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Die Bagger kommen nicht wieder ?

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  1. Die Bagger kommen nicht wieder ?

    Autor: senf.dazu 29.09.23 - 16:20

    Gilt das auch für die Telekom oder nur für die "alternativen Provider" die im Breko organisiert sind ?

    Von diesen +200000 auf 6.6 Mio homes passed ..

    Was passiert bei einem dieser 84% (lt. vatm.de Marktstudie) betroffenen nur "home passed" aber eben nicht "active" Haushalten wenn man so ein in der Straße an einem vorbeigelegtes Glasfaserleerrohr nun auch ins eigene Haus/Wohnung weiterverlegtes FTTH gewinnen will ?

    Wird da zeitnah fertiggebuddelt und aktiviert wenn man's bestellt bzw. kann man's als Einzelfall bestellen ? Bzw. muß der Hauseigentümer bestellen und mindestens 1 willigen Mieter nachweisen ?

    Oder passiert so was eh überhaupt nicht weil das dann "zu happige" 800¤ Einstandsgebühr für's "baggern" kostet und man dann doch lieber bei DSL bleibt ? (bestimmt auch für's MFH nur einmal weil ja nur ein Kabel für alle tiefgebaut werden muß ?)

    Bei der DG weiß ich's zwar auch nicht aber ich bin eigentlich ziemlich sicher das man da schlicht mit 650¤ (oder was auch immer genau) da relativ kurzfristig dabei ist - die haben auch mindestens bis zum Ende der Aktivierungphase, also nachdem die Straßen lange wieder zu waren, immer noch einzelne EFH nachträglich angeschlossen nachdem alle Straßen wieder zu waren. Technisch gesehen scheinen die für so eine Nachrüstung also gut gerüstet zu sein.



    17 mal bearbeitet, zuletzt am 29.09.23 16:40 durch senf.dazu.

  2. es war der Verband "FRK" und nicht Breko - tschuldigung Breko

    Autor: senf.dazu 29.09.23 - 16:44

    https://www.golem.de/news/glasfaserausbau-der-bagger-kommt-nicht-wieder-2309-177455.html

  3. Re: Die Bagger kommen nicht wieder ?

    Autor: Paule 29.09.23 - 19:05

    senf.dazu schrieb:
    -------------------------------------------
    > Gilt das auch für die Telekom oder nur für die
    > "alternativen Provider" die im Breko organisiert sind ?

    Das gilt für jedes "home passed", egal wer da ausgebaut hatte.

    Im Prinzip bedeutet der Status, dass der "kostengünstige" Anschluss beim Netzausbau "verpasst" wurde.

    > Von diesen +200000 auf 6.6 Mio homes passed ..
    >
    > Was passiert bei einem dieser 84% (lt. vatm.de Marktstudie)
    > betroffenen nur "home passed" aber eben nicht "active"

    Es gibt wohl den Status ...
    passed = liegt vor dem Haus, ggf. muss gebuddelt werden
    connected = liegt schon im Haus, kann auch active gehen
    active = ein Tarif wurde gebucht

    > Haushalten wenn man so ein in der Straße an einem
    > vorbeigelegtes Glasfaserleerrohr nun auch ins eigene
    > Haus/Wohnung weiterverlegtes FTTH gewinnen will ?

    Als erstes muss jemand bestellen. Sonst passiert gar nix.

    Das kann entweder nur der Hausanschluss sein, oder ein Anschluss plus Vertrag. Das ändert aber an den Kosten wohl eher nix, weil ja nur für den Anschluss ein Bautrupp los muss.

    > Wird da zeitnah fertiggebuddelt und aktiviert wenn
    > man's bestellt bzw. kann man's als Einzelfall bestellen ?
    > Bzw. muß der Hauseigentümer bestellen und
    > mindestens 1 willigen Mieter nachweisen ?
    > Oder passiert so was eh überhaupt nicht weil das dann
    > "zu happige" 800¤ Einstandsgebühr für's "baggern" kostet

    Das kann nach Bestellung auch schon mal 6 Monate bis 1 Jahr dauern, bis ein Bautrupp für einen einzelnen Anschluss Zeit hat. Die sind ja meist noch voll damit beschäftigt in anderen Ausbaugebieten die Anschlüsse zu bauen.

    Im Prinzip muss entweder der Hauseigentümer bestellen und dann dafür bezahlen.
    Oder evtl. dem Mieter ein Schreiben ausstellen, dass der für das Objekt einen Ausbau bestellen und dafür selbst die Kosten übernehmen darf.

    Beim FTTH Netzausbau kann ein Vermieter dem Mieter den Anschluss ggf. nicht verweigern (außer bei Gründen wie zB Denkmalschutz).

    Aber ich glaube bei einem "homes passed" gibt es keinen Anspruch auf einen späteren Anschluss an das FTTH Netz für den Mieter auf Kosten des Eigentümers. Wenn man als Mieter dem Vermieter dann mit "du bist verpflichtet, ich zahl nix" kommt, dann kann dem der FTTH Anschluss weiterhin völlig egal sein und es tut sich nix. Besser das ganze freundlich besprechen.

    > Bei der DG weiß ich's zwar auch nicht aber ich bin eigentlich
    > ziemlich sicher das man da schlicht mit 650¤ (oder was auch
    > immer genau) da relativ kurzfristig dabei ist

    Die Kosten hängen vom lokalen Netzbetreiber ab.
    Beim Werben für den FTTH Ausbau wurde zwar oft eine Summe genannt, die ein späterer Anschluss kosten "könnte", aber das ist kein garantierter Preis. Es kann auch günstiger oder teurer werden.

    > - die haben auch mindestens bis zum Ende der
    > Aktivierungphase, also nachdem die Straßen lange wieder zu
    > waren, immer noch einzelne EFH nachträglich angeschlossen
    > nachdem alle Straßen wieder zu waren.

    Wenn die Bautrupps noch im Ort an anderer Stelle beschäftigt sind, oder freie Kapazitäten haben, dann kann es schnell gehen. Es kann aber halt auch >6 Monate dauern.

  4. MFH

    Autor: senf.dazu 30.09.23 - 10:05

    Für den (ersten) inhouse FTTH Ausbau gibt's ja demnächst (ab Mitte nächsten Jahres) ja die geseztlich vorgesehene Mietumlage für wenige Jahre die an den vom Eigentümer bestellten Provider geht. (Max. 540¤ je Wohnung). Dafür können Kabelkosten nicht mehr zwangsweise auf die Miete aufgeschlagen werden.

    Wer dann den Tiefbau außerhalb des Hauses bezahlt ist ne andere Frage. Aber z.B. einmalig 800¤ aufgeteilt auf mehrere Wohnungen klingt auch nicht mehr so prohibitiv. Eigentlich könnt es selbst der Provider übernehmen - den der profitiert von den Kundenverträgen. Ansonsten gibt's eine Aufwertung des Hauses - die dann irgendwann in einer Mieterhöhung mitversteckt wird.

    Ein wenig Absprache bei allen Mietern untereinander und mit dem Hauseigentümer ist aber ohne Zweifel immer sinnvoll - denn egal wer den Anstoß zum Ausbau gibt - der Eigentümer kann sich wohl frei entscheiden ausbauen zu lassen, tut er's kann sich keiner der Mieter gegen Ausbau und Umlage wehren. So weit ich's weiß.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 30.09.23 10:15 durch senf.dazu.

  5. Re: Die Bagger kommen nicht wieder ?

    Autor: senf.dazu 30.09.23 - 10:12

    Einige Monate Wartezeit hört sich für mich nicht weiter schlimm an - man kann sich ja solange mit Mobilfunk weiterbehelfen - der sollte in einem Ausbaugebiet ja auch gut funktionieren. Und der Netzausbau ging auch nicht von heut auf morgen.

    Du gehst also davon aus das alle Provider bei Nachfrage für einen vernünftigen Preis (also unter etwas wie 1000¤) den "home passed" sobald der Auftrag kommt ? Also das mit dem "Bagger kommt nicht wieder" war einfach blödes Gerede um ein wenig Quote zu massieren ?

    Kennst du Beispiele oder gar Zahlen für nachträglichen Ausbau ?



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 30.09.23 10:17 durch senf.dazu.

  6. Re: Die Bagger kommen nicht wieder ?

    Autor: Supie 30.09.23 - 11:18

    Weil hier viel über den Aspeckt der Kosten geredet wurde.
    Soweit ich informiert bin gibts es oft eine sogenannte "Vorvermarktugsphase" und in dieser könnten Anschlüsse sogar kostenlos sein.

    Auch ist es anscheined nicht zwingend erforderlich auf einen teureren Glasfasrtarif zu wechseln, sondern man kann wohl seinen bisherigen Tarif weiter nutzen*, ist aber fürs "Aufstocken" bestens gerüstet. Ich hoffe ich habe alles soweit korrekt verstanden und wiedergegeben.
    *Wird wohl davon abhängen, ob der neue und alte Anbieter der selbe ist, denke ich mal.

    (Wegen spamschutz kann ich keine Links posten. Bitte selber nach Vorvermakrtungsphase googlen, da kommt es dann.)

    Dort wird das mit dieser Phase bestätigt, günstiger kommt man eine Hauswertsteigerung bestimmt kaum mehr ran.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.09.23 11:20 durch Supie.

  7. Re: Die Bagger kommen nicht wieder ?

    Autor: Paule 30.09.23 - 14:37

    Supie schrieb:
    ------------------------------------------
    > Weil hier viel über den Aspeckt der Kosten geredet wurde.
    > Soweit ich informiert bin gibts es oft eine sogenannte
    > "Vorvermarktugsphase" und in dieser könnten Anschlüsse
    > sogar kostenlos sein.

    Bei der Frage ging es aber um "homes passed" also Häuser wo der FTTH Ausbau schon stattgefunden hatte, aber dabei das Haus nicht angeschlossen wurde, zB weil dort keiner FTTH wollte.

    > Auch ist es anscheined nicht zwingend erforderlich auf
    > einen teureren Glasfasrtarif zu wechseln, sondern man
    > kann wohl seinen bisherigen Tarif weiter nutzen*,
    > *Wird wohl davon abhängen, ob der neue und alte
    > Anbieter der selbe ist,

    Das ist nur möglich, wenn der neue Provider auch der alte Provider ist. Meist wohl nur dann wenn die Telekom ausbaut und der Provider entweder die Telekom ist, oder ein Reseller, der auch fürs FTTH der Telekom anbietet.

    --------------------
    senf.dazu schrieb:
    ---------------------------------------
    > Du gehst also davon aus das alle Provider bei Nachfrage
    > für einen vernünftigen Preis (also unter etwas wie 1000¤)
    > den "home passed" sobald der Auftrag kommt ?

    Nein ...

    Ich gehe davon aus, dass die Netzbetreiber das auch nach Aufwand abrechnen könnten und somit kann es sowohl günstiger als 1000 ¤ als auch deutlich teurer sein. Hängt ggf. halt vom Einzelfall und dem Aufwand ab.

    > Also das mit dem "Bagger kommt nicht wieder" war
    > einfach blödes Gerede um ein wenig Quote zu massieren ?

    Nicht ganz ...
    Das bezog sich zum einen darauf, dass man nach dem abrollen der Bagger eventuell recht lange darauf warten muss, bis wieder ein Bagger anrollt.
    Und zum anderen wird man den Anschluss wohl nie wieder so günstig erhalten wie beim Erstausbau der Gegend ... außer ein zweiter FTTH Anbieter baut auch noch aus.

  8. Re: Die Bagger kommen nicht wieder ?

    Autor: spezi 30.09.23 - 21:09

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Also das mit dem "Bagger kommt nicht wieder" war
    > einfach blödes Gerede um ein wenig Quote zu massieren ?

    Ich halte es für unwahrscheinlich dass die Provider grundsätzlich nur Haushalte kostenlos in neuen Ausbaugebieten anschliessen, aber nicht gegen einen höheren dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Betrag in Gebieten in denen ein großer Teil des Ausbaus (bis zur Grundstücksgrenze) sowieso schon erledigt ist.

    Insofern tendiere ich dazu die Aussage als "blödes Gerede" zu bezeichnen.

    Angesichts von Engpässen bei Tiefbauunternehmen kann es sicher zu längeren Wartezeiten kommen bis so ein Anschluss realisiert wird. Aber dass Anbieter kein Interesse haben ihre Marktanteile in bereits ausgebauten Gebieten zu erhöhen halte ich für Unsinn.

  9. Re: Die Bagger kommen nicht wieder ?

    Autor: Faksimile 01.10.23 - 21:13

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > senf.dazu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Also das mit dem "Bagger kommt nicht wieder" war
    > > einfach blödes Gerede um ein wenig Quote zu massieren ?
    >
    > Ich halte es für unwahrscheinlich dass die Provider grundsätzlich nur
    > Haushalte kostenlos in neuen Ausbaugebieten anschliessen, aber nicht gegen
    > einen höheren dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Betrag in Gebieten
    > in denen ein großer Teil des Ausbaus (bis zur Grundstücksgrenze) sowieso
    > schon erledigt ist.
    >
    > Insofern tendiere ich dazu die Aussage als "blödes Gerede" zu bezeichnen.
    >
    > Angesichts von Engpässen bei Tiefbauunternehmen kann es sicher zu längeren
    > Wartezeiten kommen bis so ein Anschluss realisiert wird. Aber dass Anbieter
    > kein Interesse haben ihre Marktanteile in bereits ausgebauten Gebieten zu
    > erhöhen halte ich für Unsinn.
    Die werden schon anschließen. Fragt sich eben nur, wann. Und da derzeitige, kupferbasierende, Anschlüsse Mittel- bis Langfristig stillgelegt werden, und damit möglicherweise auch Leidensdruck entsteht, könnte das für die Anwohner problematisch werden, die in der Vorvermarktungsphase nicht dabei waren.

  10. Re: Die Bagger kommen nicht wieder ?

    Autor: senf.dazu 03.10.23 - 08:46

    > Fragt sich eben nur, wann. Und da derzeitige,
    > kupferbasierende, Anschlüsse Mittel- bis Langfristig stillgelegt werden,
    > und damit möglicherweise auch Leidensdruck entsteht, könnte das für die
    > Anwohner problematisch werden, die in der Vorvermarktungsphase nicht dabei
    > waren.

    Das find ich nun eher unwahrscheinlich. Einerseits dürfte das Stilllegen ohne Ersatzangebot die Bundesnetzagentur auf den Plan rufen.

    Andererseits - bietet das Stilllegen eines Netzes die Möglichkeit allen Kunden ein Wechselangebot zu machen das sie nicht ablehnen können. Und vielleicht sogar noch mal einen verbilligten Ausbau der fehlenden Hausanschlüsse anzubieten - bei dem dann noch mal ne größere Horde Bagger anrollt.

    Und fruchtet das alles nicht kann/muß man ja das alte Cu und oft Vectoring Netz für 1¤50 an einen interessierten Mitbewerber verkaufen .. der's dann vielleicht ja auf eigene Kosten weiterbetreiben möchte. Diese grundsätzliche Möglichkeit würde dann vielleicht sogar etwas kundenfreundlichen Preisdruck durch Wettbewerb zwischen alt und neu erhalten ..



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 03.10.23 08:52 durch senf.dazu.

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