Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Netzkongress: Streit in CSU…

Spiegelfechtereien

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Spiegelfechtereien

    Autor: Charles Marlow 01.02.11 - 18:21

    Es ist schön, wenn zumindest auf einer Ebene mal das Gefühl entsteht, dass es auch in der CSU andere Meinungen gibt.

    Aber nicht vergessen, entscheidend ist, was am Ende GEMACHT wird. Und solange die Landesregierung in Bayern und die Fraktion im Bundestag so wie bisher agieren, darf man im besten Fall davon ausgehen, dass die offizielle Linie weiter gefahren wird und die berechtigten Einwände und Kritikpunkte des Netzkongresses allesamt unter den Tisch fallen werden.

    Fefe vermutet ja, dass sich die CSU nicht von Russland beschämen lassen will in ihren Überwachungsstaat-Tendenzen. Aber ich fürchte die Russen haben uns in der Hinsicht schon mehr als einmal überholt.

  2. Re: Spiegelfechtereien

    Autor: Anonymer Nutzer 02.02.11 - 02:43

    Unterschiedliche Meinungen wrid es immer geben. Egal ob Partei, Unternehmen oder in einem Verband. Etliche könnten sogar vorbildlich sein. Nur ob man damit durchkommt steht auf einem anderen Blatt Papier. In den überwiegenden Fällen ist dies leider nicht der Fall, sondern wird eher als Aufforderung zum Abschuss betrachtet.

    Deshalb dauern positive Veränderungen auch Jahrzehnte, wenn diese überhaupt irgendwann einmal durchkommen.

    Sicher bei den Russen? Ich weiß leider nicht mehr so recht wer hier führend ist oder bei wem diese Anzeichen für ein solches VErhalten seitens einer Regierung nur offensichtlicher sind!!!

    Wenn man gerne über negative Vorfälle aus anderen Ländern berichtet, fällt es umgekehrt etwas anders aus.

    Soweit sind wir mit dem was hier abgeht jedenfalls nicht mehr entfernt. Nur die Methoden sind andere. Die Wirkung ist die gleiche.

    Wovon wir uns entfernt haben ist das was damals unsere Nation vom Eiseren Vorhang unterschieden hat. Von unserer eigentlich perfekten Verfassung und unseren Grundrechten, wie Gleichheit, Gerechtigkeit. Die Freiheit lasse ich hier bewusst aus dem Spiel, da man nur so frei sein kann wie die beiden erstgenannten Punkte dies zulassen.

    Ohne Gleichheit und Gerechtigkeit wird es auch keine wirkliche Freiheit geben!

  3. Re: Spiegelfechtereien

    Autor: Charles Marlow 02.02.11 - 07:41

    firehorse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unterschiedliche Meinungen wrid es immer geben. Egal ob Partei, Unternehmen
    > oder in einem Verband. Etliche könnten sogar vorbildlich sein. Nur ob man
    > damit durchkommt steht auf einem anderen Blatt Papier. In den überwiegenden
    > Fällen ist dies leider nicht der Fall, sondern wird eher als Aufforderung
    > zum Abschuss betrachtet.

    Und so stramm-konforme Parteien wie die mit dem "C" am Anfang sind schon lange nicht mehr für ihre Meinungsvielfalt bekannt. OK, mit dem Geissler sind sie da in den letzten Jahren hausieren gegangen, aber der ist ja auch schon lange kein aktives Mitglied mehr. Also ausser jetzt bei Stuttgart 21, denn da hat er ja eindeutig im Sinne der Parteiinteressen "geschlichtet".

    > Deshalb dauern positive Veränderungen auch Jahrzehnte, wenn diese überhaupt
    > irgendwann einmal durchkommen.

    Hm. Die Aussage ist aber sehr beliebig. Vor allem weil sie impliziert, dass sich im Endeffekt auch GAR NICHTS ändern kann. Was der C-Block dann mit der SED gemeinsam hätte. Im Endeffekt ein Schaden für die Demokratie.

    > Sicher bei den Russen? Ich weiß leider nicht mehr so recht wer hier führend
    > ist oder bei wem diese Anzeichen für ein solches VErhalten seitens einer
    > Regierung nur offensichtlicher sind!!!

    Seufz. Ich hatte mich auf Fefe bezogen und der zitierte dazu:

    "Der bayerische Ministerpräsident, der gerade aus Davos kam, meinte unter anderem, dort habe sich sein russischer Amtskollege Medwedew mit der Begründung gegen Netzsperren ausgesprochen, das Internet habe den politischen Wandel in Tunesien erst möglich gemacht. Und hinter Russland, so Seehofer, wolle er in Freiheitsfragen ungern zurückstehen."

    http://blog.fefe.de/?ts=b3b6f553

    > Wenn man gerne über negative Vorfälle aus anderen Ländern berichtet, fällt
    > es umgekehrt etwas anders aus.

    OHJA. Vor allem, wenn die anderen sich demokratischer verhalten als man selber. ;)

    > Soweit sind wir mit dem was hier abgeht jedenfalls nicht mehr entfernt.

    Äh, dummerweise sind die Russen bzw. Russland in manchen Hinsichten tatsächlich demokratischer gestrickt als wir. Dass man z.B. nach so einer Machtkonzentration wie der der Wirtschaftsoligarchen dort reinen Tisch gemacht hat, war sicherlich auch ein Kräftespiel mit der Politik. Aber bei uns wäre das schon undenkbar!

    > Wovon wir uns entfernt haben ist das was damals unsere Nation vom Eiseren
    > Vorhang unterschieden hat.

    In manchen Hinsichten hat uns der "Ostblock" schon überholt - im Guten (Rumänien) wie im Schlechten (Polen, Ungarn).

    > Von unserer eigentlich perfekten Verfassung und unseren Grundrechten, wie
    > Gleichheit, Gerechtigkeit.

    Wir werden schon seit der Wiedervereinigung um eine ordentliche Verfassung betrogen. Das Grundgesetz von 1948 war de facto mit der Wiedervereinigung "vollendet". Stattdessen hat man dieses "Provisorium" mit faulen juristischen Tricks ein wenig angepasst und dann einfach dem ganzen Land übergestülpt. Denn die Kohl-Junta hätte nicht im Traum daran gedacht, ein neues Regelwerk zu erlassen, das u.U. sogar mehr Mitbestimmung oder eine Veränderung der Zustände (lies: eine Modernisierung) zulässt. Dann (Bundesversammlung) hätte nämlich auch die Opposition Einfluss nehmen können. Und das wollte man auf gar keinen Fall.

    > Die Freiheit lasse ich hier bewusst aus dem Spiel, da man nur so frei sein
    > kann wie die beiden erstgenannten Punkte dies zulassen.

    Da zur Freiheit auch die Autarkie dazugehört. Und die gibt es bei uns ganz gewiss nicht.

    > Ohne Gleichheit und Gerechtigkeit wird es auch keine wirkliche Freiheit
    > geben!

    Und an Hartz IV merkt man auch, dass ohne sozialen Ausgleich und Gerechtigkeit ein Staat immer schneller zur Diktatur wird.

  4. Re: Spiegelfechtereien

    Autor: Anonymer Nutzer 02.02.11 - 08:31

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > firehorse schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > Seufz. Ich hatte mich auf Fefe bezogen und der zitierte dazu:
    >
    > "Der bayerische Ministerpräsident, der gerade aus Davos kam, meinte unter
    > anderem, dort habe sich sein russischer Amtskollege Medwedew mit der
    > Begründung gegen Netzsperren ausgesprochen, das Internet habe den
    > politischen Wandel in Tunesien erst möglich gemacht. Und hinter Russland,
    > so Seehofer, wolle er in Freiheitsfragen ungern zurückstehen."
    >
    > blog.fefe.de

    Mein Fehler. Ich hatte das falsch verstanden.


    >
    > > Wenn man gerne über negative Vorfälle aus anderen Ländern berichtet,
    > fällt
    > > es umgekehrt etwas anders aus.
    >
    > OHJA. Vor allem, wenn die anderen sich demokratischer verhalten als man
    > selber. ;)
    >
    > > Soweit sind wir mit dem was hier abgeht jedenfalls nicht mehr entfernt.
    >
    > Äh, dummerweise sind die Russen bzw. Russland in manchen Hinsichten
    > tatsächlich demokratischer gestrickt als wir. Dass man z.B. nach so einer
    > Machtkonzentration wie der der Wirtschaftsoligarchen dort reinen Tisch
    > gemacht hat, war sicherlich auch ein Kräftespiel mit der Politik. Aber bei
    > uns wäre das schon undenkbar!
    >

    Auf welche Oligarchen beziehst du Dich. Jene die mit Putin schwimmen oder jene die gegen ihn waren/sind?

    Das ist ein gewaltiger Unterschied. Michail Chodorkowski und Platon Lebedew waren gegen Putin und wann die oder ob die jemals wieder auf freien Fuß kommen weißt kein Mensch. Diese hatten allerdings die Demokraten unterstützt und wollten einen gerechtere Verteilung der Gelder. Gerade Michail Chodorkowski war sozial sehr stark engagiert und auch entsprechend beliebt bei den Menschen.

    Nicht jeder Millionär oder Wirtschaftsboss ist auch gleich ein Arschloch. Nur es gibt von den Guten halt nicht besonders viele :/


    >
    > > Wovon wir uns entfernt haben ist das was damals unsere Nation vom
    > Eiseren
    > > Vorhang unterschieden hat.
    >
    > In manchen Hinsichten hat uns der "Ostblock" schon überholt - im Guten
    > (Rumänien) wie im Schlechten (Polen, Ungarn).
    >

    Rumänien??? Sintis/Romas???
    Sorry. Aber da habe ich schon ganz andere Geschichten vernommen. Gerade mit Blick auf die oben genannten Volkgruppen/Minderheiten dort im Land.

    Dagegen ist Polen, zumindest in dieser Sektion heilig. Polen sind übrigens sehr freundliche Menschen. Das sind die Menschen meistens und überall.
    Leider haben aber die Spacken und Arschlöcher einer Nation auch den Nachteil dass diese immer und überall unangenehm auffallen und die Presse sich von diesen irgendwie angezogen fühlt. So fallen nur diese auf und die anderen wirklich netten Menschen einer Nation sieht keiner.

    >
    > > Von unserer eigentlich perfekten Verfassung und unseren Grundrechten,
    > wie
    > > Gleichheit, Gerechtigkeit.
    >
    > Wir werden schon seit der Wiedervereinigung um eine ordentliche Verfassung
    > betrogen. Das Grundgesetz von 1948 war de facto mit der Wiedervereinigung
    > "vollendet". Stattdessen hat man dieses "Provisorium" mit faulen
    > juristischen Tricks ein wenig angepasst und dann einfach dem ganzen Land
    > übergestülpt. Denn die Kohl-Junta hätte nicht im Traum daran gedacht, ein
    > neues Regelwerk zu erlassen, das u.U. sogar mehr Mitbestimmung oder eine
    > Veränderung der Zustände (lies: eine Modernisierung) zulässt. Dann
    > (Bundesversammlung) hätte nämlich auch die Opposition Einfluss nehmen
    > können. Und das wollte man auf gar keinen Fall.
    >


    Das ging schon lange vor der Wiedervereinigung los. ERst unter Kohl/Schäuble die Beschneidung des Volksbegehrens, dann kurze Zeit später die Verkürzung der Sendezeiten für politkritische Magazine wie Monitor. Von den Privatisierungswahn unserer Eigentümer - Absicherungen - ganz zu schweigen. Eine Privatisierung, also ein staatliches Unternehmen wie einen solches zu führen, hätte man auch intern regeln können. Es gibt heute genügend Beispiele wie das geht und dass es geht.


    > > Die Freiheit lasse ich hier bewusst aus dem Spiel, da man nur so frei
    > sein
    > > kann wie die beiden erstgenannten Punkte dies zulassen.
    >
    > Da zur Freiheit auch die Autarkie dazugehört. Und die gibt es bei uns ganz
    > gewiss nicht.
    >

    Was genau meinste mit Aukratie? Wirtschaftliche Unabhängigkeit?

    Ich denke eine völlig Freiheit kann es nicht geben. Ein soziales Gefüge innerhalb einer Gemeinschaft wäre überhaupt nicht möglich. Deshalb kann auch kein Begriff ohne den anderen. Das Mittelmaß draus wäre der perfekte Weg.


    > > Ohne Gleichheit und Gerechtigkeit wird es auch keine wirkliche Freiheit
    > > geben!
    >
    > Und an Hartz IV merkt man auch, dass ohne sozialen Ausgleich und
    > Gerechtigkeit ein Staat immer schneller zur Diktatur wird.
    >

    ??

    Hartz IV ist ein Witz. In den letzten Jahren sind die Gelder von den Bürgern in deren Verwaltung gewandert. Aus Arbeitslosen werden im Schnellverfahren reine Sozailhilfeempfänger gemacht. Dann abgeschoben in Mini-Lohn-Jobs oder 1-Euro-Jobs.

    Das ist ungefähr vergleichbar mit einem Tatoo beim Juden im Lager damals.

    Ohne Rückgrad, ohne Hilfe, Freunde, Familie kommst da auch nicht wieder heraus.
    Mittlerweile erkennen das aber immer mehr. Vielleicht kommt ja dann auch irgendwann mal wieder die Vernunft und soziale Verantwortung zurück.

    Idioten die nicht arbeiten wollen wird es immer geben. DAs ist wie mit den Arschlöchern oben. Auch diese fallen mehr auf und werden von asozialen Journalisten missbraucht.

  5. Re: Spiegelfechtereien

    Autor: Charles Marlow 02.02.11 - 09:02

    > > Seufz. Ich hatte mich auf Fefe bezogen und der zitierte dazu:
    > Mein Fehler. Ich hatte das falsch verstanden.

    Ne, ich hatte das nicht eindeutig genug formuliert.

    > Auf welche Oligarchen beziehst du Dich. Jene die mit Putin schwimmen oder
    > jene die gegen ihn waren/sind?

    Ich beziehe mich auf das hier:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Russian_oligarchs#Diminishing_power

    > Das ist ein gewaltiger Unterschied. Michail Chodorkowski und Platon Lebedew
    > waren gegen Putin und wann die oder ob die jemals wieder auf freien Fuß
    > kommen weißt kein Mensch.

    Das ist die Variante, die unsere Presse hier erzählt. Dass die nicht grundlos verurteilt wurden, steht auf einem anderen Blatt.

    > Diese hatten allerdings die Demokraten unterstützt und wollten einen
    > gerechtere Verteilung der Gelder. Gerade Michail Chodorkowski war sozial
    > sehr stark engagiert und auch entsprechend beliebt bei den Menschen.

    Wie gesagt, es war auch ein Kräftemessen mit der Politik.

    > Nicht jeder Millionär oder Wirtschaftsboss ist auch gleich ein Arschloch.

    Schon. Aber selbst wenn die positiv agitiert haben, auch ein wohlwollender Oligarch ist kein gewählter Politiker. Und wie die zu ihrem Geld gekommen sind, spielt auch eine Rolle.

    > Nur es gibt von den Guten halt nicht besonders viele :/

    Schon gar nicht bei uns. Bei uns muss "reich" mit "Arschloch" anscheinend immer Hand in Hand gehen. Erst zum Lebensende hin entwickeln die dann - gelegentlich - so etwas wie ein schlechtes Gewissen und gründen entsprechende (nicht immer gemeinnützige) Stiftungen. Aber die meisten wollen ihr Geld anscheinend mit ins Grab nehmen.

    >> In manchen Hinsichten hat uns der "Ostblock" schon überholt - im Guten
    >> (Rumänien) wie im Schlechten (Polen, Ungarn).
    > Rumänien??? Sintis/Romas???

    Nein. Nicht in der Hinsicht.

    Sondern in der:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Rumaenisches-Verfassungsgericht-Vorratsdatenspeicherung-verstoesst-gegen-Menschenrechte-870904.html

    > Gerade mit Blick auf die oben genannten Volkgruppen/Minderheiten dort im Land.

    Ja, schon. Aber da sind wir auch nicht gerade berühmt.

    > Polen sind übrigens sehr freundliche Menschen. Das sind die Menschen
    > meistens und überall.

    Sie sind aber auch sehr kleinbürgerlich und gläubig. Zumindest wenn man ihre Wahlen anschaut und was da gewählt wird.

    > Leider haben aber die Spacken und Arschlöcher einer Nation auch den
    > Nachteil dass diese immer und überall unangenehm auffallen und die Presse
    > sich von diesen irgendwie angezogen fühlt. So fallen nur diese auf und die
    > anderen wirklich netten Menschen einer Nation sieht keiner.

    Ähm. Wenn die Leute solche Regierungen wählen, dann kann man auch Rückschlüsse auf ihre Mentalität ziehen. Oder würdest Du jetzt nicht sagen, dass Palins Erfolg in der US-Politik so einiges über die Amerikaner aussagt?

    >> Wir werden schon seit der Wiedervereinigung um eine ordentliche
    >> Verfassung betrogen.
    > Das ging schon lange vor der Wiedervereinigung los. ERst unter
    > Kohl/Schäuble die Beschneidung des Volksbegehrens, dann kurze Zeit später
    > die Verkürzung der Sendezeiten für politkritische Magazine wie Monitor.

    Kohl hat schon 1981 gesagt: "Medienpolitik ist Machtpolitik". Insofern kein Wunder, dass unter ihm Springer und die Bertelsmänner ihr eigenes "Privatfernsehen" aufziehen durften.

    > Von den Privatisierungswahn unserer Eigentümer - Absicherungen - ganz zu
    > schweigen. Eine Privatisierung, also ein staatliches Unternehmen wie einen
    > solches zu führen, hätte man auch intern regeln können. Es gibt heute
    > genügend Beispiele wie das geht und dass es geht.

    Die wollen für ihre Klientel das Gemeinwohl versilbern. Diesen Trend sieht man überall. Besonders weit haben es die Briten und die USA getrieben. Wobei ich bei den Briten über den politischen Masochismus immer wieder besonders überrascht bin. Die wollen seit Thatchers Verein anscheinend immer nur die gleiche bittere Medizin schlucken. (Über die US-Medien und ihren Einfluss braucht man gar nicht diskutieren).

    > Was genau meinste mit Aukratie? Wirtschaftliche Unabhängigkeit?

    Genau.

    > Ich denke eine völlig Freiheit kann es nicht geben.

    Freiheit ist ein Ideal. Eine Gesellschaft basiert (im besten Fall) auf einem Ideal. Aber eine Gesellschaft verhält sich nicht ideal.

    > Ein soziales Gefüge innerhalb einer Gemeinschaft wäre überhaupt nicht
    > möglich. Deshalb kann auch kein Begriff ohne den anderen.

    Wir nennen das "Zivilisation", die Umsetzung eines Gesellschaftsideals. Da sollte es dann nicht mehr um starre Positionen gehen, sondern um Flexibilität. D.h. eine Gesellschaft muss auch abfedern und abfedern können. Problematisch ist der Umstand, dass bisherige Ideologien zu unwillig oder unfähig waren, sich der Realität zu stellen. Und pseudo-esoterische Konzepte wie Ayn Rand z.B. funktionieren aus genau dem gleichen Grund schon zweimal nicht.

    > Hartz IV ist ein Witz. In den letzten Jahren sind die Gelder von den
    > Bürgern in deren Verwaltung gewandert.

    Das war ein Nebeneffekt. Stigmatisierung und Repression, mehr Verwaltungsaufwand und Schönrechnerei der Arbeitslosigkeit auf der anderen. Perfide, aber die Idee dazu kam ja auch nicht spontan aus dem luftleeren Raum.

    > Das ist ungefähr vergleichbar mit einem Tatoo beim Juden im Lager damals.

    Stigmatisierung eben.

    > Mittlerweile erkennen das aber immer mehr. Vielleicht kommt ja dann auch
    > irgendwann mal wieder die Vernunft und soziale Verantwortung zurück.

    Andersherum. Die Leute dürfen sich das gar nicht erst gefallen lassen. Darum rüstet der Staat auf der anderen Seite immer mehr gegen die Bevölkerung auf. Denn die, die das System so wollen, wissen genau, dass es nicht ewig so weitergehen kann.

    > Idioten die nicht arbeiten wollen wird es immer geben.

    Das ist noch nicht einmal eine Minderheit. Alle Menschen wollen sich mit etwas beschäftigen. Die Frage ist, ob man das nutzen kann oder ob man sie unbedingt zwingen muss.

    > DAs ist wie mit den Arschlöchern oben. Auch diese fallen mehr auf und werden
    > von asozialen Journalisten missbraucht.

    Die 0,02% der "echten" Faulenzer unter den Arbeitslosen werden im Verhältnis zu den 98% der "gefühlten" Arschlöcher unter den Reichen erheblich mehr von der Presse hochgespielt. ;)

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. dennree GmbH, Töpen (Raum Hof / Oberfranken)
  2. Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen
  3. Allianz Deutschland AG, München, Unterföhring
  4. Störk-Tronic, Störk GmbH & Co. KG, Stuttgart (Vaihingen)

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 274,00€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 127,99€ (Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Linux-Gaming: Steam Play or GTFO!
Linux-Gaming
Steam Play or GTFO!

Meine ersten Gaming-Eindrücke nach dem Umstieg von Windows auf Linux sind dank Steam recht positiv gewesen: Doch was passiert, wenn ich die heile Steam-(Play-)Welt verlasse und trotzdem Windows-Spiele unter Linux starten möchte? Meine anfängliche Euphorie weicht Ernüchterung.
Ein Praxistest von Eric Ferrari-Herrmann

  1. Project Mainline und Apex Google bringt überall Android-Updates, außer am Kernel
  2. Ubuntu Lenovo bietet Laptops mit vorinstalliertem Linux an
  3. Steam Play Tschüss Windows, hallo Linux - ein Gamer zieht um

CO2-Emissionen und Lithium: Ist das Elektroauto wirklich ein Irrweg?
CO2-Emissionen und Lithium
Ist das Elektroauto wirklich ein Irrweg?

In den vergangenen Monaten ist die Kritik an batteriebetriebenen Elektroautos stärker geworden. Golem.de hat sich die Argumente der vielen Kritiker zur CO2-Bilanz und zum Rohstoff-Abbau einmal genauer angeschaut.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Ari 458 Elektro-Lieferwagen aus Leipzig kostet knapp 14.000 Euro
  2. Nobe 100 Dreirädriges Retro-Elektroauto parkt senkrecht an der Wand
  3. Protean 360+ Neuer elektrischer Antrieb macht Kleinbusse extrem wendig

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung
  2. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  3. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?

  1. 5G-Media Initiative: Fernsehen über 5G geht nicht einfach über das Mobilfunknetz
    5G-Media Initiative
    Fernsehen über 5G geht nicht einfach über das Mobilfunknetz

    In einem Streit unter den Öffentlich-Rechtlichen wird dem Intendanten des Deutschlandradios erklärt, dass Rundfunk über 5G nicht einfach über die Netze der kommerziellen Betreiber ginge. Der Intendant hatte die Technik nicht ganz verstanden.

  2. SpaceX: Beide Starships sollen in wenigen Monaten starten
    SpaceX
    Beide Starships sollen in wenigen Monaten starten

    Der Test mit dem experimentellen Raumschiff ist fehlgeschlagen. Laut SpaceX-Chef Elon Musk kein Problem. Dann soll eben gleich das Starship fliegen - und zwar beide im Bau befindlichen Versionen. Am besten noch zwei Mal in diesem Jahr.

  3. Selfblow: Secure Boot in allen Tegra X1 umgehbar
    Selfblow
    Secure Boot in allen Tegra X1 umgehbar

    Ein Fehler im Bootloader der Tegra X1 von Nvidia ermöglicht das komplette Umgehen der Verifikation des Systemboots. Das betrifft wohl alle Geräte außer der Switch. Nvidia stellt ein Update bereit.


  1. 18:30

  2. 18:00

  3. 16:19

  4. 15:42

  5. 15:31

  6. 15:22

  7. 15:07

  8. 14:52