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Vorschlag: Kinderpornografiebekämpfungssteuer

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  1. Vorschlag: Kinderpornografiebekämpfungssteuer

    Autor: Freiheit bewahren 05.01.11 - 19:32

    Es geht also um Kinderpornografie und nichts anderes? Ich glaube das mal, nehme die Herrschaften beim Wort und schlage statt Zensurinfrastruktur und Vorratsdatenspeicherung, die beide mindestens langfristig eine Gefahr für die Freiheit des Einzelnen darstellen, eine zweckgebundene Steuer zur Bekämpfung von Kinderpornografie vor.

    Sagen wie, der Einfachheit halber 20,- EUR pro Monat pro Steuerzahler.

    Nehmen wir einmal an, es gäbe ca 20 Mio. Steuerzahler in Deutschland, so ergäbe das gewaltige 4.8 Mrd. Euro im Jahr. Nehmen wie ferner grob an, dass ein Beamter zur Kinderpornografie-Bekämpfung etwa 100.000 EUR im Jahr kostet (Gehalt/Arbeitsplatz etc.), ergäbe das 48.000 Beamte, die die Kinderpornografie bekämpfen könnten. Nur in Deutschland wohlgemerkt. Das sollte eigentlich genügen. Selbst dann, wenn die kleine Milchmädchenrechnung hier um den Faktor 10 zu hoch greifen würde.

    Damit ließe sich Kinderpornografie ganz sicher effektiver bekämpfen als mit Websperren und Vorratsdatenspeicherung, bei gleichzeitigem Erhalt der Freiheit aller Anderen.

    Mir wäre es das mehr als wert.

  2. Re: Vorschlag: Kinderpornografiebekämpfungssteuer

    Autor: ohandra 05.01.11 - 22:23

    Freiheit bewahren schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht also um Kinderpornografie und nichts anderes? Ich glaube das mal,
    > nehme die Herrschaften beim Wort und schlage statt Zensurinfrastruktur und
    > Vorratsdatenspeicherung, die beide mindestens langfristig eine Gefahr für
    > die Freiheit des Einzelnen darstellen, eine zweckgebundene Steuer zur
    > Bekämpfung von Kinderpornografie vor.
    >
    > Sagen wie, der Einfachheit halber 20,- EUR pro Monat pro Steuerzahler.
    >
    > Nehmen wir einmal an, es gäbe ca 20 Mio. Steuerzahler in Deutschland, so
    > ergäbe das gewaltige 4.8 Mrd. Euro im Jahr. Nehmen wie ferner grob an, dass
    > ein Beamter zur Kinderpornografie-Bekämpfung etwa 100.000 EUR im Jahr
    > kostet (Gehalt/Arbeitsplatz etc.), ergäbe das 48.000 Beamte, die die
    > Kinderpornografie bekämpfen könnten. Nur in Deutschland wohlgemerkt. Das
    > sollte eigentlich genügen. Selbst dann, wenn die kleine
    > Milchmädchenrechnung hier um den Faktor 10 zu hoch greifen würde.
    >
    > Damit ließe sich Kinderpornografie ganz sicher effektiver bekämpfen als mit
    > Websperren und Vorratsdatenspeicherung, bei gleichzeitigem Erhalt der
    > Freiheit aller Anderen.
    >
    > Mir wäre es das mehr als wert.

    Mir nicht, ich wäre nichtmal bereit einen euro mehr an Steuern dafür zu bezahlen, weil es wohl weitaus wichtigere Verwendungszwecke und Probleme gibt.. als ob sich die Kipos einfach in Luft auflösen würden wenn man nur genug Geld investiert

  3. Re: Vorschlag: Kinderpornografiebekämpfungssteuer

    Autor: Freiheit bewahren 05.01.11 - 22:41

    Es ginge dabei ja auch und vor allem darum, den üblichen Schreihälsen endlich diese Totschlagargument "Kinderporno" abzunehmen.

    Wenn derart viel Geld, und leicht überspitzt, mutmaßlich mehr Ermittler als Tatverdächtige vorhanden wären, dann würde es wohl ziemlich schwierig werden, immer noch mehr absurde Überwachungsmaßnahmen mit dem Thema zu begründen.

    Nebenbei: 20,- EUR/Monat sind gerade mal eine halbe iPhone-Flatrate oder irgendein ähnlicher im Grunde unnützer Klimbim. Und dafür gäbe es ja nicht nur mehr Polizisten, sondern vor allem, das ist der entscheidende Punkt, ein Internet ohne Zensur und Vorratsdatenspeicherung.

    Wenn das keine 20,- EUR/Monat wert sein soll, was dann?

  4. Re: Vorschlag: Kinderpornografiebekämpfungssteuer

    Autor: Anonymer Nutzer 05.01.11 - 23:29

    > ergäbe das 48.000 Beamte, die die Kinderpornografie bekämpfen könnten.

    gut gemeint, aber, wenn man auf einen schlag ca. 50.000 beamte mehr hätte, was denkst du würden die politiker mit diesen beamten anfangen? kipo-bekämpfung? wozu? gibt "wichtigeres", werden sich wohl ein paar da oben denken...

    mal ehrlich, wenn dem "staat" bzw. den "regierenden" (unsere) kinder so wichtig und wertvoll wären, dann hätten wir viel mehr kitas, schulen, jugenzentren usw.

    und von "richtiger" aufklärung will ich erst gar nicht anfangen... kinder bis 18 wegsperren oder wenn das nicht geht, die realität mit watte ausstopfen damit unsere kinder ja bis zum 18. lebensjahr naiv und dumm bleiben und dann, wenn sie verantwortung übernehmen, alles falsch machen... (etwas übertrieben, ich weiss, aber is was dran)

  5. Re: Vorschlag: Kinderpornografiebekämpfungssteuer

    Autor: Freiheit bewahren 06.01.11 - 03:06

    Ach man hat es aber nicht leicht hier, das Wesen der Forums-Diskussion ist halt der Widerspruch...

    Bitte nicht alles so wörtlich nehmen. Der Vorschlag ist ja in der Form nur halbernst gemeint und hat vor allem eine starke taktische Komponente.

    Der ernste Part daran wäre, quasi einen Deal vorzuschlagen: Wir Bürger sind bereit, mehr zu bezahlen für die Kinderporno-Bekämpfung, dafür lasst ihr Politiker eure Finger dann aber von Websperren & Co.

    Das ist ja erst mal nichts weiter als ein taktischer Zug in der festgefahrenen Debatte. An der Reaktion einzelner Politiker ließe sich dann schon mal ganz gut abschätzen, wer es ernst meint mit der KiPo-Bekämpfung und wer das Argument nur vorschiebt.

    Und man hätte ein recht starkes offensives Argument mehr, das ist immer besser als nur 'Wir wollen das nicht' zu sagen.

  6. Re: Vorschlag: Kinderpornografiebekämpfungssteuer

    Autor: Nibal 06.01.11 - 09:07

    Der Staat hat selbst in Pleitezeiten unfassbar viel Geld und verteilt dieses nach gutdünken. Und schon seit Jahren fallen da eben 2-4 Beamte mit C64 Rechnern für die KiPo Bekämpfung ab, während Milliarden und aber Milliarden in Dinge fließen, da fallen dir als normaler Bürger die Haare aus. Jedes Staatsbuffet hat ein höheres Budget als die KiPo Bekämpfung.

    Die Mühe kannst du dir leider sparen. KiPo ist keinem ernstzunehmenden Politiker ein Anliegen - genausowenig wie es eine KiPo Industrie gäbe. Kindesmissbrauch ist doch in 90% aller Fälle in der eigenen Familie, welche Zensur sollte denn dagegen etwas unternehmen können?
    KiPo ist für Politiker einzig Mittel zum Zweck. Längst ist bewiesen, dass das Löschen solcher Seiten in 10 von 10 getesteten Fällen unbürokratisch und in 9 von 10 Fällen auch noch schneller als Umleitungen bei jedem DNS passiert. Trotzdem brauchen wir unbedingt Zensur?

    Oh bitte! Ein Jahr nachdem eine Zensurmöglichkeit geschaffen wurde, stehen Musikindustrie, Filmindustrie, Staatspolitiker, Lokalpolitiker, Dioxinhansi und all die anderen Schlange mit ihren Begehrlichkeiten und allerspätestens 2 Jahre später halten die ersten nicht KiPo Zensureinträge einzug in die Sperrlisten. Wer dir etwas anderes erzählt ist entweder unfassbar naiv oder ein Lügner.

  7. Re: Vorschlag: Kinderpornografiebekämpfungssteuer

    Autor: fwefwefwefwefwe 06.01.11 - 09:21

    > Wer dir etwas anderes erzählt ist entweder unfassbar naiv oder
    > ein Lügner.

    Ich rücke deine Worte noch etwas näher an die Realität :

    "ein unfassbar naiver Lügner"

  8. Re: Vorschlag: Kinderpornografiebekämpfungssteuer

    Autor: Murmel 06.01.11 - 11:58

    Freiheit bewahren schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach man hat es aber nicht leicht hier, das Wesen der Forums-Diskussion ist
    > halt der Widerspruch...
    >
    > Bitte nicht alles so wörtlich nehmen. Der Vorschlag ist ja in der Form nur
    > halbernst gemeint und hat vor allem eine starke taktische Komponente.
    >
    > Der ernste Part daran wäre, quasi einen Deal vorzuschlagen: Wir Bürger sind
    > bereit, mehr zu bezahlen für die Kinderporno-Bekämpfung, dafür lasst ihr
    > Politiker eure Finger dann aber von Websperren & Co.
    >
    > Das ist ja erst mal nichts weiter als ein taktischer Zug in der
    > festgefahrenen Debatte. An der Reaktion einzelner Politiker ließe sich dann
    > schon mal ganz gut abschätzen, wer es ernst meint mit der KiPo-Bekämpfung
    > und wer das Argument nur vorschiebt.
    >
    > Und man hätte ein recht starkes offensives Argument mehr, das ist immer
    > besser als nur 'Wir wollen das nicht' zu sagen.


    Nun ja, für den Inhalt dieser Debatte bist Du allein verantwortlich. Aber ich verstehe nicht wie die Deutschen Bürger immer wieder bereit sind für jeden 'Schei..' eine Steuer und tausende schmarotzender Beamte einzuführen.
    Ich glaube der richtige Ansatz wäre, wenn der Staat (Politiker, Beamte) mal ihren Job machen würden und die bestehenden Ressourcen (Steuergelder, Gesetze) korrekt nutzen würden.
    Aber in Deutschland wird eher die Kultur vertreten: Ich schrei mal laut damit ich bekannt und berühmt werde, nehme mir so viel Geld wie möglich und mit dem Rest befriedige ich noch meine Familie und Kollegen (Günstlings-Wirtschaft) und wenn alles gut geht wird das Pseudo-Projekt auch noch nach mir benannt.
    Ich nenne das ein geiles DSDS-Prinzip: Kurzfristig hast Du viele Schreihälse und jeder möchte der lauteste und schrillste sein aber langfristig kümmert sich niemand um das enstandene Produkt, kostet immens Geld und diejenigen die davon profitieren sollten sind so unwichtig wie eh und je.

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