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Die Lösung muss für sich selbst sprechen, ohne externe Anreize
Autor: Berlinlowa 28.04.20 - 13:19
Es kann nur eine einzige Lösung für eine App geben, deren Zweck die Überwachung einer großen Menge der Bevölkerung ist: die Bevölkerung selbst muss es wollen.
Die Vorteile der App müssen so groß sein, dass sie (fast) jeder freiwillig installiert.
Dazu muss als erstes geklärt sein, ob solch eine App überhaupt sinnvoll ist. Von Experten - Politiker sind meist keine Experten in diesem Bereich.
Baut uns dann eine sichere App, die unsere Privatssphäre achtet, keine bestimmte Personengruppe ausgrenzt, keine Daten unnötig preisgibt oder sammelt, auf Freiwilligkeit beruht, den Akku nicht unnötig leer saugt, keine zusätzlichen Kosten (z.B. für Traffic) erzeugt. Und das alles nachprüfbar, als OpenSource, mit höchsten Sicherheitsstandards.
Zum Beispiel könnte man vorher mal beim CCC vorbei schauen und überlegen, ob die zehn Punkte alle eingehalten werden: https://www.ccc.de/de/updates/2020/contact-tracing-requirements
Dann werden die Bürger diese App auch installieren, freiwillig. Da braucht es keinen Zwang und Gängelung, einfach mal einen guten Job machen reicht. -
Re: Die Lösung muss für sich selbst sprechen, ohne externe Anreize
Autor: BlindSeer 28.04.20 - 13:30
Ich finde sogar, dass jede Diskussion über Vorteile, Pflichten und Konsequenzen eine Axt am Bäumchen des notwendigen Vertrauens in die App ist.
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Re: Die Lösung muss für sich selbst sprechen, ohne externe Anreize
Autor: Schnarchnase 28.04.20 - 13:57
Ein Zwang ist überhaupt nicht durchsetzbar. Die App wird überhaupt nur für zwei Systeme entwickelt, es gibt aber noch bedeutend mehr die alle außen vor gelassen werden. Ganz zu schweigen von Menschen die wirklich kein Smartphone, vielleicht nocht nicht mal ein Mobiltelefon besitzen.
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Re: Die Lösung muss für sich selbst sprechen, ohne externe Anreize
Autor: Mandri 28.04.20 - 14:26
Schnarchnase schrieb:
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> Ganz zu schweigen von Menschen die wirklich kein
> Smartphone, vielleicht nocht nicht mal ein Mobiltelefon besitzen.
Kein Problem, das sind die 40%, die man nicht benötigt, damit die App Erfolg hat.
60% Nutzer sollen ja reichen. -
Re: Die Lösung muss für sich selbst sprechen, ohne externe Anreize
Autor: Flexor 28.04.20 - 14:34
Mandri schrieb:
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> Schnarchnase schrieb:
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> > Ganz zu schweigen von Menschen die wirklich kein
> > Smartphone, vielleicht nocht nicht mal ein Mobiltelefon besitzen.
> Kein Problem, das sind die 40%, die man nicht benötigt, damit die App
> Erfolg hat.
> 60% Nutzer sollen ja reichen.
Da muss ich mal ganz blöd fragen, wieso reichen 60%?
Wenn die 40% untereinander sich durchwegs anstecken und es keine Möglichkeit gibt zurückzuverfolgen wo wer wen angesteckt hat, sind wir doch genau da wo wir jetzt auch sind oder habe ich hier einen Denkfehler?
Wenn der CCC sein "Approved" gibt, installiere ich mir die App freiwillig.
Sollte mir aber der Staat sagen "du hast das zu tun" bin ich sofort raus, das Ding landet auf einem alten gerooteten Android Handy was Bluetooth LE nicht unterstützt und was die Internetverbindung von allen Apps über einen VPN erzwingt und wo ich Kamera und Mikrofon unabhängig von den Androideinstellungen ausstellen kann. -
Re: Die Lösung muss für sich selbst sprechen, ohne externe Anreize
Autor: packansack 28.04.20 - 15:07
Wie kann man sich wegen sowas die Hose nur dermaßen voll machen. Denkst du, die Polizei wird vorm Aldi stehen und allen Leuten ihr Handy abnehmen, sie bitten zu entsperren und dann nachschauen, ob eine App installiert ist? Und bei denen, wo das nicht der Fall ist, ein Knöllchen in die Hand drücken? Oder Handschellen anlegen? Denkst du das wirklich? Deutschland, Land der Schisser.
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Re: Die Lösung muss für sich selbst sprechen, ohne externe Anreize
Autor: ZuWortMelder 28.04.20 - 16:35
Ich glaub solch Zeiten hatten wir schon mal.
War nur umgekehrt:
Warst Du "markiert" durftest Du nicht rein.
Die Amis hatten es da mal einfacher;
Da musstest Du nix mit dir führen, da reichte die Hautfarbe. -
Re: Die Lösung muss für sich selbst sprechen, ohne externe Anreize
Autor: Kleba 28.04.20 - 19:17
Flexor schrieb:
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> Da muss ich mal ganz blöd fragen, wieso reichen 60%?
> Wenn die 40% untereinander sich durchwegs anstecken und es keine
> Möglichkeit gibt zurückzuverfolgen wo wer wen angesteckt hat, sind wir doch
> genau da wo wir jetzt auch sind oder habe ich hier einen Denkfehler?
Ich bin mir nicht sicher, ob es 60% oder 70% waren. Aber das Problem ist wohl die Menge der benötigten Ressourcen (=Personal, Dokumentation) welches für die manuelle Nachverfolgung benötigt wird.
Wenn ein Großteil der Kontakte im Infektionsfall schon durch die App informiert werden können, ist der Aufwand für die manuelle Nachverfolgung von dem Rest wohl überschaubar (so hab ich es verstanden). -
Re: Die Lösung muss für sich selbst sprechen, ohne externe Anreize
Autor: JensBerlin 29.04.20 - 12:10
Zu den Prozentzahlen:
Aus meiner Sicht gibt es zwei Begründungen. Einerseits läuft sich eine Ansteckung tot, es werden also Ansteckungsketten auf natürliche Weise unterbrochen. Andererseits müssen bei dieser Art von Virus (Weitergabe bei scheinbarer Gesundheit) "die Mobilen" die App nutzen, der Erste steckt andere Personen an (und wird sowieso krank), die zweite Reihe hat sich möglicherweise im öffentlichen Raum oder auf der Arbeit angesteckt und wird dann gewarnt, bevor sie ihre Großeltern besuchen (die sowieso immer in den gleichen Supermarkt gehen).
P.S. Der CCC wird kein Zertifikat vergeben, steht extra in dem (sehr guten) 10-Punkte-Dokument. -
Re: Die Lösung muss für sich selbst sprechen, ohne externe Anreize
Autor: BlindSeer 29.04.20 - 13:23
Das Problem ist, dass die 2. Reihe schon nicht mehr getestet wird, sondern zwei Wochen in Quarantäne versetzt wird und man abwartet ob Symptome kommen. Die 3. Reihe spürt gar keine Auswirkung (eigene Erfahrung). Wenn also die 2. Reihe positiv ist können jene aus der 3. Reihe lustig weter die Seuche verteilen, falls sie was abbekommen haben. Zumindest bis Reihe 2 zu Reihe 1 für sie wird... So wird das nix mit Eindämmung.



