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Monopole im Internet

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  1. Monopole im Internet

    Autor: dermamuschka 15.12.17 - 15:21

    So sehr ich mich auch aus ideologischen Standpunkten bemühe die Abschaffung der Netzneutralität scheiße zu finden:

    Irgendwo ist das auch ne Chance, diese Plattform-Monopole im Internet loszuwerden.
    Die ISPs hatten ja immer schon eigene Angebote (siehe musicload und co), wenn die eigenen Angebote jetzt aber schneller laden, kommen die großen (Youtube, netflix, google, facebook) unter zugzwang. Wollen sie weiterhin Monopolisten bleiben, müssen sie dafür sorgen, dass sie gut erreichbar sind. Also müssen sie ISPs werden und ihren Content günstig zu den Kunden bringen.
    Der Kunde entscheidet, welchen content er lieber schnell haben will. Netflix, oder alternative A von AT&AT.
    Meine Hoffnung ist, dass sich dadurch mehrere Alternativen zu Netflix, Youtube und co etablieren. Klar, ist der Kunde erstmal gearscht, weil die verschiedenen Alternativen nicht jeden Content im Angebot haben.
    Im Vergleich zu der Gefahr die von Facebook und Google in ihrer jetztigen Form ausgehen, scheint mir der Verlust eine geliebte Serie gratis zu sehen aber doch zu verschmerzen...


    Kurz gesagt: Das Internet wie es jetzt ist, ist schon lange krank. Trotz aller Annehmlichkeiten die wir User haben, sind die dem heutigen Internet innewohnenden Monopolisierungstendenzen in Richtung jeweils eines Plattformanbieters (Shopping: Amazon, Suche: Google, Social-Networking: Facebook, Diskussion: Reddit, Videos: Youtube, Serien: Netflix) extrem bedenklich.
    Vielleicht besteht die Lösung für dieses Problem ja aus vielen kleineren Internets, wo jeder zwar jede Seite erreichen kann, aber pro ISP einige wenige eben umsonst, die sich so als lebendige Konkurrenz zu den jetzigen Monopolisten etablieren



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.12.17 15:25 durch dermamuschka.

  2. Re: Monopole im Internet

    Autor: m8Flo 16.12.17 - 03:21

    Du hast das Internet anscheinend nicht verstanden. Es soll ein internationales, einheitliches Medium sein. Innerhalb dieses Mediums sollte jeder die Chance haben, sich etwas aufzubauen. Wieso glaubst du gibt es solche Monopole? Weil die Unternehmen sich aufgrund ihrer Qualität durchgesetzt haben. Im Gegensatz zu so manch nicht-Internet Monopol kann man Firmen wie Google oder Facebook auch behaupten, dass sie nicht durch unfaire Mittel groß wurden. Sie haben sich ihre Größe verdient und zudem bieten sie meist auch noch sehr gute Services an. Ändert nicht's dran, dass immer noch jeder die Chance hat, mit seiner Idee groß zu werden. Jedoch brauchst du dafür erstmal eine gute Idee und die Kompetenz diese umzusetzen.

    Wenn du Unternehmen einfach nur weil sie groß sind, schaden willst, dann bist du anscheinend krnak. Dein Hass gegen solche Monopole ist vollkommen unbegründet, jedoch ist er so groß, dass du ihnen ernsthaft schaden willlst. Es wäre dir anscheinend sogar lieber, dass Kunden schlechte Produkte nutzen, nur damit sie keine großen Produkte nutzen. Diese Denkweise ist verdammt gefährlich. Meinetwegen verurteil manche Firmen, jedoch tu das nicht, weil sie Monopole sind, sondern weil diese einzelen Fimen etwas falsch gemacht haben oder machen.

    Sei auch zu "Monopolen" fair, denn du erwartest das selbe auch gegenüber dir.

  3. Re: Monopole im Internet

    Autor: teenriot* 16.12.17 - 03:42

    Das Internet ist ein Äther. Stell dir vor Unternehmen würden die Atmosphäre besitzen und kontrollieren und nicht nur Sendemasten. Das mag vielleicht deinen Feind schaden, aber das wäre eine suizidale Schadenfreude.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.17 03:47 durch teenriot*.

  4. Re: Monopole im Internet

    Autor: Ipa 16.12.17 - 07:46

    Das beste setzt sich eben durch. Google bietet die besten Ergebnisse, YouTube das beste Video Erlebnis, Netflix top Serien. Was du jetzt möchtest, ist denen allen ein Bein zu stellen, warum? All diese Dienste sind so groß geworden und blieben dort weil die gut waren. Sie haben investiert und blieben stets innovativ, was man von anderen nicht behaupten kann. Zbs studivz? Außerdem, warum müssen wir uns jetzt aussuchen welchen Dienst wir bevorzugen?

    Im Nachhinein denke ich das niemand so dumm sein kann und du nur trollst.

  5. Re: Monopole im Internet

    Autor: dermamuschka 16.12.17 - 13:05

    Um ehrlich zu sein ist es mir egal, ob das Monopol legitim entstanden ist oder nicht.
    Die Gefahr die davon ausgeht, wenn alle Menschen über den gleichen Kanal letztlich ihre Informationen beziehen, ist real und riesengroß.
    Ob jetzt durch die Unternehmen selber, weil irgendein schlauerer Mensch dort besser weiß, was die Menschen wollen, oder durch irgendeinen Staat, welcher durch Geheimverordnungen die Macht an sich reißt, spielt auch keine Rolle.

    Meiner Meinung nach wäre sogar der bessere Weg Google oder Facebook zu zerschlagen, aber solch einen Mut kann man von der Politik heutzutage nicht mehr erwarten.

    Rockefeller hat sich auch sein Monopol selber aufgebaut und hier und da ein paar Konkurrenten übernommen oder aus dem Markt gedrängt (könnt ihr euch noch erinnern als youtube eigenständig war? Instagram? Whatsapp? Wo waren Google und Facebook bitte innovativ als sie ein paar Milliarden auf den Tisch geknallt haben?). Damals war die Politik allerdings in erster Linie noch besorgt um die Bevölkerung, nicht besorgt um die Gewinne der Unternehmen...


    @teenriot: Die Unternehmen besitzen den Äther doch de-facto schon. Eine Webseite, die du nicht bei Google findest, die nicht bei Facebook verlinkt werden kann, über die keine youtube Videos erlaubt sind, wäre für 99% der Internetnutzer unerreichbar, wenn nicht sogar mehr.

    Nur wenn es mehrere, gleichwertig Alternativen, mit verschiedenen Managements, aus verschiedenen Ländern, mit verschiedenen Rechtsprechungen gibt, kann wirksam eine Machtergreifung im Netz ausgeschlossen werden.
    Nur weil die Unternhemens heute nichts Böses im Schilde führen, kann man das nicht einfach auch naiverweise für alle Zeiten annehmen



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.17 13:07 durch dermamuschka.

  6. Re: Monopole im Internet

    Autor: teenriot* 16.12.17 - 14:07

    Das beste setzt sich mit den neuen Regeln eben nicht mehr durch.

    Stell dir vor Aldi und Rewe könnten via Geld erkaufen das der Laster für den kleinen Tante Emma Laden mit 5 km/h und Riesenumwege fahren muss, während sie selbst mit 100 km durch die Fußgängerzone brettern. Also bitte, das hat ja wohl absolut nichts mit Marktwirtschaft und freiem Wettbewerb zu tun.

    Die von dir erwähnten Firmen sind übrigens für Netzneutralität.

    BTW: Die Lieblingsbeschäftigung von Trollen ist anderen als Troll zu bezeichnen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.17 14:09 durch teenriot*.

  7. Re: Monopole im Internet

    Autor: m8Flo 16.12.17 - 15:13

    dermamuschka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um ehrlich zu sein ist es mir egal, ob das Monopol legitim entstanden ist
    > oder nicht.
    > Die Gefahr die davon ausgeht, wenn alle Menschen über den gleichen Kanal
    > letztlich ihre Informationen beziehen, ist real und riesengroß.
    Weil Youtube oder Facebook ja einheitliche Kanäle sind und nur Informationen, die den Seiten passen, auch zu finden sind? Ich mein, ist ja nicht so, als hätte das Meinungsspektrum sich dank sozialen Netzwerken enorm erhöht, da nun auch eher "Randgruppen" Gleichdenkende finden können, oder?^^

    > Ob jetzt durch die Unternehmen selber, weil irgendein schlauerer Mensch
    > dort besser weiß, was die Menschen wollen, oder durch irgendeinen Staat,
    > welcher durch Geheimverordnungen die Macht an sich reißt, spielt auch keine
    > Rolle.
    Paranoia?

    > Meiner Meinung nach wäre sogar der bessere Weg Google oder Facebook zu
    > zerschlagen, aber solch einen Mut kann man von der Politik heutzutage nicht
    > mehr erwarten.
    Das liegt wohl nicht am Mut, sondern daran, das es keinen Grund dafür gibt. Beide von dir genannten Unternehmen sind völlig legitim. Nur weil du nen Hass gegen Monopole hast, kannst du nicht erwarten, dass Leute, die das Thema sachlich betrachten, diesen Hass auch besitzen.

    > Rockefeller hat sich auch sein Monopol selber aufgebaut und hier und da ein
    > paar Konkurrenten übernommen oder aus dem Markt gedrängt (könnt ihr euch
    > noch erinnern als youtube eigenständig war? Instagram? Whatsapp? Wo waren
    > Google und Facebook bitte innovativ als sie ein paar Milliarden auf den
    > Tisch geknallt haben?). Damals war die Politik allerdings in erster Linie
    > noch besorgt um die Bevölkerung, nicht besorgt um die Gewinne der
    > Unternehmen...
    Natürlich hat Google/Facebook auch Unternehmen gekauft, bleibt die Frage, was daran schlimm ist? Youtube hat das ja sogar geholfen, weil Google massig daran investiert hat. Laut internen Aussagen ist Youtube immer noch sehr wenig gewinnbringend, weil Videos hochladen nunmal nicht gerade gewinnbringend ist.
    Google hat selbst massig innovative Dinge gebracht oder bereits existende Dinge sehr gut umgesetzt. Schau dir einfach mal die ganzen Produkte an, die Google anbietet. Nur selten gibt es diese Produkte irgendwo in einer besseren Form für dn selben Preis.
    Zudem gibt Google auch viel an die Internetcommunity zurück. Sie bieten so ca. bei jedem Service eine kostenlose Variante an. Bei ihrem DNS oder dem NTP Server bieten sie ihn sogar vollkommen kostenlos an.

    > @teenriot: Die Unternehmen besitzen den Äther doch de-facto schon. Eine
    > Webseite, die du nicht bei Google findest, die nicht bei Facebook verlinkt
    > werden kann, über die keine youtube Videos erlaubt sind, wäre für 99% der
    > Internetnutzer unerreichbar, wenn nicht sogar mehr.
    Nein, tun sie nicht. Natürlich ist es schwer, Seiten ohne Suchmaschinen zu finden, nur war das auch so, bevor es Suchmaschinen gab. Es gibt zudem auch viele andere Suchmaschinen, die zwar schlechter suchen, jedoch reicht das auch. Auf Youtube wird tatsächlich etwas zu viel zensiert, jedoch liegt das nicht am Unternehmen, sondern an den ganzen "Anti-Hatespeech" Movements und Gesetzen. Wenn es keinerlei Gesetze gäbe, die regulieren, was auf Google oder Youtube sein darf, dann würdest du dort vermutlich auch beinahe alleßs finden. Denn Google hat kein Interesse daran, etwas zu zensieren.

    > Nur wenn es mehrere, gleichwertig Alternativen, mit verschiedenen
    > Managements, aus verschiedenen Ländern, mit verschiedenen Rechtsprechungen
    > gibt, kann wirksam eine Machtergreifung im Netz ausgeschlossen werden.
    > Nur weil die Unternhemens heute nichts Böses im Schilde führen, kann man
    > das nicht einfach auch naiverweise für alle Zeiten annehmen
    Es ist beinahe unmnöglich, macht über das Internet zu ergreifen. Wenn gleichwertige Alternativen kommen, dann werden sich diese auch durchsetzen. So gibt's zB. im Bereich Cloud Computing sehr viel Konkurrrenz aus verschiedensten Ländern, weil die ganzen Anbieter ca. gleich gute Services anbieten. Wenn jemand eine Suchmaschine rausbringt, die gleich gut wie Google ist, dann würden auch viele diese Nutzen. Nur tut das eben niemand.

  8. Re: Monopole im Internet

    Autor: dermamuschka 16.12.17 - 15:31

    was heisst denn hier unmöglich?
    wenn eine seite nicht mehr über google/bing und alle us-amerikanischen plattformen gelistet wird, ist sie im grunde aus dem internet verschwunden.
    natürlich hast du nominell noch zugriff drauf, aber die wenigsten leute treiben sich wie wir in foren herum, wo man soetwas noch finden könnte.

    mit paranoia hat das auch wenig zu tun. wenn die geschichte eine sache zeigt, dann:
    sobald eine möglichkeit verüfgbar ist wird sie irgendwann auch genutzt.
    was fürs massenweise abhören sämtlicher kommunikation gilt, was du wahrscheinlich vor 10 jahren auch noch für paranoia gehalten hättest, wird auch beim versuch der kontrolle des netztes durch zensur und meinungsmanipulation nicht aufhören.

    möglich ist das aber natürlich nur, wenn der informationsfluss möglichst aller nutzer zentral über die gleichen plattformen läuft

    natürlich ist die abschaffung der netzneutralität eigentlich der falsche weg dafür, allerdings sägt sie an der macht derjenigen, die das internet im moment kontrollieren.
    nicht umsonst waren google, facebook und co. ja auch alle dagegen.

  9. Re: Monopole im Internet

    Autor: teenriot* 16.12.17 - 15:40

    dermamuschka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > natürlich ist die abschaffung der netzneutralität eigentlich der falsche
    > weg dafür, allerdings sägt sie an der macht derjenigen, die das internet im
    > moment kontrollieren.
    > nicht umsonst waren google, facebook und co. ja auch alle dagegen.

    Steile These.
    Startup mit 10 Mio Kapital gegen global player mit 100 Mrd Kapital hat also bessere Chancen wil der global player mit seinem Geld jetzt das Startup quasi physikalisch behindern und ausbremsen kann? Das ergibt einfach keinen Sinn.

  10. Re: Monopole im Internet

    Autor: m8Flo 16.12.17 - 15:45

    dermamuschka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > was heisst denn hier unmöglich?
    > wenn eine seite nicht mehr über google/bing und alle us-amerikanischen
    > plattformen gelistet wird, ist sie im grunde aus dem internet
    > verschwunden.
    Gibt noch viele Alternative Suchmaschinen. Davon abgesehen, ist das natürlich möglich, nur vollkommen unwahrscheinlich. Kein Suchmaschinenunternehmen hat ein Interesse daran, zu zensieren. Das einzige. was Google filtert, ist: Malware, Kinderp0rn und das, was sie laut EU Regeln filtern müssen. Letzteres wird sogar nur in der EU gefiltert und überall anders on gelassen. Es ist wohl um einiges wahrscheinlicher, das die USA als Staat das Internet zensieren, als das ein Unternehmen wie Google das tut.

    > natürlich hast du nominell noch zugriff drauf, aber die wenigsten leute
    > treiben sich wie wir in foren herum, wo man soetwas noch finden könnte.
    Wie oben gesagt, möglich, nur vollkommen unwahrschienlich.

    > mit paranoia hat das auch wenig zu tun. wenn die geschichte eine sache
    > zeigt, dann:
    > sobald eine möglichkeit verüfgbar ist wird sie irgendwann auch genutzt.
    Falsch. Es werden Möglichkeiten nur genutzt, wenn sie een einen Nutzen haben. Zensur würde Monopolen schaden. Wieso glaubst du setzen sich viele Monopole gegen Zensur ein? Weil es ihnen zu gute kommt.

    > was fürs massenweise abhören sämtlicher kommunikation gilt, was du
    > wahrscheinlich vor 10 jahren auch noch für paranoia gehalten hättest, wird
    > auch beim versuch der kontrolle des netztes durch zensur und
    > meinungsmanipulation nicht aufhören.
    Das Abhören von Leuten ha einen Sinn. In der Serie "Person of Interest" wurde diese Abhörthematik mal gut beleuchtet. Kurz zusammengefasst; Die Bürger vollen immer mehr Schutz vor Terror, jedoch wenn man ihnen diesen bieten, dann sind sie unzufrieden damit. Wer Schutz will, muss eben Opfer bringen. Somit ist das eine Sache, die indirekt vom Volk selbst gefordert wurde...

    > möglich ist das aber natürlich nur, wenn der informationsfluss möglichst
    > aller nutzer zentral über die gleichen plattformen läuft
    Gut, denn genau das passiert eben nicht. Es gibt etwas Konkurrenz im Social Media Bereich. Davon abgesehen setzen SOcial media Seiten auch immer viel darauf, dass niemand mithören kann. Beispiel dafür wäre die Whatsapp Verschlüsselung.
    Zudem haben Unternehmen kein Intersse an Überwachung, Staaten jedoch schon. Somit solltest du wohl eher die Täter (Staaten) kritisieren, statt die Unternehmen.

    > natürlich ist die abschaffung der netzneutralität eigentlich der falsche
    > weg dafür, allerdings sägt sie an der macht derjenigen, die das internet im
    > moment kontrollieren.
    Niemand kontorlliert das Internet zur Zeit, wie oft noch? Bitte beweis diese Aussage oder gibt die Diskussion auf. Und um's nochmal ganz genau anzumerken: Du sollst nicht beweisen, dass es die Möglichkeit gäbe, sondern das es getan wird.

    > nicht umsonst waren google, facebook und co. ja auch alle dagegen.
    Natürlich sind sie dagegen, weil es ihnen schadet. Ist das jetzt was falsches? Auch jede Privatperson, die sich annähernd mit der Materie auseinandergesetzt hat, ist dagegen. 83% der Amerikaner sind dagegen. Ohne Netzneutralität gibt es nur einen Gewinnerr: ISPs

  11. Re: Monopole im Internet

    Autor: dermamuschka 16.12.17 - 16:45

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dermamuschka schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > natürlich ist die abschaffung der netzneutralität eigentlich der falsche
    > > weg dafür, allerdings sägt sie an der macht derjenigen, die das internet
    > im
    > > moment kontrollieren.
    > > nicht umsonst waren google, facebook und co. ja auch alle dagegen.
    >
    > Steile These.
    > Startup mit 10 Mio Kapital gegen global player mit 100 Mrd Kapital hat also
    > bessere Chancen wil der global player mit seinem Geld jetzt das Startup
    > quasi physikalisch behindern und ausbremsen kann? Das ergibt einfach keinen
    > Sinn.

    du hast schon recht, im großen und ganzen ist die abschaffung netzneutralität käse.
    aber ich habe wenigstens die hoffnung, dass google, facebook und co. in diesem prozess einen teil ihrer marktmacht verlieren, weil die isps eigene alternativen starten, die dann überall und ohne kosten verfügbar sind. was zu einer hohen verbreitung führt.
    klar, für die kleinen unternehmen ist das natürlich kacke, aber meine sorge vor einer machtergreifung im internet ist größer, als mein mitleid mit venture-kapitalisten und gründern

    wenn im grunde 100% aller informationen der menschheit nur über 2 anbieter gehen (google, facebook, plus jeweilige anhängsel) ist es meiner meinung nach nur eine frage der zeit bis das begierlichkeiten weckt.
    klar sind das keine wirklichen monopole und der nutzer könnte natürlich die plattform wechseln, nur dafür müsste der nutzer ja erstmal mitbekommen, dass zensiert und manipuliert wird.
    gäbe es diese nette einblendung bei google nicht, dass ein inhalt gelöscht wurde aufgrund von urheberrechtsverletzungen, oder wegen dem "recht auf vergessen", würden uns das überhaupt auffallen? wer nutzt denn mehrere suchmaschinenanbieter und vergleicht regelmässig alle suchergebnisse auf unstimmigkeiten und blinde flecken? und wer würde das mitbekommen, wenn irgendnem nerd auffällt, dass da was nicht stimmt?


    das internet ist ein wunderbar dezentrales medium, aber durch die ständige erreichbarkeit von allem zu jeder zeit, ist es unausweichlich, dass manche anbieter mit der zeit zu groß und mächtig werden, wenn nicht reguliert wird.

    beispiel:
    zuerst war das internet ein großer globaler marktplatz, mit vielen einzelnen personen als straßenhändler. dann haben sich händler zusammengetan, erste stationäre geschäfte etabliert. einige davon sind immer größer geworden und haben ein teil der konkurrenz eliminiert. die einzelnen kleinen hädler sieht man zwischen den ganzen angeboten und leuchtreklamen gar nicht mehr. irgendwann ist ein anbieter so groß, dasss er zu einer art riesiger mall wird. andere geschäfte wollen seine größe, präsenz und werbemacht nutzen und mieten sich in der mall ein, was noch mehr leute in diese mall zieht. an den geschäften außerhalb der mall kommen die leute nicht mal mehr vorbei, da sie quasi direkt die mall ansurfen, weil sie hier die anderen anbieter ja zu finden glauben. nach und nach beschließt die mall aber, immer mehr geschäftstätigkeiten selber zu übernehmen, schmeißt die läden nach und nach raus, erhöht die kosten immer weiter und verkauft das ganze zeug stattdessen selbst.
    der kunde ist glücklich und bemerkt den unterschied gar nicht, während die anderen anbieter verlieren. stück für stück wird dann auch der kunde immer mehr geschröpft und der staat fängt an sich für die mall zu interessieren. auch ihr gerieger ceo hat längt nicht mehr nur das geld im sinn, von dem er mittlerweile sowieso mehr als genug hat, sondern beginnt größer zu denken...

    Was kann man dagegen tun? In der realen Welt würde man einfach noch eine Mall bauen, auf einem anderen Marktplatz und ein Teil der Kunden würde zwecks besserer Erreichbarkeit direkt dort hin gehen, einen weiteren Teil könnte man mit Angeboten und Marketing locken.

    Im Internet gibt es diese Vorteile der Erreichbarkeit (noch!) nicht. Gelingt es einem Anbieter durch sehr viel Werbung, Marketing und Angebote doch einmal halbwegs groß zu werden, kommt der große Geldkoffer und der Anbieter ist einverleibt. Wohlgemerkt nicht an diesem anderen Standpunkt, an dem der Anbieter ursprünglich operiert hat, wo andere Regulierungen herrschen und ein anderer Staat die Gesetze macht, sondern das ganze Ding wird schön ins Mutterschiff gezogen, was die missbrauchsmöglichkeit weiter erhöht.

    Wer hier keine Gefahr sieht was denn passiert, wenn irgendjemand mit genug Macht mal keine ehrenvollen Absichten hat, ist meiner Meinung nach blind oder hat im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst.

  12. Re: Monopole im Internet

    Autor: HaMa1 16.12.17 - 17:57

    dermamuschka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ...
    > du hast schon recht, im großen und ganzen ist die abschaffung
    > netzneutralität käse.
    > aber ich habe wenigstens die hoffnung, dass google, facebook und co. in
    > diesem prozess einen teil ihrer marktmacht verlieren, weil die isps eigene
    > alternativen starten, die dann überall und ohne kosten verfügbar sind. was
    > zu einer hohen verbreitung führt.

    Das ist im Prinzip das Konzept des Libertarismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Libertarismus)

    Man hebt Beschränkungen auf und der Konkurrenzdruck unter den Unternehmen führt dann dazu dass der Kunde das beste Produkte erhält.

    Theoretisch, praktisch ergibt sich daraus aber leider häufig genau das Gegenteil. Die Unternehmen sprechen sich ab und einigen sich darauf wie sie die Kunden am besten ausnehmen können. D.h. sie bieten keine besseren Produkte an, oder nur wenn es sich nicht vermeiden lässt und dass nur mit Aufpreis.

    Damit man das verhindern könnte, müsste man dann wieder der Staat eingreifen was aber dem ursprünglichen Zweck widerspricht.

  13. Re: Monopole im Internet

    Autor: teenriot* 16.12.17 - 18:02

    dermamuschka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > aber ich habe wenigstens die hoffnung, dass google, facebook und co. in
    > diesem prozess einen teil ihrer marktmacht verlieren, weil die isps eigene
    > alternativen starten, die dann überall und ohne kosten verfügbar sind. was
    > zu einer hohen verbreitung führt.

    Ein Anbieter der durch Tricks und nicht durch Leistung überzeugt ist nichts was man als potentieller Kunde herbeisehnen sollte.

    > klar, für die kleinen unternehmen ist das natürlich kacke, aber meine sorge
    > vor einer machtergreifung im internet ist größer, als mein mitleid mit
    > venture-kapitalisten und gründern

    Kein Unternehmen konnte bis jetzt die Macht ergreifen. Die Macht haben die Kunden. Aber gerade jetzt wurde doch die Möglichkeit eröffnet, dass Unternehmen tatsächlich die Macht ergreifen können. Du müsstest dich doch genauso und noch mehr vor einem Monopol-ISP fürchten. Dagegen wirken vermeintlich marktbeherrschende Stellungen von Google und co wie ein Luxusproblem. Was wir jetzt in den USA haben ist ein Rückschritt in Rockefeller-Zeiten. Marktbeherrschende Stellungen sind kein Problem solange diese kontrolliert werden, aber genau das wurde ja auch noch zusätzlich abgeschafft.

    > wenn im grunde 100% aller informationen der menschheit nur über 2 anbieter
    > gehen (google, facebook, plus jeweilige anhängsel) ist es meiner meinung
    > nach nur eine frage der zeit bis das begierlichkeiten weckt.

    Du überschätzt die globale Omnipräsenz von Google und Facebook. In Russland und China z.B. sieht das ganz anders aus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.17 18:04 durch teenriot*.

  14. Re: Monopole im Internet

    Autor: eidolon 16.12.17 - 19:02

    Wenn Alternativen bedeuten, dass Inhalte wie beim Streaming noch mehr aufgesplittet und fragmentiert werden, dann wähle ich lieber das Monopol...

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