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Verträge zu Lasten Dritter

Das Wochenende ist fast schon da. Zeit für Quatsch!
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  1. Verträge zu Lasten Dritter

    Autor: Sandeeh 11.12.20 - 00:08

    verstoßen grundsätzlich gegen die Privatautonomie und es ist folglich ein Kuriosum, das solche Praktiken Jahrzehntelang von der dt. Rechtssprechung überhaupt geduldet wurden.

    Grüße, Sandeeh

  2. Straßenreinigung, Kanalisation, Müll

    Autor: M.P. 11.12.20 - 07:00

    Alles wird auf die Mieter umgelegt, soll das auch der Vermieter alleine bezahlen?

  3. Re: Straßenreinigung, Kanalisation, Müll

    Autor: Faksimile 11.12.20 - 07:22

    Nein. Zur Kostenbeteiligung ist der Eigentümer per rechtlicher Regelung (Gesetz/örliche Satzung) verpflichtet. Das sind Betriebskosten, die der Eigentümer/Unternehmer umlegen kann. Kabelfernsehen ist ein privatrechtlicher Vertrag.

  4. Re: Straßenreinigung, Kanalisation, Müll

    Autor: M.P. 11.12.20 - 07:28

    Dann eben Heizkosten ...

  5. Re: Straßenreinigung, Kanalisation, Müll

    Autor: DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen 11.12.20 - 08:19

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles wird auf die Mieter umgelegt, soll das auch der Vermieter alleine
    > bezahlen?

    Euch ist klar, das Ihr keine Wahlfreiheit unter den Kabel- und Glasfaser-Providern habt, obwohl dies gesetzlich zugesichert ist?

    Richtig.

    Die Kabelanschluss-Betreiber seit den 90er Jahren knebeln die Eigentümer in Verträgen auf Exklusiv-Zugang ... für 10, 15 Jahre und länger.

    Das ist letzlich das Erfolgsrezept von Vodafone und deren Vorgängern.

    Der Deal:
    Die bezahlen die Hausinstallation und entlasten so finanziell den Eigentümer. Dafür bekommen sie Möglichkeit 15 Jahre ihre Anschlüsse mit der Miete abzurechnen.

    Exklusiv.
    Kein Mitbewerber wird mit seiner Installation ins Haus gelassen.

    Damals war das für die Endkunden noch weniger schlimm, weil es tatsächlich nur um Kabel-TV ging und wenige regionale Betreiber den deutschen Markt sauber untereinander aufgeteilt haben.

    Es gab keine überegionale Konkurrenz.
    Das war die gewählte Architektur der Privatisierung der Post.

    Aber das änderte sich nach 2000 mit den "Internet-Multimedia-Anschlüßen" und KabelBW, Ish und später dann mit der großen Fusion durch Vodafone.

    Lokale, innovative und wirklich günstige Glasfaser-Anbieter wie WilhelmTell konnten nicht in die Mietshäuser. Traurig, weil die teilweise richtig gute Angebote hatten.

    Und ihr habt über Jahre nur lahme 50MBit/s für einen Preis bekommen, zu dem die latenzarme 400MBit/s und mehr angeboten haben. Das war übrigens auch schon vor 8 Jahren so, als sich VDSL und Docsis langsam verbreiteten, damit Telekom und Kabelbetreiber endlich von den 16 und 32Mbit/s-Standard-Anschlüssen wegkommen konnten.

    Deutschland hat den Zug wieder einmal verpasst.

    Dank der Praxis der Knebelverträge.
    Dank der bequemen Kostenumlage.
    Dank dem Monopolisten Vodafone.

    Und natürlich dank dem Gesetzgeber und der Netzagentur, die das alles seit der Privatisierung vor 30 Jahren mit zu verantworten haben.

    ---
    PS: Recherchiert einmal, welche Übernahmen es im Kabel-Markt bis zur Vodafone gab ... und was diese den deutschen Steuerzahler gekostet haben. Da liefen unter den Betreibern wirklich üble Schachereien - mit Milliarden von Abschreibungen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 11.12.20 08:38 durch DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen.

  6. Ist das bei der Kanalisation anders?

    Autor: M.P. 11.12.20 - 09:16

    Immerhin scheint der Gesetzgeber z. B. beim immer weiter um sich greifenden "Wärmecontracting" keine Probleme zu sehen - trotzdem das ggfs. deutlich tiefer in den Geldbeutel der Mieter greift ...

    https://www.mieterschutzbund-berlin.de/system/modules/fs_turnjs/html/slider.php?path=/tl_files/content/Pageflip/2014/1/

  7. Re: Straßenreinigung, Kanalisation, Müll

    Autor: Steven Lake 11.12.20 - 10:17

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles wird auf die Mieter umgelegt, soll das auch der Vermieter alleine
    > bezahlen?

    Es macht ja einen Unterschied ob man davon ausgehen kann, dass es jeder nutzt oder nicht. Die Straße vor der Wohnung nutzt jeder, wenn auch nur indirekt. Müll sollte pro Bewohner abgerechnet werden. Jeder ist angehalten nur Haushaltsübliche Mengen zu entsorgen. Wenn jemand anfängt zu entrümpeln und meint die graue Tonne voll zu klatschen und er lässt sich erwischen, darf er mehr zahlen. Bei meiner Müllabfuhr kann man extra Säcke kaufen, womit man mehr legal entsorgen kann. Es gibt bestimmt irgendwelche Personen die sehr wenig Müll produzieren und sich dann ungerecht behandelt fühlen. Man darf aber nicht vergessen, dass es Mindestgrößen der Tonnen gibt. Bei mir in der Region wäre es eine 120L Tonne mit einer Leerung alle 14 Tage. Wenn man weniger Müll produziert, hat man Pech.

    Wo man schreien könnte, was unfair ist, wäre der Aufzug, wenn man im Erdgeschoss wohnt. Da wird es schnell zu Streitigkeiten kommen. Die einen sagen dann dass die nicht mit dem Aufzug fahren und dass die auch nicht zahlen wollen. Je höher im Haus, desto unrealistischer wird es, aber trotzdem noch möglich. Damit es fair ist, muss man ein System einbauen, was nur die Fahrt erlaubt, wenn man gezahlt hat. Gäste und Lieferdienste dürfen es auch nicht nutzen, wenn man nicht gezahlt hat. Ist halt bestimmt lustig dem DHL Boten zu erklären, dass er zur Oma Hildegard im 1. Stock mit dem Aufzug fahren darf, aber zu einem hoch in der 3. laufen muss.
    Bei den Heizkosten gibt es verschiedene Systeme. Die Systeme wo genau der Verbrauch abgerechnet wird, sind halt gut. Die Gesamtkosten einfach durch die Mieter zu teilen, gehört verboten. Wer meint im Winter 24/7 auf 25°C zu heizen, soll dementsprechend auch zahlen.

    Kabelfernsehen ist halt eine Empfangsweise und nicht jeder guckt Fernsehen. Jemand kann IPTV oder DVB-T bevorzugen, weil er dann keine Kabel durchs Haus verlegen muss. Wenn die Verkabelung vernünftig ist, kann man eine Wohnung ganz leicht vom Netz nehmen.

    Klar ist es natürlich schlecht für die Förderung vom Kabelnetz. Man modernisiert ja nicht die Wohnung mit Kabel, wenn die es nicht zahlen müssen. Die Frage ist aber eher, wie lange es das Kabelnetz noch gibt. Man kann da auf IPTV umsteigen. Hat halt den Nachteil, dass man nicht an beliebig vielen das Signal weiter geben kann. Ein lokaler Server kann anhand der Bandbreite dann zb. 4 Kanäle freigeben. Mehr als 4 Verschiedene Sender können dann nicht gleichzeitig geguckt werden.

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