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Mit BSD wäre das nicht passiert ;-)

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  1. Re: Mit BSD wäre das nicht passiert ;-)

    Autor: a user 22.03.18 - 10:13

    LordDeath schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berechtiger Einwand!
    > Allerdings habe ich wegen der Unterscheidung zwischen der Freiheit des
    > Users und der Freiheit des Programmierers leichte Bauchschmerzen bezüglich
    > der "Freiheit" der GPL. Die "Free" Software Foundation hat hier irgendwie
    > die Hoheit auf die Bedeutung des Wortes "Freiheit" beansprucht und imho
    > fühlt es sich falsch an, die GPL als freie Lizenz zu bezeichnen. Wenn die
    > Lizenz frei wäre, dann könnte ich sie nicht 'falsch' verwenden und mich
    > damit in rechtliche Probleme bringen. Aber ich glaub, jetzt bin ich ganz
    > Offtopic...

    Auf so einen Text kann man auch nur kommen, wenn man nicht mehr als den Titel einer Lizenz gelesen hat -.-

  2. Re: Mit BSD wäre das nicht passiert ;-)

    Autor: FreiGeistler 22.03.18 - 12:10

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die GPL ist mit Sicherheit kein Mehrwert für den Benutzer. Der Benutzer
    > wird sich kaum für ein Telefon von 100-300¤ einen Entwickler anstellen und
    > dem zig Stunden bezahlen irgendein Problem zu fixen. Am Ende kann er dafür
    > einen Sack voll Telefone kaufen. Als Benutzer sehe ich hier die Masse der
    > Gerätenutzer. Gleiches gilt für den Rest der Geräte die mit einem
    > Linuxkernel oder anderer GPL Software laufen.

    Tjaa, und warum gibt es Smartphones für 200 - 300 Euro, hmm?
    Wegen Apple oder Microsoft sicher nicht.

  3. Re: Mit BSD wäre das nicht passiert ;-)

    Autor: bofhl 05.04.18 - 15:41

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bofhl schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Und schon mal versucht mit einem der Kernel-Leute eine korrekte,
    > sinnvolle
    > > Kommunikation aufzubauen?
    > > (mein Tipp: vorher schon einen mehrwöchigen Urlaub für Nachher einplanen
    > > und nicht vergessen vorher wochenlang auf Kaffee/Tee/etc. verzichten...)
    >
    > Auf was willst du mit deiner Andeutung hinaus? Ja, ich hatte einen sehr
    > angenehmen und zielführenden Schriftwechsel mit Peter Hutterer, der trotz
    > meiner "noob" Fragen sehr ausführliche Antworten formuliert hat die mich in
    > meinem Projekt sicherlich um Monate voran getrieben haben. Was willst du
    > Peter Hutterer hier also unterstellen?

    Da Peter Hutterer bei Red Hat für die X-Win-Sachen zuständig ist - und daher eher am Rand direkt am eigentlich Kernel mitarbeitet sowie im Umgang mit anderen als "Hervorragender Lehrer" betrachtet werden kann - kann man ihn hier eher als Ausnahme betrachten.
    Versuch mal das selbe bei einigen andern Kernel-Leuten! Wenn die antworten, dann meist ala "lies die Dokus".

  4. Re: Mit BSD wäre das nicht passiert ;-)

    Autor: metux 18.10.18 - 16:16

    > Dennoch geben viele Firmen auch bei den BSDs wieder den Code zurück. Ab
    > einem gewissen Mehrwert wird es für die meisten Firmen zu teuer, ihren
    > einen Fork der Codebase zu pflegen. Daher geben sie lieber ihre Änderungen
    > wieder zurück an den Upstream, um sich selber zu entlasten.

    Bei den meisten betroffenen Geräten/Herstellern greift das schon deshalb nicht, weil
    die praktisch überhaupt nix pflegen. Ich bin ja viel in der Embedded-Welt unterwegs,
    und was ich da zuweilen erleben muß ist qualitativ absolut minderwertig - bei vergleichbarer
    Schlamperei auf elektrischer Ebene gäbe es da nichtmal ein schnödes CE-Zeichen.

    > Meine Vermutung: Diese kleinen Buden, die die Lizenz von Linux verletzen,
    > haben eigentlich keinen wirklichen Mehrwert für den Upstream produziert,
    > weswegen auch bei Einhaltung der Lizenz, kein Code zurück fließen würde.

    Das stimmt zwar - deren Code ist meist so miserabel, daß ihn niemand verwenden
    möchte. Aber der Rückfluß zur Mainline ist ja nur *ein* Teil des Deals. Vorallem
    geht es bei der GPL darum, daß der Nutzer sein Gerät / den betreffenden GPL-Code
    selbst anpassen und dort wieder lauffähig machen kann (deshalb ja auch die Anti-
    Tivoisierungs-Klausel in der GPLv3).

    *DAS* ist der eigentliche Deal. Und diesen *wollen* viele Firmen schlicht garnicht
    einhalten (damit sind wir schon beim Eingehungsbetrug) - sie *wollen* unwartbaren
    Müll verticken, damit man möglichst bald wegwerfen und neu kaufen muß.
    (bei den Taschencomputern mit Telefoniefunktion ist das zB. mehr als offentsichtlich)

    > Ansonsten ist auch die Linux Community gegen das Einklagen der
    > GPL-Pflichten: lists.linuxfoundation.org

    Nicht "die Community", sondern einige Leute. Andere sind sehr wohl dafür.

    Ich persönlich bin sehr dafür, vorallem die großen und besonders arroganten
    Buden (zB. Xilinx) mit der juristischen Stalinorgel zu bombardieren, bis sie endlich
    aufhören, unsere Arbeit zu mißbrauchen.

    > Vielleicht hätten die auch lieber einen *wirklich* frei lizenzierten Kernel? ;-)

    *frei* in wessen Sinne genau ?

    --mtx

  5. Re: Mit BSD wäre das nicht passiert ;-)

    Autor: metux 18.10.18 - 16:41

    > Interessant finde ich ja, dass die Linux Entwickler bewusst gegen eine
    > stabile ABI für Treiber sind, damit die Hersteller einen weiteren Anreiz
    > haben, ihre Treiber direkt in den Kernel einzupflegen.

    Das wäre auch technisch Schwachsinn. Der Linux-Kernel lebt davon, daß wir jederzeit
    (wenn *technisch* sinnvoll) auch interne APIs ändern können, und nicht etwa für Äonen
    alten Mist mitschleppen müssen (sonst wäre ca. 80% nur sinnloser Wrapper-Code, der
    alles nur lahm und unwartbar macht). Und eine ABI-Garantie geht schon gar nicht mit
    den unzähligen verschiedensten Target-Plattformen ("Target" meint hier auch individuelle
    SoCs oder gar Boards) und dutzenden Target-Spezifischen Optimierungen, etc, etc.

    Wer sollte diesen Irrsinn denn pflegen ? Schonmal daran gedacht, wie das in der Praxis
    konkret ablaufen soll ?

    > In Wirklichkeit ist das leider ein gefundenes Fressen für die SoC
    > Entwickler: Sobald die entsprechende Kernel-Version für ihren Chip
    > End-of-Life ist, haben sie einen schönen Grund, den Support einzustellen.

    Die SoC-Hersteller brauchen selbst gar keinen "Support" anbieten (den sie üblicherweise
    eh nicht hinbekommen bzw. nichtmal die nötigen Resourcen haben (wollen)). Dafür gibts
    die Community, zT. einige vorbildliche Board-Hersteller (zB. Phytec) und uns Integratoren.

    Freilich ist es löblich, wenn einige Silicon-Vendors auch mal paar Leute abstellen und selbst
    etwas beitragen, aber für jeden SoC einen Fork (vendor-kernel) ist vielleicht für ein kleines
    Messe-Demo nett - für die Praxis (vorallem bei langen Lebenszeiten) können wir das
    überhaupt nicht gebrauchen.

    > Die alten Binary-Treiber gehen nicht mehr mit neueren Kernel Versionen und
    > die Obsoleszenz ist wie geplant eingetreten.

    Die Obsoleszenz ist bereits beim Verkauf des Produkts eingetreten. Binary-Only-Treiber sind
    idR. dermaßen miserabel, daß sie keinesfalls zum Produktiveinsatz taugen.

    > Die gute Absicht der Linux Entwickler wird hier also missbraucht bzw.
    > zweckentfremdet, um Smartphones schneller altern zu lassen.

    Wir sollten diese Wegwerf-Geräte einfach nicht mehr kaufen. Punkt, aus.

    --mtx

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