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Die Gefahren von Funkwellen

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  1. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: bombinho 17.03.19 - 13:42

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Es gibt Leute, die ans Bett gefesselt sind, es gibt Leute, die sich nicht
    > >oder noch nicht aeussern koennen um einen Wassermangel anzuzeigen oder
    > >deren Fluessigkeitshaushalt noch nicht oder krankheitsbedingt
    > >gestoert/entwickelt ist.
    > Ja, das sind auch die, die üblicherweise bei einer Hitzewellen sterben.
    > Aber was hat das noch mit dem Thema zu tun?

    Es geht hier doch um die Gefaehrlichkeit von EM, wie willst Du da gefaehrdete Leute ausschliessen aber bei Hitzewellen einschliessen?

    > Zum Rest: Bitte nicht Energie und Leistung verwechseln.
    > >Sonst koennten wir ja mit gelegentlichem Druecken auf einen Piezozuender
    > ganze Zuege betreiben und nicht nur ein Feuerzeug anzuenden.
    > Tatsächlich ist die Leistung, die beim Piezo-Zünder kurz frei wird, nicht
    > zu verachten. Aber der Vorgang geht nur über microsekunden, daher ist die
    > Energiemenge gering.

    Naja, Mikrosekunden halte ich fuer weit daneben gegriffen, immerhin muss eine gewisse Proportion des Gases ueber die Zuendtemperatur gebracht werden. Zudem ist der Blitz sichtbar, was also im Bereich von >20.000 Mikrosekunden liegen muss.

    In einer Mikrowelle kann der Blitz sogar kontinuierlich ueber Sekunden aufrecht erhalten werden. 1GW * 10s = 2777kWh. Bei 800W Input und 60% Effizienz duerfte diese Energiemenge, bei verlustfreier Speicherung erst nach 242 Tagen erreicht sein. 1MW * 10s ~ 6h

    Ich habe es nicht mit einer Gabel hinbekommen, also habe ich einen "Plattenkondensator" gebastelt mit 3mm Abstand, etwa 0,7 Sekunden nach dem Einschalten hatte sich ein beeindruckendes kontinuierliches Plasma aufgebaut. --> <0,09Wh waren zu dem Zeitpunkt eingebracht worden. (Verlust Mikrowelle, Anlaufzeit Magnetron)

    Ebenso war beim Versuch mit der Gabel eine erhebliche Erwaermung der Zinken festzustellen. Sehr viel mehr als im schmalen Abschnitt des Griffes, welcher sich kaum erwaermt hatte.
    Ein klarer Hinweis auf erheblichen Stromfluss (Skineffekt + kapazitive Einkopplung).
    Von der Materialmenge und Oberflaeche her, haette der schmale Griffteil eher waermer sein muessen, zeigte aber keine nennenswerte Erwaermung. Die Zinken hingegen waren heiss genug fuer Verbrennung.

    Auf welcher Basis wuerdest du die gespeicherte Energie in einer Mikrowelle beziffern wollen?

  2. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Eheran 17.03.19 - 17:11

    >In einer Mikrowelle kann der Blitz sogar kontinuierlich ueber Sekunden aufrecht erhalten werden.
    Wie kommst du darauf, dass in einer Mikrowelle irgendwas kontinuierlich ist?

    >Auf welcher Basis wuerdest du die gespeicherte Energie in einer Mikrowelle beziffern wollen?
    Energie nicht viel. Aber die Leistungsdichte kann extem hoch werden. Aus dem Grund wirst du keinerlei Entladungen sehen, wenn du zusätzlich (egal wo) noch ein Glas Wasser reinstellst.

  3. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: bombinho 17.03.19 - 18:09

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >In einer Mikrowelle kann der Blitz sogar kontinuierlich ueber Sekunden
    > aufrecht erhalten werden.
    > Wie kommst du darauf, dass in einer Mikrowelle irgendwas kontinuierlich
    > ist?

    Aufgrund welcher Begebenheit wuerdest du davon ausgehen, dass das entstehende Plasma nicht kontinuierlich ist? Die Beobachtung mit dem blossen Auge legt das sehr nahe. Zudem ist es extrem unwahrscheinlich, dass sich der Ionisationskanal auf-und abbaut. Ich kann hier keinerlei Grund finden, warum es zur Pulsung kommen sollte, abgesehen von der unterliegenden Frequenz.
    Hier waere die Frage, ob du z.B. Wechselstrom als kontinuierlich ansiehst?
    Oder beziehst du dich auf die Bewegung (Drehteller) und das Durchlaufen von Interferenzmaxima/-minima? Das aendert aber nichts an der Betrachtung ueber mehrere Sekunden.


    > > Auf welcher Basis wuerdest du die gespeicherte Energie in einer Mikrowelle
    > > beziffern wollen?
    > Energie nicht viel. Aber die Leistungsdichte kann extem hoch werden. Aus
    > dem Grund wirst du keinerlei Entladungen sehen, wenn du zusätzlich (egal
    > wo) noch ein Glas Wasser reinstellst.
    Ich finde es schwierig, mir vorzustellen, dass die Energie niedrig ist, aber die Leistungsdichte hoch, genaugenommen waere dann auch die Energiedichte niedrig, denn das Volumen aendert sich nicht. Die Zeit auch nicht, also waere bei gleichbleibendem Volumen und gleichbleibender Zeit die Energie nicht hoeher aber die Leistung. Kannst Du das noch etwas naeher erklaeren?

    Abgesehen von den ueblichen Interferenzmustern in der Mikrowelle wuerde ich keine Variationen erwarten.

  4. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Eheran 17.03.19 - 19:08

    >Ich kann hier keinerlei Grund finden, warum es zur Pulsung kommen sollte, abgesehen von der unterliegenden Frequenz.
    Das Magnetron ist pro 50Hz-Zyklus ein mal aktiv, wenn die Spannung negativ ist. Also weniger als 50% der Zeit.

    >unwahrscheinlich, dass sich der Ionisationskanal auf-und abbaut.
    Habe ich ja auch nicht behauptet. "Heiße Luft" kühlt sich selbstverständlich nicht so schnell ab. Aus dem Grund (und weil der Blitz im Auge "nachleuchtet") ist ein Blitz problemlos sichtbar, selbst wenn es einer von der Piezozündung ist, wo nur extrem kurz Strom fließt.

    >Ich finde es schwierig, mir vorzustellen, dass die Energie niedrig ist, aber die Leistungsdichte hoch, genaugenommen waere dann auch die Energiedichte niedrig, denn das Volumen aendert sich nicht.
    Genau so ist es. Warum soll die Energiedichte auch hoch sein? Es gibt keinen "Speicher für elektromagnetische Wellen", die Energiedichte muss zwangsläufig klein sein.
    Wenn die Wandung der Mikrowelle 99% reflektieren, dann kann es zu vielen Reflexionen kommen, ohne das ein Großteil der ursprünglichen Energie verlorengegangen ist. In der Zeit wird weiter reingepumpt. Nach 100 Reflexionen sind noch 37% der "ersten Welle" mit drin. Und dazu natürlich noch die Energie, die in der Zwischenzeit (während den 100 Reflexionen) dazukommt.

  5. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: bombinho 19.03.19 - 08:50

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Ich kann hier keinerlei Grund finden, warum es zur Pulsung kommen sollte,
    > abgesehen von der unterliegenden Frequenz.
    > Das Magnetron ist pro 50Hz-Zyklus ein mal aktiv, wenn die Spannung negativ
    > ist. Also weniger als 50% der Zeit.

    Also wenn ich das Prinzip nicht voellig missverstanden habe, dann ist das Magnetron ein Schwingkreis, der mag zwar nur mit der negativen Halbwelle angeregt werden, aber Schwingkreise heissen ja nicht Anregkreise.

  6. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Eheran 19.03.19 - 12:06

    Siehe diese Grafik aus diesem Paper. (B ist eine ganz andere Mikrowellentechnik, "semiconductor-type generator")
    Vermutlich geht es auch bei höheren Frequenzen nicht, dafür kenne ich mich aber zu wenig aus. So wie ich es verstehe bricht die Leistung ein, sobald die Spannung und damit der Strom nicht mehr ausreichend hoch ist.

  7. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: bombinho 19.03.19 - 23:17

    C ist Halbleiter, A & B sind Magnetron-Mikrowellen.

    "The microwave generator utilized a magnetron-type microwave generator system {Micro Denshi Co., Ltd., UM-1500SS-A (abbreviated MG-A); maximum output power, 1500 W;"

    "A microelectronic magnetron generator {Micro Denshi Co., Ltd., UM-1500IS-B (abbreviated MG-B); maximum output power, 1500 W; power from an inverter type system} was also used, "

    "Also used was a semiconductor generator system {Ampleon M2A-R (abbreviated SG): maximum output power, 1200 W}."

    A wird direkt mit 50Hz betrieben, wenn ich das richtig verstanden habe, B hat einen Inverter, ich habe aber nichts zu Frequenz und/oder Wellenform gefunden. Und C wird vermutlich ein Quarzoszillator sein.

    Haette ich nicht erwartet, dass ein Magnetron so schnell abschwingt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.19 23:18 durch bombinho.

  8. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: bombinho 19.03.19 - 23:40

    Hoch interessant ist auch der Abschnitt ueber die Hotspotgeneration. Ich haette das auch eher fuer eine kontinuierlichen Prozess gehalten.

    "Continuing further verification experiments, the synthesis of 4-methylbiphenyl was also performed "...

  9. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Eheran 20.03.19 - 00:45

    Stimmt, B ist Magnetron mit Inverter...
    Leider findet man zu dem Thema so gut wie nix, was den zeitlichen Output eines 0815 Magnetrons (bzw. einer Mikrowelle) anbelangt. Ich hab leider nicht mal eine hier, wo ich es grad mal selbst messen könnte, schade.

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