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Ich bekomme nur 2Mbit

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  1. Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: Mastercontrol 07.10.16 - 08:46

    Also ganz erlich die sollen erstmal versuchen in Deutschland Flächendeckend Internet Anzubieten. Ich kenne Leute die Nutzen noch eine ISDN karte um Mails abzurufen das dauert locker 20min und kostet Geld. Ich selbe habe 2003 2Mbit DSL bekommen seit dem hat sich nichts getan. Also auf dem Land wird es wohl kaum vor 2020 schnelles Internet geben und dann auch siche rnicht als Flat sondern im 5g netz mit 30GB volumen oder so ein schwachsinn

  2. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: LinuxMcBook 07.10.16 - 08:49

    Wenn die Gemeinde ca. 50.000 bis 100.000 Euro in die Hand nimmt, dann hast du auch vor 2020 schon schnelles Internet.

  3. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: Ekelpack 07.10.16 - 08:54

    Alternativ einfach in den erschlossenen Raum ziehen.
    Man kann nicht jede Kuhweide behandeln, als wäre es eine Großstadt.

  4. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: mainframe 07.10.16 - 09:34

    Mittlerweile kann man auch sehr kostengünstig privat eine Richtfunkverbindung aufbauen.

    Das kostet fast nix mehr. Ein Kumpel wohnt ausserhalb auf einem alten Hof --> Antenne aufs Dach und bei einem Bekannte im "Dorfzentrum" den IP Anschluss legen lassen --> fertig. Installationskosten 200¤

    Bei nem anderen Kumpel reicht sogar ein WLAN Repeater, Eine Straßenseite hat VDSL die andere nur 1 MBit DSL, da sie anders eingespiest wird. (Liegt am Hang) Er hat "Seinen" IP Anschluss auch beim Nachbarn gegenüber legen lassen. Telekombox steht oben am Fenster. Der Nachbar bekommt die Stromkosten ersetzt. Funzt!

    Mittlerweile kann man "fast" überall in Deutschland schnelles Internet bekommen... man muss sich nur selbst auf die Hinterfüße stellen und nicht abwarten und Tee trinken bis vielleicht jemand kommt und dies macht!

    Meine Meinung.

  5. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: Oktavian 07.10.16 - 09:45

    > Also ganz erlich die sollen erstmal

    Posts, die so anfangen, sind meist ziemlich sinnfrei. Die Telekom ist ein Unternehmen und tut das, was sie für wirtschaftlich sinnvoll hält. Was die erst mal sollen und was danach, dürfen die selber entscheiden.

    > versuchen in Deutschland Flächendeckend
    > Internet Anzubieten. Ich kenne Leute die Nutzen noch eine ISDN karte um
    > Mails abzurufen das dauert locker 20min und kostet Geld.

    Die armen. Eine Runde Beileid. Da, wo die sich ausgesucht haben zu leben, möchte ich auch nicht tot überm Zaun hängen. Aber das ist ja das schöne in Deutschland, jeder darf da wohnen, wo er möchte.

    > Ich selbe habe
    > 2003 2Mbit DSL bekommen seit dem hat sich nichts getan. Also auf dem Land
    > wird es wohl kaum vor 2020 schnelles Internet geben

    Es sei denn, eure Gemeinde subventioniert das entsprechend. Genau darum ging es ja in dem Artikel, Ausbau unter subventionierten Bedingungen. Ich gehe mal schwer davon aus, euer Bürgermeister kümmert sich da intensiv drum.

    > und dann auch siche
    > rnicht als Flat sondern im 5g netz mit 30GB volumen oder so ein schwachsinn

    Schon heute gibt es zumindest ein LTE-Angebot ohne Volumenbegrenzung.

  6. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: horuke 07.10.16 - 10:49

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Also ganz erlich die sollen erstmal
    >
    > Posts, die so anfangen, sind meist ziemlich sinnfrei. Die Telekom ist ein
    > Unternehmen und tut das, was sie für wirtschaftlich sinnvoll hält. Was die
    > erst mal sollen und was danach, dürfen die selber entscheiden.
    >

    und wer auf Posts so anfängt zu reagieren, kommt meist mit noch weniger gehaltvollen Texten daher.
    Wobei dein Text die Telekom / Unternehmen betreffend sogar stimmt.

    > > versuchen in Deutschland Flächendeckend
    > > Internet Anzubieten. Ich kenne Leute die Nutzen noch eine ISDN karte um
    > > Mails abzurufen das dauert locker 20min und kostet Geld.
    >
    > Die armen. Eine Runde Beileid. Da, wo die sich ausgesucht haben zu leben,
    > möchte ich auch nicht tot überm Zaun hängen. Aber das ist ja das schöne in
    > Deutschland, jeder darf da wohnen, wo er möchte.

    oder auch nicht. Manche sind dort gebunden. Familie, Job, Haus.

    > > Ich selbe habe
    > > 2003 2Mbit DSL bekommen seit dem hat sich nichts getan. Also auf dem
    > Land
    > > wird es wohl kaum vor 2020 schnelles Internet geben
    >
    > Es sei denn, eure Gemeinde subventioniert das entsprechend. Genau darum
    > ging es ja in dem Artikel, Ausbau unter subventionierten Bedingungen. Ich
    > gehe mal schwer davon aus, euer Bürgermeister kümmert sich da intensiv
    > drum.

    Oh, doch noch was richtiges.
    Beispiel bei uns: wir hatten seit Mitte 2000 DSL. Mit unfassbaren 768kbit. Im September 2009 sind wir auf DSL 6000 mit Fallbackoption umgestellt worden (effektiv kamen also knapp 2,5Mbit an).
    Seit Anfang 2016 hat die Telekom auf Vectoring umgestellt, verfügbar nun: 100/40Mbit, wovon 90-104/36-40 auch wirklich ankommen.

    > > und dann auch siche
    > > rnicht als Flat sondern im 5g netz mit 30GB volumen oder so ein
    > schwachsinn
    >
    > Schon heute gibt es zumindest ein LTE-Angebot ohne Volumenbegrenzung.

    LTE ist noch immer nicht überall verfügar. So zum Beispiel bei uns Zuhause. Ebenso wenig Kabel. Alles andere ist den Aufwand nicht wert.

    Ich finde es immer etwas lustig, wenn sich hier manche darüber auslassen, dass es Menschen gibt, die auf dem Land wohnen. Natürlich steht es jedem frei umzuziehen, natürlich kann jeder seinen Wohnort selbst bestimmen, aber die meisten haben sich dort Existenzen aufgebaut (Haus, Job, Kind, Kegel, Frau, Hund, Freundeskreis).

    Ich habe mich lange damit abgefunden, dass es bei uns nicht mehr gibt. Als ich dann studiert habe und Großstadtluft und -versorgung schnuppern durfte, war die Ernüchterung allerdings groß. Trotzdem will / wollte ich nie aus meiner Heimat weg.

  7. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: Oktavian 07.10.16 - 11:33

    > und wer auf Posts so anfängt zu reagieren, kommt meist mit noch weniger
    > gehaltvollen Texten daher.

    Nichts dagegen. Ich mag nur nicht, wenn Leute jammern.

    > Wobei dein Text die Telekom / Unternehmen betreffend sogar stimmt.

    Eben. Man will einerseits die Vorteile von Unternehmen, insbesondere Wettbewerb und niedrige Preise, der Staat soll sich raushalten. Wenn das aber dann mal im Einzelfall nicht aufgeht, soll der Staat es richten. Das ist kindisch.

    > oder auch nicht. Manche sind dort gebunden. Familie, Job, Haus.

    Na seine Familie sollte man wegen fehlender Bandbreite vielleicht nicht abschießen, aber der Rest lässt sich ändern. Oder man akzeptiert die fehlende Bandbreite einfach als Standortnachteil, denn man nimmt die Vorteile des Landlebens ja auch gerne mit. Oder aber man nimmt, gerne auch in der Dorfgemeinschaft, die nötigen Mittel in die Hand und beseitigt den Standortnachteil.

    > Oh, doch noch was richtiges.
    > Beispiel bei uns: wir hatten seit Mitte 2000 DSL. Mit unfassbaren 768kbit.
    > Im September 2009 sind wir auf DSL 6000 mit Fallbackoption umgestellt
    > worden (effektiv kamen also knapp 2,5Mbit an).
    > Seit Anfang 2016 hat die Telekom auf Vectoring umgestellt, verfügbar nun:
    > 100/40Mbit, wovon 90-104/36-40 auch wirklich ankommen.

    Siehst du, geht doch.

    > LTE ist noch immer nicht überall verfügar. So zum Beispiel bei uns Zuhause.
    > Ebenso wenig Kabel. Alles andere ist den Aufwand nicht wert.

    Ich sag ja, es gibt Ecken, da will man nicht tot überm Zaun hängen. Aber die Luft ist besser, das sehe ich ein.

    > Ich finde es immer etwas lustig, wenn sich hier manche darüber auslassen,
    > dass es Menschen gibt, die auf dem Land wohnen.

    Ich lasse mich nicht über Menschen aus, die auf dem land wohnen. Ich lasse mich über Menschen aus, die auf dem Land wohnen, die Vorteile dankend annehmen und über die Nachteile jammern.

    > Natürlich steht es jedem
    > frei umzuziehen, natürlich kann jeder seinen Wohnort selbst bestimmen, aber
    > die meisten haben sich dort Existenzen aufgebaut (Haus, Job, Kind, Kegel,
    > Frau, Hund, Freundeskreis).

    Richtig, unter Kenntnis der Randbedingungen. Zu seinen Entscheidungen muss man stehen und die Konsequenzen tragen. Das lernen Kinder schon ganz früh.

    > Ich habe mich lange damit abgefunden, dass es bei uns nicht mehr gibt. Als
    > ich dann studiert habe und Großstadtluft und -versorgung schnuppern durfte,
    > war die Ernüchterung allerdings groß. Trotzdem will / wollte ich nie aus
    > meiner Heimat weg.

    Dann ist das doch super. Vielen geht es anders, deshalb entvölkert sich das Land ja auch zusehens.

  8. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: BilboNeuling 07.10.16 - 12:22

    Immer diese blöden Städter, die hier groß die Klappe auf machen! Nur weil es ein Dorf ist, muss man nicht von Kuhweide sprechen.
    Hier sind einige Dörfer, das geht schon in die einige tausend Anwohner die entweder gar nichts haben oder eben 400/100/2000 DSL.
    Das ist schon ärgerglich...vor allem wenn so Flachzangen dann noch hier groß reden und denen den Mund verbieten wollen.
    Geilt euch doch auf euren 100Mbit....

  9. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: Oktavian 07.10.16 - 12:39

    > Immer diese blöden Städter, die hier groß die Klappe auf machen! Nur weil
    > es ein Dorf ist, muss man nicht von Kuhweide sprechen.

    Muss man nicht, aber kann man. Hier im Forum wird doch, wenn man über "das Land" redet, irgendwann immer die Funktion zur Nahrungsmittelversorgung hervorgehoben. Damit assoziiert man dann letztenendes doch wieder die Kuhweide.

    > Hier sind einige Dörfer, das geht schon in die einige tausend Anwohner die
    > entweder gar nichts haben oder eben 400/100/2000 DSL.
    > Das ist schon ärgerglich...

    Warum ist das ärgerlich? Das ist der Nachteil, den man für die Vorteile des Landlebens in Kauf nehmen muss. Das ist ungefähr so, als wenn jemand in die Stadt zieht und sich über Verkehr und Mieten jenseit 7EUR kalt beschwert.

    > vor allem wenn so Flachzangen dann noch hier
    > groß reden und denen den Mund verbieten wollen.
    > Geilt euch doch auf euren 100Mbit....

    Ich finde sie angenehm, wobei es bei mir nur 50 sind. Aber ich akzeptiere die mit diesem Standort verbundenen Nachteile auch ohne Murren. Das ist für mich der entscheidende Punkt. Ich akzpetiere die Entscheidung, auf dem Land leben zu wollen, voll und ganz, jeder ist seines Glückes Schmied. Aber wer sich so entschieden hat, muss mit den Konsequenzen leben.

  10. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: der_wahre_hannes 07.10.16 - 12:48

    Ekelpack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alternativ einfach in den erschlossenen Raum ziehen.

    Grandiose Idee. Da Wohnraum in Großstädten ja auch gar nicht immer teurer wird. Gerade WEIL immer mehr Leute wieder in die Stadt ziehen wollen.

  11. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: Oktavian 07.10.16 - 12:54

    > Grandiose Idee. Da Wohnraum in Großstädten ja auch gar nicht immer teurer
    > wird. Gerade WEIL immer mehr Leute wieder in die Stadt ziehen wollen.

    Siehst du, ist halt schön da.

    Natürlich ist Wohnraum in urbaner Gegend mit guter Infrastruktur, vielleicht noch in bevorzugter Wohnlage teuer. Angebot und Nachfrage halt. Aber die günstigen Preise und sonstigen Vorteile des Landlebens mitnehmen, aber Infrastruktur wie in der verdichteten Stadt haben zu wollen ohne dafür extra zu zahlen ist auch etwas albern, oder?

  12. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: mrhwo 07.10.16 - 13:02

    Wieso machen eure Gemeindebewohner keine gemeinsame vertragliche Absichtserklärung an die Telekom. Wenn die dann Ausbauen haben die auch eine Garantie das ihr das wirklich abnehmt.

    Sowas am besten auch per Anwalt & Post und nicht per Facebookposting.

  13. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: DxC 07.10.16 - 13:04

    Okay mal zur Aufklärung der Stadtkinder, ich wohne in einem 2k seelen Dorf.
    Und hier ist noch was los von wegen Nahrungsmittel und Weinproduktion ja.
    ABER: Hier gibts es einen bekannten Vergnügungspark (Tripsdrill) und auch mehrere große Industriefirmen (Weber Hydraulik, Layher Gerüstbau, usw) in unmittelbarer Nähe. Hier und in den nahen Großstädten sind die meisten Leute beschäftigt. Auch selbstständige IT Menschen wohnen in diesem "Dorf". Und so sieht unser ganzer Landkreis aus, das prägt ihn. Land und auch doch nicht nur Land.

    Und Landleben hat keine Vorteile außer dass man für jeden Mist ein Auto benötigt und länger zur Arbeit fährt. Jaja man spart bisschen Miete oder so, aber wie gesagt: Lebenszeit im Auto, Nebenkosten für Mobilität und und und.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.16 13:05 durch DxC.

  14. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: Oktavian 07.10.16 - 13:18

    > Okay mal zur Aufklärung der Stadtkinder, ich wohne in einem 2k seelen
    > Dorf.

    Beschaulich.

    > Und Landleben hat keine Vorteile außer dass man für jeden Mist ein Auto
    > benötigt und länger zur Arbeit fährt. Jaja man spart bisschen Miete oder
    > so, aber wie gesagt: Lebenszeit im Auto, Nebenkosten für Mobilität und und
    > und.

    Wenn der Standort keine Vorteile bietet sondern nur Nachteile, warum wohnst du da? Wir haben im Grundgesetz verankerte Freizügigkeit. Wenn es da so sch... ist, mach dass du da weg kommst.

  15. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: DxC 07.10.16 - 13:41

    Es ist nicht Scheise da (bis auf den langen Arbeitsweg), seit 2015 gibts 50 Mbit VDSL (nach 10 Jahren 2 Mbit). Die 5 km zum Supermarkt fahren ist man nach Jahren auch gewohnt.
    Ich wohne da weil ich bis vor ein Paar Wochen noch im Studium / Ausbildung war.
    Warum nicht jeder umziehen kann und will wurde ja auch schon oft genug beschrieben.

    Was Scheise ist ist die Einstellung der Leute die immer so tun als ob alle dort Landwirte sind und eh kein DSL und Handyempfang brauchen. Habt ihr überhaupt mal was über moderne Landwirtschaft gelesen ? Sicher nicht.
    Achja hier ists zwar kaffig aber die Käffer sind alle im 5 km Abstand und im Einzugsgebiet mehrer großer Städte drumherum. Das wächst irgendwann zu einem großen Konstrukt zusammen.

  16. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: der_wahre_hannes 07.10.16 - 13:56

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich ist Wohnraum in urbaner Gegend mit guter Infrastruktur,
    > vielleicht noch in bevorzugter Wohnlage teuer. Angebot und Nachfrage halt.
    > Aber die günstigen Preise und sonstigen Vorteile des Landlebens mitnehmen,
    > aber Infrastruktur wie in der verdichteten Stadt haben zu wollen ohne dafür
    > extra zu zahlen ist auch etwas albern, oder?

    Meinst du nicht, es wäre vorteilhafter für alle, wenn auch auf dem Land Internet ausgebaut wird, somit nicht mehr eine so massive "Landflucht" herrscht und in der Folge auch die Preise für Wohnraum in der Stadt wieder auf ein erträgliches Maß absinken?

    Vor allem müsste man sich dann nicht mehr so grunddämliche "Vorschläge" wie "sollen die halt dahin ziehen, wo's schnelles Internet gibt" anhören. :)

  17. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: Oktavian 07.10.16 - 14:11

    > Es ist nicht Scheise da (bis auf den langen Arbeitsweg), seit 2015 gibts 50
    > Mbit VDSL (nach 10 Jahren 2 Mbit). Die 5 km zum Supermarkt fahren ist man
    > nach Jahren auch gewohnt.
    > Ich wohne da weil ich bis vor ein Paar Wochen noch im Studium / Ausbildung
    > war.

    Dann ist doch gut, Dir gefällt der Ort, alles bestens.

    > Warum nicht jeder umziehen kann und will wurde ja auch schon oft genug
    > beschrieben.

    Doch, jeder kann und darf umziehen. Nicht jeder will. Solche Entscheidungen sind Abwägungungen von vielen Umständen. Aber es sind doch immer Entscheidungen.

    > Was Scheise ist ist die Einstellung der Leute die immer so tun als ob alle
    > dort Landwirte sind und eh kein DSL und Handyempfang brauchen.

    Wenn sie das notwendig für den Betrieb brauchen, dann sollten sie die nötigen Mitteln in die Hand nehmen und so einen Anschluss legen lassen.

    > Habt ihr
    > überhaupt mal was über moderne Landwirtschaft gelesen ? Sicher nicht.

    Okay, dann mal konkret. Welche betriebliche Anwendung in der modernen Landwirtschaft braucht große Datenmengen und ist gleichzeitig zeitkritisch? Und wenn es sie gibt, und sie gleichzeitig so wertschöfpend ist, warum schafft der Landwird dann nicht diese Bandbreite?

  18. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: Oktavian 07.10.16 - 14:20

    > Meinst du nicht, es wäre vorteilhafter für alle, wenn auch auf dem Land
    > Internet ausgebaut wird, somit nicht mehr eine so massive "Landflucht"
    > herrscht und in der Folge auch die Preise für Wohnraum in der Stadt wieder
    > auf ein erträgliches Maß absinken?

    Nein, denn das Internet hat einen zu kleinen Anteil daran. Es ist auch das kulturelle Angebot, der ÖPNV, Ärzteversorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Wege zur Arbeit, Schule, Kindergarten. Es sind so viele Gründe, die Leute veranlassen, in die Stadt zu ziehen. Insbesondere sind es junge Leute, die in der Stadt studieren und dann einfach nicht mehr zurück kommen.

    Bevor man viele Milliarden für eine aus meiner Sich sinnfreie Maßnahme verbuddelt, möchte ich schon gerne gesichert wissen, dass meine Sicht falsch ist.

    > Vor allem müsste man sich dann nicht mehr so grunddämliche "Vorschläge" wie
    > "sollen die halt dahin ziehen, wo's schnelles Internet gibt" anhören. :)

    Mein grundsätzlicher Vorschlag ist, jeder soll dahin ziehen, wo er wohnen möchte. Er soll die Entscheidung treffen Aufgrund seiner persönlichen Randbedingungen. Wenn im diese nicht mehr gefallen, soll er die Randbedingungen ändern oder seine Entscheidung. Aber er soll verdammt nochmal nicht rumheulen.

  19. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: DxC 07.10.16 - 14:39

    Okay Okatavian ich finde du siehst das zu engstirnig und zu einseitig.
    Man kann wenn man Probleme komplett herunterrationalisiert immer alles als Schwarz/Weiß Betrachtung darstellen.
    Außerdem stellst du Sachen als private und selbstständige Entscheidung dar, die von vielen Firmen und Menschen abhängen und tust so, als ob man durch Geld auf das Problem werfen es los wird.
    Mag ja oft stimmen aber eben nicht immer.
    Ich habe mich z.B. eingesetzt, dass sich unsere Gemeinde darum bemüht einen Provider zum Ausbau zu bringen mit Subvention usw.
    Also es ist nicht so, dass ich die Eigeninitiative die du forderst gar nicht nicht nachvollziehen kann.

    Ab einem gewissen Punkt muss man eben in die Fläche gehen.
    Städte kann man nicht unendlich nach oben Stapeln.
    Die Stadt in der ich arbeite kollabiert jetzt schon jeden Tag sowohl auf den Straßen als auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
    Ein bestimmter Grad an Dezentralität bringt meiner Meinung nach auch Lebensqualität.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.16 14:40 durch DxC.

  20. Re: Ich bekomme nur 2Mbit

    Autor: Oktavian 07.10.16 - 16:50

    > Man kann wenn man Probleme komplett herunterrationalisiert

    Was eine prinzipiell gute Idee ist, Probleme rational zu lösen. Rumjammern und sich ärgern, also die Sache emotional lösen zu wollen, ist in der Regel wenig hilfreich.

    > Außerdem stellst du Sachen als private und selbstständige Entscheidung dar,
    > die von vielen Firmen und Menschen abhängen und tust so, als ob man durch
    > Geld auf das Problem werfen es los wird.

    Wird man auch. Es ist natürlich eine Frage, wie viel Geld man um sich werfen möchte.

    Ein Unternehmen kann an jedem gegebenen Punkt in Deutschland beliebige Bandbreite bekommen (ein Privatmann im Prinzip natürlich auch). Selbst in der absoluten Pampa Sachsen-Anhalts habe ich schon Glasfaser bekommen. Der Betrag dafür war natürlich deutlich sechsstellig.

    > Mag ja oft stimmen aber eben nicht immer.

    Doch, immer. Wenn man in unserem Fall einem Provider hinreichend viel zahlt, um ein Haus, eine Firma oder ein Dorf zu versorgen, dann tut er das. Er macht es natürlich erst, wenn er sich Gewinn davon verspricht. Der Betrag muss dem Rechnung tragen. Das ist kein böser Wille, und der Markt ist durchaus umkämpft. Bei der Glasfaser (genauer waren es 4 und ein ganzes Bündel Dark Fibre zwischen zwei Standorten) hatten wir insgesamt 6 Provider, die das hätten leisten können.

    > Ich habe mich z.B. eingesetzt, dass sich unsere Gemeinde darum bemüht einen
    > Provider zum Ausbau zu bringen mit Subvention usw.
    > Also es ist nicht so, dass ich die Eigeninitiative die du forderst gar
    > nicht nicht nachvollziehen kann.

    Und wie ich lese, war es doch erfolgreich. Siehst Du, kaum hört man auf zu jammern, zeigt Initiative, krämpelt die Ärmel hoch, schon läuft sie Sache. Glückwunsch, oder nein, es war ja kein Glück, es war der Lohn für Leistung. Also, gut gemacht.

    > Ab einem gewissen Punkt muss man eben in die Fläche gehen.
    > Städte kann man nicht unendlich nach oben Stapeln.

    Ach das kann man schon sehr weit treiben. Ich habe gerade meinem Sohn ein paar Fotos auch Shanghai gezeigt. Aber okay, muss man nicht.

    > Die Stadt in der ich arbeite kollabiert jetzt schon jeden Tag sowohl auf
    > den Straßen als auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
    > Ein bestimmter Grad an Dezentralität bringt meiner Meinung nach auch
    > Lebensqualität.

    Die Frage ist eben, was ist Stadt und was ist Fläche? Ich kann mir z.B. gut vorstellen, das Provider in naher Zeit jeden Haushalt ab Mittelstadt aufwärts (also ab 20.000 Einwohnern) mit Bandbreite von 50Mbit oder mehr versorgen. Zum Großteil passiert das ja heute schon. Ist das schon Fläche genug?

    Nun können sich die Bewohner von Kleinstädten und Dörfern überlegen, ob es sich lohnt, eine Infrastruktur zu subventionieren, mit dem Standortnachteil einfach zu leben, oder das Dorf langfristig aufzugeben. Die Aufgabe der Dörfer und Kleinstädte würde die Mittelstädte kaum vergrößern. Es gibt viele Dörfer in McPomm, im Sauerland oder in Franken, bei denen ist die Aufgabe nicht mehr aufzuhalten. Es wohnt dort niemand mehr unter 60, es ist seit Jahren niemand mehr dorthin gezogen. Die letzten Jungen sind weg, die Alten werden auch bald wegziehen, da sie keine Infrastruktur mehr haben (Ärzte, Einkaufen, Post, Bank). Das sind jetzt schon Geisterdörfer, daran ändert auch ein Glasfasernetz nichts mehr.

    Keine hat vor, alle Einwohner Deutschlands auf Hamburg, Berlin und München zu verteilen. Aber wir haben über 600 Mittelstädte, die ein wenig Bevölkerung mehr gut verkraften könnten.

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