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Unterschiedlicher Status? Was heißt das für Filme / Serien

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  1. Unterschiedlicher Status? Was heißt das für Filme / Serien

    Autor: robinx999 28.06.16 - 15:22

    Auch wenn es sich logischerweise bald erledigt hat da es in Deutschland auch bald Urheberrechtsfrei ist, aber was heißt das eigentlich für Filme oder TV Serien. Wenn da jetzt in einer US Serie Happy Birthday Gesungen wird und es aufgrund der dortigen Gemeinfreiheit keine Abgaben gibt, was passiert dann wenn das Selbe Werk dann hier in Deutschland ausgestrahlt wird?

  2. Re: Unterschiedlicher Status? Was heißt das für Filme / Serien

    Autor: Muhaha 28.06.16 - 15:33

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn da jetzt in einer US Serie Happy Birthday Gesungen
    > wird und es aufgrund der dortigen Gemeinfreiheit keine Abgaben gibt, was
    > passiert dann wenn das Selbe Werk dann hier in Deutschland ausgestrahlt
    > wird?

    Es fallen rein rechtlich finanzielle Forderungen an, weil die Gemeinfreiheit erst Ende des Jahres gegeben ist. Die Frage ist hier nur ... werden diese Forderungen noch eingetrieben?

  3. Re: Unterschiedlicher Status? Was heißt das für Filme / Serien

    Autor: wasabi 28.06.16 - 15:37

    Dürfte in der Praxis irellevant sein. Fernsehsender zahlen sowieso pauschal an die GEMA, weil eben davon ausgegangen wird, dass sie Musik verwenden, die von einem Urheber geschaffen wurde, der in der GEMA (oder Vertragspartnern auis dem Ausland) Mitglied ist und noch keine 70 Jahre tot ist. Ist ja faktisch auch so. Ob du ein bestimmtes Lied, welches da im Laufe des tages gesendet wird, nun GEMA-frei ist oder nicht, ist irellevant.

    Das ist genauso bei einer Party mit Musik aus der Konserve: Der Veranstalter zahlt dafür an die GEMA: Ob nun bei den gespielten Stücken ein paar GEMA-freie dabei sind, ist egal.

  4. Re: Unterschiedlicher Status? Was heißt das für Filme / Serien

    Autor: robinx999 28.06.16 - 15:54

    Ich weiß nicht wenn ich mir so etwas anschaue https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Musikurheber/Informationen/information_verteilung_fernsehen.pdf scheint es grundsätzlich schon Komplizierter zu sein. Wobei wie ist das eigentlich mit Diensten die Google Play, Itunes etc. die ja auch oft US Serien einen Tag nach Ausstrahlung im Originalton im Einzelkauf anbieten sind die auch alle Gema Mitglieder und führen dann für ein Potentielles Happy Birthday die Abgaben ab oder wird das Pauschal in der Verkaufsgebühr verrechnet?

  5. Re: Unterschiedlicher Status? Was heißt das für Filme / Serien

    Autor: Moe479 28.06.16 - 16:11

    das ganze system ist eigentlich keines, jeder wirft ausser, dass dir jeman vor deinen wagen baumstämme rollt und wegezoll fordert, für wen und welchen zweck ist dabei eigentlich egal, hauptsache es wird gefordert.

    die frage bei geistigem eigentum ist eigentlich ob es realistisch ist, dass manm geäußerte gedanbken schützen lassen/unterbinden kann, kann man damit überhaupt verhinderen das nochrigend jemand, ob durch andere angeregt oder von selbst einen gleichen gedanken hat ... und mit welcher begründung/zweck fordere ich dessen zur zahlung eines wertes auf, wenn er diesen aufnimmt und verbreitet? wie kann ich überhaupt elementar beweisen, dass er diesen gedanken nicht selbst unabhängig von mir entwickelt hat, und warum soll er der leidtragende sein blos weil er später eventuell sogar über sein alter hinaus erst auf den gandenken gekommen ist, worin besteht sein fehler/seine schuld mir gegenüber, wird man allein schon durch sein sein und denken schuldig?

    und wie machen das eigentlich die vulkanier, haften die gemeischaftlich nach ner gedankenverschmelzung?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.16 16:14 durch Moe479.

  6. Re: Unterschiedlicher Status? Was heißt das für Filme / Serien

    Autor: wasabi 28.06.16 - 16:39

    > Ich weiß nicht wenn ich mir so etwas anschaue www.gema.de scheint es
    > grundsätzlich schon Komplizierter zu sein.
    Da geht es ja eher um die anschließende Verteilung. Aber offenbar müssen die Sender doch Minuten angeben mit Musik. Aber eben u.a. damit das ganze nicht zu kompliziert wird, gibt es ja die "GEMA-Vermutung". Es wird einfach davon ausgegenagen, dass jedes Musikstück GEMA-pflichtig ist.

    > Wobei wie ist das eigentlich mit
    > Diensten die Google Play, Itunes etc. die ja auch oft US Serien einen Tag
    > nach Ausstrahlung im Originalton im Einzelkauf anbieten sind die auch alle
    > Gema Mitglieder und führen dann für ein Potentielles Happy Birthday die
    > Abgaben ab oder wird das Pauschal in der Verkaufsgebühr verrechnet?

    Da müsste man sich mal die einzelnen Tarife anschauen. Bei vielen ist es eben pauschal, unabhängig vom tatsächlichen Inhalt (z.B. Diskothek). Ich hab mal gerade kurz im Tarif für die vervielfältigungn von Tonträgern geschaut, da wird durchaus berücksichtigt, wenn da GEMA-freie Lieder drauf sind (man zahlt dann nur einen prozentualen Anteil).

    Letztlich ist der "Happy Birthday" Fall aber nichts besonderes. Denn:
    - dass man es sowohl mit GEMA-freien wie auch mit GEMA-pflichtigen Werken zu tun hat, ist nichts besonderes sondern kommt auch so vor
    - in Deutschland gilt deutsches Recht

  7. Re: Unterschiedlicher Status? Was heißt das für Filme / Serien

    Autor: ChevalAlazan 28.06.16 - 20:42

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die frage bei geistigem eigentum ist eigentlich ob es realistisch ist, dass
    > manm geäußerte gedanbken schützen lassen/unterbinden kann, kann man damit
    > überhaupt verhinderen das nochrigend jemand, ob durch andere angeregt oder
    > von selbst einen gleichen gedanken hat ... und mit welcher begründung/zweck
    > fordere ich dessen zur zahlung eines wertes auf, wenn er diesen aufnimmt
    > und verbreitet? wie kann ich überhaupt elementar beweisen, dass er diesen
    > gedanken nicht selbst unabhängig von mir entwickelt hat, und warum soll er
    > der leidtragende sein blos weil er später eventuell sogar über sein alter
    > hinaus erst auf den gandenken gekommen ist, worin besteht sein fehler/seine
    > schuld mir gegenüber, wird man allein schon durch sein sein und denken
    > schuldig?

    Ich denke, diese Fragen stellen sich nicht, wenn man sich klar macht, wie viel Arbeit es darin steckt, sich Gedanken zu machen. Egal ob es eine kleine Tonfolge, ein Text oder eine Erfindung ist. Ich mache mir die Arbeit, jemand anderes macht damit Geld, weil er bei der Umsetzung, Produktion oder Vermarktung besser aufgestellt ist.

    Deshalb sollte die Frage eher lauten, wieso ist es gesellschaftlicher Konsens und Recht, dass diese Schutzrechte auch nach Tod des Urhebers/Denkers noch gelten? Der Denker kann nicht mehr davon profitieren, jemand anderes, der nichts dafür getan hat, bekommt aber weiter Geld.

  8. Re: Unterschiedlicher Status? Was heißt das für Filme / Serien

    Autor: robinx999 28.06.16 - 21:09

    > Deshalb sollte die Frage eher lauten, wieso ist es gesellschaftlicher
    > Konsens und Recht, dass diese Schutzrechte auch nach Tod des
    > Urhebers/Denkers noch gelten? Der Denker kann nicht mehr davon profitieren,
    > jemand anderes, der nichts dafür getan hat, bekommt aber weiter Geld.

    Naja das mit dem Tod ist wirklich seltsam, wobei man natürlich noch Argumentieren könnte, das man so vor der Gefahr schützt das jemand den Tod herbeiführt um das Urheberrecht nicht mehr verletzen zu müssen.
    Wobei ich durchaus der Ansicht wäre das man darüber hätte nachdenken sollen ein System ähnlich dem Patentsystem, also 20 Jahre Schutz nach Veröffentlichung und danach wäre es gemeinfrei. Wobei das natürlich dazu führen würde das viele Ton und Film Aufnahmen frei verfügbar wären. Aber ob das die Musik und Film Industrie wirklich arm machen würde? Bei Patenten Funktioniert es ja auch und da wird ja teilweise auch wirklich etwas Erfunden (trotz einiger angemeldeter Trivialpatente)

  9. Re: Unterschiedlicher Status? Was heißt das für Filme / Serien

    Autor: wasabi 29.06.16 - 08:05

    > Wobei ich durchaus der Ansicht wäre das man darüber hätte nachdenken sollen
    > ein System ähnlich dem Patentsystem, also 20 Jahre Schutz nach
    > Veröffentlichung und danach wäre es gemeinfrei.
    Hier scheinen viele davon auszugehen, dass z.B. jedes musikalische Werk direkt als Song professionell veröffentlicht wird, mit allem was dazu gehört. Da hätte man einen sehr konkreten Zeitpunkt und für so eine große Plattenfirma sollten 20 Jahre ausreichend sein, um Geld zu verdienen.

    Aber so läuft das nicht, in der Praxis kann man den Veröffentlichungszeitpunkt nicht immer bestimmen. Was gilt als Veröffentlichung? Ich selber mache Hobbymäßig Musik. Manche Songs von mir sind 15 Jahre alt, hab die halt früher nur für mich oder mit meiner kleinen Band gespielt. Nehmen wir nun an, ich habe jetzt mal Lust und Zeit dieses Hobby wieder ernster aufzunehmen und alte Songs von mir nochmal neu und professionell aufzunehmen usw. Leider aber habe ich vor 15 Jahren diese Songs schon mal mit meiner Band mit simplen Mitteln aufgenommen und ins Internet gestellt. Das war letztlich die erste Veröffentlichung. Heißt also, der Schutz läuft schon in fünf Jahren ab?

    Nehmen wir an, ich hätte ein eigenes Lied als Teenager vor 20 Jahren auf einem Schulfest (=öffentlich) zum besten gegeben. Das haben meine Eltern damals auf VHS aufgenommen. Ich finde die Kassette, digitalisiere Sie, setze das bei Youtube rein mit dem Kommentar "Lustig, das ich bin ich beim Schulfest 1995, das Lied hatte ich zu dem Anlass selbst geschrieben". Der Youtube Upload beweist letztlich, dass ich das Lied schon vor 20 jahren veröffentlicht habe. Es ist also Gemeinfrei, eine Plattenfirma kann kommen und es mit einem Superstar aufnehmen ohne mich zu fragen, damit viel Geld machen, ich sehe keinen Cent.

    Ein solches System würde eher dazu führen, dass sich kleine unbekannte Künstler weniger trauen würden, ihre Songs bei Youtube hochzuladen oder bei einem Auftritt im Jugendheim zu spielen, weil ab dann ja der Countdown läuft.

    > Wobei das natürlich dazu
    > führen würde das viele Ton und Film Aufnahmen frei verfügbar wären.
    Bitte nicht Tonaufnahmen mit dem eigentlich Werk durcheinanderbringen. Für die Rechte an den Aufnahmen könnte man in der Tat über eine beschränkte Schutzdauer nachdenken (das könnte auch mit "ab Veröffentlichung" funktionieren), aber das Problem sehe ich bei den eigentlichen Urheberrechten.

    > Bei Patenten
    > Funktioniert es ja auch und da wird ja teilweise auch wirklich etwas
    > Erfunden (trotz einiger angemeldeter Trivialpatente)
    Patente muss man anmelden, da hat man dann ja immer ein konkretes Datum. Das Urheberrecht dagegen gilt einfach so. Urheberrechtsschutz aktiv anmelden zu müssen wäre völlig unpraktikabel.

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