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  5. › Nicht mal Vectoring: Telekom…

Das Verbot hat aber doch nichts mit der Telekom zu tun...

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  1. Das Verbot hat aber doch nichts mit der Telekom zu tun...

    Autor: postb1 06.10.16 - 19:21

    ...sondern betrifft alle Provider, die das Ausschreibungsverfahren im jeweiligen Fördergebiet gewonnen haben.

    Wenn die Gemeinde für ein Erschließungsgebiet mehr als 50Mbit haben will, bekommt sie das auch. Bei uns haben sie in einem (außerörtlichen) Gebiet min 100Mbit ausgeschrieben, der regionale Provider bietet dort jetzt FTTB an, obwohl dort 100 plus x Mbit problemlos (technisch gesehen) auch mit VDSL-Vectoring drin gewesen wären, letzteres wird aber eben nicht gefördert. Teuer ist sowas aber allemal und nur dort bezahlbar, wo es die örtlichen Verhältnisse zulassen - im eng bebauten Innenortbereich wäre FTTB unbezahlbar. Deswegen ist ein Zwischenschritt dort in Form von FTTC durchaus akzeptabel um die Kosten auf Jahre zu strecken.

  2. Re: Das Verbot hat aber doch nichts mit der Telekom zu tun...

    Autor: sn0 07.10.16 - 08:20

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > im eng bebauten Innenortbereich wäre FTTB unbezahlbar.

    Müsste es nicht genau umgekehrt sein? Viele Anschlüsse auf kurzer Strecke sollten kostengünstiger zu errichten sein als wenige Anschlüsse auf langer Strecke.

    In der Regel sind es doch die Billigangebote der Kupfer-Konkurrenz die den LWL-Ausbau in Ballungsräumen unattraktiv/unrentabel machen. So rechnen sich die Investitionen in ein LWL-Netz erst viele Jahre später als in Gebieten ohne nennenswerte Konkurrenz.

  3. Re: Das Verbot hat aber doch nichts mit der Telekom zu tun...

    Autor: Faktenchecker 07.10.16 - 09:06

    sn0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Müsste es nicht genau umgekehrt sein? Viele Anschlüsse auf kurzer Strecke
    > sollten kostengünstiger zu errichten sein als wenige Anschlüsse auf langer
    > Strecke.
    Bei postb1 nicht zuviel auf Logik setzen. Für den ist Glasfaser mal unbezahlbar, weil so dünn besiedelt, dann ist es unbezahlbar, weil so dicht besiedelt. Also eigentlich immer nur unbezahlbar, egal warum.

  4. Re: Das Verbot hat aber doch nichts mit der Telekom zu tun...

    Autor: postb1 07.10.16 - 09:35

    Faktenchecker schrieb:
    -------------------------------------------------------------------
    > Bei postb1 nicht zuviel auf Logik setzen. Für den ist Glasfaser mal
    > unbezahlbar, weil so dünn besiedelt, dann ist es unbezahlbar, weil so dicht
    > besiedelt. Also eigentlich immer nur unbezahlbar, egal warum.

    Logik? Dicht besiedelt = urbane Umgebung, also weitgehend alles versiegelt. Es muss massiv gegraben werden bis in die Keller rein. Teuer ohne Ende! Dort sind diese letzten paar meter eben der teuerste Posten.
    Dünn besiedelt = ländliche Umgebung, oft ohne teuren Tiefbau zu erschließen weil GF als Luftkabel auf die sowieso schon vorhandenen Holzmasten mit gezogen wird - kommt deutlich gunstiger. Ggf kommt auch günstig der Kabelpflug zum Einsatz. Je mehr am Arsch der Welt, desto sicherer ist es heute, dass FTTB ausgebaut wird weil für nur ne Handvoll Anwesen es nicht lohnt, teure Aktivtechnik in Form eines ODSLAM aufzustellen.
    UND im Gegensatz: je urbaner ein Gebiet ist, desto versiegelter ist es eben, dort können dann die Kostenvorteile von FTTC voll ausgespielt werden.
    Das wird ganz pragmatisch entschieden wie ausgebaut wird aufgrund der örtlichen Gegebenheiten
    ...
    So, ich klinke mich jetzt aus, wird mir zu blöd hier.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.16 11:09 durch gs (Golem.de).

  5. Re: Das Verbot hat aber doch nichts mit der Telekom zu tun...

    Autor: sn0 07.10.16 - 12:21

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So, ich klinke mich jetzt aus, wird mir zu blöd hier.

    Schade, das Argument Bodenversiegelung ist in der Tat nicht unerheblich. Trotzdem bedeutet das nicht das in deutschen Dörfern deshalb die LWL am Mast verlegt wird.
    Ich wohne in einer Stadt die von Deutsche-Glasfaser ausgebauten Dörfern umgeben ist. Die Gebäude in allen Dörfern wurden per Tiefbau erschlossen. Abgelegenen Höfen wurde meines Wissens nach ein Angebot über Richtfunk-Zuführung gemacht (ob daraus was geworden ist weiß ich leider nicht).

    > ...weil für nur ne Handvoll Anwesen es nicht lohnt, teure Aktivtechnik in Form eines ODSLAM aufzustellen.
    Auch bei kleinen FTTH/B-Netzen ist Aktivtechnik vor Ort erforderlich. Die ausgebauten Orte in meiner Umgebung haben alle einen PoP (Point-of-Presence), also ein begehbares Glasfaser-Verteilerhäuschen aus Beton in dem sich die Aktivtechnik befindet.

  6. Re: Das Verbot hat aber doch nichts mit der Telekom zu tun...

    Autor: Faktenchecker 07.10.16 - 12:48

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Logik? Dicht besiedelt = urbane Umgebung, also weitgehend alles versiegelt.
    > Es muss massiv gegraben werden bis in die Keller rein. Teuer ohne Ende!
    > Dort sind diese letzten paar meter eben der teuerste Posten.
    Na dann müsste die Telekom ja überall auf dem Land Glasfaser ohne Ende in die Erde werfen, wenn es in der Stadt so teuer ist.

    Komisch, statt dessen verlegt sie Glasfaser faktisch nur in urbaner Umgebung, wo es, deine Behauptung, ach so teuer sein soll.

    > Dünn besiedelt = ländliche Umgebung, oft ohne teuren Tiefbau zu erschließen
    > weil GF als Luftkabel auf die sowieso schon vorhandenen Holzmasten mit
    > gezogen wird - kommt deutlich gunstiger. Ggf kommt auch günstig der
    > Kabelpflug zum Einsatz. Je mehr am Arsch der Welt, desto sicherer ist es
    > heute, dass FTTB ausgebaut wird weil für nur ne Handvoll Anwesen es nicht
    > lohnt, teure Aktivtechnik in Form eines ODSLAM aufzustellen.
    Dann zeig doch mal kurz die tausenden von Haushalte, die im ländlichen Gebiet über Holzmasten von der Telekom mit Glasfaser versorgt werden. Ich bin wirklich gespannt.

    > UND im Gegensatz: je urbaner ein Gebiet ist, desto versiegelter ist es
    > eben, dort können dann die Kostenvorteile von FTTC voll ausgespielt
    > werden.
    Ich dachte das aufreißen der versiegelten Fläche ist so teuer, laut dir, 1. Absatz. Jetzt ist es plötzlich ein Kostenvorteil?

    > Das wird ganz pragmatisch entschieden wie ausgebaut wird aufgrund der
    > örtlichen Gegebenheiten
    > ...
    > So, ich klinke mich jetzt aus, wird mir zu blöd hier.
    Ja, würde ich bei den gigantischen Logiklücken auch an deiner Stelle ;)

  7. Re: Das Verbot hat aber doch nichts mit der Telekom zu tun...

    Autor: DxC 07.10.16 - 12:55

    In versiegelten Umgebungen wie Städten gibt es tendenziell schon länger Lehrrohre, Wartungsschächte, Abflussrohre und whatever in die man sehr kreativ LWL verlegen kann ;)

  8. Re: Das Verbot hat aber doch nichts mit der Telekom zu tun...

    Autor: Ovaron 16.10.16 - 12:36

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Logik? Dicht besiedelt = urbane Umgebung, also weitgehend alles versiegelt.
    > Es muss massiv gegraben werden bis in die Keller rein. Teuer ohne Ende!

    Dicht besiedelt heißt aber auch im Schnitt deutlich mehr Wohnungen pro Haus. Damit sinken die Kosten pro Haushalt wieder bzw. reduziert das den Aufschlag.

    Umgekehrt drückt die Verlegung quer durch den Acker natürlich auch die Kosten auf dem Land. Offenbar aber nicht genug um Vodaphone und Konsorten in den letzten 15 Jahren einen strategischen Vorteil zu verschaffen indem sie die Dörfer versorgten die Telekom links liegen ließ. Das ist in nennenswertem Umfang nicht passiert.

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