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Die Verlage verschlafen die Zukunft...

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  1. Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: cyrog 16.11.09 - 21:20

    Da baut sich Google zum größten Verleger der Welt aus und alle anderen schauen nur zu. Und wenn Google dann soweit ist fängt das große Geheule an.

    Die Neuauflage der vergriffenen und verwaisten Werke ist doch nur der erste Schritt. Wenn sich das Modell etabliert hat, wird Google die Verleger links liegen lassen und direkte Angebote für Autoren anbieten. Ein weltweiter Vertrieb und eine direkte (transparente) Ausschüttung der Gewinne wird die Masse schon anlocken. Und genauso wie es jetzt schon an jeder Ecke Suchmaschinenoptimierer gibt, so werden entsprechende Plattformen für Übersetzer, Covergestalter, usw. aus dem Boden spriesen. Also all die Aufgaben, die der Verlag bisher übernimmt.

    Und die gesetzlichen Regelungen? Ja, die werden dann auch noch kommen. An der Situation wird es aber nichts mehr ändern. Wer das nicht wahr haben will, soll sich einfach überlegen welche Bedeutung heutzutage noch kleine Suchmaschinen wie Altavista haben. Oder wieviel Prozent der Lesenden den noch eine weitere Versteigerungsplattform neben e-Bay kennt.

    Und was machen die Verlage? Die heulen rum, weil Ihre News bei Google erscheinen. Was macht ihr den, wenn Google soweit ist, dass sie den Journalisten Prämien für Ihre Artikel anbieten? Zu vernünftigen Konditionen und mit einer faieren Urheberechtspolitik? Wer braucht dann euere Onlineartikel noch? Naja, vermutlich habt ihr bis dahin immerhin euer Geheule professionalisiert.

  2. Re: Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: Siga932472497 16.11.09 - 21:44

    Sowas schreibe ich auch schon länger.
    Aber hier hört ja keiner auf mich.

    Das besondere: EReader bereiten den Boden.
    Die Revolution beginnt, wenn 150 Euro-EReader bei Aldi gibt.
    Den $200=140-Euro-Sony-Reader gibts hoffentlich bald.

    Denn Autoren sind keine Netzwerke wie Filme oder Musik (Texter, Komponist, Musiker, Band, Studio, Produzent,......).

    Und das mit den übersetzungen durch freiwillige o.ä. die dann beteiligt werden oder man zahlt 50 Cent für den übersetzer o.ä. peilen viele hier auch nicht.

    Problem: Rechtssicherheit.
    Aber bei Büchern gehts wohl so grade noch.

    Die Verlege werden fallen wie der domino-day....

  3. Re: Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: OldFart 16.11.09 - 21:55

    cyrog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da baut sich Google zum größten Verleger der Welt aus und alle anderen
    > schauen nur zu. Und wenn Google dann soweit ist fängt das große Geheule
    > an.

    Aktuell ist Google kein echter Verleger oder wo kann ich bei Google die Neuerscheinung einer bis dato unbekannten afrikanischen Autorin bekommen?

    Genau das aber machen Verlage und die tragen somit auch ein Risiko.

    > Die Neuauflage der vergriffenen und verwaisten Werke ist doch nur der erste
    > Schritt. Wenn sich das Modell etabliert hat, wird Google die Verleger links
    > liegen lassen und direkte Angebote für Autoren anbieten. Ein weltweiter
    > Vertrieb und eine direkte (transparente) Ausschüttung der Gewinne wird die
    > Masse schon anlocken. Und genauso wie es jetzt schon an jeder Ecke
    > Suchmaschinenoptimierer gibt, so werden entsprechende Plattformen für
    > Übersetzer, Covergestalter, usw. aus dem Boden spriesen. Also all die
    > Aufgaben, die der Verlag bisher übernimmt.

    Prima! Also ein Verlagsmonopol -- die Literaturwelt wie sie sich ein US Amerikanischer Konzern vorstellt. Quasi die RTLisierung der Lesekultur. Ist ja genau das was man sich so wünscht.

    > Und die gesetzlichen Regelungen? Ja, die werden dann auch noch kommen. An
    > der Situation wird es aber nichts mehr ändern. Wer das nicht wahr haben
    > will, soll sich einfach überlegen welche Bedeutung heutzutage noch kleine
    > Suchmaschinen wie Altavista haben. Oder wieviel Prozent der Lesenden den
    > noch eine weitere Versteigerungsplattform neben e-Bay kennt.

    Ja, die Macht des faktischen. Schön das sonst so auf den bösen Kapitalismus geschimpft wird aber der Gorilla Google, wenn es einem in den Kram passt, alles niedertrampeln darf.

    Was allerdings eBay damit zu tun hat musst Du noch erklären.

    > Und was machen die Verlage? Die heulen rum, weil Ihre News bei Google
    > erscheinen. Was macht ihr den, wenn Google soweit ist, dass sie den
    > Journalisten Prämien für Ihre Artikel anbieten? Zu vernünftigen Konditionen
    > und mit einer faieren Urheberechtspolitik? Wer braucht dann euere
    > Onlineartikel noch? Naja, vermutlich habt ihr bis dahin immerhin euer
    > Geheule professionalisiert.

    Hast Du den Artikel wenigstens gelesen oder schreibst Du grundsätzlich irgendwas was mit dem Thema nun rein garnichts zu tun hat?

    Ganz allgemein mal die Empfehlung sich mit der Realität (der Verlage als auch der Schreibenden Zunft die nun wiederum nicht immer glücklich mit den Verlagen ist) zu beschäftigen, wobei es immerhin überhaupt Hoffnung gibt, denn zumindest in D werden ja sogar wieder mehr Bücher gekauft (soviel zum Thema das Buch ist am Ende).

    Ob es nun eine eigene Gesetzgebung braucht ist eine andere Frage und da ein solches Gesetzt weltweit gelten müsste wohl kaum realistisch.

    Gerade der Zugang zu vergriffenen Werken ist aber natürlich zu begrüssen wobei es auch hier (sehr) kleine Verleger gibt die das schon machen.

    IMHO kann man aber sowieso nicht alles regeln und eigentlich sollte die aktuelle Gesetzgebung ausreichen und Details müssen dann halt, wenn es hart auf hart kommt, vor Gericht geklärt werden.

    Richtig ist sicherlich das die Verlage die Zukunft teilweise verschlafen haben und auch die mit ausreichender Kapitaldecke und da prallen nun zwei Welten aufeinander. Das es da zu Problemen kommt ist keine Überraschung, nur sollten alle Beteiligten erst einmal versuchen sich zu einigen und Kompromisse auszuarbeiten bevor man versucht zukünftige Entwicklungen in ein Gesetz der Gegenwart zu quetschen. Das funktioniert am Ende sowieso nicht befriedigend.

  4. Re: Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: Siga43294729427 16.11.09 - 23:39

    OldFart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was allerdings eBay damit zu tun hat musst Du noch erklären.
    Es ging um Monopole die im Bewusstsein "verankert" sind. Es gibt ja auch nur "Tempo"-Taschentücher oder UHU und keine anderen Kleber- oder Taschentuch-Produzenten. (Das war leichter Sarkasmus/Ironie)


    > > Und was machen die Verlage? Die heulen rum, weil Ihre News bei Google
    > > erscheinen. Was macht ihr den, wenn Google soweit ist, dass sie den
    > > Journalisten Prämien für Ihre Artikel anbieten? Zu vernünftigen
    > Konditionen
    > > und mit einer faieren Urheberechtspolitik? Wer braucht dann euere
    > > Onlineartikel noch? Naja, vermutlich habt ihr bis dahin immerhin euer
    > > Geheule professionalisiert.

    > Hast Du den Artikel wenigstens gelesen oder schreibst Du grundsätzlich
    > irgendwas was mit dem Thema nun rein garnichts zu tun hat?

    Die Verlage jammern auch wegen news.google.*** . Und die Argumente sind voll daneben. Für solchen Unfug sollte man das Vollkaufmannsrecht verlieren. Oder der PresseRat/DJV sollte wegen beweisbaren Unfugs eine PresseRüge aussprechen.
    Er assoziiert etwas weiter. Das mache ich auch. Davon werden die Texte länger und der Kontext weiter eingebettet. Viele Pisa-Isten überfordert das. Und die Sprache der geistig Armen ist Gewalt.


    > Ob es nun eine eigene Gesetzgebung braucht ist eine andere Frage und da ein
    > solches Gesetzt weltweit gelten müsste wohl kaum realistisch.
    Dabei gibts eh das Problem, das z.b. Deutsche (zu Recht) keinen Nazikram sehen wollen und Chinesen keine chinakritischen Berichte usw. und das jeweils in ihren Ländern verbieten.

    > Gerade der Zugang zu vergriffenen Werken ist aber natürlich zu begrüssen
    > wobei es auch hier (sehr) kleine Verleger gibt die das schon machen.

    Auch das könnte man regeln. Gerne durch Gesetz/Verordnung. Linda ist zurück. Gegen ein idiotisches Pflanzen-"Copyright"-Recht mit offensichtlichen Lücken die ausser mir keiner sieht. "Tolle" Politiker :-(((

    > IMHO kann man aber sowieso nicht alles regeln und eigentlich sollte die
    > aktuelle Gesetzgebung ausreichen und Details müssen dann halt, wenn es hart
    > auf hart kommt, vor Gericht geklärt werden.

    Gesetze müssen von vorneherein korrekt sein und passen. Wenn Gerichte etwas klären müssen, müsste der Bundestag das bezahlen, wenn das Gesetz nicht klar ist.


    > nur sollten alle Beteiligten erst einmal versuchen sich zu einigen und
    > Kompromisse auszuarbeiten bevor man versucht zukünftige Entwicklungen in
    > ein Gesetz der Gegenwart zu quetschen. Das funktioniert am Ende sowieso
    > nicht befriedigend.
    Es endet in Proprietarismus und DRM/DMCA u.ä. Gesetzen und wannabe-totalherrschaft der Music.And.Films.Industry.Associations . Ein 70-jähriges TodesRecht für Aufnahmen wo die nur einmalig bezahlt wurde, ist nicht hinnehmbar. Oder Einmalzahlungen für Bücher (800-1200 DM sind üblich, glaube ich) und dann hat der Verlag das 70-jahre-todes-vertriebs-recht sind unverschämt.
    Auch dafür gibt es elegant einfache Lösungen. Aber mit Leuten die nur ihren Profitgier sehen, braucht man keine Geschäfte machen. Und auf Politiker würde ich nicht setzen.
    Die sicher nur ganz wenigen bösen Politiker vertreten lieber 2-5 Großverlagskonglomerate und deren Bereicherungs-Ziele als 100.000 Autoren oder 100 Mio Bürger von denen sie mehr als zu viel bezahlt bekommen.

    Da schaue ich lieber zu, wie die EReader die Verlage zerfressen und Direktvertriebe entstehen.
    Ist ja nicht so, das ein Autor nicht mit Paypal klarkäme und sein PDF/EPUB-Buch nicht per Email versenden könnte.
    Käufer und Autor gewinnen. Mitesser/Wasserkopf/Verlags-Fett verliert verdientermaßen.
    "Die sehen ihre Felle wegschwimmen" und da sie dem Autor keinen Mehrwert mehr bieten (früher schon, heute dank Internet jeden Tag etwas weniger) werden sie am Geschäft nicht beteiligt. Wer ein eigenes Auto hat, bezahlt meist ja auch keinen Taxifahrer.

    Schade ist, das auf diesem high-end-evolution/cutting-edge-Level keiner diskutiert :-( Simpelste Dinge fehlen in der Argumentation. Keiner will beispielsweise, das Autoren gut bezahlt werden und Käufer möglichst wenig Premium/Aufpreis/VerlagsmitesserWasserkopf-"Steuer" bezahlen müssen. Ich lese immer nur "verlage hier, verlage da". "Autoren bezahlen" "Autoren am Umsatz beteiligen" (ruhig durch Gesetz. Vertragsfreiheit ist (eigentlich) keine Abzockfreiheit dank asymetrischer Machtverteilung) lese ich ausser bei mir nirgendwo. Mich interessieren die Mitesser nicht einmal. Die Autoren sind bei mir zentral und bei allen anderen Diskutanten eher nicht. Meist kommen sie nicht mal vor. Als ob bezahlte Verlags-Mitarbeiter/Beauftragte/praktikanten für die Verlage posten.

  5. Re: Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: cyrog 17.11.09 - 00:00

    OldFart schrieb:
    -----------------------------------------------------------------
    > Aktuell ist Google kein echter Verleger oder wo kann ich bei Google die
    > Neuerscheinung einer bis dato unbekannten afrikanischen Autorin bekommen?

    Du bist nicht zufällig Verleger? Google baut momentan eine Plattform auf, die in Zukunft den Verlegern das Wasser abgraben wird. Genau deshalb schreib ich ja im nächsten Absatz, dass das nur der erste Schritt ist.

    > Genau das aber machen Verlage und die tragen somit auch ein Risiko.
    Lol, welches Risiko? Glaubst du etwa Google wird diese ganzen Bücher digitalisieren, drucken und dann in 1000en Lagerhallen aufbewahren, damit sie jemand bestellen kann?

    Die Zukunft lautet E-Reader und Print-On-Demand. Lagerbestände sind dann nur noch für Bestseller notwendig. Welches Risiko also?

    > Prima! Also ein Verlagsmonopol -- die Literaturwelt wie sie sich ein US
    > Amerikanischer Konzern vorstellt. Quasi die RTLisierung der Lesekultur. Ist
    > ja genau das was man sich so wünscht.

    Ob das so Gewünscht ist wage ich zu bezweifeln. Aber es kümmert die Verlage anscheinend nicht, wohin sich der Markt entwickelt.

    Eine "RTLisierung der Lesekultur" wird es wohl auch nicht. Denn wenn auch Gelegenheitsautoren bei Google publizieren können ohne erstmal einen Kleinkredit aufnehmen zu müssen, um die erste Auflage mitzufinanzieren, dann wird das die Literaturvielfalt eher steigern. Genau deswegen wird das Konzept in Zukunft von der Masse akzeptiert.

    > Ja, die Macht des faktischen. Schön das sonst so auf den bösen Kapitalismus
    > geschimpft wird aber der Gorilla Google, wenn es einem in den Kram passt,
    > alles niedertrampeln darf.

    Ich schimpfe nicht über den Kapitalismus sondern über die heulenden Verlage, die sich Ihre Existenz durch Gesetzesänderungen sichern wollen und dabei noch nicht mal erkennen, dass die sie die technische Enwicklung längst überholt hat.

    Wieso Google alles niedertrampeln darf, darfst du mir mal erklären.

    > Was allerdings eBay damit zu tun hat musst Du noch erklären.

    Ganz einfach. Bis die Verlage von der Realität eingeholt wurden und dann in etwa 3-5 Jahren ähnliche Angebote anbieten können, interessiert es keinen mehr. Bis dahin wird Google den Verlegermarkt dominieren. Genau so wie es e-Bay bei der Versteigerungsplattformen tut.

    > > Und was machen die Verlage? Die heulen rum, weil Ihre News bei Google
    > > erscheinen. Was macht ihr den, wenn Google soweit ist, dass sie den
    > > Journalisten Prämien für Ihre Artikel anbieten? Zu vernünftigen
    > Konditionen
    > > und mit einer faieren Urheberechtspolitik? Wer braucht dann euere
    > > Onlineartikel noch? Naja, vermutlich habt ihr bis dahin immerhin euer
    > > Geheule professionalisiert.
    >
    > Hast Du den Artikel wenigstens gelesen oder schreibst Du grundsätzlich
    > irgendwas was mit dem Thema nun rein garnichts zu tun hat?

    Es ist lächerlich, dass jetzt Gesetze benötigt werden um Google Einhalt zu gebieten. Was benötigt wird, sind starke Verlage, die bereit sind in neue Ideen zu investieren. Und ja, die Google-News Debatte steht da in klaren Zusammenhang dazu. Es sind doch genau die selben Heuler, die die Heidelberger Erklärung unterzeichnet haben, die in Zukunft auch über Einbrüche im Buchverlag jammern werden.

    > Ganz allgemein mal die Empfehlung sich mit der Realität (der Verlage als
    > auch der Schreibenden Zunft die nun wiederum nicht immer glücklich mit den
    > Verlagen ist) zu beschäftigen, wobei es immerhin überhaupt Hoffnung gibt,
    > denn zumindest in D werden ja sogar wieder mehr Bücher gekauft (soviel zum
    > Thema das Buch ist am Ende).

    Eben das schrieb ich im oberen Absatz. Über den Umgang mit Journalisten und der "schreibenden Zunft".
    Vom Ende des Buches hab ich hingegen kein Wort verloren.

    > Richtig ist sicherlich das die Verlage die Zukunft teilweise verschlafen
    > haben und auch die mit ausreichender Kapitaldecke und da prallen nun zwei
    > Welten aufeinander. Das es da zu Problemen kommt ist keine Überraschung,
    > nur sollten alle Beteiligten erst einmal versuchen sich zu einigen und
    > Kompromisse auszuarbeiten bevor man versucht zukünftige Entwicklungen in
    > ein Gesetz der Gegenwart zu quetschen. Das funktioniert am Ende sowieso
    > nicht befriedigend.

    Meine Rede. Mit einem bedeutenden Unterschied. Einigungen und Kompromisse bringen nur Google etwas. Auf lange Sicht wird das den Verlagen den Hals nicht retten. Die Verlage können nur mit eigenen Angeboten kontern. Wenn sie das nur auf die bürokratische Weise regeln wollen ohne selbst in neue Geschäftsmodelle zu investieren, wird das große Verlagssterben unweigerlich kommen sobald Google sein Angebot ausgebaut hat.

    Nur mal zur Klarstellung. Dies ist keine Kritik an Google. Dies ist ein Weckruf an die Verlage. Im Gegensatz zu den Verlagen ist Google durchaus dazu fähig über den Tellerrand zu blicken. Wenn sich die Verlage nicht mal aufraffen und in neue Ideen investieren wird ihnen ihre Daseinberechtigung wegbrechen.

  6. Re: Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: cyrog 17.11.09 - 00:17

    Siga932472497 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das besondere: EReader bereiten den Boden.
    > Die Revolution beginnt, wenn 150 Euro-EReader bei Aldi gibt.
    > Den $200=140-Euro-Sony-Reader gibts hoffentlich bald.

    Der Kindl hat die Aufmerksamkeit wieder voll auf E-Reader gelenkt. Und zweifelsfrei werden die E-Reader den Markt umkrempeln. Das Buch wird aber weiterhin aus dem Altag nicht wegzudenken sein. Spätestens mit Print-On-Demand wird der Kuchen so klein, dass den Verlagen die Luft ausgeht.

    > Und das mit den übersetzungen durch freiwillige o.ä. die dann beteiligt
    > werden oder man zahlt 50 Cent für den übersetzer o.ä. peilen viele hier
    > auch nicht.

    Google hat mit Ad-Words und Ad-Sence gezeigt, dass eine Direktvergütung möglich ist. Wenn sie das Konzept auf den Verkauf von E-Books und PoD ummünzen verdient so mancher kleinere Autor in Zukunft vermutlich mehr als wenn er zum altbackenen Verlag marschiert. In solche Konzepte lassen sich auch leicht die Übersetzer und Illustratoren einbeziehen.

    > Die Verlege werden fallen wie der domino-day....

    Seh ich genauso. Denn außer rumgeheule und irrsinnige Gesetzesvorderungen kann ich momentan aus dem Lager der Verleger nichts erkennen.

  7. Re: Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: OldFart 17.11.09 - 08:18

    cyrog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Du bist nicht zufällig Verleger?

    Also dieses ewige "Du arbeitest nicht zufällig für Microsoft/bist zufällig Verleger/hast nicht zufällig selbst" ist ein sowas von unterirdischer und infantiler Versuch jemanden zu diskreditieren das mir meine Zeit ab hier einfach zu schade ist.

    Bleibt nur noch das schon das von "Gejammere" bei Verlegern und nicht "Gejammere" bei Google gesprochen wird doch eindeutig ist für wen jemand Partei ergreift und einfach die Macht des faktischen zu akzeptieren ist auch eine Sache die ich Leuten überlasse die alles mit sich machen lassen.

    Ja und Verleger bin ich nicht, nur wenn man sich für Literatur interessiert bekommt man auch was von den Realitäten im Literaturbetrieb mit und gewisse Grundlagen sollte man schon haben um mitreden zu können.

  8. Fotolia für News

    Autor: afri_cola 17.11.09 - 08:24

    > Sowas schreibe ich auch schon länger.
    > Aber hier hört ja keiner auf mich.


    > Die Verlege werden fallen wie der domino-day....

    Doch, ich glaubs auch - Das wird da Fotolia für Schreiberlinge

  9. Re: Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: d2 17.11.09 - 09:46

    Sorry, aber du redest nur dummes Zeug.

  10. Re: Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: Siga49287342987 17.11.09 - 10:50

    cyrog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Google hat mit Ad-Words und Ad-Sence gezeigt, dass eine Direktvergütung
    > möglich ist. Wenn sie das Konzept auf den Verkauf von E-Books und PoD
    > ummünzen verdient so mancher kleinere Autor in Zukunft vermutlich mehr als
    > wenn er zum altbackenen Verlag marschiert. In solche Konzepte lassen sich
    > auch leicht die Übersetzer und Illustratoren einbeziehen.

    Ja. Die Ideen hatte ich schon vor Jahren ("printbook" das oop-bücher in Südkorea oder wer nicht in der Wipo ist druckt und versendet und dem autor 1 euro pro buch schickt wenn er will.)
    EReader vereinfachen das aber. Und dann bietet man es für neue Bücher an und fordert die Freigabe oder angebot von OOP als elektornisch für maximal halben taschenbuch-preis.

    Ich würde sowas aufziehen und 70/30 o.ä. (oder bei höheren Preise 90/10 oder 80/20. also 80% Autor, 20% ich+kosten) abrechnen. Aber in Deutschland wird man für alles abgemahnt.
    Sowas kann man technisch PROBLEMLOS als eine einzige Privatperson aufziehen. Wenn der Rubel rollt braucht man Hilfskräfte aber die kann man dann auch problemlos bezahlen.
    Oder wie gesagt: paypal und die bücher per email versenden.
    amazon und andere werden sofort dabei sein. allerdings zögern die noch, wegen kindle. früher oder später müssen sie aber epub anbieten.

    2 Jahre nach dem ersten 150 Euro Reader (wenn der nicht grade explodiert oder die bevölkerung auslöscht oder blind macht) gibt es zeitungen/zeitschriften fast nur noch elektronisch im Abo. Wer ein abo bezahlt, bezahlt auch einen EReader und hat geld dafür bzw. der geringere zeitschriftenpreis durch print+porto-Einsparung subventioniert das.
    Ein ct-Abo kostet 84 Euro.
    ADFC iirc 60 Euro(DM?) im Jahr und Zeitschrift.
    ADAC ??? pro Jahr und Zeitschrift.
    andere Vereine auch Zeitschrift. Manchmal optional.
    Wenn der Verein E-Abo für 5 Euro Rabatt auf den Jahresmitgliedsbeitrag anbietet, gibts das ADAC-Heft nur noch am Kiosk. Und dann gibts E-Kioske (boar würde ich die gerne aus alten handies mit bluetooth bauen) wo man die gleich aufs handy/reader per bluetooth herunterkauft. oder online beim Eplus/vodafone/...-Zeitschriften-Shop.
    broadcasts wären nett. wenn zwei in derselben funkzelle adac sind, kriegen beide gleichzeitig dieselben pakete. kann man ja verschlüsseln und ein downer-tool anbieten. Alles krass billig.

    Ach so: Verlage müssen gar nix investieren. Diese Kosten sind microskopisch und Pseudo.
    Aber man hat vielleicht kein E-Vertriebsrecht für den autor von "php&mysql3" den man damals schäbig mit 800 DM abgefunden hat.
    Oder für die tausenden Studenten die 200-500 DM für cora/arztroman/heimat-roman usw. bekommen haben.
    Tja. Man müsste doch Regeln haben. Verlagsinsolvenz => Autorenverträge werden automatisch aufgelöst.
    Oder ein autorenvertrag gilt immer nur für die erste auflage. aber das konzept hatte ich schon mal beschrieben:
    Gesetz: Autor kriegt mindestens 10% vom Endkundenpreis.
    Auch teilweise Gesetze:
    Wenn die auflage durchverkauft wurde, wird versteigert ob andere Verlage mehr bieten.
    der verlag kriegt für andere auflagen von anderen verlagen dann 10%, 9% usw. dessen, was der Autor kriegt oder auch so viel vom Endpreis. Dann wird man für das risiko der erstauflage belohnt. Auflage=Stückzahl der ersten auflage. Sonst würde man 10 Auflagen mit 1 Stück machen, um den original-verlag nicht an der 12ten auflage mit 10000000000000000 Stück beteiligen zu müssen. Aber wenn die zweite auflage fetter ist, kann der erste verlag ruhig bestraft werden. die hätten ja gleich mehr drucken können. Belohnt werden muss man dafür also nicht. Also koppelung an die stückzahl der ersten auflage.

    > > Die Verlege werden fallen wie der domino-day....
    > Seh ich genauso. Denn außer rumgeheule und irrsinnige Gesetzesvorderungen
    > kann ich momentan aus dem Lager der Verleger nichts erkennen.
    Genau. Aber EReader knicken sie wie stroh im Wind... Har har har.

    Bei Musik und Filmen war es zu vernetzt. Aber Autor -> Verlag -> Druckerei -> Buchvertrieb ist problemlos knackbar. Har har har.

    google ist nicht multikulti.
    d.h. lokale vertriebe wären möglich.
    einheitspreise für übersetzer (pro 100 KiloByte oder so) und korrektoren (10 Euro pro Stunde sind in der Medienbranche ein gutes gehalt weil keiner die dummen studenten vom Armuts-Studiengang abhält) usw. wäre nett.
    kann man dann als dienstleistung anbieten.

    würde ich machen wenn man nicht für alles abgemahnt wird.
    der softwareaufwand ist microskopistisch.

    googles power-know-how für ad-basierte microabrechnung braucht man für direktverkauf von büchern ja nicht wirklich.

  11. Re: Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: lefulama 17.11.09 - 13:49

    stimme voll und ganz zu

  12. Die Poster verschlafen das Nachdenken

    Autor: Mal emsig nachgedacht 17.11.09 - 14:18

    cyrog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da baut sich Google zum größten Verleger der Welt aus und alle anderen
    > schauen nur zu.

    Da wird Jenson Button Formel1-Weltmeister und alle anderen fahren nur hinterher.

    Du solltest nicht vergessen, dass Google GELD, MACHT und MANPOWER hat. Welcher kleine Verlag hat das schon? Und auch für die großen Verlage ist nicht unbedingt Geld für solche großen Investitionen da. Google kann dagegen locker mal ein paar Milliönchen aus der Portokasse zahlen und in die Zukunft investieren. Aber nicht alle sind so finanzkräftig wie Google.

  13. Re: Die Verlage verschlafen die Zukunft...

    Autor: Mal emsig nachgedacht 17.11.09 - 14:21

    cyrog schrieb:

    > Du bist nicht zufällig Verleger?

    Du bist nicht zufällig Kommunist?

    Wie ich diese strunzdummen Unterstellungen hasse.

  14. Investitionsaufwand=epsilon Re: Die Poster verschlafen das Nachdenken

    Autor: Siga234729 17.11.09 - 16:13

    Mal emsig nachgedacht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Du solltest nicht vergessen, dass Google GELD, MACHT und MANPOWER hat.
    > Welcher kleine Verlag hat das schon? Und auch für die großen Verlage ist
    > nicht unbedingt Geld für solche großen Investitionen da. Google kann
    > dagegen locker mal ein paar Milliönchen aus der Portokasse zahlen und in
    > die Zukunft investieren. Aber nicht alle sind so finanzkräftig wie Google.

    Ich glaub Du hast zu viele Bahnprojekte und IT-Projekte von Regierungen falsch interpretiert.

    Der kleine Verlag verschenkt eine E-Version jedes OOP_Buches.
    An wen ?
    Den Scanner.
    Danach hat der Verlag sein eigenes Buch kostenlos gescannt und kann es als pdf verbreiten.
    oder ocr drüberjagen und dem autor zukommen lassen.

    Danach kann man es als pdf/epub über paypal oder girokonto-überweisung oder sogar amazon marketplace verkaufen. Wieso soll amazon schon ärger machen, wenn man virtuell also sofort versendet statt mit Schneckenpost.

    Boar echt viele Investitionen....
    Gegen Legalität würden die Scanner (siehe Berichte über 10 Jahre her bei Heise) ganze Bibliotheken zerscannern.
    Ach so: Internet archive hat ein Scanner-projekt. Das läuft auch und deren Budget ist eher gering.
    Also tu nicht so, als ob man mehr bräuchte als Moral.

    Wenn man natürlich IDS-Scheer-Multi-Milliardär persönlich beauftragt, goldene platin-brilliant-super-scanns mit von bill gates selber zusammengeschraubten und einmal im Raumschiff ums Sonnensystem gereisten SuperScannern mit einer Optik aus den englischen Kronjuwelen zu machen, dann kostet es etwas mehr..... .

    Die Scanner-Gruppen gibts schon lange. Sie sind halt "illegal".

    Und behaupte nicht, DU brauchst 20 Euro und eine Cray1000 mit 100000000000000 Fermi2.0++-Chips die mit der Hand hochgetaktet werden nur um ein PDF per Email an einen Kunden zu versenden, der per Amazon Marketplace schon bezahlt hat.

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    2. Fluggastdatenspeicherung: Vielflieger scheitert vor Gericht
      Fluggastdatenspeicherung
      Vielflieger scheitert vor Gericht

      Ein europäischer Fluggast hat gegen das BKA geklagt: Dieses solle seine Fluggastdaten nicht speichern, verarbeiten und übermitteln. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden lehnte die Klage jedoch mit dem Verweis auf andere Datensammlungen ab.

    3. Düsseldorf: Xiaomi kündigt erstes Büro in Deutschland an
      Düsseldorf
      Xiaomi kündigt erstes Büro in Deutschland an

      Genau wie Huawei will der Technologiekonzern Xiaomi eine Niederlassung in Düsseldorf eröffnen. Seine Produkte gibt es bereits bei Mediamarkt, Saturn und Amazon.


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