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Das ist ein Rückschritt

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. Das ist ein Rückschritt

    Autor: Comicbuchverkäufer 10.12.20 - 20:10

    Warum sollte ein Vermieter und Immobilien Besitzer das Kabelnetz noch modernisieren, wenn er nicht sicher sein kann, das er das Geld über die Nebenkosten wieder reinholen kann oder das auch entsprechend genügend Mieter den Anschluss nutzen oder für ihn zahlen.

    Der Mieter wird also gar keinen Kabelanschluss mehr Buchen können, da keine entsprechende modernisierte Verkabelung vorhanden ist.
    Dass der Mieter selbst Kabel verlegt oder für die Kosten aufkommt ist doch utopisch.
    Man sieht das ua. bei der Schaffung von Ladestationen für E-Autos.
    Der Vermieter oder auch die Eigentümergemeinschaft stimmt dem nicht zu, also gibt es keine Ladestation in der Tiefgarage. Pech für den der diese braucht.

    Mit dem Kabelanschluss wird das dann ähnlich sein. Der Kabelnetzbetreiber würde gerne Liefern, kommt aber nur bis vor das Haus, da die Verlegung durch das Haus/Grundstück bis zur Wohnung durch den Eigentümer nicht genehmigt wurde oder vom Mieter nicht bezahlt werden kann.

    Für dem Mieter bleibt dann nur, das zu nutzen was an Kabel vorhanden ist.
    Im schlimmsten Falle ist das dann nur der 50 Jahre alte Klingeldraht, welcher kein Breitband oder nur eingeschränkt zulässt. Und gleichzeitig auf DSL beschränkt.

  2. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: backslash 10.12.20 - 21:08

    Gibt ja noch FTTB. Da reicht Glasfaser im Keller und hoch geht es eben über Klingeldraht (G.fast).

    Das bekomme ich über NetCologne und könnte 1000 MBit bekommen wenn ich wollte, aber ich begnüge mich mit 500 MBit für 39,90 im Monat.

    Trotzdem muss ich über die Nebenkostenpauschale den Kabeldreck von Tele Columbus bezahlen obwohl ich den nicht nutze und niemals nutzen wollen würde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.12.20 21:11 durch backslash.

  3. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Comicbuchverkäufer 10.12.20 - 21:29

    Das Kabelnetz wurde bei mir vom Vermieter vor etwa 10 Jahren komplett erneuert.
    Über DSL waren damals nur 6Mbit möglich. Ich hatte dank des Kabelanschluss dann 100 Mbit.
    Inzwischen habe ich auf 1Gbit erhöht. Und dabei ist das Kabelnetz noch lange nicht am Ende, es sind in Zukunft durchaus 10Gbit mit DOCSIS 4 über die vorhandene Verkabelung möglich.

    Per DSL sind seit etwa 2 oder 3 Jahren maximal 250Mbit möglich.
    Auch dafür wurden neue Kabel verlegt und die Straße aufgebuddelt.
    Ich glaube daher kaum, dass hier irgendwann in absehbarer Zeit mal Glasfaserkabel verlegt wird.

    Gut, was stört es mich. Das Kabelnetz ist jetzt da.
    Wie letztlich abgerechnet wird, kann mir eigentlich egal sein.

    Allerdings müsste dann für Mieter, die keinen Kabelanschluss wollen das Kabel irgendwie abgeklebt oder gesperrt werden. Denn das Signal kommt immer an. Somit stünden den nicht zahlenden die freien TV Sender immer zu Verfügung.
    Was letztlich wahrscheinlich darauf hinauslaufen wird, dass für alle TV Sender eine Grundverschlüsslung eingeführt wird. So wird "schwarzsehen" verhindert, zahlende Kunden bekommen eine Smartcard.

  4. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Karbid 10.12.20 - 22:56

    Comicbuchverkäufer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Per DSL sind seit etwa 2 oder 3 Jahren maximal 250Mbit möglich.
    > Auch dafür wurden neue Kabel verlegt und die Straße aufgebuddelt.
    > Ich glaube daher kaum, dass hier irgendwann in absehbarer Zeit mal
    > Glasfaserkabel verlegt wird.
    Doch, genau das soll das neue Gesetz bewirken. Du hast im Haus Coax Kabel?
    Dann legt ein Internetanbieter direkt in den Keller eine Glasfaser und über das Coax Kabel kann das Internet Signal in jede Wohnung verteilt werden. Damit kannst du im Upstream auch deutlich mehr als 50Mbit bekommen.

    Leider hat sich Vodafone aus dem Glasfaserausbau zurück gezogen. Darum kann es sein, dass dein Internetvertrag zukünftig bei einem anderen Anbieter abgeschlossen werden kann.

  5. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 10.12.20 - 23:24

    Comicbuchverkäufer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte ein Vermieter und Immobilien Besitzer das Kabelnetz noch
    > modernisieren, wenn er nicht sicher sein kann, das er das Geld über die
    > Nebenkosten wieder reinholen kann oder das auch entsprechend genügend
    > Mieter den Anschluss nutzen oder für ihn zahlen.
    >
    > Der Mieter wird also gar keinen Kabelanschluss mehr Buchen können, da keine
    > entsprechende modernisierte Verkabelung vorhanden ist.
    > Dass der Mieter selbst Kabel verlegt oder für die Kosten aufkommt ist doch
    > utopisch.

    Naja, dann wird es ja wohl auch beim Kabelanbieter so laufen müssen, wie bei den DSL- oder FTTH Anbietern. Die müssen dann auf eigene Kosten das Netz modernisieren, damit sie weiterhin eine konkurrenzfähige Dienstleistung anbieten können.
    Wäre ja auch irgendwie Wettbewerbsverzerrung, wenn jemand der DOCSIS-Kupfer betreibt die Modernisierungskosten den Mietern in diesem Land aufbrummen kann und jemand der CuDA-Kupfer betreibt die Modernisierung selbst zahlen muss, oder?
    Ach ja, ist ja status quo...

    Und genau wie es Leute gibt, die dann zukünftig statt 10¤ über die Nebenkosten 16¤ direkt an Vodafone für den Anschluss zahlen müssen, gibt es auch viele Leute, die die 10¤ einfach komplett einsparen.
    Sofern man nicht davon ausgeht, dass die 10¤ auch bei einem reinen Internet-Anschluss eigentlich in der Kalkulation seitens Vodafone enthalten sind ;)

    > Allerdings müsste dann für Mieter, die keinen Kabelanschluss wollen das Kabel
    > irgendwie abgeklebt oder gesperrt werden. Denn das Signal kommt immer an.
    > Somit stünden den nicht zahlenden die freien TV Sender immer zu Verfügung.
    Richtig erkannt. Aber das ist doch auch irgendwie das Problem von Vodafone und nicht deines oder?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.12.20 23:30 durch Telecom-Mitarbeiter.

  6. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Til23 10.12.20 - 23:26

    Comicbuchverkäufer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte ein Vermieter und Immobilien Besitzer das Kabelnetz noch
    > modernisieren, wenn er nicht sicher sein kann, das er das Geld über die
    > Nebenkosten wieder reinholen kann oder das auch entsprechend genügend
    > Mieter den Anschluss nutzen oder für ihn zahlen.
    >
    > Der Mieter wird also gar keinen Kabelanschluss mehr Buchen können, da keine
    > entsprechende modernisierte Verkabelung vorhanden ist.
    > Dass der Mieter selbst Kabel verlegt oder für die Kosten aufkommt ist doch
    > utopisch.
    > Man sieht das ua. bei der Schaffung von Ladestationen für E-Autos.
    > Der Vermieter oder auch die Eigentümergemeinschaft stimmt dem nicht zu,
    > also gibt es keine Ladestation in der Tiefgarage. Pech für den der diese
    > braucht.
    >
    > Mit dem Kabelanschluss wird das dann ähnlich sein. Der Kabelnetzbetreiber
    > würde gerne Liefern, kommt aber nur bis vor das Haus, da die Verlegung
    > durch das Haus/Grundstück bis zur Wohnung durch den Eigentümer nicht
    > genehmigt wurde oder vom Mieter nicht bezahlt werden kann.
    >
    > Für dem Mieter bleibt dann nur, das zu nutzen was an Kabel vorhanden ist.
    > Im schlimmsten Falle ist das dann nur der 50 Jahre alte Klingeldraht,
    > welcher kein Breitband oder nur eingeschränkt zulässt. Und gleichzeitig auf
    > DSL beschränkt.


    Meines Wissen ist dies immer noch möglich. Das sind normale Modernisierungen und können über Nebenkosten im gesetzlichen Rahmen weiter veranschlagt werden. Ein Zwangsvertrag mit z.B. Vodafone ist dann nicht mehr erlaubt, zurecht m.M. nach.

    Golem schreibt auch genau darüber:
    "Eine Kündigung des Zugangs, der über die Nebenkostenabrechnung bezahlt wird, ist den Mietern ohne gleichzeitige Kündigung des Mietvertrages verwehrt."

  7. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: southy 11.12.20 - 00:05

    Comicbuchverkäufer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte ein Vermieter und Immobilien Besitzer das Kabelnetz noch
    > modernisieren, wenn er nicht sicher sein kann, das er das Geld über die
    > Nebenkosten wieder reinholen kann oder das auch entsprechend genügend
    > Mieter den Anschluss nutzen oder für ihn zahlen.
    >
    > Der Mieter wird also gar keinen Kabelanschluss mehr Buchen können, da keine
    > entsprechende modernisierte Verkabelung vorhanden ist.
    >


    Das stimmt so nicht.
    Der Vermieter kann natürlich auch weiterhin im Haus Dinge modernisieren und die Kosten dafür Umlegen.
    Fenster, Aufzug, Heizung, Bäder, Elektro generell... und auch alle Arten von Kabeln.
    Nur die Zwangs-Verträge mit dem Kabelnetz-Betreiber sind nicht mehr möglich.

    Und es ist ja jetzt nun nicht so als ob eine coax-Verkabelung _innerhalb_ eines Hauses so oft erneuert wird, von daher kann ich da keine Änderung für den Eigentümer erkennen.

  8. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 11.12.20 - 00:12

    southy schrieb:
    > Und es ist ja jetzt nun nicht so als ob eine coax-Verkabelung _innerhalb_
    > eines Hauses so oft erneuert wird, von daher kann ich da keine Änderung für
    > den Eigentümer erkennen.

    Die Gebühr ist ja angeblich ohnehin nur fürs Kabel-TV. Fernsehempfang funktioniert aber auch mit Kabel-Anlagen, die seit 50 Jahren nicht mehr angefasst wurden und absolut ungeeignet sind für jedwede Nutzung des Internets.

    Die ganzen Modernisierungsmaßnahmen sind doch im Endeffekt nur für schnellere Internet-Nutzung nötig. Aber das finanziert Vodafone ja angeblich nur über die Vertragsgebühren, nicht aber über eine Zwangsgebühr... ;)

  9. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Sandeeh 11.12.20 - 00:18

    Comicbuchverkäufer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte ein Vermieter und Immobilien Besitzer das Kabelnetz noch
    > modernisieren, wenn er nicht sicher sein kann, das er das Geld über die
    > Nebenkosten wieder reinholen kann oder das auch entsprechend genügend
    > Mieter den Anschluss nutzen oder für ihn zahlen.

    Das ist Unsinn bzw. Angstmache!

    Das funktioniert bei Vermietungen OHNE den Zwangskabelanschluß doch auch problemlos. So auch bei uns: keine Kabelgrundgebühren, nur Kabelinternet wird bezahlt. Die Koaxleitung wurde vor 20 Jahren mal neu gezogen. Da muss nichts dauernd "modernisiert" werden - das ist nur FUD der Lobbyisten.

    Du zahlst ja schließlich auch nicht für die Münzwaschmaschine im Keller mtl. Gebühren?! Oder für den analogen Telefonanschluß in der Wohnung, wenn du diesen gar nicht nutzt?

    Grüße, Sandeeh

  10. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: gamer998 11.12.20 - 03:38

    Also mein Haus ist angeschlossen und ich nutze es nicht.

    Niemand soll Kabel verlegen, die sich nicht rentieren. Wie kommst du darauf, dass man das tun müsste und dass das sinnvoll ist?

  11. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: ssmurf 11.12.20 - 03:56

    Comicbuchverkäufer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte ein Vermieter und Immobilien Besitzer das Kabelnetz noch
    > modernisieren, wenn er nicht sicher sein kann, das er das Geld über die
    > Nebenkosten wieder reinholen kann oder das auch entsprechend genügend
    > Mieter den Anschluss nutzen oder für ihn zahlen.

    Öhm, Modernisierungsumlage- Miete.
    Es geht hier nicht um Kosten die der Vermieter hat, sondern darum dass Kabelnetzbetreiber Grundgebühren für Anschlüsse kassieren die nicht genutzt werden.
    Also müsste dein Satz lauten: Warum sollte ein Kabelnetzbetreiber das Kabelnetz noch modernisieren...
    Die Antwort ist total simpel: Wenn die Nachfrage die Kosten nicht deckt: gar nicht.
    Gibt genügend unpopuläre Entscheidungen in der Politik, die Netze (generell) verpflichtend zu sinnvollen Konditionen für alle zu öffnen wäre sicherlich nicht das schlechteste.
    Keine Raketenwissenschaft und n BWL oder VWL Studium brauchst dafür auch nicht. Der ganze Spass hat nämlich noch eine Kehrseite: solange die Mieter mit einem Anbieter zwangsbeglückt werden gibt es keinen Wettbewerb. Klingt komisch, ist aber so.

  12. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Faksimile 11.12.20 - 06:23

    Aber auch das ist klar:
    Eigentümer von Unternehmen wollen für sich den maximalen Gewinn.
    Bei Monopolen ist das relativ einfach zu realisiern.
    Bei starkem Wettbewerb geht das zu Lasten der Mitarbeiter, die sich dann entsprechend weniger leisten können. Damit singt die Einkaufskraft, was wieder auch andere belastet. Also ein Kreislauf.

    Gewinner sind so gut wie immer diejenigen, die sowieso schon haben ...

  13. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Wabba 11.12.20 - 07:20

    > Man sieht das ua. bei der Schaffung von Ladestationen für E-Autos.
    > Der Vermieter oder auch die Eigentümergemeinschaft stimmt dem nicht zu, also gibt es keine Ladestation in der Tiefgarage.

    Ganz schlechtes Beispiel, weil du seit ein paar Wochen genau hierauf einen Rechtsanspruch hast.

  14. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Faksimile 11.12.20 - 07:23

    Falsche Adressat?

  15. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Oekotex 11.12.20 - 09:33

    Comicbuchverkäufer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was letztlich wahrscheinlich darauf hinauslaufen wird, dass für alle TV
    > Sender eine Grundverschlüsslung eingeführt wird. So wird "schwarzsehen"
    > verhindert, zahlende Kunden bekommen eine Smartcard.

    So eine "Grundverschlüsselung" wünsche ich mir seit Jahrzehnten - auch und vor allem für die ÖR TV-Sender abseits von ARD, ZDF und einem (in Zahlen 1) frei empfangbaren "Dritten". Diese ach so tolle "Vielfalt", die in Wahrheit nur das Endloswiederholen alter Sendungen ist, ist mir ein Dorn im Auge. Wer sowas braucht, der solls denn auch zahlen. Dann könnten wir uns heute vermutlich auch über eine Senkung der Zwangsabgabe unterhalten, nicht über eine Anhebung.

    Auch die Summen der Pensionen müsste man deutlich begrenzen.

  16. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: chefin 11.12.20 - 10:06

    Comicbuchverkäufer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte ein Vermieter und Immobilien Besitzer das Kabelnetz noch
    > modernisieren, wenn er nicht sicher sein kann, das er das Geld über die
    > Nebenkosten wieder reinholen kann oder das auch entsprechend genügend
    > Mieter den Anschluss nutzen oder für ihn zahlen.
    >
    > Der Mieter wird also gar keinen Kabelanschluss mehr Buchen können, da keine
    > entsprechende modernisierte Verkabelung vorhanden ist.
    > Dass der Mieter selbst Kabel verlegt oder für die Kosten aufkommt ist doch
    > utopisch.
    > Man sieht das ua. bei der Schaffung von Ladestationen für E-Autos.
    > Der Vermieter oder auch die Eigentümergemeinschaft stimmt dem nicht zu,
    > also gibt es keine Ladestation in der Tiefgarage. Pech für den der diese
    > braucht.
    >
    > Mit dem Kabelanschluss wird das dann ähnlich sein. Der Kabelnetzbetreiber
    > würde gerne Liefern, kommt aber nur bis vor das Haus, da die Verlegung
    > durch das Haus/Grundstück bis zur Wohnung durch den Eigentümer nicht
    > genehmigt wurde oder vom Mieter nicht bezahlt werden kann.
    >
    > Für dem Mieter bleibt dann nur, das zu nutzen was an Kabel vorhanden ist.
    > Im schlimmsten Falle ist das dann nur der 50 Jahre alte Klingeldraht,
    > welcher kein Breitband oder nur eingeschränkt zulässt. Und gleichzeitig auf
    > DSL beschränkt.

    ähhh...also technisch gesehen macht das Posting keine Sinn. Inhouse wird Kabelanschluss mit ganz einfachem Koax-Kabel wie vor 40 Jahren verkabelt. Da ändert sich garnichts. Dieses 50Ohm Antennenkabel wird auch heute noch benutzt. Was erneuert werden muss sind die Eingangsverstärker an der stelle wo das Kabel ins Haus kommt. Sowie die Kopfstationen der Kabel im Erdreich.

    Inhouse muss also nahezu nichts geändert werden. Allerdings, die Kabelnetzbetreiber bauen nur dann aus, wenn sie sicher sind das auch genug sich anschliessen. Mit einem Zwangsanschluss haben sie diese Sicherheit und können investieren. Dabei haben sie aber das Problem, das sie schnell überbuchen, wenn doch viele einen Vertrag dann auch nehmen. Und sie müssen einen Split machen, Glasfaser verbuddeln und eine weitere Kopfstation setzen. Fallen nun diese Zwangsanschlüsse weg, haben sie keine Planungssicherheit um die zusätzliche Kopfstation auch zu amortisieren. Könnte leicht sein, das in 3 Jahren Glasfaser kommt und dann kündigen die meisten. Also wird weniger ausgebaut. Den Kabelnetze, das ist den Kabelnetzbetreibern auch klar, kosten pro Kunden deutlich mehr als DSL. Oder leiden schnell unter Überbuchung mit Speedeinbrüchen zur Stosszeit.

  17. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 11.12.20 - 12:08

    chefin schrieb:
    Ist bei dir heute irgendwie Gegenteil-Tag?
    > können investieren. Dabei haben sie aber das Problem, das sie schnell
    > überbuchen, wenn doch viele einen Vertrag dann auch nehmen. Und sie müssen
    > einen Split machen,
    Die Überbuchung ist doch Geschäftsmodell bei Vodafone. Von Anfang an kalkuliert, und der Split wird nur dann gemacht, wenn mehr Kunden kündigen würden, als der Split kostet. So ein bisschen Highping zwischen 20 und 22 Uhr ist praktisch guter Ton...

    > Glasfaser verbuddeln und eine weitere Kopfstation setzen.
    Vodafone hat doch neulich gesagt, dass man ohnehin viel weniger Glasfaser verbuddeln will.

    > Fallen nun diese Zwangsanschlüsse weg, haben sie keine
    > Planungssicherheit um die zusätzliche Kopfstation auch zu amortisieren.
    Dabei ist die Kabel-Gebühr über die Nebenkosten doch explizit nur für den Fernsehempfang. Für den braucht man aber keine neuen Kopfstationen.

    > Den Kabelnetze, das ist den
    > Kabelnetzbetreibern auch klar, kosten pro Kunden deutlich mehr als DSL.
    > Oder leiden schnell unter Überbuchung mit Speedeinbrüchen zur Stosszeit.
    Was? Kabel-Internet ist für den Betreiber viel günstiger als DSL. Glasfaser liegt nur zu einer kleinen Handvoll Verstärkern pro Stadt. Manch böse Zunge behauptet sogar dass FTTC bei Vodafone "Fiber to the City" bedeutet...

    Für Vectoring DSL musste das Glasfaser jedoch zu praktisch jedem einzelnen KVz gelegt werden. Davon gibt es in jeder Stadt hunderte! Die Dichte an digitaler Technik bei DSL ist also viel höher!
    Außerdem ist Kabel-Internet ein billiges Bus-System, die Modems werden über eine ID erkannt, Neukunden bedingen praktisch keinen Techniker-Einsatz.
    Bei DSL hat jeder Kunde seine eigene Leitung, die natürlich für jeden Neukunden ggf. einmal neu auf die aktive Technik durchgeschaltet werden muss.

    Außerdem ist Vodafone nicht gezwungen seine Leitungen unter Selbstkostenpreis an die Konkurrenz abzugeben.

    Und du bist echt der Meinung, dass Kabel-Internet die teurere Technik ist??

  18. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Faksimile 11.12.20 - 21:33

    Bin ich dafür, wenn gleichzeitig auch die "Zwangsabgabe" der Werbekosten der Privaten in den Produktpreisen der Werbenden verschwindet und damit die Produktpreise endlich sinken. Sche... was auf die Werbeindustrie und deren Mitarbeiter.

  19. Re: Das ist ein Rückschritt

    Autor: Oekotex 14.12.20 - 11:20

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin ich dafür, wenn gleichzeitig auch die "Zwangsabgabe" der Werbekosten
    > der Privaten in den Produktpreisen der Werbenden verschwindet und damit die
    > Produktpreise endlich sinken. Sche... was auf die Werbeindustrie und deren
    > Mitarbeiter.

    Niemand will der Werbeindustrie was wegnehmen. Im Gegenteil, wenn der zwangsfinanzierte Rundfunk sich auch durch Werbung finanzieren muss, dann gabe es sogar mehr Kunden, nicht weniger.

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