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Die meinen aber nicht den Bremser Magenta, oder?

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  1. Re: Die meinen aber nicht den Bremser Magenta, oder?

    Autor: LinuxMcBook 05.12.19 - 11:13

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > in ein paar Jahren doch noch Glueck hat, weil man leider nicht, wie die
    > Nachbarn, in dem neuen MFG geklemmt ist.
    Ja da kenne ich aus dem Rand des Nahbereichs in dem ich mal gewohnt habe. Nachbar hatte 100 MBit, ich ganz knappe 25 MBit.
    Das hat aber die BNetzA verbockt, nicht die Telekom...

    > Der positive
    > Aspekt ist, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass die Telekom aus
    > irgendeinem Grund doch ploetzlich 31 Millionen xVDSL-Kunden haette, denn
    > dann saehe es ploetzlich ziemlich finster aus mit der angeblichen
    > Versorgung. Ich gehe davon aus, dass sich die Hardware in entsprechender
    > Menge gar nicht mehr auftreiben liesse.

    Die Telekom versorgt über 20 Mio. der 35 Mio. Internetnutzer in Deutschland mit DSL.
    Wir wissen auch, dass wenn ein Bereich erst einmal Vectoring-fähig gemacht wurde, alle DSL-Kunden auf die Vectoring-Hardware aufgeschaltet werden, auch wenn sie nur einen ADSL-Tarif gebucht hätten.
    Und wir wissen, dass die Telekom spätestens mit dem Abschluss des Nahbereichsausbau min. 80% der Haushalte entsprechend umgerüstet hat.

    Soll heißen, dass jetzt schon 18 Mio. Haushalte xVDSL nutzen.
    Wenn man mal einen Blick in einen oder mehre MSAN geworfen hat, dann weiß man, dass dort oft noch deutliche Reserven vorhanden sind.
    Vermutlich könnte die Telekom jetzt schon knapp 25 Mio. Haushalte versorgen ohne auch nur eine zusätzliche Linecard schieben zu müssen...

  2. Re: 100 MBit/s

    Autor: senf.dazu 05.12.19 - 11:34

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > senf.dazu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei der Statistik der Nachfrage je Geschwindigkeitsgruppe geht's
    > > logischerweise um gebuchte Verträge .. nicht um die Möglichkeit
    > Ich glaube da vermutest du eine Ursache, die gar nicht vorhanden ist.
    > Die Nachfrage ist nicht gestiegen, nur die Anzahl der gebuchten schnellen
    > Verträge. Wenn Vodafone gar keine Verträge unter 100 MBit mehr anbietet,
    > dann werden natürlich die Verträge mit 100 MBit und mehr stärker gebucht
    > als in den Vorjahren. Ändert aber nichts daran, dass die Leute nicht auch
    > 50 MBit buchen würden - wenn es verfügbar wäre...

    Wie erklärst du dir dann das in den gefühlt 100 Dörfern in den Landkreisen um meinen Wohnort herum, die von HTP mit FTTC maximal 50 MBit versorgt waren alle die Nachfragebündelung von DG mit Einstiegsangebot 200M "standard" 400M erfolgreich hinter sich gebracht haben ? Sprich die >40% Haushalte haben alle zum statistischen Wachstum beigetragen - der Rest hat sich nicht bewegt ? Und es gibt immerhin noch FTTC 16M bei HTP. In meinen Augen ist es auch durchaus wahrscheinlich das Telekom mit Supervektoring zu einem Teil dieses Wachstums >100M beigetragen hat - auch wenn sie mit Zahlen an der Stelle erstaunlich zurückhaltend ist ..

    >
    > Das Gutachten schreibt ja auch weiter, dass die Verträge mit 400/500 (die
    > die KNBs schon seit ein paar Jahren im Angebot haben) oder gar 1GBit gar
    > keine Relevanz haben...

    Die Formulierung war:
    "Verträge mit sehr hohen Geschwindigkeiten von über 250 Mbit/s spielen aber immer noch eine stark untergeordnete Rolle und wurden im Jahr 2019 gerade einmal von 1,7 Prozent aller Breit- bandkunden nachgefragt" (aus dem Bericht der Monopolkommission).
    Die für 100..250 lagen dabei aber bereits im Bereich von 8.1 Mio und wiesen wie gesagt eine deutlich stärkere jährliche Steigerung als der Bereich 30..100M auf.
    Ich denke für die 1.7% gibt's die naheliegende Erklärung das diese "Spitzendatenraten" durchweg (noch) für exorbitante Preise verkauft werden - Preise von 70..120¤ für 1G sind wohl keine Seltenheit während 200..400 eher für 45..50 (FTTH) verkauft werden. Der Preissprung ist den nicht-Early-Birds dann wohl doch etwas zu heftig. Bei Kabel sind die Preise im 100..250M Bereich glaub ich teilweise sogar günstiger. Würde wetten das sich diese Preise bewegen sobald die Telekom dann mal ihren Ausbau von FTTC auf FTTH wechselt (hoffentlich 2021?) und dann auch schlagartig die Nutzerzahlen in die Höhe schnellen. (DG macht sicherlich auch gern mal wieder mit, einmal hatten sie ja schon "wir verdoppeln unsere Datenraten - zum unveränderten Preis" Glasfaser macht's möglich)

    >
    > > Und natürlich bringt auch Vodaphone beim "splitten" der Knoten die
    > > Glasfaser näher zum Kunden - das ist nix anderes als FTTC Ausbau. Wenn
    > auch
    > > mit Koax auf den letzten Metern statt CuDA.
    > Deswegen weigert sich Vodafone ja auch so beharrlich mal Zahlen zu neu
    > verlegten Glasfaserleitungen zu veröffentlichen. Während die Telekom
    > praktisch jeden Monat eine Presseerklärung raus bringt, wie viel tausend
    > Kilometer mehr es wieder sind.

    Na Pressemeldung - wir haben eine neue Gigabit City (=Großstadt) fertig sind aber auch nicht von Pappe.

    >
    > > Schaun wir mal wieviel die Telekom dann bis 2025 zur Schließung der
    > weißen
    > > Flecken beiträgt.
    > Bisschen paradox das ausgerechnet in einer Lobhudelei auf Vodafone zu
    > erwähnen oder? Wenn Vodafone ohne die Telekom Deutschland mit Internet
    > versorgen würde, dann hätten wir aber fast 50% weiße Flecken...

    Lobhudelei ? Da hast du was falsch mitgekriegt. Ich hab nur versucht zu deiner Meinung das 100M eigentlich genug sind ein paar statistische Fakten nachgetragen. Unabhängig von Technologie.



    11 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.19 11:53 durch senf.dazu.

  3. Re: 100 MBit/s

    Autor: LinuxMcBook 05.12.19 - 11:58

    senf.dazu schrieb:
    > Wie erklärst du dir dann das in den gefühlt 100 Dörfern in den Landkreisen
    > um meinen Wohnort herum, die von HTP mit FTTC maximal 50 MBit versorgt
    > waren alle die Nachfragebündelung von DG mit Einstiegsangebot 200M
    > "standard" 400M erfolgreich hinter sich gebracht haben ? Sprich die >40%
    > Haushalte haben alle zum statistischen Wachstum beigetragen - der Rest hat
    > sich nicht bewegt ?
    Zwischen "ich buche 200 MBit weil ich nur so FTTH bekomme um meine Immobile aufzuwerten" und "ich buche 200 MBit weil mir 50 MBit nicht reichen würde" besteht schon ein signifikanter Unterschied oder?

    > Die für 100..250 lagen dabei aber bereits im Bereich von 8.1 Mio und wiesen
    > wie gesagt eine deutlich stärkere jährliche Steigerung als der Bereich
    > 30..100M auf.
    > nicht-Early-Birds dann wohl doch etwas zu heftig. Bei Kabel sind die Preise
    > im 100..250M Bereich glaub ich teilweise sogar günstiger.
    7 Mio. Kabelkunden KÖNNEN gar nichts langsameres als 100 MBit mehr buchen, natürlich liegt dann die Anzahl der Verträge in dieser Größenordnung.
    Aber nochmal: man kann daraus keinen Bedarf ableiten, wenn langsamere Optionen schlicht fehlen.

    > Na Pressemeldung - wir haben eine neue Gigabit City (=Großstadt) fertig
    > sind aber auch nicht von Pappe.
    Wie gesagt, der Nachweis dass das nicht einfach nur durch den Tausch der entsprechenden Hardware in den Kopfstationen erledigt wurde, fehlt. Und dafür hätte es keinen Meter Glasfaser im Tiefbau benötigt.

    Mein Kabelsegment ist seit ein paar Monaten auch DOCSIS 3.1-fähig. Tiefbau wie ich ihn aus dem Vectoring-Ausbau der Telekom kenne habe ich in der Zeit aber gar nicht gesehen. Auch sonst 0 Arbeiten, die darauf hingewiesen hätten, dass außerhalb der Kopfstationen was passiert wäre...

  4. Re: Die meinen aber nicht den Bremser Magenta, oder?

    Autor: bombinho 06.12.19 - 20:27

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja da kenne ich aus dem Rand des Nahbereichs in dem ich mal gewohnt habe.
    > Nachbar hatte 100 MBit, ich ganz knappe 25 MBit.
    > Das hat aber die BNetzA verbockt, nicht die Telekom...

    Das ist Unfug, ganz ohne Vectoring sind auf guten Leitungen noch locker 80 Mbps machbar bei >500m, nur durch den Einsatz von G.INP. Nur die Telekom kann das scheinbar nicht.
    VDSL ist ausdruecklich erwuenscht gewesen.

  5. Re: Die meinen aber nicht den Bremser Magenta, oder?

    Autor: LinuxMcBook 06.12.19 - 20:32

    bombinho schrieb:
    > Das ist Unfug, ganz ohne Vectoring sind auf guten Leitungen noch locker 80
    > Mbps machbar bei >500m, nur durch den Einsatz von G.INP. Nur die Telekom
    > kann das scheinbar nicht.

    Du willst doch jetzt nicht behaupten, dass dank G.INP auf 800m die gleiche Geschwindigkeit erreichbar gewesen wäre, wie mit Vectoring auf 200m?
    Also, langsameres Internet dank BNetzA-Entscheidung.

    Und dass mein Nachbar Vectoring hatte und ich in meinem Nahbereich nicht, das habe ich mir ganz sicher auch nicht ausgedacht.

  6. Re: 100 MBit/s

    Autor: bombinho 06.12.19 - 20:32

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Vodafone gar keine Verträge unter 100 MBit mehr anbietet,
    > dann werden natürlich die Verträge mit 100 MBit und mehr stärker gebucht
    > als in den Vorjahren. Ändert aber nichts daran, dass die Leute nicht auch
    > 50 MBit buchen würden - wenn es verfügbar wäre...

    Die Frage waere, warum sollten sie das tun, fuer den Anbieter ergibt sich 0 Kosteneinsparung, wenn der Kunde niedrigere Geschwindigkeiten bucht.
    Wenn die Kosten die gleichen sind, welchen Anreiz hat dann der Anbieter, ein schlechteres Produkt anzubieten? Damit er sich selbst unterbieten kann? Oder um der Konkurrenz das Leben einfacher zu machen? Ich dachte immer, das Thema Wohlfahrt hatten wir schon abgehakt?

    Ausser natuerlich der Anbieter ist die Telekom und hat noch sehr viele Leitungen auf denen nur weniger als 100 Mbps geht, dann sieht es natuerlich anders aus. Dann entstehen erhebliche Kosten, wenn der Kunde mehr will.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.19 20:45 durch bombinho.

  7. Re: 100 MBit/s

    Autor: LinuxMcBook 06.12.19 - 20:39

    Das habe ich doch nie behauptet.

    Ich habe nur bestritten, dass man aus dem Buchungsverhalten bei den gegebenen Voraussetzung tatsächlich einen Bedarf ableiten kann...

  8. Re: Die meinen aber nicht den Bremser Magenta, oder?

    Autor: bombinho 06.12.19 - 20:40

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du willst doch jetzt nicht behaupten, dass dank G.INP auf 800m die gleiche
    > Geschwindigkeit erreichbar gewesen wäre, wie mit Vectoring auf 200m?
    Mit Vectoring ist auf 100m etwas ueber 100 Mbps moeglich, ohne Vectoring ist auf 800m noch 30-50Mbps moeglich. Ich gehe davon aus, dass du weder an den Weihnachtsmann glaubst, noch daran, dass mit Vectoring ohne G.INP grossflaechig 100MBps-Tarife anbietbar gewesen waeren?
    Aber ich lasse mich von dir gerne eines Anderen belehren.

    > Also, langsameres Internet dank BNetzA-Entscheidung.
    Unfug! Die BNetzA hatte ausdruecklich auf einen schnellen Ausbau gedraengt. Wer sich geziert hatte, ueberhaupt anzufangen, das war (und ist) die Telekom. Ebenfalls hat die Telekom zu keinem Zeitpunkt die technischen Moeglichkeiten von 17a auch nur ansatzweise ausgenutzt, ganz speziell nicht in den Nahbereichen. Ganz im Gegenteil, man hat sogar Kunden von VDSL auf ADSL umgestellt, statt Vorleistungsprodukte in Anspruch zu nehmen, wie man es von den Mitbewerbern verlangt hat.
    Die Telekom haette zu jedem beliebigen Zeitpunkt ausbauen koennen und Vectoring ab dem Stichtag zuschalten. Nichts ist passiert in dieser Richtung. Ausser, dass man mit dem Finger auf die BNetzA gezeigt hat.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.19 20:44 durch bombinho.

  9. Re: 100 MBit/s

    Autor: bombinho 06.12.19 - 20:52

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das habe ich doch nie behauptet.
    >
    > Ich habe nur bestritten, dass man aus dem Buchungsverhalten bei den
    > gegebenen Voraussetzung tatsächlich einen Bedarf ableiten kann...

    Okay, ich habe mich da wohl zu unklar ausgedrueckt: Es gibt keinen natuerlichen Bedarf der Kunden nach langsam(er)en Leitungen. Insofern laesst sich dieser auch nicht abschaetzen.
    Es gibt allenthalben einen Bedarf nach verschiedenen Preiskategorien, wobei je nach Preiskategorie dann auch Abstriche in der Funktionalitaet gemacht werden. Allerdings nur im Rahmen aller Angebote.

    Und auch im Rahmen der Moeglichkeiten der Anbieter gibt es keinen Grund entsprechende Angebote zu machen, insofern dort nicht Kundengruppen erschlossen werden koennen, die ansonsten andere Anbieter nutzen wuerden oder aber um durch eine Mischkalkulation den Umsatz ueber eine gewisse Schwelle zu heben. Diese Notwendigkeit ergibt sich aber nur aus kapitalintensiven Investitionen. Wobei dort im Rahmen der geschaffenen Moeglichkeiten wiederum die Produkte am untersten Ende der Umsatzskala nahezu generell untauglich sind. Deswegen bietet z.B. die DG auch keine 16Mbps an.

  10. Re: Die meinen aber nicht den Bremser Magenta, oder?

    Autor: LinuxMcBook 06.12.19 - 20:53

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LinuxMcBook schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du willst doch jetzt nicht behaupten, dass dank G.INP auf 800m die
    > gleiche
    > > Geschwindigkeit erreichbar gewesen wäre, wie mit Vectoring auf 200m?
    > Mit Vectoring ist auf 100m etwas ueber 100 Mbps moeglich, ohne Vectoring
    > ist auf 800m noch 30-50Mbps moeglich. Ich gehe davon aus, dass du weder an
    > den Weihnachtsmann glaubst, noch daran, dass mit Vectoring ohne G.INP
    > grossflaechig 100MBps-Tarife anbietbar gewesen waeren?
    > Aber ich lasse mich von dir gerne eines Anderen belehren.
    Hast du mal eine Grafik, die aufzeigt, welche Geschwindigkeit mit VDSL2 mit G.INP aber ohne Vectoring auf welche Entfernung möglich gewesen wäre?
    Es gibt nach 5 Minuten googeln (inkl. englischsprachige Suche) nur Grafiken, die die Reichweite von VDSL2 mit Vectoring vergleichen. G.INP ohne Vectoring hat also auch außerhalb der Telekom nie eine Rolle gespielt.
    Aber auf meiner Leitung mit über 800m wäre sogar mit Vectoring + G.INP nur noch eine mangelhafte Geschwindigkeit rausgekommen.


    > > Also, langsameres Internet dank BNetzA-Entscheidung.
    > Unfug! Die BNetzA hatte ausdruecklich auf einen schnellen Ausbau gedraengt.
    > Wer sich geziert hatte, ueberhaupt anzufangen, das war (und ist) die
    > Telekom.
    Die BNetzA hat Vectoring im Nahbereich auf Betreiben der Unternehmen die in der Breko o.ä. organisiert sind, untersagt. Argumentation der Konkurrenz der Telekom war immer, dass der Nahbereichsausbau FTTH unrentabel machen würde. Die BNetzA hat den Mitbewerbern nun 5 Jahre Zeit dafür gegeben. FTTH gab es in den Nahbereichen trotzdem nicht.

    Der Standpunkt der Telekom gegenüber der BNetzA war doch von Anfang an, dass man erst einmal nur auf Vectoring setzen würde, auch in den Nahbereichen. Insofern kann man der Telekom keinen Vorwurf machen, dass die Situation in den Nahbereichen viele Jahre lang unnötig schei*ße war.

  11. Re: Die meinen aber nicht den Bremser Magenta, oder?

    Autor: bombinho 06.12.19 - 21:10

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hast du mal eine Grafik, die aufzeigt, welche Geschwindigkeit mit VDSL2 mit
    > G.INP aber ohne Vectoring auf welche Entfernung möglich gewesen wäre?

    Schau dir mal das DSL-Netzwerk von OpenReach an, nahezu komplett ohne Vectoring, typisch 17a im Einsatz.

    > Es gibt nach 5 Minuten googeln (inkl. englischsprachige Suche) nur
    > Grafiken, die die Reichweite von VDSL2 mit Vectoring vergleichen. G.INP
    > ohne Vectoring hat also auch außerhalb der Telekom nie eine Rolle
    > gespielt.

    siehe oben, Openreach mit einem landesweiten Netz, da findest du Leitungslaengen, Uebertragungsraten etc. Zum Beispiel 80.000 kbps synchronisiert auf 550m Leitungslaenge.
    Die 36Mbps-Variante ist dort oft auf >1000m im Einsatz.
    G.INP ohne Vectoring hat nur bei der Telekom nie eine Rolle gespielt.

    > Aber auf meiner Leitung mit über 800m wäre sogar mit Vectoring + G.INP nur
    > noch eine mangelhafte Geschwindigkeit rausgekommen.

    Da bleibt die Frage nach dem "Warum?".

    > Der Standpunkt der Telekom gegenüber der BNetzA war doch von Anfang an,
    > dass man erst einmal nur auf Vectoring setzen würde, auch in den
    > Nahbereichen. Insofern kann man der Telekom keinen Vorwurf machen, dass die
    > Situation in den Nahbereichen viele Jahre lang unnötig schei*ße war.

    Doch, kann man! Die Telekom haette die Nahbereiche laengst ausgebaut haben koennen, hat sie nicht. Nur die Nutzung war erst ab dem Stichtag moeglich. Wenn du in dein neues Eigenheim einziehen willst, naechste Woche Montag, dann wuerdest du doch auch nicht auf die brilliante Idee kommen, den Baubeginn erst irgendwann nach naechsten Montag zu planen, oder?

    Den Grossteil der Investition haette man auch so nutzen koennen, haette dann aber immerhin die Frage beantworten muessen, warum man denn eigentlich so dringlich auf Vectoring gepocht hat, wenn nicht nahezu ausschliesslich, um die Mitbewerber aus dem Netz zu bekommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.19 21:12 durch bombinho.

  12. Re: Die meinen aber nicht den Bremser Magenta, oder?

    Autor: LinuxMcBook 06.12.19 - 21:23

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > siehe oben, Openreach mit einem landesweiten Netz, da findest du
    > Leitungslaengen, Uebertragungsraten etc. Zum Beispiel 80.000 kbps
    > synchronisiert auf 550m Leitungslaenge.
    > Die 36Mbps-Variante ist dort oft auf >1000m im Einsatz.
    > G.INP ohne Vectoring hat nur bei der Telekom nie eine Rolle gespielt.
    Ich guck mal, ob ich da Infos zu finde.
    Weißt du, ob der Zustand der Kupferleitungen in GB vergleichbar ist mit denen hier?

    > > Aber auf meiner Leitung mit über 800m wäre sogar mit Vectoring + G.INP
    > nur
    > > noch eine mangelhafte Geschwindigkeit rausgekommen.
    > Da bleibt die Frage nach dem "Warum?".
    Weil selbst bei den Zahlen der BT auf eine Entfernung von 840m nur noch irgendwas zwischen 50 und 36 MBit raus gekommen wäre. Und Geschwindigkeiten unter 50 MBit sind nunmal zu langsam.
    > https://www.draytek.co.uk/support/guides/kb-what-is-vdsl-vectoring-sra-and-ginp
    Offenbar sieht man auch in Großbritannien Vectoring als Voraussetzung für Speed? ;)

    > Doch, kann man! Die Telekom haette die Nahbereiche laengst ausgebaut haben
    > koennen, hat sie nicht. Nur die Nutzung war erst ab dem Stichtag moeglich.
    > Wenn du in dein neues Eigenheim einziehen willst, naechste Woche Montag,
    > dann wuerdest du doch auch nicht auf die brilliante Idee kommen, den
    > Baubeginn erst irgendwann nach naechsten Montag zu planen, oder?
    Die Telekom hat meines Wissens ziemlich bald nach der Vectoring 2 Entscheidung angefangen auszubauen. Es war doch vorher nie klar, wie die Regelung aussehen würde und ob sie überhaupt kommen würde. Teilweise wurden Nahbereiche ja auch an andere Anbieter vergeben.
    Du würdest ja auch keinen Architekten mit dem Planen deines Hauses beauftragen, wenn das Wahlgrundstück noch gar nicht als Bauland ausgewiesen wurde?

    > Den Grossteil der Investition haette man auch so nutzen koennen
    Wofür denn? Nochmal zur Erinnerung:
    VDSL2 durch Outdoor-DSLAMs war auch ohne Vectoring im Nahbereich verboten.

  13. Re: Die meinen aber nicht den Bremser Magenta, oder?

    Autor: bombinho 06.12.19 - 21:47

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weißt du, ob der Zustand der Kupferleitungen in GB vergleichbar ist mit
    > denen hier?

    Du beliebst zu scherzen? ;) Die legendaeren Bilder britischer KVZ sollten doch hinreichend bekannt sein? https://blueclarity.co.uk/case-study/dslam-surveys/

    > Offenbar sieht man auch in Großbritannien Vectoring als Voraussetzung für
    > Speed? ;)

    "It's not yet known what benefits Vectoring be gained to lines which run at much lower speeds due to line quality or length" ,<-- hier offensichtlich nicht.
    "VDSL Vectoring is unliklely to provide much benefit to very long VDSL lines"
    Auch hier kein Hinweis auf eine Revolution, oder?

    "BT are calling vectoring a 'speed enabling' method rather than a 'speed increasing' method, which may seem semantic, but the goal is that they provide connectivity closer to the current 76Mb/s maximum for more users", aha, also ein paar mehr Nutzer sollen die maximale Geschwindigkeit bekommen. Das klingt doch ganz anders als "Offenbar sieht man auch in Großbritannien Vectoring als Voraussetzung für Speed?"

    > Die Telekom hat meines Wissens ziemlich bald nach der Vectoring 2
    > Entscheidung angefangen auszubauen. Es war doch vorher nie klar, wie die
    > Regelung aussehen würde und ob sie überhaupt kommen würde.

    Es war immer klar, dass die Regelung nur Vectoring (siehe G.993.5) betreffen wird.

    > Teilweise wurden
    > Nahbereiche ja auch an andere Anbieter vergeben.

    Es war von vornherein klar, welche Nahbereiche das sind, naemlich die, in denen die Telekom kaum investiert hatte, aber andere Anbieter wesentliche Investitionen getaetigt hatten.

    > Du würdest ja auch keinen Architekten mit dem Planen deines Hauses
    > beauftragen, wenn das Wahlgrundstück noch gar nicht als Bauland ausgewiesen
    > wurde?

    Falsch, das Baugrundstueck war bekannt, die Groesse des Gebaeudes war bekannt, nur die Tapetenfarbe war noch unklar. Voellig klar, dass man sich da nicht wild in eine Investition stuerzt, bevor nicht derartig wesentliche Details gesetzlich geregelt sind ;) .

    > Wofür denn? Nochmal zur Erinnerung:
    > VDSL2 durch Outdoor-DSLAMs war auch ohne Vectoring im Nahbereich verboten.

    Der Nahbereich heisst Nahbereich, weil er eben nah ist, genau deswegen waren die Nahbereiche auch die ersten Bereiche, in denen VDSL2 installiert worden ist. Outdoor-DSLAMs sind erst in der naechsten Ausbauwelle hinzugekommen und VDSL(nicht 2) ist von der Telekom zu keinem Zeitpunkt kommerziell eingesetzt worden. Nur ein geringer Prozentsatz im Nahbereich hat Leitungslaengen deutlich ueber 650m. Die Gebiete sind ja nicht kreisfoermig in 650m Abstand zum Verteiler errichtet worden. Es mussten auch keine Kunden von ausgebauten Bestands-KVZ abgeklemmt werden, weil sie innerhalb des 650m Radius gelegen waren.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.19 21:58 durch bombinho.

  14. Nachtrag

    Autor: bombinho 06.12.19 - 22:19

    Bildsuche Google: BT cabinet

    Uebrigens, schau mal auf das Gruene, ziemlich interessant.
    https://community.bt.com/t5/image/serverpage/image-id/56399i6A2C777597BA3129/image-size/large?v=1.0&px=999



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.19 22:35 durch bombinho.

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