praktikabel, unterm Strich teurer und deshalb
    > dominiert auch bei uns Microsoft den Desktop.
    > Oder wieso ist LimUx nur eine "bessere" Distro inkl Wine gewesen ?
    > Tja....ich weiss es.
    >
    > Dies liegt aber nicht an einer Wettbewerbsverzerrung seitens Mikrosoft,
    > sondern es liegt schlicht und ergreifend an dem einfachen Prinzip Angebot
    > und Nachfrage.
    >
    > Langsam versuchen die Entwickler, etwas plattformunabhängiger zu werden,
    > oft zu Preis einer schlechteren Performance, übleren GUIs und unzufriedenen
    > Usern.
    > Darf ich in diesem Zusammenhang die Pest JAVA erwähnen ? Seufz....
    > Webbasierte Anwendungen ?
    > Ja geht, aber leider nicht in allen Fällen und wenn ist das Ergebnis
    > schlechter, als die Altlösungen unter .Net
    >
    > Ebenso ist es witzig, das im öffentlichen Dienst Oracle den DB Bereich
    > dominiert, darüber redet KEIN MENSCH, da könnten ebenfalls Millionen
    > eingespart werden, tut aber keiner bzw geben auch hier die überschaubaren
    > Hersteller den Takt vor.
    > MySQL, Postgresql oder so ? Ja ab und zu, aber.....ohne Oracle geht gar
    > nix.
    >
    > Ob es der IT-Gemeinde gefällt oder nicht, es ist so. Die ganzen IT-ler
    > hier, die so gute Ideen haben, wie man Microsoft "vertreiben" kann, können
    > ja mit gutem Beispiel voran gehen, mal die Lösungen im jeweiligen
    > Landesrecht einfach mal entwickeln, versuchen diese zu vertreiben und alles
    > besser machen. Und dabei genug Geld zu verdienen, das die eigene Klitsche
    > überlebt.
    >
    > Ich würde mich freuen, bezweifle aber, das ihr damit überlebensfähig sein
    > würdet.
    > Denn was alle vergessen:
    > 1-2 Anwendungen, die zwingend ein Microsoft-OS vorraussetzen, sind für den
    > Dienstbetrieb ein K.O.-Kriterium für Linux.
    > Hat man Windows eh, kauft man auch die anderen Lösungen dafür, alles andere
    > wäre ideologisch, aber nicht ökonomisch.
    >
    > Aber hier geht es ja überwiegend um Ideologie.
    > Viel Spass weiterhin dabei.

    + + +

    100% agree

  17. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: violator 01.03.17 - 20:18

    windermeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na wenn keiner wechselt, weil jeder denkt, dass es die Software eh nicht
    > gibt, wird sich daran auch nichts ändern.

    > Weil alle sich starr daran halten, nur Windows zu verwenden. Wo soll die
    > Linux-Software denn her kommen?

    Was denn jetzt? Gibts die Software doch und alle "denken nur, dass es sie nicht gibt" oder gibt es sie tatsächlich nicht, wodurch die Leute ja dann zurecht kein Linux nutzen, weil es so keinen Sinn macht?

  18. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: xploded 01.03.17 - 20:59

    menno schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > xploded schrieb:
    > [...]
    > > Aus dem "Nicht ganz öffentlichen Dienst" weiß ich: Dort wurde Oracle
    > > eingesetzt, weil es eben ein verlässlicher (!) Partner ist und eine
    > > langfristige Zusammenarbeit wichtiger eingestuft wurde, wie ein
    > günstiger
    > > Preis. Man hat einfach berechtige Zweifel daran, das ein OpenSource
    > Produkt
    > > die Lebenszeit der Anwendung überlebt.
    >
    > Ist das der wirkliche Grund? "einfach berechtige Zweifel"? Der ist wirklich
    > gut.
    > So manches "Leuchtturmprojekt" lebt schon lange ziemlich gut.
    > z.B. Apache, Samba, Linux (Kernel)
    > Wahrscheinlich sind etliche OpenSource Projekte älter als so manche Firma,
    > die selbige in Frage stellen. Und werden bestimmt noch fröhlich leben, wenn
    > diese Firmen Vergangenheit sind.
    > Hinter vielen wichtigen OpenSource Projekten stehen heute Firmen, die auf
    > diese Projekte angewiesen sind.
    > Vielleicht dann auch lieber keinen Mercedes kaufen.
    > Vielleicht steigen die ja morgen aus dem Autogeschäft aus.

    Immer diese Autovergleiche, ohne Worte. Die angeführten Beispiele sind korrekt. Es gibt aber auch ausreichend Beispiele auf der anderen Seite. Das Risiko, das ein Projekt in verschiedene Forks zerfällt besteht nun einmal. Das kann man nicht wegreden. Und es gibt Unternehmen, wo eine gewisse Zuverlässigkeit höher bewertet wird und auch sehr kritisch beurteilt wird. Es gibt natürlich keine 100% Sicherheit.

  19. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: cpt.dirk 01.03.17 - 21:19

    Tja, das ist leider u. U. nur eine gefühlte Sicherheit.

    Ein proprietäres Produkt kann morgen eingestampft werden, im idealfall hat man dann noch ein paar Jährchen Wartungssupport - neue Features gibt es keine.

    Oder aber der Hersteller geht in die Insolvenz, bzw. wird aufgekauft.

    Selbst Erweiterungen entwickeln, bzw. Support leisten, oder Dritte damit beauftragen ist nicht möglich, weil kein Quellcode vorliegt und lizenzrechtliche Schranken bestehen.

    Open-Source-Projekte "sterben" nicht - es gibt möglicherweise niemanden mehr, der sie weiterentwickeln WILL, es kann aber zu jeder Zeit jemand den Code wieder forken und weiterpflegen, was auch oft genug geschieht.

    Proprietäre Software, und jede andere, die darauf aufbaut, die stirbt tatsächlich, weil sie niemand mehr weiterentwickeln KANN.

  20. Re: Wenn ich das hier so lese.....

    Autor: cpt.dirk 01.03.17 - 21:57

    Alcatraz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Woolsheep schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ....sehe ich jede menge ITler, die in ihrem Elfenbeinturm keine Ahnung
    > > haben, wie es im Softwaremarkt für Verwaltungen so aussieht.
    > >
    > > Ich arbeite im öffentlichen Dienst als Admin und sorry, Linux auf dem
    > > Desktop ist und bleibt eine Illusion, zumindestens in der Verwaltung.
    > > Warum ?

    Mit anderen Worten, du sitzt als Admin in einem feuchten Kämmerchen, an der "Verteilerstelle" für Software und beurteilst, welche Bedürfnisse und Anwendungsfälle die Endanwender haben, plus, wie effizientes Softwaredesign aussieht?

    Nun, so wie ich es sehe, ist LiMux aktuell in der Verwaltung Realität, und keine Illusion. Insofern macht deine Aussage wenig Sinn - selbst wenn es einige gibt, die LiMux ungeschehen machen wolllen (und das sind offenbar nicht die "IT'ler").

    > > Weil so gut wie kein Hersteller für Software im Bereich Öffentliche
    > > Verwaltung auch nur ansatzweise über Linux nachdenkt, weil es KEIN
    > SCHWEIN
    > > HABEN WILL.

    Es wollten offenbar genug Leute LiMux haben, damit das Projekt ins Leben gerufen wurde - und diese Leute haben sich offenbar sehr VIELE Gedanken darüber gemacht, sonst hätten sie nicht einen völlig NEUEN Weg beschritten, allen Widerständen zum trotz.

    Und dabei hat Geld sicher eine große, indes wohl aber nicht die einzige Rolle gespielt.

    > > Wir haben hier bei uns in der IT über OpenSource-Lösungen nachgedacht,
    > > haben es ebenfalls (nach Musterbeispiel München) mit Linux versucht und
    > es
    > > ganz schnell wieder gelassen.

    Vielleicht hat man in deiner Firma nicht sehr gründlich nachgedacht, denn sonst wäre man möglicherweise entweder zum Entschluss gekommen, es gleich von vornherein sein zu lassen, oder aber die Sache durchzuziehen - anders also, als im Projekt LiMux, das real existiert und lauffähig ist.

    > > Dies liegt aber nicht an einer Wettbewerbsverzerrung seitens Mikrosoft,

    "Mikrosoft" hat sichlich keinerlei wettbewerbsverzerrende Praktiken im Programm, allerdings wohl aber, lt. höchstrichterlichen Beschlüssen, Microsoft.

    > > Langsam versuchen die Entwickler, etwas plattformunabhängiger zu werden,
    > > oft zu Preis einer schlechteren Performance, übleren GUIs und
    > unzufriedenen
    > > Usern.
    > > Darf ich in diesem Zusammenhang die Pest JAVA erwähnen ? Seufz....
    > > Webbasierte Anwendungen ?
    > > Ja geht, aber leider nicht in allen Fällen und wenn ist das Ergebnis
    > > schlechter, als die Altlösungen unter .Net

    Deinen Zusammenhang kann ich pauschal nicht erkennen, sorry.
    Native Anwendungen sind dann schneller, wenn sie effizient programmiert sind.

    Dasselbe gilt für Java-, wie für Webanwendungen (Fat- vs. Thinclients), wobei hier, anders als bei nativen Standalone-Anwendungen, die Performance von Server und Netzwerk eine erhebliche Rolle spielen. Das solltest du als Admin ja eigentlich wissen.

    Im Übrigen könnte man auch .Net-Anwendungen zu nativen Linuxanwendungen auf Basis von Mono portieren - wenn man das wollte.

    So oder so würde man auch wieder zukunftsfähig.

    > > Ob es der IT-Gemeinde gefällt oder nicht, es ist so. Die ganzen IT-ler
    > > hier, die so gute Ideen haben, wie man Microsoft "vertreiben" kann,
    > können
    > > ja mit gutem Beispiel voran gehen, mal die Lösungen im jeweiligen
    > > Landesrecht einfach mal entwickeln, versuchen diese zu vertreiben und
    > alles
    > > besser machen. Und dabei genug Geld zu verdienen, das die eigene
    > Klitsche
    > > überlebt.

    Können die IT'ler nicht, denn die Entscheidungen werden in den meisten Fällen von relativ IT-fernen Entscheidern aus den Bauch heraus getroffen.
    Siehe vom Stadtrat geforderte Rückmigration zu Windows.

    Und ja, bei Open-Source wird i.d.R. über den Support, bzw. über Schulungen Geld verdient - wenn überhaupt. Denn viele (auch Firmen wie Microsoft übrigens) arbeiten an Open-Source-Projekten mit, um diese dann selbst zu nutzen, offenbar weil es effizienter und produktiver ist, gemeinschaftlich zu entwickeln.

    So sieht's wohl aus.

    > > Denn was alle vergessen:
    > > 1-2 Anwendungen, die zwingend ein Microsoft-OS vorraussetzen, sind für
    > den
    > > Dienstbetrieb ein K.O.-Kriterium für Linux.
    > > Hat man Windows eh, kauft man auch die anderen Lösungen dafür, alles
    > andere
    > > wäre ideologisch, aber nicht ökonomisch.

    Diese 1-2 Anwendungen entwickelt man dann plattformunabhängig entweder selbst, oder gibt sie in Auftrag - nichts anderes besagt ja der Änderungsantrag, Punkt 6b) des Stadtratsbeschlusses.

    Andernfalls muss man eben mit Virtualisierung arbeiten - heute auch kein Problem.

    > > Aber hier geht es ja überwiegend um Ideologie.
    > > Viel Spass weiterhin dabei.

    Also offenbar auch dir.
    Den Spaß (und Nutzen) werden wir schon haben - dann aber Viele, nicht nur einige Wenige - s. Linux.

    > + + +
    >
    > 100% agree

    Egro: nur 10% agree

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. h.a.l.m. elektronik gmbh, Frankfurt am Main
  2. Regierungspräsidium Tübingen, Stuttgart
  3. über duerenhoff GmbH, Raum Münster
  4. Allianz Deutschland AG, Stuttgart

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 23,99€
  2. (u. a. Stellaris Galaxy Edition für 11,99€, Stellaris: Apocalypse für 9,50€)
  3. (u. a. Struggling für 8,99€, Jurassic World Evolution für 11,25€, Jurassic World Evolution...
  4. 4,86€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Logistik: Hamburg bekommt eine Röhre für autonome Warentransporte
Logistik
Hamburg bekommt eine Röhre für autonome Warentransporte

Ein Kölner Unternehmen will eine neue Elbunterquerung bauen, die nur für autonom fahrende Transporter gedacht ist.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Intelligente Verkehrssysteme Wenn Autos an leeren Kreuzungen warten müssen
  2. Verkehr Akkuzüge sind günstiger als Brennstoffzellenzüge
  3. Hochgeschwindigkeitszug JR Central stellt neuen Shinkansen in Dienst

CalyxOS im Test: Ein komfortables Android mit einer Extraportion Privacy
CalyxOS im Test
Ein komfortables Android mit einer Extraportion Privacy

Ein mobiles System, das sich für Einsteiger und Profis gleichermaßen eignet und zudem Privatsphäre und Komfort verbindet? Ja, das geht - und zwar mit CalyxOS.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Alternatives Android im Test /e/ will Google ersetzen

iPad Air 2020 im Test: Apples gute Alternative zum iPad Pro
iPad Air 2020 im Test
Apples gute Alternative zum iPad Pro

Das neue iPad Air sieht aus wie ein iPad Pro, unterstützt dasselbe Zubehör, kommt mit einem guten Display und reichlich Rechenleistung. Damit ist es eine ideale Alternative für Apples teuerstes Tablet, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablet Apple stellt neues iPad und iPad Air vor