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Dass man sich wirklich mal auf Google oder FB verlassen muss...

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  1. Dass man sich wirklich mal auf Google oder FB verlassen muss...

    Autor: Bigfoo29 15.12.17 - 11:45

    ...hätte ich meinen Lebtag nicht gedacht. Aber offensichtlich ist der Feind meines Feindes in manchen Fällen eben doch wieder (d)ein Freund.

    Die Heuschrecken der IT-Welt bekämpfen die Pest-Plage...

    Das Leben ist schon lustig.

    Regards.

  2. Re: Dass man sich wirklich mal auf Google oder FB verlassen muss...

    Autor: ManuPhennic 15.12.17 - 13:12

    Google ihr Unterstützung zufällig vorgestern zurückgezogen. Wollen eigenes ISP werden

  3. Re: Dass man sich wirklich mal auf Google oder FB verlassen muss...

    Autor: crack_monkey 15.12.17 - 13:23

    ManuPhennic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google ihr Unterstützung zufällig vorgestern zurückgezogen. Wollen eigenes
    > ISP werden


    Quelle?

  4. Re: Dass man sich wirklich mal auf Google oder FB verlassen muss...

    Autor: berritorre 15.12.17 - 13:48

    Das ist wohl die einzig sinnvolle Reaktion auf diese Aktion für Firmen wie Google oder FB. Die ISPs mit den eigenen Waffen schlagen. Statt auf die "Erpressungen" die jetzt folgen werden einzugehen und "Schutzgelder" an die ISPs zu zahlen, damit die Inhalte auch vernünftig bem User ankommen, einfach mal die ISPs aus dem eigenen Markt drängen.

    Nicht, dass das irgendwie positiv für den User ist. Aber da käme dann schon ein bisschen Schadenfreude auf. So wie bei diesem dämlichen Leistungsschutzrecht.

    Ein ISP hat Daten von A nach B zu transportieren. Nicht mehr, nicht weniger. Welche Daten das sind, hat im erstmal egal zu sein (bis zu dem Punkt wenn Behörden legal ein Sperrung von bestimmten Inhalten fordern).

    Und diese Hoffnung, dass durch die Mehreinnahmen ein besserer Ausbau erfolgt? In welcher Welt lebt der gute Herr? Es gibt ja kein Incentive für die ISPs. Es wird also darauf hinauslaufen, dass das Netz bleibt wie es ist. Nur die ISPs stecken mehr Geld in die Tasche.

    Ich bin ja auch ein verfechter der freien Marktwirtschaft und halte den Sozialismus/Kommunismus für ein schönes Märchen. Aber auch der Markt braucht bestimmte Regeln, innerhalb derer er sich bewegt, damit er funktioniert, bzw. damit die Gesellschaft funktioniert. Es gibt gewisse staatliche Ziele, die einfach anders gelagert sind als die Ziele der Unternehmen. Da muss der Staat regulieren eingreifen und Regel so setzen, damit die staatlichen Ziele erreicht werden.

    Flächendeckender Ausbau von schnellem Internet? Wenn du den Markt machen lässt, wirst du in einigen Bereichen viel Auswahl haben (hohe Bevölkerungsdichte, hohe Kaufkraft) und in anderen Bereich wird sich nichts tun, weil jeder Euro Einsatz in den anderen Gebieten einfach mehr Geld einspielt.

  5. Re: Dass man sich wirklich mal auf Google oder FB verlassen muss...

    Autor: ImBackAlive 15.12.17 - 14:57

    ManuPhennic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google ihr Unterstützung zufällig vorgestern zurückgezogen. Wollen eigenes
    > ISP werden

    1. Nein, haben sie nicht.

    2. Sie sind bereits ISP

    Verstehe den Thread hier allerdings wirklich nicht - weder Facebook noch Google haben sich groß an der aktuellen Debatte beteiligt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.12.17 15:00 durch ImBackAlive.

  6. Re: Dass man sich wirklich mal auf Google oder FB verlassen muss...

    Autor: Unruheherd 15.12.17 - 15:05

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ich bin ja auch ein verfechter der freien Marktwirtschaft und halte den
    > Sozialismus/Kommunismus für ein schönes Märchen.
    >

    Die freie Marktwirtschaft führt im Stil des Survival of the Fittest doch schnell zum Marktversagen, wenn die Konkurrenz erstmal am Ende ist. Dann kommen Dekaden des Horrors auf den Verbraucher zu, siehe Telekom, Microsoft, Google, Facebook. Wo ist da bitte noch der harte Konkurrenzkampf um uns Kunden? Marktversagen allenthalben ..

  7. Re: Dass man sich wirklich mal auf Google oder FB verlassen muss...

    Autor: Bigfoo29 15.12.17 - 16:12

    Ich sags mal so: Echter Kommunismus wurde noch NIE probiert. Der basiert nämlich auf jeweils lokalen Räten. Haben die Jungs nach 1918 in Russland probiert, bis sie von ihrer Chef-Etage verraten worden sind. Jeder, der bisher "Kommunismus" predigt, meint eigentlich "Diktatur mit anderem Anstrich". Eine ECHTE Räte-Republik, mit echten lokalen Kommunen, würde es gar nicht zulassen, dass sich Präsidenten oder führende Persönlichkeiten lange an der Macht halten. Ein, zwei Legislatur-Perioden vielleicht. Aber wie gesagt, das hat ja noch keiner wirklich probiert.

    Noch dazu kommt, dass selbst Marx schreibt: Echter Sozialismus wird aus den Scherben des Kapitalismus geboren werden. Und da ist der Mensch heute noch nicht. (Interessantwerweise entspricht das der Lebensweise der Menschen des StarTrek-NG-Universums.)

    Regards.

  8. Re: Dass man sich wirklich mal auf Google oder FB verlassen muss...

    Autor: Bigfoo29 15.12.17 - 16:16

    "Markt"-Wirtschaft basiert immer darauf, dass sich das Kapital auch weiter beim bestehenden Kapital sammelt. Wir sind gerade in der Phase, in der wir von den länder-interner Konsolidierung auf globale Konsolidierung mit jeweiligen Oligopolen zusteuern. (Warum sonst wohl hat die USA vor 30 Jahren angefangen, "Globalisierung" so zu befeuern? Die großen Firmen waren konsolidiert. Man hätte angefangen, sich gegenseitig die Augen auszuhacken.)

    Entsprechend wird die Welt auch unter immer weniger Firmen "zusammenrücken", die immer mehr Macht bekommen.

    Regards.

  9. Re: Dass man sich wirklich mal auf Google oder FB verlassen muss...

    Autor: sofries 15.12.17 - 18:53

    Wo haben die Firmen denn immer mehr Macht? Euer Horizont reicht einfach nicht weit genug. Die East India Company hatte über Hunderte Jahre bestand und zu Hochzeiten eine Arme von 250.000 Soldaten und ganze Regionen unter ihrer Kontrolle. Wir hatten überall in Europa Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen, die große Teile der Gesellschsft kontrolliert haben und verantwortlich für territoriale Kriege waren.

    Facebook, Google und co. Sind große und beliebte Dienste, deren Geschäftsmodell jedoch stark von Onlinewerbung abhängt und die erst richtig 10-15 Jahre im Geschäft sind und die in den nächsten 10-15 Jahren verschwunden sein könnten. Selbst Apple hängt mit mehr als 70% seines Umsatzes am iPhone fest. Werden Smartphones durch eine neue disruptive Technologie obsolet oder stark substituiert, können sie ganz stark an Bedeutung verlieren und ein Unternehmen unter vielen werden.

    Facebook wäre heutzutage schon in Argen Schwierigkeiten, hätten sie es nicht geschafft Instagramm und WhatsApp zu kaufen.
    Amazon hat über Jahre all sein Geld in Wachstum gesteckt, wird aber früher oder später viele Märkte an Rakuten, Alibaba usw. verlieren.

    Das große Unternehmen, was heutzutage die Weltwirtschaft kontrolliert, gibt es nicht mehr. Diese Unternehmen kämpfen alle um unsere Aufmerksamkeit und unser Geld und wissen, dass sie ganz schnell das Nokia oder MySpace ihrer Branche werden können, wenn sie nicht mit der Zeit gehen. Daher suchen alle jetzt schon nach neuen Standbeinen, Google mit seiner Hardwaresparte, Facebook mit VR, Apple mit AR, Microsoft mit Cloud Services, usw. usf.

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