1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Nach neuen Verboten: Uber will…

Verfassungsbescherde...

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Verfassungsbescherde...

    Autor: RalfSauer 29.09.14 - 15:18

    Aha. Ich glaube Uber verwchselt da "Freie Berufswahl" mit "ich kann machen was ich will". Da krieg ich echt das Kotzen - wegen so einen Mist zum Verfassungsgericht. Aber da kann Uber dann auch mal 10 Jahre warten, bis da eine Entscheidung kommt. Da kräht kein Hahn mehr danach - und wer als Taxifahrer jetzt auf den Zug springt muss wirklich mal seinen IQ überprüfen lassen.

  2. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: twocent 29.09.14 - 15:38

    "Uber kritisiert vor allem, dass das Gericht die Einschränkung des verfassungsmäßig garantierten Rechts auf freie Berufswahl als gerechtfertigt angesehen hat."

    Dieser Einwurf ist wirklich ... interessant.

    Es gibt sehr viele Berufe oder Dienstleistungen, an deren Ausübung verschiedene Vorbedingungen gekoppelt sind. Und das ist auch gut so.

  3. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: DrWatson 29.09.14 - 15:46

    twocent schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt sehr viele Berufe oder Dienstleistungen, an deren Ausübung
    > verschiedene Vorbedingungen gekoppelt sind.

    Aber nicht an eine Konzessionsgrenze, und darum geht es hier.

  4. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: Oktavian 29.09.14 - 16:22

    Uns selbst davon fallen mir mehr als genug ein. Von A wie Altkleidersammler bis Z wie Zahnarzt.

  5. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: Anonymer Nutzer 29.09.14 - 16:28

    twocent schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es gibt sehr viele Berufe oder Dienstleistungen, an deren Ausübung
    > verschiedene Vorbedingungen gekoppelt sind. Und das ist auch gut so.

    Ja für die, die von diesen Begrenzungen profitieren. Und das sind nicht die Verbraucher. Und komm mir nicht mit Qualität blabla. Lachhaft. Hier geht es um Absicherung von Pfründen.

  6. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: Oktavian 29.09.14 - 16:31

    > Und komm mir nicht mit Qualität blabla. Lachhaft. Hier geht es
    > um Absicherung von Pfründen.

    Eine starke Behauptung ist oft besser als ein schwaches Argument.

  7. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: DrWatson 29.09.14 - 16:36

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Uns selbst davon fallen mir mehr als genug ein. Von A wie Altkleidersammler
    > bis Z wie Zahnarzt.

    Zahnarztkonzessionen werden auf dem Schwarzmarkt gehandelt oder wie kommt man an eine ran?

    Und wie sieht es bei Altkleidersammlern aus?

    Ich persönlich kannte solche Beschränkungen bisher nur von Schornsteinfegern, da wurden die Begrenzungen zum Glück aufgehoben und siehe da: Es sind bisher auch nicht mehr Häuser abgebrannt.

  8. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: Anonymer Nutzer 29.09.14 - 16:43

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und komm mir nicht mit Qualität blabla. Lachhaft. Hier geht es
    > > um Absicherung von Pfründen.
    >
    > Eine starke Behauptung ist oft besser als ein schwaches Argument.

    Und ein dummer Spruch ist oft besser als gar nichts.

  9. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: Oktavian 29.09.14 - 16:44

    > Zahnarztkonzessionen werden auf dem Schwarzmarkt gehandelt oder wie kommt
    > man an eine ran?

    Schwarzmarkt nicht unbedingt, der Markt ist ganz offen. Natürlich muss man aprobiert sein. Prinzipiell darf sich ein Arzt dann auch niederlassen, aber dann nur Privatpatienten behandeln. Will er eine kassenärtzliche Zulassung, muss eine Stelle frei sein. Das ist eine Form der Konzessionierung.

    Üblicherweise bekommt man so eine Konzession, indem ein niedergelassener Zahnarzt seine in die Jahre gekommene Praxis für sehr viel Geld verkauft.

    Zahnarzt war natürlich nur ein Beispiel mit Z, das trifft auch alle niedergelassenen Ärzte zu.

    > Und wie sieht es bei Altkleidersammlern aus?

    Für jede Art von Abfallsammlung (auch Papier, Metall, etc.) braucht man eine Konzession der Stadt. Viele Städte vergeben die insbesondere im Bereich Altkleider nicht, da sie selber sammeln, und das ziemlich lukrativ ist.

    > Ich persönlich kannte solche Beschränkungen bisher nur von
    > Schornsteinfegern, da wurden die Begrenzungen zum Glück aufgehoben und
    > siehe da: Es sind bisher auch nicht mehr Häuser abgebrannt.

    Naja, der Markt ist aber nicht wirklich offen. Zwar kann man auch von einem anderen als dem Bezirksschornsteinfeger kehren/messen lassen, aber der darauf folgende Papierkram ist so unverhältnißmäßg, das macht man nur einmal. Weniger kosten tut es auch kaum.

  10. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: DrWatson 29.09.14 - 16:54

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Üblicherweise bekommt man so eine Konzession, indem ein niedergelassener
    > Zahnarzt seine in die Jahre gekommene Praxis für sehr viel Geld verkauft.

    Besonders toll ist das nicht oder?


    > Viele Städte vergeben die insbesondere im Bereich Altkleider nicht, da sie selber
    > sammeln, und das ziemlich lukrativ ist.

    > Zwar kann man auch von einem
    > anderen als dem Bezirksschornsteinfeger kehren/messen lassen, aber der
    > darauf folgende Papierkram ist so unverhältnißmäßg, das macht man nur
    > einmal. Weniger kosten tut es auch kaum.

    Diese Negativbeispiele zeigen ja schon, dass Konzessionsgrenzen eher etwas sind, das man nicht will.

  11. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: cepe 29.09.14 - 16:55

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Für jede Art von Abfallsammlung (auch Papier, Metall, etc.) braucht man
    > eine Konzession der Stadt. Viele Städte vergeben die insbesondere im
    > Bereich Altkleider nicht, da sie selber sammeln, und das ziemlich lukrativ
    > ist.

    Und macht auch durchaus sinn. Oftmals werden mit diesen Einnahmen Kosten abgedeckt, die sonst wieder auf die Allgemeinheit umgelagert werden mussten.

    Bei uns im Ort hat ein privater Papiersammler seine eigenen Papiertonne überall aufgestellt. Das hatte erst große Unterstützung durch die Einwohner. Als die Stadt dann klarmachte, dass die fehlenden Einnahmen die Kostenumlage der Müllentsorgung erhöhen würde, war es schnell mit der Unterstützung vorbei und die mussten wieder verschwinden.

  12. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: Oktavian 29.09.14 - 17:05

    > > Üblicherweise bekommt man so eine Konzession, indem ein niedergelassener
    > > Zahnarzt seine in die Jahre gekommene Praxis für sehr viel Geld
    > verkauft.
    >
    > Besonders toll ist das nicht oder?

    Darüber kann man trefflich streiten. Es gibt ein lange bekanntes Phänomen. In einem größeren Ort gibt es einen niedergelassenen Hausarzt. Alle Patienten des Ortes kommen zu ihm, hierdurch macht er einen Umsatz X und einen Gewinn Y.

    Nun lässt sich im gleichen Ort ein weiterer Arzt nieder, und die Hälfte der Patienten wechselt. Man würde nun erwarten, jeder der beiden Ärzte macht Umsatz X/2 und Gewinn Y/2. Genau das passiert aber nicht.

    Beide machen in Zukunft Umsatz X und Gewinn Y. Der Rückgang an Patienten führt automatisch zu einer Mehr-Behandlung der verbleibenden. Ärzte untersuchen, stellen Diagnosen und behandeln, alles in einer Person. Das ist ungefähr so, als wären Staatsanwalt, Richter und Henker eins.

    Schränkt man die Niederlassungsfreiheit von Ärzten nicht ein, kommt es zu ausufernden Kosten. Genau um die zu deckeln, wurde in den 80ern diese Regelung eingeführt. Der Verkauf von Praxen ist für viele Ärzte die Altersvorsorge.

    > Diese Negativbeispiele zeigen ja schon, dass Konzessionsgrenzen eher etwas
    > sind, das man nicht will.

    Auch hier (Schornsteinfeger) muss man die Regelung differenziert sehen. Der Staat hat ein zwingendes Interesse, dass Heizungsanlagen regelmäßig kontrolliert werden (Umseltschutz, Schutz der Bewohner einer Hauses, etc.). Diese Aufgabe hat er den Schornsteinfegern übertragen. Der Bezirksschornsteinfeger ist hierfür immer noch verantwortlich. Lediglich die Durchführung kann jetzt auch auf Wunsch des Hausbesitzers jemand anders machen.

    Ziel war, schnell auf etablierte Strukturen zu setzen, und nicht eine eigene Kehr-Behörde eröffnen zu müssen, die nur die Verwaltung erledigt. Ich halte das Verfahren für nicht optimal, aber es ist hinreichend effizient. Und mal ehrlich, die 50 Euro alle zwei Jahre sind nun wirklich nicht unser drängenstes Problem.

  13. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: nille02 29.09.14 - 19:07

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber nicht an eine Konzessionsgrenze, und darum geht es hier.

    Die Uber Fahrer wollen keine Taxikonzession, das bringt zu viele Pflichten mit sich. Lieber Mietwagen mit Fahrer aber das bekommt UberBlack ja schon nicht hin.

  14. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: DrWatson 29.09.14 - 19:22

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Rückgang an Patienten
    > führt automatisch zu einer Mehr-Behandlung der verbleibenden. Ärzte
    > untersuchen, stellen Diagnosen und behandeln, alles in einer Person. Das
    > ist ungefähr so, als wären Staatsanwalt, Richter und Henker eins.
    >
    > Schränkt man die Niederlassungsfreiheit von Ärzten nicht ein, kommt es zu
    > ausufernden Kosten. Genau um die zu deckeln, wurde in den 80ern diese
    > Regelung eingeführt.

    Woran bemisst sich denn die optimale Anzahl an Ärzten?

    Wenn deine Theorie stimmt und die Anzahl der Behandlungen linear mit der Anzahl der Ärzte steigt würden 1000 Ärzte in einem Ort dann nicht bedeuten, dass die Leute 1000 mal mehr zum Arzt gingen?

    Wenn die Begrenzung der Konzessionen einen Vorteil gebracht hat, würde dann nicht eine weitere Senkung zu noch stärkeren Vorteilen führen?

    > Der Verkauf von Praxen ist für viele Ärzte die Altersvorsorge.

    Also, dass der Konzessionsschwarzmarkt die Altersvorsorge für Ärzte ist, bezweifle ich jetzt mal.

  15. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: DrWatson 29.09.14 - 19:36

    cepe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Für jede Art von Abfallsammlung (auch Papier, Metall, etc.) braucht man
    > > eine Konzession der Stadt. Viele Städte vergeben die insbesondere im
    > > Bereich Altkleider nicht, da sie selber sammeln, und das ziemlich
    > lukrativ
    > > ist.
    >
    > Und macht auch durchaus sinn. Oftmals werden mit diesen Einnahmen Kosten
    > abgedeckt, die sonst wieder auf die Allgemeinheit umgelagert werden
    > mussten.

    Es gibt kein Free Lunch. Durch die Konzessionsbeschränkung treten Kosten auf, die dann an ganz anderer stelle wieder auf die Allgemeinheit umgelagert werden

  16. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: DrWatson 29.09.14 - 20:06

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch hier (Schornsteinfeger) muss man die Regelung differenziert sehen. Der
    > Staat hat ein zwingendes Interesse, dass Heizungsanlagen regelmäßig
    > kontrolliert werden (Umseltschutz, Schutz der Bewohner einer Hauses, etc.).
    > Diese Aufgabe hat er den Schornsteinfegern übertragen.

    Bei Autos hat der Staat auch ein Interesse, dass die Auspuffanlage und die Technik regelmäßig überprüft werden.

    Trotzdem gibt es keine Werkstatt, die ein Monopol auf ein bestimmtes Gebiet hat.

    Für mich sind das vorgeschobene Begründungen für Privilegien, die man bestimmten Gruppen teilweise vor über 100 Jahren gegeben hat und an denen diese Gruppen jetzt Festhalten.

    Heute ist es Taxigewerbe, früher war es der Flugverkehr.

    Auch vor der Luftverkehrsliberalisierung wurde davor gewarnt, dass es andauernd zu Abstürzen käme, dass die Preise steigen würden und dass die Anzahl der angebotenen Routen weniger würde.
    Passiert ist genau das Gegenteil: Die Preise sind gesunken, sodass jetzt auch Leute fliegen können, die früher nie das Geld dafür hatten, die Anzahl der Angebotenen Routen hat sich vervierfacht und die Anzahl der Unfälle hat sich halbiert.

  17. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: chrisg 29.09.14 - 20:55

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > Üblicherweise bekommt man so eine Konzession, indem ein
    > niedergelassener
    > > > Zahnarzt seine in die Jahre gekommene Praxis für sehr viel Geld
    > > verkauft.
    > >
    > > Besonders toll ist das nicht oder?
    >
    > Darüber kann man trefflich streiten. Es gibt ein lange bekanntes Phänomen.
    > In einem größeren Ort gibt es einen niedergelassenen Hausarzt. Alle
    > Patienten des Ortes kommen zu ihm, hierdurch macht er einen Umsatz X und
    > einen Gewinn Y.
    >
    > Nun lässt sich im gleichen Ort ein weiterer Arzt nieder, und die Hälfte der
    > Patienten wechselt. Man würde nun erwarten, jeder der beiden Ärzte macht
    > Umsatz X/2 und Gewinn Y/2. Genau das passiert aber nicht.
    >
    > Beide machen in Zukunft Umsatz X und Gewinn Y. Der Rückgang an Patienten
    > führt automatisch zu einer Mehr-Behandlung der verbleibenden. Ärzte
    > untersuchen, stellen Diagnosen und behandeln, alles in einer Person. Das
    > ist ungefähr so, als wären Staatsanwalt, Richter und Henker eins.
    >

    Also wenn die beiden eÄrzte X Umsatz und Y gewinn machen, müssen sich ind er selben zeit die Anwohnerzahlen verdoppeln. Ansonsten würden sie bei gleich bleibenden Arbeit X/2 Umsatz, und fast keinen gewinn machen da die Möglichen Auszahlungen gleich bleiben(Budget wird 50:50 geteilt) man aber deutlich mehr Aufwand hat.
    Ein Arzt macht übrigens nicht viel Gewinn wenn in Winter die Wartezimmer voll sind, die Einnahmen sind fast identisch zum Sommer aber durch Überstunden ist seine Arbeit weniger wert ... Wenn dazu noch Patienten 2* in Quartal wegen eines Krankheitsfalles kommen, wie du unterstellst bekommt er beim zweiten mal deutlich weniger und beim dritten mal müßte er ihn aus wirtschaftlichen Gründen fast ablehnen ... Daher sollte die Motivation die Leute krank zu machen relativ gering sein, und das ist inetwa auch der Gedanke dahinter. Ein guter Patient ist einer der Gesung ist, und sich nur 1* in drei Monaten mit Kopfschmerzen krankschreiben läßt. Dafür gibt es dann relativ viele Punkte in der Zeit(erster besuch + wenig Arbeit), und er bekommt einen größeres Stück von Kuchen als der Kollege der viel zeit mit einen hypochonder verbringt.

    Zu den Taxi konzessionen, klar kann man sagen das man das effizienter Lösen kann das preiskartell soll aber auch die taxifahrten um 3 Uhr nacht mitten in der Woche abdecken, und eine gute Verfügbarkeit auf dem Land welche Unternehmen wie Uber nicht oder nur kaum abdecken wollen ... Da dort die Taxis meist stehen, aber dafür verpflichtet man sich auch mit der Konzession. Dafür kann die Schwangere Frau auch Nachts ins Krankenhaus fahren, da nicht der einzigste Uber fahrer erstmal 3 Touren vorher abarbeiten muss.

  18. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: DrWatson 29.09.14 - 22:00

    chrisg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wenn die beiden eÄrzte X Umsatz und Y gewinn machen, müssen sich ind
    > er selben zeit die Anwohnerzahlen verdoppeln.

    Richtig, irgendwie ist die Theorie unlogisch.

    > Zu den Taxi konzessionen, klar kann man sagen das man das effizienter Lösen
    > kann das preiskartell soll aber auch die taxifahrten um 3 Uhr nacht mitten
    > in der Woche abdecken,

    Jetzt ist die Frage, warum ein freier Anbieter das nicht können sollte.

    > und eine gute Verfügbarkeit auf dem Land welche
    > Unternehmen wie Uber nicht oder nur kaum abdecken wollen ...

    Warum nicht? Sowohl Uber als auch Taxis rechnen nach Entfernung und nicht nach Zeit ab. Deshalb sind gerade lange Strecken lohnenswerter.

    > Dafür kann die Schwangere Frau auch Nachts ins Krankenhaus
    > fahren, da nicht der einzigste Uber fahrer erstmal 3 Touren vorher
    > abarbeiten muss.

    Gerade da ist doch ein dynamisches System im Vorteil. Denn wer hat um 3 Uhr Nachts am meisten Wertschätzung für eine Fahrt? Eine schwangere Frau wohl eher als ein Diskogast.

    Ein regulärer Taxifahrer hat keinen Anreiz die schwangere Frau dem Diskogast vorzuziehen.

  19. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: chrisg 30.09.14 - 09:23

    es geht auch darum das die Taxis schnell auf dem Land sind, und aktuell haben wir hohe Standzeiten weshalb ich davon ausgehe das es eher weniger werden. Der besoffene wird nicht so lange warten wollen bevor er doch sein eigenes Fahrzeug nimmt, die schwangere wird es vermutlich nichtmal können.

    Ich denke in der Stadt kann man ein Taxigewerbe deutlich lukrativer aufziehen, da man es sich leichter erlauben kann ein Netz aufzubauen bei dem man kurze Wege zum abholen hat und danach auch wieder am Abagabeort einen neuen Kunden findet. Auf den Land hat man diese Abdeckung nicht und ein Uber fahrer hat keinen Bock 25km rauszufahren um jemanden abzuholen, der dann eine 5-10km strecke zum Nachbarort hat. Der Taxi fahrer muß dies tun.
    Uber Fahrer verdienen in vergleich zum Taxi übrigens deutlich mehr für die Fahrzeit, als für die Strecke somit sind Überlandfahrten die oft eine doppelte Fahrt bedeuten und wenig Zeit bedeuten (außer er kommt in einen Stau, da verdient er prima während ein Taxifahrer wohl nichts beim Stop and Go bekommt). Wobei Uber modell auch satte aufschläge verteilt, auf regionen inden kaum Fahrer sind, das heißt der Bauer müßte wohl sehr viel Draufzahlen(oder die Schwangere/Oma auf den Land) gerade da Uber schon jetzt ähnlich teuer wie ein Taxi ist und nicht wie sie gerne behaupten 30% billiger.

  20. Re: Verfassungsbescherde...

    Autor: DrWatson 30.09.14 - 12:51

    chrisg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > es geht auch darum das die Taxis schnell auf dem Land sind, und aktuell
    > haben wir hohe Standzeiten weshalb ich davon ausgehe das es eher weniger
    > werden.

    Aber zur Zeit gibt es ja absurderweise eine Höchstzahl an Taxis, die nicht überschritten werden darf.

    > Der besoffene wird nicht so lange warten wollen bevor er doch sein
    > eigenes Fahrzeug nimmt, die schwangere wird es vermutlich nichtmal können.

    Wie gesagt, aktuell gibt es im starren System keinerlei Anreiz eine schwangere zu bevorzugen. Ich sehe da keinen Grund warum reguläre Taxis deshalb besser sein sollten, eher schlechter.


    > Ich denke in der Stadt kann man ein Taxigewerbe deutlich lukrativer
    > aufziehen, da man es sich leichter erlauben kann ein Netz aufzubauen bei
    > dem man kurze Wege zum abholen hat und danach auch wieder am Abagabeort
    > einen neuen Kunden findet. Auf den Land hat man diese Abdeckung nicht und
    > ein Uber fahrer hat keinen Bock 25km rauszufahren um jemanden abzuholen,
    > der dann eine 5-10km strecke zum Nachbarort hat. Der Taxi fahrer muß dies
    > tun.

    Der Taxifahrer tut dies auch nur, weil er damit Geld verdient und gerade auf langen Strecken funktioniert das sehr gut.

    Wäre die Beförderungspflicht der Grund, das Taxis auf dem Land fahren obwohl es sich nicht lohnen würde, dann wären alle Taxiunternehmen auf dem Land schon lange Pleite.

    > das heißt der Bauer müßte wohl sehr viel
    > Draufzahlen(oder die Schwangere/Oma auf den Land) gerade da Uber schon
    > jetzt ähnlich teuer wie ein Taxi ist und nicht wie sie gerne behaupten 30%
    > billiger.

    Wer sagt denn, das Taxis abgeschafft werden sollen?
    Es geht um einer Alternative und wenn es stimmt, was du sagst, dass Uber schlechter und teurer sei als Taxis, wird es sich niemals durchsetzen.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. InnoGames GmbH, Hamburg
  2. VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin
  3. Deutsche Post DHL Group, Bonn
  4. IHK Reutlingen, Reutlingen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. LG OLED55E97LA für 1.599 (inkl. 200€ Direktabzug, versandkostenfrei), Samsung...
  2. 18,00€ (bei ubi.com)
  3. 30,00€ (bei ubi.com)
  4. (u. a. Nintendo Switch für 270€, Gigabyte GeForce RTX 2070 Super Gaming OC für 479,00€, Zotac...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Amazon, Netflix und Sky: Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming
Amazon, Netflix und Sky
Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming

In diesem Jahr wird sich der Video-Streaming-Markt in Deutschland stark verändern. Der Start von Disney+ setzt Netflix, Amazon und Sky gehörig unter Druck. Die ganz großen Umwälzungen geschehen vorerst aber woanders.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Peacock NBC Universal setzt gegen Netflix auf Gratis-Streaming
  2. Joyn Plus+ Probleme bei der Kündigung
  3. Android TV Magenta-TV-Stick mit USB-Anschluss vergünstigt erhältlich

Erneuerbare Energien: Windkraft in Luft speichern
Erneuerbare Energien
Windkraft in Luft speichern

In Zukunft wird es mehr Strom aus Windkraft geben. Weil die Anlagen aber nicht kontinuierlich liefern, werden Stromspeicher immer wichtiger. Batterien sind eine Möglichkeit, das britische Startup Highview Power hat jedoch eine andere gefunden: flüssige Luft.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Energiewende Norddeutschland wird H
  2. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  3. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung

SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei
SpaceX
Der Weg in den Weltraum ist frei

Das Raumschiff hob noch ohne Besatzung ab, aber der Testflug war ein voller Erfolg. Der Crew Dragon von SpaceX hat damit seine letzte große Bewährungsprobe bestanden, bevor die Astronauten auch mitfliegen dürfen.
Ein Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX macht Sicherheitstest bei höchster Belastung
  2. Raumfahrt SpaceX testet dunkleren Starlink-Satelliten
  3. SpaceX Starship platzt bei Tanktest

  1. Deutsche Industrie zu 5G: "Eine Lex China darf es nicht geben"
    Deutsche Industrie zu 5G
    "Eine Lex China darf es nicht geben"

    Ein Gesetz, das chinesische 5G-Ausrüster pauschal ausschließt, will die deutsche Industrie nicht. Auch in Großbritannien kommt es bald zur Entscheidung.

  2. Kernel: Linux 5.5 bringt Wireguard-Unterbau
    Kernel
    Linux 5.5 bringt Wireguard-Unterbau

    Die aktuelle Version 5.5 des Linux-Kernels bringt erste wichtige Arbeiten an Wireguard, verbessert das Cifs-Dateisystem für Samba-Shares und die Leistung einiger Komponenten.

  3. Temtem: Vom Kickstarter-Projekt zur Pokémon-Konkurrenz
    Temtem
    Vom Kickstarter-Projekt zur Pokémon-Konkurrenz

    Mit Temtem liefert das spanische Entwicklerstudio Crema Games den ersten Überraschungserfolg im PC-Spielejahr 2020 auf. Und das, obwohl es auf Kickstarter nur mäßig viel Geld sammeln konnte - und obwohl sich sogar die Community schon früh Sorgen wegen der Ähnlichkeit mit Pokémon machte.


  1. 17:19

  2. 16:55

  3. 16:23

  4. 16:07

  5. 15:15

  6. 15:00

  7. 14:11

  8. 13:43