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  5. › Netzneutralität: FCC-Chef preist…

nichts dagegen...wenn

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  1. nichts dagegen...wenn

    Autor: t_e_e_k 28.02.17 - 18:30

    sie können gerne daten im netz bevorzugen, solange es eine untergrenze für nicht bevorzugte daten gibt.

    Beispiel: Wer bezahlt, bekommt mehr Bandbreite als die anderen. ABER wer nicht bezahlt bekommt mindestens die hälfte der Bandbreite der Anbieter, die EXTRA bezahlen.
    Das gleiche mit Latenzen: Wer bezahlt, kann eine verkürzung der Latzens kaufen. ABER wer nichts extra zahlt, hat dennoch höchstens die doppelte Latzens der durchschnittlichen bezahler.

    Dann kann sich das wirklich verbessern. Wenn man aber einfach nur sagt: Wer zahlt der bekommt einen guten Service. Schafft damit die Voraussetzungen, das Anbieter die nicht Zahlen gegängelt werden um zu zahlen.

  2. Re: nichts dagegen...wenn

    Autor: Anonymer Nutzer 28.02.17 - 18:45

    Es kommt, wie du sagst, auf die Regeln im Detail an.

    Es gibt keine fixe Definition von Netzneutralität. Es gibt zB absolute Puristen, die halten es schon für unzulässig, wenn ein Provider die Voice over IP Pakete seiner Anschlüsse bei Engstellen bevorzugt behandelt, damit es zu keinen "Aussetzern" bei Telefonaten kommt, während es nicht wirklich stört, wenn der Porno eines anderen Nutzers ein paar Sekunden länger zum Herunterladen braucht.

    Ich kann dann mit einer Aufweichung leben, wenn nicht aktiv diskriminiert wird und die Bevorzugung begrenzt ist. Wie genau, das sollen sich Fachleute überlegen. Aus der Luft gegriffen sowas wie zB 20 % der Bandbreite sind vom Provider nach seinem Gutdünken priorisierbar, als Premiumdienste. Die restlichen 80 % müssen unbeeinflußt und gleichbehandelt übertragen werden. Das stellt dann auch gleich sicher, dass die Bevorzugung von Daten die Ausnahme bleibt, mit dem Nebeneffekt, dass, wenn die Provider mehr priorisierte Dienste anbieten wollen, immer auch die Kapazitäten für die restlichen Daten mit ausgebaut werden müssen. Wenn sich also die Nachfrage nach bevorzugten Datentransporten verdoppelt, dann darf der Provider nicht plötzlich 40 % statt 20 % der Kapazitäten priorisiert vergeben, sondern muss die Kapazität insgesamt verdoppeln. Dann haben nicht nur die 20 % priorisierten Daten die doppelte Kapazität, sondern auch die 80 % restlichen Daten eine verdoppelte Kapazität.

    Aus dem Beispiel sollte klar werden, dass man solche Premiumdienste durchaus auch einsetzen kann, um die Infrastruktur für alle zu verbessern.

  3. Re: nichts dagegen...wenn

    Autor: divStar 28.02.17 - 18:51

    Reci schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es kommt, wie du sagst, auf die Regeln im Detail an.
    >
    > Es gibt keine fixe Definition von Netzneutralität. Es gibt zB absolute
    > Puristen, die halten es schon für unzulässig, wenn ein Provider die Voice
    > over IP Pakete seiner Anschlüsse bei Engstellen bevorzugt behandelt, damit
    > es zu keinen "Aussetzern" bei Telefonaten kommt, während es nicht wirklich
    > stört, wenn der Porno eines anderen Nutzers ein paar Sekunden länger zum
    > Herunterladen braucht.
    >
    > Ich kann dann mit einer Aufweichung leben, wenn nicht aktiv diskriminiert
    > wird und die Bevorzugung begrenzt ist. Wie genau, das sollen sich Fachleute
    > überlegen. Aus der Luft gegriffen sowas wie zB 20 % der Bandbreite sind vom
    > Provider nach seinem Gutdünken priorisierbar, als Premiumdienste. Die
    > restlichen 80 % müssen unbeeinflußt und gleichbehandelt übertragen werden.
    > Das stellt dann auch gleich sicher, dass die Bevorzugung von Daten die
    > Ausnahme bleibt, mit dem Nebeneffekt, dass, wenn die Provider mehr
    > priorisierte Dienste anbieten wollen, immer auch die Kapazitäten für die
    > restlichen Daten mit ausgebaut werden müssen. Wenn sich also die Nachfrage
    > nach bevorzugten Datentransporten verdoppelt, dann darf der Provider nicht
    > plötzlich 40 % statt 20 % der Kapazitäten priorisiert vergeben, sondern
    > muss die Kapazität insgesamt verdoppeln. Dann haben nicht nur die 20 %
    > priorisierten Daten die doppelte Kapazität, sondern auch die 80 %
    > restlichen Daten eine verdoppelte Kapazität.
    >
    > Aus dem Beispiel sollte klar werden, dass man solche Premiumdienste
    > durchaus auch einsetzen kann, um die Infrastruktur für alle zu verbessern.

    Das Blöde ist, dass es kaum um etwas gehen wird, was technisch mehr oder minder sowieso erforderlich ist (Bevorzugung von VoIP bei Engpässen). Stattdessen wird es darum gehen aus der Datenpriorisierung den größtmöglichen Profit zu schlagen. Wenn Untergrenzen nicht festgelegt werden, kann man erwarten, dass es sie nicht geben wird. So werden die kleineren Konkurrenten dann aus dem Internet verdrängt.

    Ich habe nichts dagegen wenn bestimmte Daten, die Echtzeit erfordern, priorisiert werden. Ich glaube aber nicht, dass man aktiven Lobbysmus betreibt und Geld dort reinpumpt, um so etwas Triviales zu tun. Die Kunden werden davon nicht unbedingt profitieren, denn Seiten, die es sich nicht leisten können, werden nach unten priorisiert und daher schlecht(er) erreichbar, während Seiten/Firmen/Anbieter, die es sich leisten können, das auch tun, um besser erreichbar zu sein.

    Ob der Porno eines Nutzers wichtiger ist als ein Telefongespräch eines anderen - wage ich zu bezweifeln, denn letzteres könnte mindestens genau so sinnlos sein und für jenen, der den Porno lädt, ist sein Filmchen wichtiger als irgendein privates, möglicherweise familiäres, Gebabel eines Nutzers mit einem anderen (z.B. Stiefmutter usw.). Rein subjektiv sind die Daten da also nicht wichtiger.

  4. Re: nichts dagegen...wenn

    Autor: frostbitten king 28.02.17 - 19:10

    Ja nur der Porno funktioniert noch wenn er paar Sekunden später ankommt, hingegen ein VOIP Gespräch ist quasi kaputt wenn es dauernd Aussetzer gibt. Das problem was ich eher sehe ist sobald man solche aufweichungen akzeptiert lässt man die Tür fürn Fuß offen, und dann wird es einfach so kommen wie es immer kommt. Es weckt Begehrden. Und dann wird Salami artig das immer weiter aufgeweicht.

  5. Re: nichts dagegen...wenn

    Autor: amagol 28.02.17 - 19:29

    frostbitten king schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja nur der Porno funktioniert noch wenn er paar Sekunden später ankommt,
    > hingegen ein VOIP Gespräch ist quasi kaputt wenn es dauernd Aussetzer gibt.
    > Das problem was ich eher sehe ist sobald man solche aufweichungen
    > akzeptiert lässt man die Tür fürn Fuß offen, und dann wird es einfach so
    > kommen wie es immer kommt. Es weckt Begehrden. Und dann wird Salami artig
    > das immer weiter aufgeweicht.

    Diese Bevorzugung haben wir doch schon laengst. Bei T-Mobile US kann jeder der sich an gewisse Standards haelt mit seinen Video- und Musikstreams ins kostenlose Kontingent, aber eben diskriminierungsfrei. Jedes kleine Streaming-Startup kann mitmachen, nicht nur ein oder 2 grosse.
    Genau das, was im Kabelnetz anscheinen schon lange praktiziert wird soll jetzt komplett legalisiert werden. Ich bin ueberzeugt, dass schon heute die Speedtests manipuliert (bevorzugt) werden und es wird nicht besser werden. Wenn Comcast andere Streaminganbieter legal aussperren kann sieht es hier in der Gegend uebel aus. Beim Mobilfunknetzt hat man ja eine gewisse Auswahl, aber grade wenn jeder von denen sein eigenes Programm verkaufen will wird es sehr schnell nicht mehr lustig sein.

  6. Re: nichts dagegen...wenn

    Autor: narea 28.02.17 - 20:20

    t_e_e_k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sie können gerne daten im netz bevorzugen, solange es eine untergrenze für
    > nicht bevorzugte daten gibt.

    Kleiner Tipp: Du bezahlst schon für die Datendienste.
    Und du bezahlst jetzt schon genug, um die Infrastruktur am Laufen zu halten.

    Die gierigen Provider wollen nur doppels abkassieren, von dir und nochmal von den Dienstanbieter - rate mal, wer die Dienstanbieter später bezahlt (Tipp: Du). Im Endeffekt hast du also nichts dagegen, dass du doppelt abkassiert wirst, ohne, dass du überhaupt irgendeinen Vorteil davon hast.

  7. Re: nichts dagegen...wenn

    Autor: misfit 28.02.17 - 20:29

    Ich glaube solche Mindeststandards werden erst nach einigen Jahren kommen. Am Anfang will man sowas doch gar nicht, weil man ja erst mal schauen will, wie sich so der Markt entwickelt und man es tunlichst vermeiden will dort einzugreifen.

    Naja, vielleicht muss man sich dann daran gewöhnen das die meisten Seiten mit 96kbs ausgeliefert werden. Yeah.
    Da haben wir alle was davon. In meinen Augen ist die Aufweichung der Netzneutralität eher ein Wirtschaftshemmnis, da neue und innovative Idee unterdrückt werden und die Platzhirsche ihre Macht weiter ausbauen können.

  8. Re: nichts dagegen...wenn

    Autor: moppi 28.02.17 - 20:47

    ich denke auch das wir uns dran gewöhnen müssen das z.b. mein radiostream aus vancouver nicht mehr zu mir durch kommt oder halt nur noch in brocken. firmen mit geld sich die leitungen leer kaufen werden.

    ich denke auch es wird eher die innovation hemmen. weil mit traffik kann man dann schnell geld verdienen, es ist dann wie ein neus öl feld das aufgebohrt werden muss.

    wir sollten uns mehr drauf einstellen das das internet (was eine aktuelle Dystopie sein soll) quasi nicht mehr nutzbar sein wird. ausser im lokalen rahmen.

    hier könnte ein bild sein

  9. Re: nichts dagegen...wenn

    Autor: vlad_tepesch 01.03.17 - 08:04

    es sagt ja auch keiner was gegen QoS - Da dafür Bezahlen ist das Problem

  10. Re: nichts dagegen...wenn

    Autor: jones1024 01.03.17 - 09:34

    frostbitten king schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja nur der Porno funktioniert noch wenn er paar Sekunden später ankommt,
    > hingegen ein VOIP Gespräch ist quasi kaputt wenn es dauernd Aussetzer gibt.

    Das sagst Du. Wenn der Porno stockt, ist der schöne Moment auch dahin.

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