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Vodafone zerschlagen

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  1. Vodafone zerschlagen

    Autor: DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen 19.01.21 - 14:00

    Geht nicht, das es in DE einen Monopolisten gibt, der das Kabelnetz beherrscht und gleichzeitig gemeinsam mit der Telekom den größten Telefonie- und Mobilfunkanbieter darstellt.

    Am liebsten wäre mir die Enteignung aller Anbieter und ein nationales Netz unter Staatskontrolle wie es bis zur Privatisierung der Fall war.

    Ein gut funktionierendes Netz, effizient ausgebaut und mit nachhaltig geplanten Kosten reicht.
    Wir brauchen nicht viele parallel Netze für Kabel-, Kupfer und Funk.

    Das ist erstens viel zu teuer und lässt sich durch die dämliche strategische Abschottung der Anbieter untereinander auch nicht wirklich vereinfachen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.21 14:00 durch DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen.

  2. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: CatweazleFan 19.01.21 - 14:25

    Eigentlich gehört schon seit längerem ein nationales Roaming von der Bundesnetzagentur oder per Gesetz vorgeschrieben. Unter einander bekommen das die Anbieter ja nicht geregelt, wie an diesem Beispiel schön zu sehen.
    Es ist schon beschämend wenn jemand mit einem Vertrag aus z.B. NL in D eine bessere Netzabdeckung hat als jemand mit einem deutschen Mobilfunkvertrag (egal welchen Anbieters).

  3. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: demon driver 19.01.21 - 14:28

    DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geht nicht, das es in DE einen Monopolisten gibt, der das Kabelnetz
    > beherrscht und gleichzeitig gemeinsam mit der Telekom den größten
    > Telefonie- und Mobilfunkanbieter darstellt.
    >
    > Am liebsten wäre mir die Enteignung aller Anbieter und ein nationales Netz
    > unter Staatskontrolle wie es bis zur Privatisierung der Fall war.
    >
    > Ein gut funktionierendes Netz, effizient ausgebaut und mit nachhaltig
    > geplanten Kosten reicht.
    > Wir brauchen nicht viele parallel Netze für Kabel-, Kupfer und Funk.
    >
    > Das ist erstens viel zu teuer und lässt sich durch die dämliche
    > strategische Abschottung der Anbieter untereinander auch nicht wirklich
    > vereinfachen.

    ++

    Wäre die Bundesnetzagentur das Papier wert, worauf das BEGTPG gedruckt wird, dann hätte die von Anfang an dafür sorgen müssen, dass der Ausbauaufwand für eine schnelle Komplettabdeckung der Fläche betrieben worden wäre, anstatt dass die lukrativen Ballungszentren doppelt und dreifach ausgebaut werden (und trotzdem gibt's selbst da weiter erhebliche Löcher), während auf dem Land oder gar außerhalb von Siedlungsgebiet tote Hose ist.

  4. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: /lib/modules 19.01.21 - 14:37

    DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geht nicht, das es in DE einen Monopolisten gibt, der das Kabelnetz
    > beherrscht und gleichzeitig gemeinsam mit der Telekom den größten
    > Telefonie- und Mobilfunkanbieter darstellt.
    >
    > Am liebsten wäre mir die Enteignung aller Anbieter und ein nationales Netz
    > unter Staatskontrolle wie es bis zur Privatisierung der Fall war.
    >
    > Ein gut funktionierendes Netz, effizient ausgebaut und mit nachhaltig
    > geplanten Kosten reicht.
    > Wir brauchen nicht viele parallel Netze für Kabel-, Kupfer und Funk.
    >
    > Das ist erstens viel zu teuer und lässt sich durch die dämliche
    > strategische Abschottung der Anbieter untereinander auch nicht wirklich
    > vereinfachen.

    Ganz deiner Meinung.
    Vodafone ist IMHO eh ein spezieller Fall:
    Die Telekom ist teuer, hat aber ein okayisches Produkt.
    O2 ist billig, das spiegelt sich auch in der Verfügbarkeit wieder.
    Vodafone ist teuer, schlecht und verarscht den Kunden.

  5. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: Hulk 19.01.21 - 15:01

    /lib/modules schrieb:

    > Vodafone ist teuer, schlecht und verarscht den Kunden.

    Ich kann nachvollziehen, dass Du die Beobachtung so gemacht hast. Ich habe eine andere Erfahrung sammeln dürfen und bin sehr zufrieden mit Vodafone. Tja nun.

  6. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: Brian Kernighan 19.01.21 - 15:23

    DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Am liebsten wäre mir die Enteignung aller Anbieter und ein nationales Netz
    > unter Staatskontrolle wie es bis zur Privatisierung der Fall war.

    Das klingt gut, aber ich erinnere mich noch an die Zeiten vor der Privatisierung. Da läuft alles heute 1.000x besser, selbst beim schlechtesten Anbieter.

    Nein, diese Zeiten möchte ich nicht zurückhaben.

  7. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: _2xs 19.01.21 - 15:34

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Am liebsten wäre mir die Enteignung aller Anbieter und ein nationales
    > Netz
    > > unter Staatskontrolle wie es bis zur Privatisierung der Fall war.
    >
    > Das klingt gut, aber ich erinnere mich noch an die Zeiten vor der
    > Privatisierung. Da läuft alles heute 1.000x besser, selbst beim
    > schlechtesten Anbieter.
    >
    > Nein, diese Zeiten möchte ich nicht zurückhaben.

    Das ist eine Behauptung, die ich nicht nachvollziehen kann. Die gegenwärtigen Anbieter (alle ohne Ausnahme) rühren absolut gar keinen Finger mehr und wälzen absolut alles auf den Kunden ab.
    Wieso muß ich, als Kunde am Hausanschluß rumwurschteln? Oder die nerfigen telefonate mit den freundlichen Servicemitarbeitern vom anderen Ende der Republik, die einem absolut gar nicht helfen können.

    Die Aussage gilt sowohl als Privatkunde, als auch als Geschäftskunde.

  8. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: MarcusK 19.01.21 - 16:07

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Am liebsten wäre mir die Enteignung aller Anbieter und ein nationales
    > Netz
    > > unter Staatskontrolle wie es bis zur Privatisierung der Fall war.
    >
    > Das klingt gut, aber ich erinnere mich noch an die Zeiten vor der
    > Privatisierung. Da läuft alles heute 1.000x besser, selbst beim
    > schlechtesten Anbieter.
    >
    > Nein, diese Zeiten möchte ich nicht zurückhaben.

    er hat aber schon recht. Es ist sinnlos eine Flächendeckendes Netz 3(4) fach aufzubauen. Niemand würde auf die Idee kommen 4 Autobahnen nebeneinander aufzubauen.
    Das ganze ist ein riesen Resourcenverschwendung und am ende auch noch nachteilig für den Kunden.

    Was ist wenn alle E-Plus Teilnehmer auf einen Event in einem Ort sind - sie können dann nur die E-Plus Frequenzen nutzen, obwohl die Telekom und Vodafone Frequenzen leer sein.

    Ein Netz könnte bequem 100% der Fläche abdecken und würde dafür weniger Technik brauchen als 3 Netzte die überall die gleichen Lücken hinterlassen und alle Teilnehmer können alle Frequenzen verwenden.
    Also mehr Bandbreite und da auch noch überall zu weniger kosten - wirkliche Nachteile sehe ich da nicht.

    Das Netzt muss nur das Ziel haben, kostendeckend zu sein. Die vorhandenen Anbieter sind dann nur noch virtuelle Netzbetreiber.

  9. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: Brian Kernighan 19.01.21 - 16:40

    _2xs schrieb:
    > Das ist eine Behauptung, die ich nicht nachvollziehen kann. Die

    Dann bist Du wahrscheinlich zu jung um die Monopolzeiten miterlebt zu haben. Die Zeiten wo Du gezwungen warst Telefone für Wucherpreise von der Post zu mieten (!) und halbwegs moderne Technik entweder nicht erhältlich war oder 1.000 Mark Aufpreis für die "BZT Zulassung" gekostet hat. Und sowas einfach anzuschliessen, was technisch möglich war war eine Straftat für die man ordentlich blechen und im Extremfall sogar im Knast landen konnte. Da gabs sogar polizeiliche Hausdurchsuchungen von Händlern die sowas wie das Telebit Worldblazer verkauft haben um an Käuferdaten ranzukommen und dann wiederum bei den Kunden vor der Tür zu stehen.

    > gegenwärtigen Anbieter (alle ohne Ausnahme) rühren absolut gar keinen
    > Finger mehr und wälzen absolut alles auf den Kunden ab.

    Das war vor der Privatisierung noch VIEL VIEL VIEL schlimmer. Da haben manche Jahre (!) auf ihren Telefonanschluss gewartet, Monate waren normal, selbst in best erschlossenen Gegenden. Wo in anderen Ländern Standleitungen normal und erschwinglich waren wurde hier Datenverkehr nach 12 Minutentakt abgerechnet und kostete schnell vierstellige Summen pro Monat. Wer Probleme hatte hatte halt Pech.

    Selbst der schnarchnasigste ISP heute ist 1.000x besser als es die Post damals war. Denn die wissen, der Kunde kann woanders hingehen. Beim Monopolisten kannst Du das nicht.

    Es gibt schon einen Grund, warum die damals "Bundespest" genannt wurde.

  10. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: Oktavian 19.01.21 - 16:41

    > Am liebsten wäre mir die Enteignung aller Anbieter und ein nationales Netz
    > unter Staatskontrolle wie es bis zur Privatisierung der Fall war.

    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, Du kennst Du Zeit des Gilbs allenfalls aus früher Kindheit, eher aus Erzählungen der Altvorderen.

    Insbesondere war dieses Netz damals teuer. Richtig teuer. Ein Ortsgespräch war teuer, für ein Ferngespräch musste man sich verschulden, und ein Auslandstelefonat bedeutete ein Hypothekendarlehen.

    Ach ja, Modems gab es außer dem Post-eigenen keine. Zumindest nicht, solange man sich nicht strafbar machen wollte. Ein längeres Telefonkabel kostete Aufpreis. Nein, nicht zu kaufen, das musste man mieten.

    > Ein gut funktionierendes Netz, effizient ausgebaut und mit nachhaltig
    > geplanten Kosten reicht.

    Da reden wir aber nicht von der guten alten Zeit, oder? Ach ja, neben der grauen Post mit mehreren tausend Beamten gab es natürlich das Bundespostministerium mit weiteren tausenden Beamten, die dafür sorgten, dass die einen taten, was die anderen ihnen sagten.

    Monopole sind doch was feines. In kommunalen Bereich funktioniert das in Teilen noch. Aber denke ich an Autobahnen, Fernstraßen, kommunale Straßen, Wasserwege, Schulen, Universitäten, Abwassersysteme, dann bin ich mir ganz sicher, so ein Netz möchte ich nicht als Internet in Staatshand. Insbesondere da der Staatsmonopolist ja jederzeit moderat an der Preisschraube drehen kann, sobald es genehm ist, um Haushaltslöcher zu stopfen. Und natürlich gäbe es da auch wieder reichlich Pöstchen für verdiente Parteimitglieder und abgehalfterte Politiker.

    Wenn wir so eine Internet-Gesellschaft gründen, wäre das nicht was für Merz? Für den sucht man doch gerade nach nem Pöstchen, wo er keinen Schaden anrichten kann.

  11. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: Brian Kernighan 19.01.21 - 16:46

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > er hat aber schon recht. Es ist sinnlos eine Flächendeckendes Netz 3(4)
    > fach aufzubauen.

    Warum ist das sinnlos? Mehrere Funknetze nebeneinander zu haben ist keine Ressourcenverschwendung, sondern trägt zur Ausfallsicherheit bei. Bei Funk braucht man eh die Kapazitäten - ob man die auf 2-3 oder nur einen Provider aufteilt macht Ressourcentechnisch fast keinen Unterschied.

    Bei Festnetz sieht es anders aus, aber hier haben wir ja auch nicht überall mehrere Kabel parallel liegen, sondern einen geregelten Zugang aller Provider zu dem einen Kabel. Und dort wo es eine gewisse Parallelität gibt ist das durchaus oft von Vorteil. Bei mir z.B. gibts Telefoniekabel mit DSL, das nahezu unbenutzbar schlecht ist und daneben ein Fernsehkabel von Vodafone worüber ich wenigstens halbwegs passables Internet bekomme. Wäre ich auf die Telekom beschränkt könnte ich das Homeoffice für alle vier zuhause vergessen und wüsste nicht war ich tun soll.

  12. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: MarcusK 19.01.21 - 16:57

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MarcusK schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > er hat aber schon recht. Es ist sinnlos eine Flächendeckendes Netz 3(4)
    > > fach aufzubauen.
    >
    > Warum ist das sinnlos? Mehrere Funknetze nebeneinander zu haben ist keine
    > Ressourcenverschwendung, sondern trägt zur Ausfallsicherheit bei. Bei Funk
    > braucht man eh die Kapazitäten - ob man die auf 2-3 oder nur einen Provider
    > aufteilt macht Ressourcentechnisch fast keinen Unterschied.
    klar mach das einen großen unterschied. Vodafone ausfällt habe ich 0 Empfang auch wenn E-Plus nicht betroffen ist.

    > Mehrere Funknetze nebeneinander zu haben ist keine Ressourcenverschwendung
    doch haben sie, jeder nutzt ja nur seine gekauften/gemieteten Frequenzen. Ist ja nicht wie bei Wlan wo jeder jeden Kanal nutzen kann.
    Selbst wenn du der einzige im Empfangsgebiet bist, kann du nur die Frequenzen von deinem Anbieter nutzen, statt alle. Damit ist deine Bandbreite geringer also sie sein könnte.

  13. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: Oktavian 19.01.21 - 17:03

    > klar mach das einen großen unterschied. Vodafone ausfällt habe ich 0
    > Empfang auch wenn E-Plus nicht betroffen ist.

    Richtig, und wenn Skynet ausfällt, hat niemand in Deutschland mehr Empfang, und nicht nur die Kunden eines Providers.

    Nur weil es ein Staatsnetz ist, heißt das nicht, dass es ausfallsicherer wäre als das Netz jetzt. Eher würde das Netz häufiger ausfallen, denn der Staat fährt Infrastruktur nur allzu gerne auf Verschleiß, investiert wenig in Wartung und Instandhaltung, kassiert gut für die Nutzung, und überführt das Geld in den Haushalt. Der Kunde hat ja dann keine Option mehr mit Kündigung zu drohen und zu wechseln. Es gibt keine Alternativen.

  14. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: MarcusK 19.01.21 - 17:10

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > klar mach das einen großen unterschied. Vodafone ausfällt habe ich 0
    > > Empfang auch wenn E-Plus nicht betroffen ist.
    >
    > Richtig, und wenn Skynet ausfällt, hat niemand in Deutschland mehr Empfang,
    > und nicht nur die Kunden eines Providers.
    >
    > Nur weil es ein Staatsnetz ist, heißt das nicht, dass es ausfallsicherer
    > wäre als das Netz jetzt. Eher würde das Netz häufiger ausfallen, denn der
    > Staat fährt Infrastruktur nur allzu gerne auf Verschleiß, investiert wenig
    > in Wartung und Instandhaltung, kassiert gut für die Nutzung, und überführt
    > das Geld in den Haushalt. Der Kunde hat ja dann keine Option mehr mit
    > Kündigung zu drohen und zu wechseln. Es gibt keine Alternativen.

    ich habe ja nicht geschrieben, das es staatlich sein soll. So wie es jetzt ist, ist es aber auch nicht sinnvoll.
    Es muss eine Firma/Verein/Genossenschaft sein die ihre Kosten offen legt und nur kostendeckend arbeiten soll.
    Immerhin sollte mehr Geld für ein Netz vorhanden sein, als für 3 parallele Netze. Von der Seite könnte sie sogar mehr für Ausfallsicherheit sorgen.

  15. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: Brian Kernighan 19.01.21 - 17:20

    MarcusK schrieb:

    > klar mach das einen großen unterschied. Vodafone ausfällt habe ich 0
    > Empfang auch wenn E-Plus nicht betroffen ist.

    Wenn bei mir Vodafone ausfällt kann ich zwar mit dem Firmenhandy nicht mehr telefonieren, aber mit dem privaten, das o2 netz hat. Auch wenn man nur eins hat: es sind nicht alle Kommunikationsmittel ausgefallen und andere Leute mit anderen Netzen können noch kommunizieren oder ggfs Hilfe holen.

    > > Mehrere Funknetze nebeneinander zu haben ist keine
    > Ressourcenverschwendung
    > doch haben sie, jeder nutzt ja nur seine gekauften/gemieteten Frequenzen.
    > Ist ja nicht wie bei Wlan wo jeder jeden Kanal nutzen kann.

    Doch, das ist genau wie bei WLAN wo sich jeder die Bandbreite mit den anderen Nutzern in der Zelle teilen muss. Gäbs nur einen Anbieter müsste der die anderen Frequenzen auch bedienen oder es würde massiv weniger Bandbreite geben. Der Ressourcenbedarf ist ziemlich ähnlich.


    > Selbst wenn du der einzige im Empfangsgebiet bist, kann du nur die
    > Frequenzen von deinem Anbieter nutzen, statt alle. Damit ist deine
    > Bandbreite geringer also sie sein könnte.

  16. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: MarcusK 19.01.21 - 17:28

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MarcusK schrieb:
    >
    > > klar mach das einen großen unterschied. Vodafone ausfällt habe ich 0
    > > Empfang auch wenn E-Plus nicht betroffen ist.
    >
    > Wenn bei mir Vodafone ausfällt kann ich zwar mit dem Firmenhandy nicht mehr
    > telefonieren, aber mit dem privaten, das o2 netz hat. Auch wenn man nur
    > eins hat: es sind nicht alle Kommunikationsmittel ausgefallen und andere
    > Leute mit anderen Netzen können noch kommunizieren oder ggfs Hilfe holen.

    wenn denn andere Leute da sind ...

    > > > Mehrere Funknetze nebeneinander zu haben ist keine
    > > Ressourcenverschwendung
    > > doch haben sie, jeder nutzt ja nur seine gekauften/gemieteten
    > Frequenzen.
    > > Ist ja nicht wie bei Wlan wo jeder jeden Kanal nutzen kann.
    >
    > Doch, das ist genau wie bei WLAN wo sich jeder die Bandbreite mit den
    > anderen Nutzern in der Zelle teilen muss. Gäbs nur einen Anbieter müsste
    > der die anderen Frequenzen auch bedienen oder es würde massiv weniger
    > Bandbreite geben. Der Ressourcenbedarf ist ziemlich ähnlich.
    soll das ein Witz sein?

    Die Kanäle/Frequenzen sind ja je Anbieter festgelegt. Wenn die Kanäle von der Telekom voll sind kann ich nicht einfach die die Kanäle von Vodafone wechseln.

    Das ist wie eine Autobahn wo es nur durchgezogenen Linien gibt. Keine kann mehr überholen. Klar von außen ist die Bandbreite gleich - sie ist nur nicht mehr sinnvoll nutzbar.

  17. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: Brian Kernighan 19.01.21 - 17:29

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nur weil es ein Staatsnetz ist, heißt das nicht, dass es ausfallsicherer
    > > wäre
    > > das Geld in den Haushalt. Der Kunde hat ja dann keine Option mehr mit
    > > Kündigung zu drohen und zu wechseln. Es gibt keine Alternativen.
    >
    > ich habe ja nicht geschrieben, das es staatlich sein soll. So wie es jetzt
    > ist, ist es aber auch nicht sinnvoll.

    Der User der den Vorschlag im ersten Posting gemacht hat hat genau das geschrieben und Du hast ihm zugestimmt.

    Und ich finde so wie es jetzt ist, ist es durchaus sinnvoll. Vielleicht nicht ideal aber mal ehrlich: besseren Service könnte es schon geben, aber dann wäre er auch wesentlich teurer. Für meine erste Standleitung (2MBit) habe ich damals IIRC 2.500 Mark im Monat bezahlt. Da gabs dann auch Top-Service dafür. Würde ich ehrlich gesagt als Privatmann nicht bezahlen wollen. Wie soll man denn nach Betriebskosten und Abschreibung der Infrastruktur für ein paar Euro im Monat noch jedem User persönlich den Hintern pudern? Dass das nicht gehen kann sollte eigentlich jedem einleuchten.

    > Es muss eine Firma/Verein/Genossenschaft sein die ihre Kosten offen legt
    > und nur kostendeckend arbeiten soll.

    Das ist ja beim Staat in der Theorie alles so wie Du das wünschst. Nur kannst Du deshalb noch lange nicht entscheiden wo die Kosten entstehen.

    > Immerhin sollte mehr Geld für ein Netz vorhanden sein, als für 3 parallele
    > Netze. Von der Seite könnte sie sogar mehr für Ausfallsicherheit sorgen.

    Die Erfahrung lehrt, dass die Kosten in einer Wettbewerbssituation niedriger werden, selbst wenn man die Ressourcen für verschwendet hält. Ich halte parallele Infrastruktur gar nicht für verschwendet. Ich habe auch überall zwei Rechenzentren und fahre jeden Server nur auf 50% Auslastung, denn wenn mal eins ausfällt hab ich immer noch ein zweites und alles kann weiterlaufen. Könnte man auch einsparen, kann dann halt ein paar Tage dauern bis wieder alles läuft.

  18. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: Brian Kernighan 19.01.21 - 17:31

    MarcusK schrieb:

    > Die Kanäle/Frequenzen sind ja je Anbieter festgelegt. Wenn die Kanäle von
    > der Telekom voll sind kann ich nicht einfach die die Kanäle von Vodafone
    > wechseln.

    Ja. Und wenn in einer Zelle 300 User sind wirst Du die Frequenzen alle brauchen und dann ist es halt egal ob da jeweils 100 bei drei providern sind oder alle 300 bei einem Provider. Du wirst die Ressourcen trotzdem alle brauchen.

  19. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: MarcusK 19.01.21 - 17:41

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MarcusK schrieb:
    >
    > > Die Kanäle/Frequenzen sind ja je Anbieter festgelegt. Wenn die Kanäle
    > von
    > > der Telekom voll sind kann ich nicht einfach die die Kanäle von Vodafone
    > > wechseln.
    >
    > Ja. Und wenn in einer Zelle 300 User sind wirst Du die Frequenzen alle
    > brauchen
    gut erkannt
    > und dann ist es halt egal ob da jeweils 100 bei drei providern
    > sind oder alle 300 bei einem Provider.
    eben nicht. Ich kann sie ja nicht beliebig verteilen weil der Kunden an einen Provider und damit Kanal gebunden ist. Wenn 300 User bei einem Provider sind kann ich nur 1/3 der Kanäle ausnutzen der Rest ist ungenutzt.

    > Du wirst die Ressourcen trotzdem alle brauchen.
    brauchen ja, aber ich kann sie nicht nutzen. Dafür müsste einige Kunden mal schnell den Provider wechseln.

  20. Re: Vodafone zerschlagen

    Autor: demon driver 19.01.21 - 17:57

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Am liebsten wäre mir die Enteignung aller Anbieter und ein nationales Netz
    > > unter Staatskontrolle wie es bis zur Privatisierung der Fall war.
    >
    > Das klingt gut, aber ich erinnere mich noch an die Zeiten vor der
    > Privatisierung. Da läuft alles heute 1.000x besser, selbst beim
    > schlechtesten Anbieter.
    >
    > Nein, diese Zeiten möchte ich nicht zurückhaben.

    Das ist so pauschal ein zutiefst unredlicher Vergleich, und als Replik auf den Threadstarter in mindestens drei Punkten völlig daneben.

    Erstens, der größte Teil des Fortschritts seitdem ist nicht der Organisationsform, sondern dem technischen Fortschritt zu verdanken, und der wäre ja nun auch an der "Deutschen Bundespost" als Telekommunikationsbetreiber nicht vollkommen spurlos vorübergegangen. (Kurzstreckentelefonate hatten übrigens meiner Erinnerung nach in den Siebzigerjahren eine bessere Tonqualität als manche Verbindung heute. Dies aber nur am Rande.)

    Zweitens, dass die "Deutsche Bundespost" als Telekommunikationsbetreiber manches schlecht gemacht hat, insbesondere was die Freiheiten und Möglichkeiten der Endgerätenutzer angeht, lässt überhaupt nicht den Schluss zu, dass der Staat als Organisator das niemals nie nicht kann, oder dass er das nicht schon damals besser hinbekommen hätte, wäre nur der politische Wille dagewesen.

    Drittens ging's hier, soweit ich das verstehe, erst mal nur um die Infrastruktur bis zur Dose bzw. zum Sendemast. Die Bedenken, die sich auf irgendwelche Endgerätezwänge beziehen, sind also ohnehin abseits des Themas.

    Noch deutlicher als im Telekommunikationssektor sieht man die katastrophalen Auswirkungen der Privatisierung der Post übrigens bei der Post. Da paart sich mit von Jahr zu Jahr gravierenderen Auswirkungen hinsichtlich der Diensteverfügbarkeit die "Kundenfreundlichkeit" einer Siebzigerjahrebehörde mit dem Sparzwang der Privatwirtschaft. Der Telekommunikationssektor profitiert, wie schon gesagt, dabei vor allem vom technischen Fortschritt, der immerhin für einen Großteil der Bevölkerung die meiste Zeit über eine gewisse Dienstleistungsqualität sicherstellt. Aber wehe wenn nicht, weil man in der falschen Gegend wohnt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.21 17:58 durch demon driver.

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