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Fiber to the Media

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  1. Fiber to the Media

    Autor: wire-less 02.06.14 - 20:00

    wieder mal ein Fiberjubelartikel.
    Ums in die Medien zu schaffen muss es wohl so sein.

    Den Gedanken das die das selbst machen find ich gut. Aber was soll das Festlegen auf eine Technik. Das Internet ist einfach ein IP-Netzwerk. Warum baue ich dann nicht einfach ein IP-Netzwerk und nehme die jeweils passende Technik.

    D.h. Nachbarn schließen sich zusammen. Da wo ich graben kann und <100m bin kann ich einfach Ethernet/Kupfer nehmen. Wo's länger ist grabe ich eine Faser ein. Wo's graben zu aufwändig ist nehme ich Funk.

    So wenn ich jetzt den Bürgern ermögliche den Spaten selbst in die Hand zu nehmen und ein Kabel/Rohrverzeichnis auf der Gemeinde anlege und Pflege komme ich doch schon sehr schnell sehr weit ohne eine Firma gründen zu müssen.

    Zur Erinnerung: Früher wurde das Telefon/Stromkabel auch einfach über die Häuser gelegt. D.h. ich muss auch nicht überall graben.

  2. Re: Fiber to the Media

    Autor: Workoft 03.06.14 - 00:58

    Das geht mit wenigen Haushalten. Für einige hundert Menschen müssen aber auf jeden Fall ein paar Router her und schnellere Verbindungen zwischen diesen. Du kannst nicht 641 Einwohner in ein Subnetz packen ohne Probleme zu bekommen. Ethernet funktioniert auf kurzen Entfernungen, für Strecken über 100m müsste ein Repeater dazwischen, da kann man auch gleich Glasfaser legen. Da sind zwar die Anfangskosten unter Umständen sogar teurer, die Wartungskosten aber mit Sicherheit geringer.
    Im Grunde sind Kuperkabel für Hausinterne Verteilung gut - dort wo es scharfe knicke gibt (Glasfaser kann das nicht) und die Entfernungen gering sind.

    Zu deinem Vergleich: Bedenke, dass Stromkabel mit Informationskabeln nicht viel zu tun haben und dass die Anforderungen, die an eine Breitbandverbindung gestellt werden, wesentlich höher sind, als die, die an eine Telefonleitung gestellt werden.

  3. Re: Fiber to the Media

    Autor: wire-less 03.06.14 - 06:56

    Workoft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das geht mit wenigen Haushalten. Für einige hundert Menschen müssen aber
    > auf jeden Fall ein paar Router her und schnellere Verbindungen zwischen
    > diesen. Du kannst nicht 641 Einwohner in ein Subnetz packen ohne Probleme
    > zu bekommen. Ethernet funktioniert auf kurzen Entfernungen, für Strecken
    > über 100m müsste ein Repeater dazwischen, da kann man auch gleich Glasfaser
    > legen. Da sind zwar die Anfangskosten unter Umständen sogar teurer, die
    > Wartungskosten aber mit Sicherheit geringer.
    > Im Grunde sind Kuperkabel für Hausinterne Verteilung gut - dort wo es
    > scharfe knicke gibt (Glasfaser kann das nicht) und die Entfernungen gering
    > sind.
    >
    > Zu deinem Vergleich: Bedenke, dass Stromkabel mit Informationskabeln nicht
    > viel zu tun haben und dass die Anforderungen, die an eine
    > Breitbandverbindung gestellt werden, wesentlich höher sind, als die, die an
    > eine Telefonleitung gestellt werden.

    Ich meinte nicht das man Glasfaser vermeiden sollte. Aber man sollte als Bürgernetz nicht einfach nur die Telekom nachbilden und Schema-F fahren. Router kosten kein Vermögen mehr. Man kann da schon viel sparen wenn man da wo's geht einfach ein Netzwerkkabel nimmt.

  4. Re: Fiber to the Media

    Autor: Icestorm 03.06.14 - 08:14

    wire-less schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich meinte nicht das man Glasfaser vermeiden sollte. Aber man sollte als
    > Bürgernetz nicht einfach nur die Telekom nachbilden und Schema-F fahren.
    > Router kosten kein Vermögen mehr. Man kann da schon viel sparen wenn man da
    > wo's geht einfach ein Netzwerkkabel nimmt.

    Angenommen, es würde eine Mischinfrastruktur Kupfer/Glasfaser/Funk geben, und jemand würde schlechter versorgt werden als andere, wer will hinterher den Kopf hinhalten? Also nimmt man ein einheitliches Medium für alle. Irgendwann muss man zu einer Entscheidung kommen, welches Medium an nutzt. Wenn man noch die Zukunftssicherheit einplant, dann nimmt man das dafür geeignetste. Ich möchte als Planer oder Bürgermeister nicht in 20 Jahren vor die Gemeinde treten und ihr neue Investitionen abverlangen, weil bei Funk oder Kupfer die Bandbreite nichtmehr ausreicht. Bei vernünftiger Wahl dürfte ein Netz auch gigabittauglich oder mehr sein. Bei Kupfer ist irgendwann Schluss, ist doch schon Vectoring ein Klimmzug mit drei Händen.

  5. Re: Fiber to the Media

    Autor: wire-less 03.06.14 - 09:13

    Icestorm schrieb:
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    > wire-less schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich meinte nicht das man Glasfaser vermeiden sollte. Aber man sollte als
    > > Bürgernetz nicht einfach nur die Telekom nachbilden und Schema-F fahren.
    > > Router kosten kein Vermögen mehr. Man kann da schon viel sparen wenn man
    > da
    > > wo's geht einfach ein Netzwerkkabel nimmt.
    >
    > Angenommen, es würde eine Mischinfrastruktur Kupfer/Glasfaser/Funk geben,
    > und jemand würde schlechter versorgt werden als andere, wer will hinterher
    > den Kopf hinhalten? Also nimmt man ein einheitliches Medium für alle.
    > Irgendwann muss man zu einer Entscheidung kommen, welches Medium an nutzt.
    > Wenn man noch die Zukunftssicherheit einplant, dann nimmt man das dafür
    > geeignetste. Ich möchte als Planer oder Bürgermeister nicht in 20 Jahren
    > vor die Gemeinde treten und ihr neue Investitionen abverlangen, weil bei
    > Funk oder Kupfer die Bandbreite nichtmehr ausreicht. Bei vernünftiger Wahl
    > dürfte ein Netz auch gigabittauglich oder mehr sein. Bei Kupfer ist
    > irgendwann Schluss, ist doch schon Vectoring ein Klimmzug mit drei Händen.

    20 Jahre LOL. Die planst für die Ewigkeit. Damit kannste dann auch ewig viel Geld ausgeben. Erinnert mich an die OPAL Gebiete der Telekom oder Kläranlagen im Osten. In der EDV/Internet sind die Investitionszeiträume mit 3-5 Jahren eher lange. Wenn du ein Haus für 20000 Euro angräbst und der erbende Enkel verschrottet die Bude in 10 Jahre weil er in die Stadt will (wie viele andere auch) haste da ein super Glasfaserkabel. Vielleicht zieht dann ja Strato da ein ;-)).

    Nicht umsonst baut da keiner aus. Es rechnet sich nicht. Und wenn man dann Geld in die Hand nimmt muss man nicht gleich die ganz große Gießkanne auspacken. Grad wenn sich die Leute da 'eh schon zusammenfinden kann man ja diskutieren ob es Sinn macht eine Faser zu Oma Meiers altem Hof zu ziehen oder ob's eine Funkstrecke vom Nachbarhof auch tut. Oma Meier ist vielleicht auch froh wenn Ihre Enkel die Playstation nicht mitbringen.

  6. Re: Fiber to the Media

    Autor: Icestorm 03.06.14 - 09:48

    wire-less schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > I20 Jahre LOL. Die planst für die Ewigkeit. Damit kannste dann auch ewig
    > viel Geld ausgeben. Erinnert mich an die OPAL Gebiete der Telekom oder
    > Kläranlagen im Osten. In der EDV/Internet sind die Investitionszeiträume
    > mit 3-5 Jahren eher lange. Wenn du ein Haus für 20000 Euro angräbst und der
    > erbende Enkel verschrottet die Bude in 10 Jahre weil er in die Stadt will
    > (wie viele andere auch) haste da ein super Glasfaserkabel. Vielleicht zieht
    > dann ja Strato da ein ;-)).
    Gigabit oder mehr dürfte schon lange vorhalten. Neue Modulationsverfahren, bessere Nutzung des Spektrums, etc. dürften eher für die Zukunftssicherheit der Glasfaser sprechen. Warum aber immer auf der Idiotie vor 20 Jahren herumgeritten wird, möchte ich wissen. Manche Leute dürfen doch auch Sex haben und Kinder machen, obwohl ihr erster Schuss einst in die Hose ging *g*.

    > Nicht umsonst baut da keiner aus. Es rechnet sich nicht. Und wenn man dann
    > Geld in die Hand nimmt muss man nicht gleich die ganz große Gießkanne
    > auspacken. Grad wenn sich die Leute da 'eh schon zusammenfinden kann man ja
    > diskutieren ob es Sinn macht eine Faser zu Oma Meiers altem Hof zu ziehen
    > oder ob's eine Funkstrecke vom Nachbarhof auch tut. Oma Meier ist
    > vielleicht auch froh wenn Ihre Enkel die Playstation nicht mitbringen.
    Ob Oma Meier jetzt gerade in einer Enklave wohnt, sei dahingestellt. Wenn ich die Wahl hätte zwischen max. 40 MBit bei WiMax, Signalverschlechterung durch Schnee- oder Regenfall, und garantiert 50/100 MBit, später einmal vielmehr, dann bin ich bei vertretbaren Kosten klar für Glasfaser. Zudem hätte ich dann keine zwei zusätzlichen Geräte (meine und die Gegenstation) die ausfallen können.
    Übrigens finde ich es erstaunlich, dass Externe hier im Forum immer ganz klar wissen, was eigentlich besser für die Beteiligten ist.

  7. Re: Fiber to the Media

    Autor: Mett 04.06.14 - 22:07

    Workoft schrieb:
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    > Zu deinem Vergleich: Bedenke, dass Stromkabel mit Informationskabeln nicht
    > viel zu tun haben und dass die Anforderungen, die an eine
    > Breitbandverbindung gestellt werden, wesentlich höher sind, als die, die an
    > eine Telefonleitung gestellt werden.

    Verdammt, wie machen es die Spanier, die Glasfaser an Häusern und zwischen den Häusern aufhängen?

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