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Die Diskussion ist zu wenig rational

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  1. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: lear 11.05.16 - 17:43

    Koto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Du hast aber was vergessen. Der ÖR Rundfunk soll auch als Gegenpol der
    > Privaten gelten.

    Sport, Kochshows, Pseudo-Polittalk mit den immergleichen Selbsdarstellern, 5x die Woche zum selben Thema (in letzter Zeit auch gerne 10 Wochen hintereinander GR/Flüchtlinge/GR/...) und wirklich SAUSCHLECHT gemachte Krimis, Rosamunde Pilcher, Königshochzeiten und Seifenopern .... die Privaten müssen ja ein formidabler Ausbund von feinsinniger Kunst und höchster Kultur sein. Und natürlich höchst integer, denn Selbstkontraktionen (neben dem "Vorzeigeunternehmen" DEGETO der Grund für die sauschlechten Krimis)

    Den "Gegenpol" zu RTL2 mußt Du mittlerweile mit der Lupe suchen - und ich bezweifele doch sehr, daß da die 8Mrd draufgehen. Oder die hälfte. Oder ein viertel. Oder überhaupt mehr als 100Mio.
    Es glaubt doch niemand im ernst an Protest gegen ein unabhängiges (Breuer?) Informationsangebot, einen starken internationalen zivilen Nachrichtendienst oder sachliche Bildungsangebote oder meinetwegen ein Heim für Spartenkultur.

    Die Kritik richtet sich gegen den ÖR, besetzt aus und durch politische Kreise und über den Staatsvertrag ständig abhängig von deren Zufriedenheit, der mit unserem Geld umgeht, als würde es vom Himmel fallen (ok, aus seiner Position betrachtet ...)

    Zunächst einmal könnte man die Rundfunksteuer (die nicht so heißen darf) mehr zu einer Steuer machen, dh. auf Grundlage eines Gesetzes, das den Bedarf anhand überprüfbarer, öffentlicher, *DETAILLIERTER* Jahresabschlüsse bemißt (und in dem Zuge vernünftigerweise die alleinerziehende Mutter weniger belastet als den Konzernvorstand) um den ÖR dem permanenten placet der Politik zu entziehen (Brender! Und vermutlich sehr viel mehr) und das "Grundversorgung" inklusiv beschreibt, so daß Parlamentarier X gegenüber den Wählern vertreten muß, warum "10 Seifenopern" jetzt nun Grundversorgung ist, bzw. warum 1Mrd. für Fußball irgendwie vertretbar ist, dh. die Programmzusammensetzung demokratisch legitimiert.
    Und es muß ein öffentlicher Rechenschaftsbericht her, damit die Dinge bei der DEGETO und anderswo mal ins Schlaglicht kommen.

    Status Quo ist ein Staatsvertrag zu lasten Dritter (der Bevölkerung) - egal was das BVerfG sagt: das ist schon im Verfahren Sittenwidrig. Punkt. Und es wird dreist ausgenutzt.

  2. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: diggicolg 11.05.16 - 17:56

    Subsessor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > spambox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > 1.: Ja. Ich will gerne Medien konsumieren, deren Hauptzweck nicht darin
    > besteht, Umsatz zu erwirtschaften. Ich ziehe die Demokratie dem
    > Kapitalismus vor.
    >

    Wo gibts denn sowas?

  3. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: most 11.05.16 - 18:01

    diggicolg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Subsessor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > spambox schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > 1.: Ja. Ich will gerne Medien konsumieren, deren Hauptzweck nicht darin
    > > besteht, Umsatz zu erwirtschaften. Ich ziehe die Demokratie dem
    > > Kapitalismus vor.
    > >
    >
    > Wo gibts denn sowas?

    Unter Medien, die Umsatz generieren kann man werbefinanziertes Fernsehen verstehen, also die klassischen Privaten und ÖR Sender, die ihr Programm (teilweise) mit Werbung finanzieren.
    Ich nutze nur Netflix und Amazon (ohne FireTV, ohne Werbung) und müsste nach dieser Definition höchst demokratisch schauen. Stimmt auch, ich stimme mit meinem Geldbeutel ab und wenn das Programm nicht passt, dann gibt es kein Geld mehr.

  4. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: CrookedHillary 11.05.16 - 18:08

    spambox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich ist es notwendig, das gesamte Konstrukt des
    > öffentlich-rechtlichen Rundfunkts "from scratch" neu zu definieren.
    > Dabei müssen grundlegende Fragen zunächst beantwortet werden:
    >
    > 1. Ist ein ÖR im 21. Jahrhundert notwendig?

    Das ÖR war nie notwendig. Der Bürger war und ist in Deutschland auch nicht aufgeklärter als in westlichen Ländern ohne ein solches institutionelles Monster. Das ÖR ist nur wieder ein Instrument, das dafür sorgt, dass sich wenige an vielen bereichern können. Da werden dann wieder Schlagworte wie Bildung, Aufklärung & Unabhängigkeit bemüht, denen die ÖR nicht gerecht werden. Wenn man mal schaut, wie sehr sich die Produktionen auf wenige private Produktionsfirmen konzentrieren. Da hat sich eine sehr finanzkräftige Lobby gebildet, die sich in das System hineingefressen hat und nicht demokratisch kontrollierbar ist.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.16 18:10 durch CrookedHillary.

  5. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: Graveangel 11.05.16 - 18:36

    Wir verbieten einfach private und öffentliche Sender.
    Es brauch dann keinen Gegenpol mehr und keine Gebühr, alles okay.

    Ich gucke weder noch und bin damit sehr zufrieden und es wäre schön, wenn ich dafür nicht zahlen müsste.

  6. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: divStar 11.05.16 - 19:43

    Also aus meiner Sicht muss der ÖR den Informations- und den elementaren Entertainmentbedarf abdecken. Dafür reichen 3 Sender im TV, 3 Radiosender und eine einfache Webpräsenz. Das kostet dann 5 Euro als Steuer und gut ist. Alles darüber hinaus ist Luxus und soll jeder selbst zahlen.

  7. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: tezmanian 11.05.16 - 21:36

    Vorschlag, alles was keine Unterhaltung angeht wird durch einen Beitrag bezahlt, der Rest muss anders aufgebracht werden. Mit einem Beitrag von 2-5¤ hätte ich kein Problem, mit fast 20¤ leider ein großes. Das was mich interessiert bekomme ich schon für 9¤ und schaffe es gar nicht all dies anzuschauen, da mein Leben auch andere Dinge als Fernsehen hat...

  8. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: matok 12.05.16 - 09:29

    spambox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Ist ein ÖR im 21. Jahrhundert notwendig?
    > Der ÖR hat seinen Ursprung in einer Zeit, in der es nichts anderes gab.
    > Heute haben wir eine breit gefächerte und sehr vielseitige
    > Medienlandschaft; allesamt Unternehmen, die sich selbst finanzieren. ARD
    > und ZDF sind Sandhändler in der Wüste.

    Absolut korrekt. Die Gegebenheiten sind heute grundsätzlich andere.

    > 2. Wenn wir (Volk) uns für einen ÖR entscheiden, muss definiert werden, was
    > wir erwarten. Welche Aufgabe haben die Sender zu erfüllen? Welche Ziele
    > müssen erreicht werden? Welchen Umfang soll das Angebot haben?

    Ich finde, dass das Ziel von Bildung, Information und Kultur nach wie vor aktuell sind und sich vielleicht nicht unbedingt mit privaten Unternehmen verbinden lassen. Deshalb können diese Teile meinetwegen gerne im Programm bleiben. Den ganzen Unterhaltungsteil mit Filmen, Soaps, Shows, Quizsendungen, Boulevard usw. usw. können die Privaten allerdings genauso abbilden und hat mMn keinen höheren gesellschaftlichen Wert. Deshalb sollte der entweder komplett ausgemustert werden oder optional verschlüsselt gegen Abrechnung angeboten werden.

    > 3. Brauchen wir 2 Hauptsender, 10 Regionalsender und 25 Radiostationen?

    Bei abgespeckten Inhalten definitiv nicht. Und bei den Radiostationen würde ich mir auch Mainstreamsender wünschen, die einfach nur 24/7 Mainstreammusik spielen, ohne oder mit knapper musikbezogener Moderation und ohne Werbung und nur stündlich kurzen Nachrichten.

    > 4. Es gibt, neben der Zwangsabgabe dutzende Finanzierungsmethoden und
    > Gebühren/Lizenzen-Konzepte. Die Verfahren müssen evaluiert werden. Ich bin
    > mir sicher, dass "Zwangsabgabe" nicht die beste Lösung ist.

    Ich finde die Abgabe und den ÖRR völlig i.O. Nur die Höhe des Beitrags und der Umfang des ÖRR ist völlig übertrieben.

    > Ein 60 Jahre altes Gesetz ist nunmal heute nicht unbedingt anwendbar. Es
    > spricht nichts dagegen, das ganze ÖR-Konzept ..auf Neudeutsch... zu
    > redisignen.

    Was dagegen spricht, ist der Klüngel. Da gibt es eine Menge gut bezahlter Leute, die das auch gerne weiterhin wären und die sind bestens vernetzt. Solange unsere Regierungsspitze aus hauptsächlich alten Leuten besteht, gibt es keinen Reformwillen. Ich wäre dafür, dass das Durchschnittsalter des Bundestages dem der Bevölkerung entsprechen muss.

  9. Der wichtigste Punkt fehlt

    Autor: Friko44 12.05.16 - 10:02

    spambox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich ist es notwendig, das gesamte Konstrukt des
    > öffentlich-rechtlichen Rundfunkts "from scratch" neu zu definieren.
    > Dabei müssen grundlegende Fragen zunächst beantwortet werden:
    >
    > 1. Ist ein ÖR im 21. Jahrhundert notwendig?
    > Der ÖR hat seinen Ursprung in einer Zeit, in der es nichts anderes gab.
    > Heute haben wir eine breit gefächerte und sehr vielseitige
    > Medienlandschaft; allesamt Unternehmen, die sich selbst finanzieren. ARD
    > und ZDF sind Sandhändler in der Wüste.
    >
    Den Gedanken, alles mal in Frage zu stellen, finde ich gut! Das schadet eigentlich nie.
    Den wichtigsten Aspekt in Deiner Aufzählung hast Du jedoch vergessen - oder ich hab ihn überlesen: Wiederherstellung der Unabhängigkeit.

    Wenn ich mich nicht irre, wurde der ÖR mit allgemeiner Finanzierung von den Alliierten eingeführt, damit ein staatliches Propagandaprogramm wie im Dritten Reich nicht mehr möglich sei. Prinzipiell ein richtiges und vor allem zeitloses Konzept, das meiner Meinung nach nur mit dieser Art der personenkonsumunabhängigen, kollektiven Finanzierung funktioniert!!!

    Ich will jetzt keine Diskussion darüber lostreten, ob die Tagesschau wirklich neutral berichtet oder ob Productplacement im Tatort in Ordnung ist. Das sieht ja eh jeder ein wenig anders. Beim Personal hingegen gibt es keinen Interpretationsspielraum: da darf es nicht einen Mitarbeiter geben, der in irgendeinem Verwaltungsrat sitzt, einen politischen Posten inne hat oder einen Werbevertrag hat.
    Das ist gegenwärtig nicht der Fall, die Unabhängigkeit von Politik und Wirtschaft ist nicht gewährleistet.

    Sobald die Unabhängigkeit der ÖV wiederhergestellt wurde (durch drastischen Personaltausch, absolutes Werbeverbot, keine Bewertung nach Einschaltquoten, keine Konkurrenzstellung zu den Privaten Sendern, etc.) , ist auch in der Bevölkerung die Akzeptanz der Beiträge wieder da.
    Da bin ich mir sicher!

  10. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: Dadie 12.05.16 - 10:13

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem wenn es um die Inhalte geht. Klar, jeder ist der Meinung, dass
    > man die Inhalte eindampfen sollte. Aber Fußball muss sein, Tatort sowieso,
    > Quiz Shows, Musikantenstadl, Telenovelas und derlei bringen die Quoten.
    > Wenn man aber Satire, Kultur- oder Kinderprogramm kürzen will, schreit
    > wieder die andere Hälfte.

    Interessant, dass "Fußball" sein "muss". Wenn die ÖR nicht die Rechte am Fußball kaufen würden, dann würden die Rechte eben an einen privaten Sender gehen. Und der wird sicher den Teufeln tun und kein Fußball senden, nach dem er die Rechte gekauft hat.

    Entsprechend sage ich, dass die ÖR akzeptieren müssen, dass es private Sender gibt. Und wenn ein privater Sender ebenfalls ein und dasselbe Programm zeigen will bzw. würde, benötigen (meiner Ansicht nach) die ÖR hierzu eine gute Begründung es ebenfalls zu tun.

    Ich habe kein Problem damit, dass es viele ÖR Sender gibt. Denn gerade die Vielfalt ermöglicht es auf lokale Gegebenheiten einzugehen. Dann wird im WDR Dortmund mal über die Neueröffnung einer Schule gesprochen oder lokal Politik abgehandelt. Genau dafür sind diese "kleinen sub-Sender" da!

    Aber die ÖR sollten lieber ihr Geld in ein Programm stecken, welches so nicht von den privaten Sendern getragen würde.

  11. auch eine breite Definition einer Grundversorgung ist machbar

    Autor: Friko44 12.05.16 - 10:18

    spambox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau meine Ansicht. Allerdings ist der Begriff "Grundversorgung" schuld
    > daran, dass wir uns heute dumm und dämlich zahlen.
    >
    > Denn niemand hat definiert, was Grundversorgung ist. Die Sendeanstalten
    > definieren es scheinbar nach Appetit, Mondphase oder Spritpreis.
    >
    > #sb
    >
    Ich verstehe unter Grundversorgung mehr, als nur Nachrichten. Zur Grundversorgung gehören auch Ereignisse der Sportarten die hier als Volkssport gelten, Sendungen mit hier populärer Musik, auch mal Feierabendbrainwasher wie DailySoaps, Boulevardnews und Talkshows, auch gehaltvolle Hintergrund- und Diskussionssendungen politischer und gesellschaftlicher Art - eben alles, was "den Menschen" interessiert. Meinetwegen auch eine wöchentliche Sendung mit wechselnden Freizeitgestaltungsmöglichkeiten/Hobbies und Natursendungen.

    Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass das nur mit 50 Spartensendern machbar wäre.
    Das Problem ist, dass der ÖR in Konkurrenz zu den Privaten steht um Einschaltquoten und daher meint, zu bestimmten Zeiten ein bestimmtes Format senden zu müssen und die sehr speziellen Sendungen in seine Spartensender verschiebt.
    Könnte sich der ÖR aus dem Wettrennen um Einschaltquoten rausnehmen, würden diese Muster gebrochen und könnten auch Spartensendungen im Hauptsender gezeigt werden. Netter Bonus: weniger Sender --> weniger Wiederholungen.
    Sendezeiten spielen dank der sich immer weiter verbreitenden Replayfunktionen eh eine immer kleinere Rolle.

  12. Re: auch eine breite Definition einer Grundversorgung ist machbar

    Autor: Anonymer Nutzer 12.05.16 - 10:26

    Zur Grundversorgung gehört für mich ein Sender mit Nachrichten, das wars. Mehr sollte hier nicht aufgebaut werden. Im Grunde genommen gehören die ÖRs komplett dicht gemacht und im Format von Phoenix mit einem Sender neu aufgestellt. Da reichen dann vielleicht 30 bis 50 Mitarbeiter und ein einstelliges Mio. Budget.

  13. Re: auch eine breite Definition einer Grundversorgung ist machbar

    Autor: cherubium 12.05.16 - 11:00

    Friko44 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > spambox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Genau meine Ansicht. Allerdings ist der Begriff "Grundversorgung" schuld
    > > daran, dass wir uns heute dumm und dämlich zahlen.
    > >
    > > Denn niemand hat definiert, was Grundversorgung ist. Die Sendeanstalten
    > > definieren es scheinbar nach Appetit, Mondphase oder Spritpreis.
    > >
    > > #sb
    > >
    > Ich verstehe unter Grundversorgung mehr, als nur Nachrichten. Zur
    > Grundversorgung gehören auch Ereignisse der Sportarten die hier als
    > Volkssport gelten, Sendungen mit hier populärer Musik, auch mal
    > Feierabendbrainwasher wie DailySoaps, Boulevardnews und Talkshows, auch
    > gehaltvolle Hintergrund- und Diskussionssendungen politischer und
    > gesellschaftlicher Art - eben alles, was "den Menschen" interessiert.
    > Meinetwegen auch eine wöchentliche Sendung mit wechselnden
    > Freizeitgestaltungsmöglichkeiten/Hobbies und Natursendungen.
    >
    > Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass das nur mit 50 Spartensendern
    > machbar wäre.
    > Das Problem ist, dass der ÖR in Konkurrenz zu den Privaten steht um
    > Einschaltquoten und daher meint, zu bestimmten Zeiten ein bestimmtes Format
    > senden zu müssen und die sehr speziellen Sendungen in seine Spartensender
    > verschiebt.
    > Könnte sich der ÖR aus dem Wettrennen um Einschaltquoten rausnehmen, würden
    > diese Muster gebrochen und könnten auch Spartensendungen im Hauptsender
    > gezeigt werden. Netter Bonus: weniger Sender --> weniger Wiederholungen.
    > Sendezeiten spielen dank der sich immer weiter verbreitenden
    > Replayfunktionen eh eine immer kleinere Rolle.


    Der ör steht nicht im Wettbewerb.
    Privat: Werbefinanziert-(grössten teils, seit kurzem mit zusatzeinkünften aus hd+)--> quotenabhängig

    Ör: Gebührenfinanziert --> quote irrelevant. Geld bekommen die trotzdem

    So sollte es "eigentlich" sein und war auch mal so angedacht.

  14. Re: auch eine breite Definition einer Grundversorgung ist machbar

    Autor: Friko44 12.05.16 - 11:07

    Die Praxis zeigt mir aber, dass sie sich selbst im Wettbewerb sehen. Sonst würden bestimmte Formate nicht zu bestimmten Zeiten gesendet werden.

  15. Re: auch eine breite Definition einer Grundversorgung ist machbar

    Autor: cherubium 12.05.16 - 11:08

    Friko44 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Praxis zeigt mir aber, dass sie sich selbst im Wettbewerb sehen. Sonst
    > würden bestimmte Formate nicht zu bestimmten Zeiten gesendet werden.


    Dem bin ich mir selbstverständlich bewusst

  16. Re: auch eine breite Definition einer Grundversorgung ist machbar

    Autor: tezmanian 12.05.16 - 11:37

    Friko44 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich verstehe unter Grundversorgung mehr, als nur Nachrichten. Zur
    > Grundversorgung gehören auch Ereignisse der Sportarten die hier als
    > Volkssport gelten, Sendungen mit hier populärer Musik, auch mal
    > Feierabendbrainwasher wie DailySoaps, Boulevardnews und Talkshows, auch
    > gehaltvolle Hintergrund- und Diskussionssendungen politischer und
    > gesellschaftlicher Art - eben alles, was "den Menschen" interessiert.
    > Meinetwegen auch eine wöchentliche Sendung mit wechselnden
    > Freizeitgestaltungsmöglichkeiten/Hobbies und Natursendungen.

    Also sollte ich jemals armutsgefährdet sein möchte ich auch solch eine überproportionale Grundversorgung... Anstelle von Wasser und Brot Kaviar und Wein...

  17. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: PiranhA 12.05.16 - 12:24

    Die Diskussion gab es schon vor Jahren und quasi zu jeder WM/EM wieder. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist dafür. Vielleicht geht die Tendenz nach unten, aber trotzdem ist die Lage noch immer so. Als die Sportschau keine Rechte mehr für die Zusammenfassung hatte, gab es einen rießen Aufschrei, wie man so etwas zulassen könnte.
    Man sollte halt nicht immer dazu tendieren die Stimmung in seinem eigenen Freundeskreis als repräsentativ für die gesamte Bevölkerung zu sehen.

  18. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: piratentölpel 12.05.16 - 12:29

    cherubium schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt keine Diskussion.
    >
    > Ich wage zu behaupten dass 50%+X kein Staats-TV wollen. Das hat dann wenig
    > mit Demokratie zu tun.
    >
    > Ich habe mir die Finger zu dem Thema schon wund geschrieben, hier und in
    > anderen Foren. Es ist sinnlos.
    >
    > Ich habe auch gar keine Lust mehr, Argumente zu bringen und Auszutauschen.
    > Ich habe keinen Bock auf dumme Petitionsaufrufe, die gegen keine Lobby
    > bestehen können.
    >
    > Mir bleibt nur eines und wünsche ich mir einen Zusammenhalt von allen GEZ
    > Gegnern. Jeder muss, wenn das Thema Privat zur Sprache kommt, seine
    > Mitmenschen überzeugen, die Zahlungen an die GEZ einstellen. Mir ist dies
    > mittlerweile bei einigen gelungen denn ich kenne mich bestens aus.
    >
    > Keine Angst vor Schufa, keine Angst vor Zwangsvollstreckung. Ja, all dies
    > kann passieren, doch bis dies passiert, vergehen ca 12-18 Monate. Ich
    > verlange von niemanden, privat negative Maßennahmen ertragen zu müssen.
    > Aber der Kollektive Ungehorsam muss zunehmen. Aktuell gibt es 4,5 Mio
    > Zahlungsverweigerer. Diese Zahl muss massiv ansteigen.
    >
    > Auch ich habe mal wieder eine "Letzte Aufforderung" erhalten. Wenn dann der
    > Gelbe Brief kommt, biete ich, wie ich das seit 3 Jahren mache (vorher habe
    > ich 10 Jahre "schwarz" gesehen und bin stolz darauf), Ratenzahlung an. Dann
    > stelle ich die Ratenzahlung nach 4-6 Monaten wieder ein und das spiel
    > beginnt von vorn.
    > Mann muss die GEZ aushungern. 4,5 Mio Zahlungsverweigerer schaffen das
    > nicht, aber 20 Mio. haben eine Chance, den Koloss zum Wanken zu bringen.
    >
    > So lange das nicht passiert, wird der Beitrag steigen. Bis zum St.
    > Nimmerleinstag. Unaufhörlich. Und er wird noch gefräßiger werden.
    >
    > Und bevor ein Moralapostel kommt: Ja ich bin mir bewusst, gegen geltendes
    > Recht zu verstoßen. Ist mir sowas von Egal. Wenn geltendes Recht falsch
    > ist, muss man dagegen kämpfen. Basta.


    Danke für deinen Beitrag. Wenn alle so eine Einstellung haben, wird die GEZ fallen. Es ist nur eine Frage der Zeit, sollen die GEZ-Mitarbeiter auch mal in ihrer Arbeitslosigkeit rumlungern, die meisten dort machen sowieso nichts anderes wie irgendwelche Mahnbriefe den ganzen Tag zu verschicken.

  19. Re: Die Diskussion ist zu wenig rational

    Autor: tezmanian 12.05.16 - 12:50

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die große Mehrheit der Bevölkerung ist dafür.

    Aha und das ist bewiesen? Nur weil ein paar laut rumquakelen heißt das noch lange nicht das es die Mehrheit ist. Ich wette der Mehrheit ist es scheiß egal ob Fußball/WM/EM auf ÖR oder Privatem Fernsehen kommt.

  20. Re: auch eine breite Definition einer Grundversorgung ist machbar

    Autor: Friko44 12.05.16 - 13:19

    tezmanian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Friko44 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Ich verstehe unter Grundversorgung mehr, als nur Nachrichten. Zur
    > > Grundversorgung gehören auch Ereignisse der Sportarten die hier als
    > > Volkssport gelten, Sendungen mit hier populärer Musik, auch mal
    > > Feierabendbrainwasher wie DailySoaps, Boulevardnews und Talkshows, auch
    > > gehaltvolle Hintergrund- und Diskussionssendungen politischer und
    > > gesellschaftlicher Art - eben alles, was "den Menschen" interessiert.
    > > Meinetwegen auch eine wöchentliche Sendung mit wechselnden
    > > Freizeitgestaltungsmöglichkeiten/Hobbies und Natursendungen.
    >
    > Also sollte ich jemals armutsgefährdet sein möchte ich auch solch eine
    > überproportionale Grundversorgung... Anstelle von Wasser und Brot Kaviar
    > und Wein...
    >
    Meiner Meinung habe ich nicht von Kaviar und Wein gesprochen, sondern allenfalls von gebuttertem Vollkornbrot mit einer Scheibe Wurst nach Wahl und Mineralwasser.
    Und ja: tiefer sollte die (kulturelle) Grundversorgung nicht sein.

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