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Übernehmen die Stadtwerke die Grundversorgungspflicht und bieten sie Reselling?

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  1. Übernehmen die Stadtwerke die Grundversorgungspflicht und bieten sie Reselling?

    Autor: Paule 18.02.15 - 09:19

    Wenn die Stadtwerke in ihrem Ort+Randgemeinden für "sämtliche" Haushalte die telefonische Grundversorgungspflicht übernehmen und außerdem allen Wettbewerbern Vorleistungsprodukte auf Bitstrombasis anbieten, dann finde ich das Vorgehen des Parallelausbaus auch als Schwachsinn.

    Ein Ausbau durch "Stadtwerke" ist schon vom Prinzip her ein 100% durch die öffentliche Hand finanzierter Ausbau, weswegen Bitstrom Vorleistungsangebote eigentlich in jedem Fall eine Pflicht sein müssten. Angeboten werden sie aber wohl nicht in jedem Fall?

    Ansonsten kann die Telekom wegen der Grundversorgungspflicht nicht völlig auf einen Ausbau verzichten und müsste zumindest für rein analoge Telefonanschlüsse weiterhin Technik betreiben.

    Wenn die Stadtwerke zB nicht wirklich 100% ausbauen, dann ist das ein durch öffentliche Hand finanziertes Rosinenpicken, bei dem die Telekom dann weiterhin die wirtschaftlich uninteressanten analogen Telefonanschlüsse liefern muss.

    ....
    Also bitte bei solchen Artikeln mal offenlegen, ...

    % Anteil der Stadtwerke die bereit sind auch die Grundversorgungspflicht zu übernehmen
    % Anteil der Stadtwerke die Bitstrom Vorleistungen anbieten.

  2. Re: Übernehmen die Stadtwerke die Grundversorgungspflicht und bieten sie Reselling?

    Autor: plutoniumsulfat 18.02.15 - 09:25

    Wenn die Stadtwerke allerdings sogar auf dem Land den Ausbau vornehmen, kann man nicht mehr wirklich von Rosinenpickerei sprechen.

  3. Re: Übernehmen die Stadtwerke die Grundversorgungspflicht und bieten sie Reselling?

    Autor: smirg0l 18.02.15 - 12:47

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Stadtwerke in ihrem Ort+Randgemeinden für "sämtliche" Haushalte
    > die telefonische Grundversorgungspflicht übernehmen und außerdem allen
    > Wettbewerbern Vorleistungsprodukte auf Bitstrombasis anbieten, dann finde
    > ich das Vorgehen des Parallelausbaus auch als Schwachsinn.
    >
    > Ein Ausbau durch "Stadtwerke" ist schon vom Prinzip her ein 100% durch die
    > öffentliche Hand finanzierter Ausbau, weswegen Bitstrom
    > Vorleistungsangebote eigentlich in jedem Fall eine Pflicht sein müssten.
    > Angeboten werden sie aber wohl nicht in jedem Fall?
    >
    > Ansonsten kann die Telekom wegen der Grundversorgungspflicht nicht völlig
    > auf einen Ausbau verzichten und müsste zumindest für rein analoge
    > Telefonanschlüsse weiterhin Technik betreiben.
    >
    > Wenn die Stadtwerke zB nicht wirklich 100% ausbauen, dann ist das ein durch
    > öffentliche Hand finanziertes Rosinenpicken, bei dem die Telekom dann
    > weiterhin die wirtschaftlich uninteressanten analogen Telefonanschlüsse
    > liefern muss.
    >
    > ....
    > Also bitte bei solchen Artikeln mal offenlegen, ...
    >
    > % Anteil der Stadtwerke die bereit sind auch die Grundversorgungspflicht
    > zu übernehmen
    > % Anteil der Stadtwerke die Bitstrom Vorleistungen anbieten.

    Moment mal.

    Die Telekom bietet das absolute Minimum, dazu sind sie verpflichtet.
    (Leider) Nicht verpflichtet sind sie hingegen, dieses Minimum auf ein tatsächlich brauchbares Mindestmaß auszubauen. Das spart sich die Telekom dann gerne in etwas ländlicheren Gegenden. Ist ihr gutes Recht, auch wenn unsere Politiker seit Jahren etwas von "Breitband für alle" daherfaseln.

    Wenn nun die Telekom nicht bereit ist, das Netz auszubauen, und die Kommune das dann, um im 21. Jahrhundert halbwegs attraktiv zu bleiben, das Netz selbstständig ausbaut, was der Telekom die ganze Zeit über frei stand, dann soll die Kommune der Buh-Mann sein? Und auf einmal die Grundversorgungspflicht der Telekom, die überhaupt nicht zur Disposition steht, übernehmen?

    Verstehe ich nicht.

    Die Grundversorgungspflicht, die sich nicht auf Internet bezieht, liegt nach wie vor bei der Telekom. Hier muss die Kommune gar nichts übernehmen.

    > Ansonsten kann die Telekom wegen der Grundversorgungspflicht nicht völlig auf
    > einen Ausbau verzichten und müsste zumindest für rein analoge Telefonanschlüsse
    > weiterhin Technik betreiben.
    Kann sie durchaus, denn die Kabel liege schon seit Jahrzehnten in der Erde und eine Grundversorgungspflicht bzw. eine Mindestgeschwindigkeit beim Internet gibt es nicht.
    Also kann die Telekom alles so belassen, wie es ist.
    WENN sie denn nicht auf VOIP umstellen würde, das aber ist deren Problem, bzw. das ihrer Kunden, deren schmales Internet jetzt auch noch die VOIP Daten schaufeln muss.

    Wer glaubt, dass im Zuge dieser Umstellung auf einmal alle Leitungen in Deutschland von der Telekom ausgebaut werden, der irrt gewaltig.

    Lange Rede kurzer Sinn:
    Wenn die Telekomiker es jahrelang nicht gebacken bekommen (wollen) und es am Ende ein anderer macht, dann braucht sich die Telekom überhaupt nicht zu beschweren.

    Und es gibt übrigens auch Stadtwerke, oder andere Verbünde, die nicht zu 100% in öffentlicher Hand liegen. Wo z.B. die Bürger die Stadtwerke gekauft haben. Oder auch, dass Bürger sich an so einem Ausbau finanziell beteiligen - und dann auch die Rendite einfahren, an Stelle der Telekom halt. ;)

  4. Re: Übernehmen die Stadtwerke die Grundversorgungspflicht und bieten sie Reselling?

    Autor: Feuerfred 18.02.15 - 16:14

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Ausbau durch "Stadtwerke" ist schon vom Prinzip her ein 100% durch die
    > öffentliche Hand finanzierter Ausbau, weswegen Bitstrom
    > Vorleistungsangebote eigentlich in jedem Fall eine Pflicht sein müssten.
    > Angeboten werden sie aber wohl nicht in jedem Fall?

    Totaler Quatsch! Die Stadtwerke haben nunmal kein Monopol. Teilweise nutzen die auch die letzte Meile der Telekom überhaupt nicht, sondern legen komplett eigene Technik. Warum also sollte man da irgendwo seine Waren an alle verkaufen müssen?

    Aber immerhin: Es steht bei den meisten regionalen Anbietern jedem anderen Anbieter frei selbstverständlich Vorleistungen einzukaufen - also quasi freiwilliges Reselling. Das, was die Telekom vor Jahren mal vorhatte, zu völlig überhöhten Preisen und daher eben reguliert wurde. Hätte man sich sparen können, würde man mal ein bisschen weniger in Aktien denken.

  5. Re: Übernehmen die Stadtwerke die Grundversorgungspflicht und bieten sie Reselling?

    Autor: tingelchen 18.02.15 - 17:01

    1) Die Telekom muss als Grundversorgung lediglich Telefon leisten. D.h. das gute alte analoge Dingen. Nicht mal ISDN ist nötig. Von DSL weiß ich nichts, das dies zur Grundversorgung gehört.

    2) Das die Telekom auf einmal an uninteressanten Gebieten reges Interesse hat, wo ein Konkurrent Interesse zeigt, ist nichts neues und gehört anscheinend zur Geschäftspolitik der Telekom. Zum Leidwesen der Bürger, da dieses Vorgehen oftmals zu weiteren Verzögerungen führt.

    3) Die Stadtwerke bauen schon seit Jahren Glasfaser aktiv aus. An allen möglichen Orten. Dies ist auch der Grund warum die Stadtwerke auch mehr als das dreifache an Glasfaserstrecke haben als die Telekom. Gibt kein Grund hier die Stadtwerke als Buh-Mann hin zu stellen. Ohne hätten nicht mal die Hälfte der Bürger einen Glasfaseranschluss.

  6. Re: Übernehmen die Stadtwerke die Grundversorgungspflicht und bieten sie Reselling?

    Autor: TW1920 24.02.15 - 08:42

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1) Die Telekom muss als Grundversorgung lediglich Telefon leisten. D.h. das
    > gute alte analoge Dingen. Nicht mal ISDN ist nötig. Von DSL weiß ich
    > nichts, das dies zur Grundversorgung gehört.
    >
    > 2) Das die Telekom auf einmal an uninteressanten Gebieten reges Interesse
    > hat, wo ein Konkurrent Interesse zeigt, ist nichts neues und gehört
    > anscheinend zur Geschäftspolitik der Telekom. Zum Leidwesen der Bürger, da
    > dieses Vorgehen oftmals zu weiteren Verzögerungen führt.
    >
    > 3) Die Stadtwerke bauen schon seit Jahren Glasfaser aktiv aus. An allen
    > möglichen Orten. Dies ist auch der Grund warum die Stadtwerke auch mehr als
    > das dreifache an Glasfaserstrecke haben als die Telekom. Gibt kein Grund
    > hier die Stadtwerke als Buh-Mann hin zu stellen. Ohne hätten nicht mal die
    > Hälfte der Bürger einen Glasfaseranschluss.


    +1

    In Ismaning (mein Wohnort) baut die Gemeinde beim Fernwärmenetz Ausbau für Geothermie ein eigenes Glasfasernetz - die Telekom bietet seit vielen Jahren lediglich DSL bis 16 MBit/s wovon nirgends mehr als 15 wirklich ankommen.

    Im Ortsteil Fischerhäuser hat MNet bereits vor paar Jahren Glasfaser ausgebaut. Da gabs bis dahin nur maximal 6 MBit/s....

    Naja, es gibt noch Kabel Deutschland, aber das ist auch nicht sooo die perfekte Lösung...
    Kombiniert man DSL und KD dann geht's, bin aber froh bald nen Glasfaseranschluss zu haben....

    TW1920
    --------------------------------


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