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  1. Es geht los

    Autor: Epaminaidos 06.11.11 - 21:05

    Hier wird der Zweck von Patenten verfehlt. Sie sollen ja eigentlich ein Problem in der Forschung und Entwicklung lösen: Wenn neue Erfindungen sehr teuer sind und die Konkurrenz sie sofort nachbauen kann, wird weniger in Forschung und Entwicklung investiert als volkswirtschaftlich wünschenswert wäre.
    Diese Situation ist aber auf dem Softwaremarkt beim besten Willen noch nicht eingetreten. Sowohl die Patente hier als auch der Zoom-Bounce, um den es vorher ging, sind einfach nur gute Ideen - in der Umsetzung aber recht preiswert. Auch ohne Patente würden diese Erfindungen gemacht werden.
    Der Softwareindustrie hätte es noch sehr gut getan, noch ca. 20-30 Jahre lang keinen Patentschutz zu haben. Erst dann sind vermutlich die Möglichkeiten soweit ausgeschöpft, dass neue Entwicklungen wirklich teuer gewesen wären.
    Mit Patenten wird die ganze Industrie leider viel zu früh und unnötig langsam monopolisiert. Kleine Unternehmen werden kaum eine Chance haben, anständige Software zu schreiben, ohne irgendwelche Patente zu verletzen. Sogar der Ein-Klick-Einkauf von Amazon ist ja ein Patent! In meinen Augen ist das keine Erfindung im eigentlichen Sinne, sondern nur eine gute Benutzerführung!
    Als vo 10 Jahren die Reise in Richtung Softwarepatente ging dachte ich: "das wird ganz übel!". Jetzt scheint es leider soweit zu sein :(

  2. Trivialpatente sind Gift...

    Autor: Anonymer Nutzer 06.11.11 - 21:26

    wenn eine "zu simple" Erfindung - eigentlich Idee - patentiert werden kann, auf die andere Profis aber auch kommen können, dann ist das ziemlich ungerecht.

    Ich mein, wenn ein Techniker auf die gleiche Idee kommt wie ein anderer Techniker 10 Jahre vor ihm und dieser andere sich seine Idee hat patentieren lassen, dann guckt der zweite - der die selbe Idee hatte - jetzt ziemlich dumm aus der Wäsche. Er wird daran gehindert, seine Idee zu vermarkten.

    Jetzt könnte man natürlich sagen - Pech gehabt - nur, wenn man in einem Projekt steckt und nach Lösungen für Probleme sucht, dann kann man nicht bei jeder Idee die einem einfällt beim nächsten Patentamt vorbeigucken und dort nachprüfen, ob man diese Idee überhaupt "haben" darf.

    Deswegen bin ich dafür, dass wirklich nur "echte" Erfindungen patentiert werden dürfen, keine bloßen Ideen, und schon gar keine Softwarepatente. Denn Software-"Erfindungen" sind immer nur Ideen auf die jeder kommen kann der sich lange und intensiv mit etwas beschäftigt.

  3. Re: Trivialpatente sind Gift...

    Autor: StefanGrossmann 06.11.11 - 22:03

    Vor allem tut das der Software nicht gut.
    Angenommen jemand hat sich etwas patentieren lassen und man braucht so einen Vorgang. Jetzt muss der Programmierer der das umsetzen will aber auf das Patent achten und durch Umwege auf das selbe Ziel hinarbeiten.
    Dadurch schleichen sich nun aber noch mehr Fehler in den Quelltext, größere Lücken, größerer Quelltext.
    Versteht mich nicht falsch - ich bin klar dafür das Erfinder für Ihren Eifer entlohnt werden. Aber es kann nicht sein, daß wir es hier mit 10 Jahre alten Erfindungen zu tun haben und diese weiterhin die Evolution der Geräte in der Zukunft behindern.

  4. Re: Trivialpatente sind Gift...

    Autor: Maxiklin 07.11.11 - 09:14

    So ein Käse :) Wenn jemand etwas patentieren läßt, heißt es nicht, daß andere das patentierte nicht nutzen dürfen, sondern NUR, daß sie das bezahlen müssen beim Patentinhaber, nicht mehr und nicht weniger xD. Dürfte kein anderer ein Patent nutzen, gäbe es keine Wirtschaft mehr, weil so gut wie alles auf irgendwelchen Patenten beruht, damit wollen sich die "Erfinder" nur rechtlich absichern und auch Kohle machen, halte ich für völlig legitim.

    @azeu
    So ist es aber und kommt 1000fach vor :) Es gibt massig Beispiele darüber, daß früher brillante Köpfe etwas erfanden, aber versäumten, sich dies patentieren zu lassen. Später stößt dann ein anderer, pfiffigerer, auf exakt diese Idee, stellt erfreut fest, daß es nicht patentiert wurde, holt das nach und wird Millionär, so einfach ist das. Ob das Gerecht ist oder nicht steht auf einem anderen Blatt aber alles was nicht schriftlich fixiert bzw. bei Patenten im Patentamt nachgewiesen wurde ist nunmal frei für alle.

    Außerdem kann man das ganze eh nicht unterscheiden, wo hört die "simple idee" auf und wo fängt die "richtige" Erfindung an und was ist was ?

  5. Re: Trivialpatente sind Gift...

    Autor: Anonymer Nutzer 07.11.11 - 23:06

    > Außerdem kann man das ganze eh nicht unterscheiden, wo hört die "simple idee" auf und wo fängt die "richtige" Erfindung an und was ist was ?

    Deswegen gibt es auch Patentprüfer, die sollten jedes Patent nach dem Grad der "Schwierigkeit" untersuchen und bewerten können.

    Ein schwaches Patent für mich wäre z.B. die Tastensperre bei Mobiltelefonen, sei sie optisch oder auch nicht. Warum? Weil, jeder darauf kommen kann, dessen Handy in der Hosentasche schon mal selbständig in der Welt herum telefoniert hat.

    Oder der berühmte Schieberegler, das ist keine Erfindung für mich. Der Schieberegler ergibt sich einfach aus der Notwendigkeit heraus, dass man das Entsperren durch zwei Aktionen koppeln muss, damit sich das Handy in der Hosentasche nicht doch wieder selbst entsperrt.

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