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Es ist ja auch einfach...

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  1. Es ist ja auch einfach...

    Autor: Der schwarze Ritter 25.01.17 - 11:47

    Wenn die US-Regierung damit durchkommt, können eigentlich alle amerikanischen Cloud-Anbieter den Laden zusperren. Auch dieses Treuhänderding, das hier mit der Telekom umgesetzt werden soll, dürfte dann sinnlos sein, wenn alles nur daran geknüpft wird, dass MS ein amerikanischer Konzern ist.

    Ich bin nicht ganz bewandert darin, wie leicht oder schwer es wäre, hier einen Firmensitz als Hauptsitz zu benennen und fortan zu sagen, MS ist ein deutscher Konzern (oder irischer oder wasauchimmer).

  2. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: Sysiphos 25.01.17 - 11:58

    Na, dann wird das ganze halt ausgeweitet auf: Jede Firma die einen Angestellten in den USA hat muss Zugriff weltweit gewähren, ansonsten wird der nach Patriot Act behandelt. Und wenn die Firmen dann keinen einzigen Angestellten in USA haben dürfen die kein Geschäft mit US Bürgern machen

  3. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: Nogul 25.01.17 - 12:01

    Ich wundere mich, dass das ein Thema ist.

    Wenn einem die Daten geheim genug sind bleiben sie im eigenen Cloud?

    Wer hat Lust herauszufinden wie ein Firmegeflecht aktuell aussieht, wie sie in einigen Jahren aussehen wird und wie sich die Gesetzgebung ändert?

  4. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: Kleba 25.01.17 - 12:17

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch dieses Treuhänderding, das hier mit der Telekom umgesetzt werden soll,
    > dürfte dann sinnlos sein, wenn alles nur daran geknüpft wird, dass MS ein
    > amerikanischer Konzern ist.

    Das denke ich weniger. Durch dieses Konstrukt hat MS ja tatsächlich keinen Zugriff auf die Daten mehr. Die Telekom stellt ja in diesem Fall "lediglich" die Software von MS in ihren eigenen Rechenzentren bereit.
    Solange also die Telekom nicht aufgrund ihres US-Geschäfts dazu gezwungen werden kann, denke ich, dass dieses Konstrukt durchaus seinen Sinn (in diesem Geschäfts) hat.

  5. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: ibecf 25.01.17 - 12:22

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die US-Regierung damit durchkommt, können eigentlich alle
    > amerikanischen Cloud-Anbieter den Laden zusperren. Auch dieses
    > Treuhänderding, das hier mit der Telekom umgesetzt werden soll, dürfte dann
    > sinnlos sein, wenn alles nur daran geknüpft wird, dass MS ein
    > amerikanischer Konzern ist.
    >
    > Ich bin nicht ganz bewandert darin, wie leicht oder schwer es wäre, hier
    > einen Firmensitz als Hauptsitz zu benennen und fortan zu sagen, MS ist ein
    > deutscher Konzern (oder irischer oder wasauchimmer).

    Was nix bringt, da in diesem Fall eher entscheidend ist auf welchen Staatsgebiet der Server physisch steht. In dem Fall in Irland und nicht in den USA.

    Wo das Unternehmen den Hauptsitz, war bei der Entscheidung unerheblich.

    Natürlich könnte MS alle sein US-Firmen schließen, den Hauptsitz ins Ausland verlegen und seine Server nur noch außerhalb der USA stehen haben.

    Dann wäre man zwar vor US-Justiz sicher, würde aber auf das USA-Geschäft verzichten und auf Milliarden von Umsätzen.

    Wenn Microsoft zwischen Datenschutz der Kundendaten und der Kohle entscheiden müsste, würden sie das Geld nehmen.

    Solche Prozesse wie im Artikel, dienen mehr der PR von Microsoft und nicht weil Ihnen die Kundendaten besonderes wichtig sind.

    Das ist aber bei allen großen börsennotierten Unternehmen weltweit so. Der Gewinnmaximierung wird alles untergeordnet .

  6. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: Anonymer Nutzer 25.01.17 - 12:38

    Nogul schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich wundere mich, dass das ein Thema ist.
    >
    > Wenn einem die Daten geheim genug sind bleiben sie im eigenen Cloud?
    >
    > Wer hat Lust herauszufinden wie ein Firmegeflecht aktuell aussieht, wie sie
    > in einigen Jahren aussehen wird und wie sich die Gesetzgebung ändert?

    Einfacher gesagt als getan - es wird ja immer wieder gern auf Dienstleister gewechselt...
    In England nutze eine Uni Google - eine andere nutzt es heute aktuell. Eine andere hat vom eigenen IMAP und Exchange Server auf die Microsoft 365 umgestellt.

    Theoretisch hätte man mit jedem Forschungsprojekt für die Industrie Probleme, ebenso wie bei Forschung im Bereich Medizin - alles wo eventuell personenbezogene Daten verarbeitet werden.
    Und das Problem des Auslagern gibt es fast überall... da fällt mir ein, eine andere Uni in England nimmt einen externen Dienstleister um Urlaub und Krankentage zu verwalten...

  7. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: DerSportschütze 25.01.17 - 13:00

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das denke ich weniger. Durch dieses Konstrukt hat MS ja tatsächlich keinen
    > Zugriff auf die Daten mehr. Die Telekom stellt ja in diesem Fall
    > "lediglich" die Software von MS in ihren eigenen Rechenzentren bereit.
    > Solange also die Telekom nicht aufgrund ihres US-Geschäfts dazu gezwungen
    > werden kann, denke ich, dass dieses Konstrukt durchaus seinen Sinn (in
    > diesem Geschäfts) hat.

    Fakt ist, dass man zusätzlich einen Vertrag mit MS abschließen muss.

  8. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: Trollversteher 25.01.17 - 14:02

    >Wenn Microsoft zwischen Datenschutz der Kundendaten und der Kohle entscheiden müsste, würden sie das Geld nehmen.

    Da steckt imho aber schon ein großer Denkfehler drin. Wenn Microsoft nicht garantieren kann, dass die Daten von Unternehmen in der MS-Cloud nicht sicher vor den US-Behörden sind, dann werden Unternehmen weltweit ihre Daten lieber bei einem nicht-US-Unternehmen (wie zB direkt bei der Telekom) in der cloud hosten.
    Zumal nach dem "Safe-Harbour-Urteil" sogar dagegen geklagt werden kann.
    Insoweit sind hier "Datenschutz der Kundendaten" und "Kohle" untrennbar miteinander verbunden.

    >Solche Prozesse wie im Artikel, dienen mehr der PR von Microsoft und nicht weil Ihnen die Kundendaten besonderes wichtig sind.

    Solche Prozesse dienen dem Überleben des Unternehmens im internationalen Geschäft...

    >Das ist aber bei allen großen börsennotierten Unternehmen weltweit so. Der Gewinnmaximierung wird alles untergeordnet .

    Och bitte, solche platten pauschal-Parolen kannst Du Dir sparen.

  9. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: jsm 25.01.17 - 14:20

    Die Idee den Firmensitz in ein Land mit weniger totalitären Gesetzen zu verlegen kam mir schon als der NSA-Skandal bekannt wurde.
    Damals wurde mir im Heise-Forum erklärt das das "Silicon Valley" sehr eng mit der US-Regierung und dem Sicherheitsapparat verflochten ist. Dazu kommt noch ein Patriotismus, der wohl weltweit seinesgleichen sucht. Es wäre da wohl ein absolutes, gesellschaftliches "NoGo" auch nur an so etwas wie Verlegung des Firmensitzes zu denken. Das dort viele heute für MS und morgen für NSA/CIA oder anders rum arbeiten ist auch völlig üblich. Die sehen den Rest der Welt als minderwertig und würden wohl ehr pleite gehen als den USA zu schaden.
    Auf der anderen Seite – und das hab ich auch damals schon gesagt – sind die ganzen Konzerne an der Börse und wenn die Investoren (die über die ganze Welt verteilt sind) genug Druck machen wird wohl auch ein Laden wie MS ernsthaft über so etwas wie die Verlegung des Firmensitzes in ein freieres Land nachdenken müssen.

    Man stelle sich mal vor Russland, Iran oder China würden ihre Gesetze so auslegen wollen wie die USA das hier versuchen. (Frankreich hat das übrigens auch schon versucht, die wollten damals weltweit bestimmte Google-Ergebnisse löschen lassen) Die Empörung wäre riesig, alle Mainstream-Medien würden sich aufregen und ausführlich berichten und so tun als ob der gute "Westen" ja so viel moralischer und besser wäre. Aber wenn es die USA versuchen, dann muss man regelrecht um eine öffentliche Wahrnehmung oder gar Diskussion kämpfen...

  10. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: Trollversteher 25.01.17 - 15:15

    >Man stelle sich mal vor Russland, Iran oder China würden ihre Gesetze so auslegen wollen wie die USA das hier versuchen. (Frankreich hat das übrigens auch schon versucht, die wollten damals weltweit bestimmte Google-Ergebnisse löschen lassen) Die Empörung wäre riesig, alle Mainstream-Medien würden sich aufregen und ausführlich berichten und so tun als ob der gute "Westen" ja so viel moralischer und besser wäre. Aber wenn es die USA versuchen, dann muss man regelrecht um eine öffentliche Wahrnehmung oder gar Diskussion kämpfen...

    Es ist ja nun wirklich nicht so, dass die Medien hierzulande nicht über den NSA-Skandal, die gesetzlichen Möglichkeiten die US-Dienste beim Zugriff auf die Server der großen IT-Konzerne haben, den Kampf Apple vs FBI sowie über das "safe harbour Urteil" berichtet hätten.

  11. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: Kleba 25.01.17 - 17:45

    DerSportschütze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fakt ist, dass man zusätzlich einen Vertrag mit MS abschließen muss.

    Ist das so? Ich denke hier ist vermutlich der Lizenzvertrag der verwendeten Software gemeint, oder? Was anderes wäre mir zumindest nicht bekannt. Falls Du mehr Informationen hast, gerne her damit - würde mich interessieren.

  12. Re: Es ist ja auch einfach...

    Autor: tbxi 26.01.17 - 14:30

    ibecf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der schwarze Ritter schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Dann wäre man zwar vor US-Justiz sicher, würde aber auf das USA-Geschäft
    > verzichten und auf Milliarden von Umsätzen.

    Das wäre - je nach Analyst - immer noch besser, als einen Großteil der nicht-US-Kunden zu verlieren.. das USA-Geschäft mag zwar ein großes sein, aber nicht unbedingt größer als das restliche Weltgeschäft.

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