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Es geht nicht um jetzt

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  1. Es geht nicht um jetzt

    Autor: /mecki78 08.08.17 - 18:43

    FTTH ist nicht nur für jetzt oder für übermorgen, das ist für die kommenden 100 Jahre. In 100 Jahren hingegen werden die Leute zu Vectoring sagen "Vecto-was? Nie davon gehört. Was soll das sein?" Während sie mit 100 Gbit/s über ihre LWL Leitung danach in der Wikipedia suchen.

    /Mecki

  2. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: Squirrelchen 08.08.17 - 19:32

    Meine Güte, übertreib doch nicht immer so maßlos.
    Infrastruktur wird in der Regel für 1 bis 2 Generationen geplant. Also maximal 60 Jahre.

    Und ob dann überhaupt noch Techniken dieser Art eingesetzt werden und ob es dann überhaupt noch Internet (in dieser Form) gibt, wird sich zeigen.

    Dennoch stimme ich dir zu, dass es extremst kurzfristig gedacht ist, aber was will man von einer AG schon anderes erwarten? Da sind höchstens die nächsten 2 Jahresabschlüsse relevant.

    Edit: Ein bissel Fehlerkorrektur, weil schneller geschrieben als gedacht^^

    ------------------
    Ich könnte Ausnussen vor Nussigkeit!

    Es grüßt,
    Dat Hörnchen



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.08.17 19:33 durch Squirrelchen.

  3. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: Koto 09.08.17 - 03:12

    Nur niemand sagt, das nach Vectoring gar nix mehr kommt.

    Man tut immer so als würde in 2 Jahren alle 1000 Gbits brauchen.

    Und das Glas 100 Jahre reicht. Ich erinnere mich noch das wir mit ISDN mal das Modernste Netz der Welt hatten.

    Die frage ist doch eher so. Ist es nicht eher so das ein paar Freaks ihre Verhalten zum Normalfall erklären was die Benötigte Bandbreite anbelangt.

    Dann nimm man dann 4 oder 8K Videos. RAW usw. Laden ireh 900 Spiele jeden Tag von Steam usw,

    Und natürlich wird sich das in2-4 Jahren auf 16,32 98 19282K steigern.

    Beispiel
    Unitymedia: Kunden verbrauchen durchschnittlich 90 Gigabyte im Monat.

    Nun mag das kontinuierlich steigen aber doch nicht maßlos.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.17 03:21 durch Koto.

  4. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: maverick1977 09.08.17 - 04:53

    Das Problem, dass ich an der Aussage von 100 GBit/s sehe, ist die Anforderung an solche Geschwindigkeiten. Über 100 MBit/s kann ich locker UHD-Fernsehen streamen, Audio in brillianter Qualität streamen und nicht jeder streamt.

    Die Frage ist nun ganz klar, in welche Richtung dieser Megaspeed laufen soll. Es wird wohl kaum ein Otto-Normal-Fall sein, dass Daten einer Highspeed-Kamera mit UHD 4000 Bilder pro Sekunde live in der Cloud für Youtube aufbereiten lässt, oder? Und es wird wohl kaum wieder zu Computern führen, die ihre Berechnungen komplett im Netz erledigen lassen und sich nur noch um Dateneingabe und Datenausgabe kümmern müssen.

    Also mit welcher Vermutung legst Du in 100 Jahren 100 GBit/s als Ziel hin? Selbst im Unternehmensnetzwerk ist die Entwicklung bei 10 GBit/s stehen geblieben. Und die Hardware ist für einen normal sterblichen schon fast unbezahlbar.

  5. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: Ovaron 09.08.17 - 06:08

    /mecki78 schrieb:
    -------------------------------------------------------------------
    > FTTH ist nicht nur für jetzt oder für übermorgen,
    > das ist für die kommenden 100 Jahre.
    > In 100 Jahren

    ... ist von der heute und in 10 Jahren verbauten Infrastruktur vermutlich nichts mehr übrig. Bodenbewegung, Erdarbeiten, Nager, Korrosion,....

    > hingegen werden die Leute zu Vectoring sagen
    > "Vecto-was?

    Die Investition für Vectoring ist zu 90% die Glasfaseranbindung des DSLAM. Der DSLAM selbst ist in wenigen Jahren abgeschrieben. In 10 Jahren wird es deutlich weniger DSLAMs geben als in zwei Jahren.

    > Während sie mit 100 Gbit/s über ihre LWL
    > Leitung danach in der Wikipedia suchen.

    Kleinkinderphantasien. Gähn...

  6. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: mambokurt 09.08.17 - 09:20

    maverick1977 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist nun ganz klar, in welche Richtung dieser Megaspeed laufen
    > soll. Es wird wohl kaum ein Otto-Normal-Fall sein, dass Daten einer
    > Highspeed-Kamera mit UHD 4000 Bilder pro Sekunde live in der Cloud für
    > Youtube aufbereiten lässt, oder? Und es wird wohl kaum wieder zu Computern
    > führen, die ihre Berechnungen komplett im Netz erledigen lassen und sich
    > nur noch um Dateneingabe und Datenausgabe kümmern müssen.
    >
    > Also mit welcher Vermutung legst Du in 100 Jahren 100 GBit/s als Ziel hin?
    > Selbst im Unternehmensnetzwerk ist die Entwicklung bei 10 GBit/s stehen
    > geblieben. Und die Hardware ist für einen normal sterblichen schon fast
    > unbezahlbar.

    Guck dir einfach mal an wie die Dateigrößen wachsen. 1994: Spiel 10 Disketten max. 2017: Spiel 20GB (wenn du Glück hast). Sprich 15 MB vs 20480 MB, Steigerung um Faktor 1000. Damals 56k Modem, heute DSL 50.000 (wenns gut läuft) => auch Steigerung Faktor 1000.

    Wenn wir das mal hochprojizieren bräuchte man in 20 Jahren schon 50.000k*1000 (also 50 GBit) :D Ich schätze mal dass das so nicht weiterwächst mit Faktor 1000 auf 20 Jahre(weil für manche Anwendungen evtl Sättigung eintritt, ab einer bestimmten Auflösung und Bitrate bei Videostreams macht mehr Auslösung und mehr Bitrate denke ich keinen Sinn mehr), aber in meinem kurzen Leben habe ich gelernt niemals nie zu sagen. Wenn ich allein die Kapazitätssteigerung bei Datenträgern zu Grunde lege wird man in 20 Jahren mit 100 Mbit oder sogar 1Gbit keinen Blumentopf gewinnen können, das ist dann vllt Minimalausbau auf dem Dorf... Demnächst steht 4k/8k an, dann kommt vllt irgendwann wieder 3d in Mode und man braucht doppelte Datenraten, Spiele werden größer, demnächst gibts vllt nur noch FLAC zum Download wenn man Musik kauft etc. Das ist so eine Katze, die sich in den Schwanz beisst: mehr Bandbreite bringt neue Anwendungsgebiete und neue Anwendungsgebiete brauchen mehr Bandbreite.

    Hinzu kommt dass man früher _einen_ Downloader je Anschluss hatte. Einer hat vorm PC gehockt und surfte (mehr ging ja gar nicht). Heute hast du 5 Familienmitglieder die im Worst Case alle parallel 4k Content von Netflix streamen und nebenbei noch ein Spiel für die Steam Bibliothek ziehen, das heißt theoretisch musst du (mit etwas Luft gerechnet) schon fast die 50.000k von heute vervierfachen, damit niemand einbüßt. Praktisch gesehen ziehen natürlich nie 4 oder 5 Leute gleichzeitig, aber wie der Konsum in 10 Jahren ist kann man schon nur raten.

  7. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: mambokurt 09.08.17 - 09:28

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > /mecki78 schrieb:
    > -------------------------------------------------------------------
    > > FTTH ist nicht nur für jetzt oder für übermorgen,
    > > das ist für die kommenden 100 Jahre.
    > > In 100 Jahren
    >
    > ... ist von der heute und in 10 Jahren verbauten Infrastruktur vermutlich
    > nichts mehr übrig. Bodenbewegung, Erdarbeiten, Nager, Korrosion,....

    Ohne deine Wohnsituation zu kennen: hast du schonmal erlebt dass ein Telko einfach so die Straße aufreisst und neue Telefonkabel legt? Also ich nicht (zumindest nicht bewusst). Das führt mich zu dem Schluss das die Strecken zwischen Verteiler und Haushalt zum größten Teil aus den 50er/60er Jahren stammen, sprich die sind jetzt schon 70 Jahre alt. Wenn sich die Provider noch ein bissl zieren und die Klingeldrähte noch 5 mal mit neuen Techniken reanimieren ist also 100 Jahre Lebensdauer absolut drin :D

    Das Kabel ist leider die Konstante: alles kann man kostengünstig ändern, die verlegten Kabel nicht...

  8. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: drmccoy 09.08.17 - 09:28

    Leute, die "Gähn..." schreiben um ihre Argumentation mit einer Prise überheblichem Sarkasmus zu würzen, sind mir irgendwie suspekt ...

  9. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: nicoledos 09.08.17 - 09:36

    Interessant wird es auf der nächsten Ebene. Jedem Kunde eine 100 Mbit/s Leitung zu legen ist das eine. Wenn jeder Kunde 20:15 sein UHD-Streaming startet, dann muss auch das Backbone bis zum Dienstanbieter entsprechend dick ausgebaut werden.

  10. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: RipClaw 09.08.17 - 10:12

    Koto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur niemand sagt, das nach Vectoring gar nix mehr kommt.

    Sicher kommt da noch was.

    Zuerst Super Vectoring und dann Hybrid, wenn man nach der Aussage "Die Zukunft liege für die Telekom in konvergenten Lösungen, die Mobilfunk, Glasfaserkabel und Kupferleitungen kombinierten" geht.

    Protokolle wie g.Fast oder dessen Nachfolger bringen ihre maximale Leistung nur noch auf sehr kurzen Strecken von unter 100m. Dazu müsste man aber wieder die Straßen aufreißen um nochmal ein Stückchen näher an den Kunden zu kommen.

    > Man tut immer so als würde in 2 Jahren alle 1000 Gbits brauchen.

    Ein flächendeckender Glasfaserausbau dauert nach einigen Schätzungen 15 Jahre und nach anderen Schätzungen sogar 20 jahre. Entsprechend geht es nicht um das was in 2 Jahren gebraucht wird sondern das was in 15-20 Jahren gebraucht wird.

    Ich hab bei den Leuten die argumentieren "Wenn es gebraucht wird, dann wird man es schon ausbauen" das Gefühl das sie unterschätzen wie lange so ein Ausbau dauern kann.

    VDSL gibt es schon seit mehr als 10 Jahren und der konzentrierte Ausbau läuft seit etwa 4 Jahren. Trotzdem ist noch jede Menge zu tun. Und beim VDSL Ausbau werden noch nicht mal die letzten Meter zum Kunden angegriffen.

    > Und das Glas 100 Jahre reicht. Ich erinnere mich noch das wir mit ISDN mal
    > das Modernste Netz der Welt hatten.

    Glasfaser hat enorme Reserven. Gigabit ist nur die aktuell unterste Stufe. In Tests wurden schon Geschwindigkeiten von mehreren Terrabit pro Sekunde über eine einzelne Faser geschickt.

    > Die frage ist doch eher so. Ist es nicht eher so das ein paar Freaks ihre
    > Verhalten zum Normalfall erklären was die Benötigte Bandbreite anbelangt.
    >
    > Dann nimm man dann 4 oder 8K Videos. RAW usw. Laden ireh 900 Spiele jeden
    > Tag von Steam usw,
    >
    > Und natürlich wird sich das in2-4 Jahren auf 16,32 98 19282K steigern.

    Wie schon geschrieben. Es geht nicht um 2-4 Jahre sondern eher um 15-20 Jahre.

    > Beispiel
    > Unitymedia: Kunden verbrauchen durchschnittlich 90 Gigabyte im Monat.
    >
    > Nun mag das kontinuierlich steigen aber doch nicht maßlos.

    Der Datenverbrauch pro Monat lag 2016 im Bundesdurchschnitt bei 37,2 GB pro Monat. Im Jahr davor lag er noch bei 31,8 GB pro Monat. Und 2014 lag er noch bei 26,6 GB. Der Verbrauch steigt nicht nur, sondern er steigt auch schneller.

    Hier die kompletten Übersichtsseite dazu: [de.statista.com]

    Und das Unitymedia einen höheren Durchschnitt als die Allgemeinheit hat liegt daran das schnellere Leitungen auch intensiver genutzt werden. Habe ich mehr Möglichkeiten, dann nutze ich diese auch entsprechend.

  11. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: neocron 09.08.17 - 10:47

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein flächendeckender Glasfaserausbau dauert nach einigen Schätzungen 15
    > Jahre und nach anderen Schätzungen sogar 20 jahre. Entsprechend geht es
    > nicht um das was in 2 Jahren gebraucht wird sondern das was in 15-20 Jahren
    > gebraucht wird.
    und in dieses 15-20 Jahren gaebe es fuer einige Anwender KEINE Aenderung ...
    meldest du dich freiwillig?

    > Ich hab bei den Leuten die argumentieren "Wenn es gebraucht wird, dann wird
    > man es schon ausbauen" das Gefühl das sie unterschätzen wie lange so ein
    > Ausbau dauern kann.
    und ich habe das Gefuehl, dass einige Leute nicht verstehen, was ein "inkrementeller" Ausbau ist ...
    und wie dieser eben den laengeren Ausbauzeiten entgegen wirkt!


    > VDSL gibt es schon seit mehr als 10 Jahren und der konzentrierte Ausbau
    > läuft seit etwa 4 Jahren. Trotzdem ist noch jede Menge zu tun. Und beim
    > VDSL Ausbau werden noch nicht mal die letzten Meter zum Kunden
    > angegriffen.
    richtig, und denoch ist der Ausbau damit wesentlich flotter, als wenn man gleich auf FTTH gehen wuerde!
    Mehr Leute, die inkrementell vorteile erhalten, als wenige, die auf absehbarer Zeit einen immensen Vorteil erhalten wuerden ...

    > Glasfaser hat enorme Reserven.
    haelt aber auch nicht 100 Jahre ...

    > Wie schon geschrieben. Es geht nicht um 2-4 Jahre sondern eher um 15-20
    > Jahre.
    in denen ein gewisser Teil der Bevoelkerung ganz auf Upgrades verzichten muss ... weil sie dummerweise in den letzten Jahren dieses Zeitraums geplant waeren!?

    > Der Datenverbrauch pro Monat lag 2016 im Bundesdurchschnitt bei 37,2 GB pro
    > Monat. Im Jahr davor lag er noch bei 31,8 GB pro Monat. Und 2014 lag er
    > noch bei 26,6 GB. Der Verbrauch steigt nicht nur, sondern er steigt auch
    > schneller.
    >
    > Hier die kompletten Übersichtsseite dazu: de.statista.com
    >
    > Und das Unitymedia einen höheren Durchschnitt als die Allgemeinheit hat
    > liegt daran das schnellere Leitungen auch intensiver genutzt werden. Habe
    > ich mehr Möglichkeiten, dann nutze ich diese auch entsprechend.
    oder eben NICHT "entsprechend" ...
    jemand, der ploetzlich doppelte Bandbreite hat, scheint eben nicht ploetzlich doppelten Traffic zu nutzen ...

  12. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: neocron 09.08.17 - 10:51

    drmccoy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leute, die "Gähn..." schreiben um ihre Argumentation mit einer Prise
    > überheblichem Sarkasmus zu würzen, sind mir irgendwie suspekt ...
    Heuchler ... hier hast du noch huebsch zugestimmt

  13. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: /mecki78 09.08.17 - 11:42

    Squirrelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Infrastruktur wird in der Regel für 1 bis 2 Generationen geplant. Also
    > maximal 60 Jahre.

    Und warum sollten LWL Kabel in 60 Jahren aufhören zu funktionieren? Verrotten die? Kommt dann der Marder und frisst die? Derzeit fahren wir nur MBit/s über LWL Kabel, aber die aktuellen LWL Netze sind alle für 1,25 GBit/s pro Faser ausgelegt und ein Kabel (also das ummantelte Ding, das aussieht wie ein Kupferkabel und ca. 1 cm dick ist) hat typischer Weise 144 Fasern. D.h. mit der heutigen Technik bekommt man schon 180 GBit/s über eine einziges LWL Kabel.

    Wohlgemerkt mit der heutigen Technik. Denn dass es auch möglich ist mehrere TBit/s über eine LWL Faser zu bekommen, das wurde bereits mehrfach bewiesen. Denn während wir bei Kupfer gerade am Ende der Fahnenstange sind und jetzt schon anfangen im Physikalischen Grenzbereich zu arbeiten (da werden schon mikroskopische Lufteinschlüsse im Kupfer ausgenutzt, die man eigentlich gar nicht haben will, da sie die Impedanz negativ beeinflussen, bei sehr hohen Frequenzen aber die Daten quasi "tunneln" können), sind wir bei LWL noch am Anfang, sprich bei LWL sind wie dort, wo wir bei Kupfer vor 100 Jahren waren und da hatte auch keiner davon geträumt, das man mal GBit/s über ein Kupferkabel übertragen könnte, da war nicht einmal 1 MBit/s vorstellbar.

    Es geht nicht um die Treiber an den Enden, als das, was du an das LWL anschließt, das wird man vielleicht alles 10-20 Jahre wechseln müssen, so wie das heute bei Kupfer ja auch etwa alle 10 Jahre passiert. Es geht um das Kabel selber und das wird auch in 100 Jahren noch da liegen und benutzt werden. So wie heute auch noch Kupferkabel benutzt werden, die schon seit 100 Jahren irgendwo herum liegen.

    Denn egal wie schnell Funk auch werden mag, du musst du dir einen Funkkanal immer mit anderen Nutzern teilen, aber dein Kabel ist dein Kabel, das teilst du mit niemanden. Lass LTE bis dahin 100 GBit/s schaffen, bei nur 100 aktiven Nutzern in der Zelle sind das dennoch nur 1 Gbit/s pro Nutzer und das auch nur im besten Optimalfall. Mit einer LWL Leitung wirst du deutlich mehr bekommen als das und das in jedem Fall und garantiert immer, egal wie viele Nutzer, egal wie weit du vom Verteiler weg wohnst, egal wie das Wetter ist, egal wie viele Störquellen es gibt, ist alles egal. Daher kann Funk LWL nicht ersetzen, nur ergänzen.

    /Mecki

  14. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: RipClaw 09.08.17 - 12:08

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein flächendeckender Glasfaserausbau dauert nach einigen Schätzungen 15
    > > Jahre und nach anderen Schätzungen sogar 20 jahre. Entsprechend geht es
    > > nicht um das was in 2 Jahren gebraucht wird sondern das was in 15-20
    > Jahren
    > > gebraucht wird.
    > und in dieses 15-20 Jahren gaebe es fuer einige Anwender KEINE Aenderung
    > ...
    > meldest du dich freiwillig?

    Ich habe meine 15 Jahre ohne Änderungen mit 384 kbit/s schon abgesessen. Danke auch.

    Zudem habe ich mich mit keinem Wort gegen den FTTC Ausbau ausgesprochen. Ich habe nur erklärt das der Betrachtungszeitraum beim Glasfaserausbau wesentlich länger ist als die 2-4 Jahre die Koto angesprochen hat.

    > > Ich hab bei den Leuten die argumentieren "Wenn es gebraucht wird, dann
    > wird
    > > man es schon ausbauen" das Gefühl das sie unterschätzen wie lange so ein
    > > Ausbau dauern kann.
    > und ich habe das Gefuehl, dass einige Leute nicht verstehen, was ein
    > "inkrementeller" Ausbau ist ...
    > und wie dieser eben den laengeren Ausbauzeiten entgegen wirkt!
    >
    > > VDSL gibt es schon seit mehr als 10 Jahren und der konzentrierte Ausbau
    > > läuft seit etwa 4 Jahren. Trotzdem ist noch jede Menge zu tun. Und beim
    > > VDSL Ausbau werden noch nicht mal die letzten Meter zum Kunden
    > > angegriffen.
    > richtig, und denoch ist der Ausbau damit wesentlich flotter, als wenn man
    > gleich auf FTTH gehen wuerde!
    > Mehr Leute, die inkrementell vorteile erhalten, als wenige, die auf
    > absehbarer Zeit einen immensen Vorteil erhalten wuerden ...

    Bei den VDSL Befürwortern klingt das immer so als wäre so ein Ausbau in 2 Wochen durch. Das dauert schon um einiges länger. Alleine die Planung verschlingt 6 Monate und mindestens nochmal 6 Monate gehen für die Bauarbeiten drauf. Und das nur im besten Fall.

    Ein inkrementeller Ausbau ist es nur dann wenn nach dem aktuellen Ausbau wirklich ein weiterer realer Ausbau erfolgt. Aber genau die Aussage in dem Artikel, das eher auf Hybridlösungen gesetzt wird, lässt daran Zweifel aufkommen da für Hybrid kein Ausbau vom Festnetz durchgeführt werden muss. Und Super Vectoring ist eigentlich eine Aufweitung des Frequenzsprektrums für VDSL und etwas bessere Signalverarbeitung. Bauliche Maßnahmen müssen für Super Vectoring nicht durchgeführt werden.

    > > Glasfaser hat enorme Reserven.
    > haelt aber auch nicht 100 Jahre ...

    Die theoretischen Grenzen liegen nochmal um einiges weiter oben als das was heute technisch genutzt werden kann. Zudem wüsste ich nicht was Glasfaser dann noch ersetzen könnte.

    > > Wie schon geschrieben. Es geht nicht um 2-4 Jahre sondern eher um 15-20
    > > Jahre.
    > in denen ein gewisser Teil der Bevoelkerung ganz auf Upgrades verzichten
    > muss ... weil sie dummerweise in den letzten Jahren dieses Zeitraums
    > geplant waeren!?

    Schon jetzt muss ein gewisser Teil der Bevölkerung auf ein Upgrades verzichten wenn denn nicht der Staat einschreitet und mit Förderung einen Ausbau ermöglicht.

    Aber das ist eigentlich nicht das Thema. Ich hab lediglich darauf hingewiesen das der Betrachtungszeitraum zu kurz gedacht ist.

    > > Der Datenverbrauch pro Monat lag 2016 im Bundesdurchschnitt bei 37,2 GB
    > pro
    > > Monat. Im Jahr davor lag er noch bei 31,8 GB pro Monat. Und 2014 lag er
    > > noch bei 26,6 GB. Der Verbrauch steigt nicht nur, sondern er steigt auch
    > > schneller.
    > >
    > > Hier die kompletten Übersichtsseite dazu: de.statista.com
    > >
    > > Und das Unitymedia einen höheren Durchschnitt als die Allgemeinheit hat
    > > liegt daran das schnellere Leitungen auch intensiver genutzt werden.
    > Habe
    > > ich mehr Möglichkeiten, dann nutze ich diese auch entsprechend.
    > oder eben NICHT "entsprechend" ...
    > jemand, der ploetzlich doppelte Bandbreite hat, scheint eben nicht
    > ploetzlich doppelten Traffic zu nutzen ...

    Sag das mal jemandem der von 384 kbit/s auf 50 Mbit/s springt. Bei dem explodiert geradezu das Datenvolumen da er dann Streaming in HD nutzen kann und ähnliches.

  15. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: /mecki78 09.08.17 - 12:09

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und ich habe das Gefuehl, dass einige Leute nicht verstehen, was ein
    > "inkrementeller" Ausbau ist ...

    Während andere nicht verstehen, dass inkrementeller Ausbau ca. 10x so teuer ist in der Gesamtrechnung, was den Firmen aber egal sein kann, weil du als Kunde das bezahlst. Noch dazu wird Infrastruktur geschaffen, die hinterher keiner mehr braucht und die man dann wieder abreißen wird (jede Wette; denn mit LWL braucht du keine Outdoor DSLAMs die kostbare Fläche belegen und das Stadtbild noch weiter verunstalten, weil ein LWL kommt locker 50 km ohne Verstärker) und auch deren Abriss wirst du, der Kunde, bezahlen.

    Wenn du also der Telekom schön 45 Euro im Monat bezahlst, dann sind mindestens alleine 5 Euro davon für die falsche Ausbaustrategie. Bei 10 Mio Kunden sind das 50 Mio Euro im Monat, 600 Mio Euro im Jahr, 6 Mrd Euro auf 10 Jahre die du dafür zahlst, dass die Telekom inkrementell ausbaut. Klar, LWL verlegen hätte auch was gekostet, aber eben nicht so viel. Hier wird nur immer der Fehler gemacht die Kosten von LWL den Kosten für eine Stufe des Inkrementellen Ausbaus gegenüber zu stellen (z.B. LWL vs die Kosten VDSL2 zu VDSL2+Vectoring auszubauen, was eben nur eine einzige Stufe ist!), was aber Unfug ist, man muss den Gesamtkosten alles inkrementellen Stufen gegenüberstellen bis es keine mehr gibt weil dann auch die Telekom FTTH erreicht hat (sprich: Allen Stufen die bereits passiert sind in den letzten 10 Jahren, dass schließt den kompletten VDSL2 Ausbau und alle Outdoor DSLAMs mit ein und alle Stufen, die noch passieren werden, Vectoring, G.fast und was alles noch kommt) und dann sieht das nämlich auf einmal ganz anders aus.

    Denn wenn ich eine Baufirma beauftrage die ersten 10 Meter einer Straße aufzureißen, damit ich VDSL2 verlegen kann, dann aber 5 Jahre später die nächsten 50 Meter aufreißen muss, weil ich bei G.fast noch näher an die Häuser muss und dann in weiteren 5 Jahren weiter 250 Meter, um für den G.fast Nachfolger noch näher ran zu kommen, um dann in nochmal 5 Jahren die LWL Kabel direkt in die Keller zu legen, wofür ich ja auch wieder fast die Straße aufreißen muss, dann ist das erheblich teurer als wenn ich einer Baufirma heute sage "Reißt einmal die komplett Straße von Anfang bis Ende auf, legt dann Kabel in alle Häuser und dann alles wieder zu machen". Die dreimaligen Baukosten für DSLAMs/Verteiler habe ich mir dann auch komplett geschenkt (brauch ich nicht bei LWL) und das teuersten ist ja die Arbeitszeit, sprich Lohnkosten, und Lohnkosten kennen nur eine Richtung, oder denkt du in 15 Jahren verdienen Arbeiter weniger als heute und Arbeitszeit wird billiger?

    Inkrementeller Ausbau, das ist wie Ratenzahlung mit hohem Zinssatz. Ja, du musst nicht so viel Geld auf einmal zahlen, ja du zahlst immer nur klein Häppchen, was dir natürlich die Illusion vermittelt, dass das alles nicht so teuer ist, weil wer hat schon die Gesamtkosten im Blick? Kostet dich nur 150 Euro im Monat klingt nicht schlimm, sind aber 1800 Euro im Jahr und 3600 auf zwei Jahre. 150 mag nicht viel sein, 3600 sind viel. Vor allem dann, wenn du ohne Raten das gleiche Teil für 3200 bekommen hättest. Was du alles für diese 400 Euro hättest kaufen können, aber so sind die einfach nur weg für nichts, kein Mehrwert für dich, nur irgendwer der gut an dir verdient hat.

    Die Kupferkabel sind wie ein altes Auto, dass die Telekom irgendwann mal gekauft hat und jetzt mit aller Gewalt am Leben halten will. Aber die Reparaturen werden immer zahlreicher, die Kosten werden immer höher (jeder Ausbau ist teurer als der Ausbau davor). Irgendwann sagt da jeder "Leute, das lohnt sich nicht mehr! Lasst uns das Auto verschrotten und einfach ein neues kaufen! All das Geld, das wir in Reparaturen des alten stecken, das wäre schon mehr als die Anzahlung auf den neuen gewesen! Nur so haben wir nach wie vor ein altes Auto, statt einen Neuwagen". Und dieser Punkt ist schon längst erreicht. Er war schon vor dem VDSL2 Ausbau erreicht, weil das Geld, dass in VDSL2 investiert wurde, das wäre in einem LWL Netz besser und zukunftssichere investiert gewesen (und wir sprechen hier von verdammt viel Geld, schau dir doch mal die Zahlen an!)

    /Mecki

  16. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: friskie 09.08.17 - 12:53

    Dankeschön!

  17. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: /mecki78 09.08.17 - 12:54

    Du stellst die falsche Frage. Du fragst "Was bitte, das man heute machen kann, braucht so viel Bandbreite". Antwort: Nichts. Aber es geht ja nicht um heute. Es war nicht so, dass wir alle eine Geschwindigkeit hatten, dann kamen Onlinedienste, die damit nicht mehr liefern und daher haben wir die Netze ausgebaut. Sondern wir haben erst die Netze gebaut und jetzt, wo jeder mehr Bandbreite hatte, jetzt wurde diese auch genutzt, sprich, erst kam die Bandbreite, dann kamen die Dienste, die sie brauchen.

    Denn wie soll ein Geschäftsmodell funktionieren, wenn du einen Dienst betreibst, der Bandbreiten benötigt, die aber kein Nutzer da draußen zur Verfügen hat? Dann nutzt keiner deinen Dienst und du gehst bankrott. Daher werden Dienste immer so gebaut, dass sie mit den derzeitigen Bandbreiten auskommen. D.h. aber nicht, dass Leute nicht Ideen für Dienste haben, die derzeit eben nur an zu wenig Bandbreite scheitern. Mangelnde Bandbreite ist quasi ein Innovationshemmnis, weil solange die Bandbreite nicht verfügbar ist kommt die Innovation nicht die sie braucht.

    Gestern hab ich ein Update herunter geladen. Über 4 GByte. Als das schnellste noch ISDN war hätte jeder mich für verrückt erklärt, wenn ich ein Produkt vorstelle, das man online updaten kann und wo ein Update 4 GByte braucht. Damals hätte man das bestenfalls auf 7 CDs ausliefern können und alleine für diese Idee hätte man mich für verrückt erklärt.

    Heute gibt es Leute die haben Ideen, wo ein Update vielleicht 500 GB braucht und wenn das heute jemand vorschlägt, du würdest ihn für verrückt erklären. Schon alleine deswegen, weil viele Nutzer nicht einmal so viel lokalen Speicherplatz haben. Nur, warum überhaupt lokal speichern? Das machen wir doch nur, weil wir nicht genug Bandbreite haben. Wenn ein Spiel seine Level Daten mindestens genauso schnell direkt vom Server des Herstellers herunterladen kann wie das Laden von der lokalen Platte braucht, warum dann diese Daten überhaupt noch dort ablegen? Viele Spiele brauchen sowieso always-on, die laufen gar nicht mehr ohne Internet. Bei 100 GBit/s kann ich locker 8 GByte die Sekunde laden, sprich ein Level könnte 8 GByte groß sein und wäre in knapp einer Sekunde geladen. Kopierschutz brauchst du dann auch nicht mehr, weil wer keine Lizenz hat, der bekommt auch keine Leveldaten vom Server (nie wieder Ärger mit Kopierschutz!)

    Bei 100 GBit/s fühlt sich Remote Desktop genauso an wie vor'm Rechner direkt sitzen, sieht auch so aus. Mit 16 Gbit/s kannst du UHD Bilder unkomprimiert mit 60 FPS Streamen! Und ich meine hier nicht nur für Filme, du kannst ja auch die Bildschirmausgabe einer App oder eines Spiels damit streamen. Warum überhaupt noch einen hochwertigen Rechner haben? Du braucht nur noch ein Gerät mit Tastatur, Maus/Trackepad und Monitor, sowie einen 100 GBit/s Netzwerkport. Die CPU kann eher schwach sein, die GPU muss nicht mal 3D können. Und dann? Dann mietest du dir einfach eine fette Kiste in der Cloud, mit richtig viel Rechenpower, mehr RAM als andere Platz auf der SSD haben, mit GPU Cluster, ein Teil wogegen dein Rechner daheim aussieht wie ein Taschenrechner, und das ist dein Computer. Deine Tastatur/Maus eingaben werde zu dem gesendet und seine Bildschirmausgabe und der Ton werden zu dir gestreamed. Zahlen musst du nur Pay-per-Use, d.h. wenn du das Teil nur 3 Stunden am Tag nutzt zahlst du auch nur für die 3 Stunden. Braucht du mal keine so starke Kiste, dann nutzt du eben eine schwächere. Es gibt Cloud Hoster, da kannst du in Sekunden hin und her springen, denn dein System ist nur eine VM und wo diese VM läuft, das ist ihr egal. Sprich: Du kannst dann bei jedem Boot entscheiden wie viel Rechenpower, RAM und GPU Power du braucht und entsprechend ist dann der Preis pro Stunde. Nur um mal ein Beispiel zu nennen, was man mit so viel Bandbreite anfangen kann.

    Ja, ich weiß, das gefällt vielen wieder nicht, aber die Menschen müssen sich mal vom Besitzzwang entledigen. Ich habe kein Auto, weil ich so gerne ein Auto besitze. Hoher Kaufpreis, Tankkosten, KFZ Steuer, Maut, Versicherungen, Wartungskosten, Reparaturkosten, TÜV, Waschanlage, etc.... könnte ich jederzeit und überall in Deutschland (auch am Dorf!) ein Auto mieten, immer garantierte Verfügbarkeit und zu einen vernünftigen Preis und nur für die Zeit, die ich es auch wirklich brauche, ich würde das sofort machen, weil das würde mir Unmengen an Geld einsparen! Ja, ich besitze dann kein Auto... und? Was für einen Nachteil hätte ich dadurch?

    Es gab auch mal eine Zeit, wo jeder unbedingt Musik "besitzen wollte". Heute haben Spotify und Apple zusammen 87 Mio Kunden, die dafür zahlen Musik hören zu können, ganz ohne sie zu besitzen. Denn die können 30 Mio Songs hören, denn wer bitte besitzt 30 Mio Songs? Die würden bei 1 Euro pro Song ja 30 Mio Euro kosten und bräuchten über 200 GByte Speicherplatz. Für immer mehr Leute ist Besitz nur Ballast, der sie unflexibel macht. Er braucht Staubraum und Staubraum ist teuer. Schon der Volksmund wusste "Immobilien machen immobil". Und ob man digitale Güter aus Bits und Bytes wirklich besitzen kann, puuhh, das ist nicht so einfach. Meistens gibt es da gar keinen Besitz, was du kaufst sind sowieso nur Nutzungsrechte, also die Erlaubnis es zu nutzen, du zahlst nicht wirklich für die Bits.

    Google, Apple, Microsoft, und Amazon planen alle schon lange für den Tag, wenn Computer selber nur noch in der Cloud existieren, auch für private Endnutzer, die dann nur noch über Geräte verfügen auf denen quasi ein Screen Scharing Client läuft. Was hier noch fehlt um das heute zu verwirklichen, dass ist die Bandbreite. An der scheitert es heute noch, weil mit 100 oder 200 Mbit/s macht das keinen Spaß. Schon gar nicht wenn sich die dann noch 5 Leute in der Familie teilen müssen.

    /Mecki

  18. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: neocron 09.08.17 - 13:01

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe meine 15 Jahre ohne Änderungen mit 384 kbit/s schon abgesessen.
    > Danke auch.
    es gibt kein "Absitzen" ... du hattest Pech diesbezueglich, dich nicht gekuemmert, oder andere Vorzuege dort, die wichtiger waren ...
    es ist AUCH deine Entscheidung ... damit zu leben!

    > Zudem habe ich mich mit keinem Wort gegen den FTTC Ausbau ausgesprochen.
    > Ich habe nur erklärt das der Betrachtungszeitraum beim Glasfaserausbau
    > wesentlich länger ist als die 2-4 Jahre die Koto angesprochen hat.
    und diese AUssage ist voelliger Bullshit ...
    der Betrachtungszeitraum kann bei FTTC der SELBE sein ... da es sich eben um einen inkrementellen Ausbau handelt!
    Ob ich in 20 Jahre FTTH Ausbaue, oder in 25 Jahren FTTH aber vorher FTTC, macht in der Langfristigen Sicht nur wenig Unterschied ...
    kurzfristig, haben jedoch mehr Haushalte einen Vorteil!
    Der Vergleich von FTTH mit FTTC in dieser Hinsicht macht ueberhaupt keinen Sinn ... denn das Ausbauziel ist immernoch das Gleiche ... jeder weiss das!


    > Bei den VDSL Befürwortern klingt das immer so als wäre so ein Ausbau in 2
    > Wochen durch. Das dauert schon um einiges länger. Alleine die Planung
    > verschlingt 6 Monate und mindestens nochmal 6 Monate gehen für die
    > Bauarbeiten drauf. Und das nur im besten Fall.
    Und? Was aendert das daran, dass der Vorteil dann immer noch wesentlich frueher bei mehr Haushalten ankommt, als bei einem FTTH Ausbau?
    Und obendrein hat es noch einen weiteren Vorteil ... die Anbieter WOLLEN es!
    Sie machen es auf eigene Vorleistung ... etwas, was bei FTTH eben nur im geringen Umfang passiert ...

    > Ein inkrementeller Ausbau ist es nur dann wenn nach dem aktuellen Ausbau
    > wirklich ein weiterer realer Ausbau erfolgt. Aber genau die Aussage in dem
    > Artikel, das eher auf Hybridlösungen gesetzt wird, lässt daran Zweifel
    > aufkommen da für Hybrid kein Ausbau vom Festnetz durchgeführt werden muss.
    > Und Super Vectoring ist eigentlich eine Aufweitung des Frequenzsprektrums
    > für VDSL und etwas bessere Signalverarbeitung. Bauliche Maßnahmen müssen
    > für Super Vectoring nicht durchgeführt werden.
    doch muessen sie ... weil jede derzeit bekannte Kupfertechnologie mit hoeheren Bandbreiten gleichzeitig die Distanzen verkuerzt, auf denen eben diese Bandbreiten angeboten werden!
    es koennen eben nicht alle, die zur Zeit auf VDSL 50 MBit bekommen, auch dann hoehere Bandbreiten mit Supervectoring erhalten!
    Die Limitierung kennt man, wenn ich jetzt 500k Haushalte mit VDSL erreiche, kann ich nicht mit einem Einfachen Tausch der Hardware an beiden Enden Supervectoring bei der gleichen Anzahl der Anschluesse anbieten!

    > Die theoretischen Grenzen liegen nochmal um einiges weiter oben als das was
    > heute technisch genutzt werden kann. Zudem wüsste ich nicht was Glasfaser
    > dann noch ersetzen könnte.
    Glasfaser selbst, denn die Fasern halten schlicht nicht unendlich lange!

    > Schon jetzt muss ein gewisser Teil der Bevölkerung auf ein Upgrades
    > verzichten wenn denn nicht der Staat einschreitet und mit Förderung einen
    > Ausbau ermöglicht.
    richtig, und es soll besser sein, wenn dann noch weitaus mehr warten muessen?

    > Aber das ist eigentlich nicht das Thema. Ich hab lediglich darauf
    > hingewiesen das der Betrachtungszeitraum zu kurz gedacht ist.
    zu kurz wofuer?
    was soll bitte dei Gefahr sein? Die leute koennen nicht sofort 8K Inhalte geniessen?

    > Sag das mal jemandem der von 384 kbit/s auf 50 Mbit/s springt. Bei dem
    > explodiert geradezu das Datenvolumen da er dann Streaming in HD nutzen kann
    > und ähnliches.
    und du meinst, der hat dann ploetzlich das 130fache an Traffic?

  19. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: PiranhA 09.08.17 - 13:40

    Natürlich kostet ein inkrementeller Ausbau mehr. Keine Frage. Allerdings bei weitem nicht so viel, wie du hier meinst. Und das entscheidende ist, man bekommt schneller Ergebnisse. Ein kompletter FTTH-Ausbau dürfte mindestens 15 Jahre dauern und ein bürokratischer Alptraum werden, weil sich viele Hausbesitzer dagegen wehren werden. Bis dahin dürfen noch viele mit < 6 MBit surfen.

  20. Re: Es geht nicht um jetzt

    Autor: neocron 09.08.17 - 13:40

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Während andere nicht verstehen, dass inkrementeller Ausbau ca. 10x so teuer
    > ist
    Bullshit!
    Ich gehe jede Wette ein der ist nichteinmal doppelt so teuer ...
    laecherliche Uebertreibung!

    > in der Gesamtrechnung, was den Firmen aber egal sein kann, weil du als
    > Kunde das bezahlst.
    richtig! Weil du als Kunde zu geizig, zu faul und zu unorganisiert bist es selbst in Auftrag zu geben ...


    > Noch dazu wird Infrastruktur geschaffen, die hinterher
    > keiner mehr braucht und die man dann wieder abreißen wird (jede Wette; denn
    > mit LWL braucht du keine Outdoor DSLAMs die kostbare Fläche belegen und das
    > Stadtbild noch weiter verunstalten, weil ein LWL kommt locker 50 km ohne
    > Verstärker) und auch deren Abriss wirst du, der Kunde, bezahlen.
    Richtig, und?
    das sind Peanutes im Vergleich zu den Kosten die rein auf den FTTH Ausbau fallen!
    Zumal die Aussage Quatsch ist ... fuer GPON oder APON brauchst du denoch Verteiler auf der Strasse!

    > Wenn du also der Telekom schön 45 Euro im Monat bezahlst, dann sind
    > mindestens alleine 5 Euro davon für die falsche Ausbaustrategie.
    welche "falsche" Ausbaustrategie ... da ist nichts falsch dran, ausser in deinem naiven Koepfchen ...
    fuer mich ist es die voellig richtige Ausbaustrategie ... denn die Mehrheit der Kunden scheisst darauf! Die Mehrheit interessiert die Bandbreite nicht mal wirklich ... sonst waeren die Aufschreie weit groesser!
    Sie wollen keine Gebuehren fuer Anschluss bezahlen ... es sollen sich gefaelligst andere darum scheren auszubauen ...

    > Bei 10 Mio
    > Kunden sind das 50 Mio Euro im Monat, 600 Mio Euro im Jahr, 6 Mrd Euro auf
    > 10 Jahre die du dafür zahlst
    ach quatsch ... mach gleich 10 Mrd. daraus ... wenn wir schon voellig willkuerliche Zahlen hervorrufen!
    Runden wir einfach auf auf 20 Mrd im Jahr!

    >, dass die Telekom inkrementell ausbaut. Klar,
    > LWL verlegen hätte auch was gekostet, aber eben nicht so viel.
    aber eben auch nicht immens weniger ... das ist der Punkt ... die Mehrkosten sind da, keine Frage!
    Nur was interessiert das bitte, ob man fuer den Ausbau 80 oder 90 Mrd hinlegt?
    oder 80 statt 60?
    Entgegen deiner voellig schwachsinnigen Aussage oben, steht naemlich nicht die Frage im Raum ob man zwischen 80 und 800 Mrd waehlen muss ...

    > Hier wird
    > nur immer der Fehler gemacht die Kosten von LWL den Kosten für eine Stufe
    > des Inkrementellen Ausbaus gegenüber zu stellen (z.B. LWL vs die Kosten
    > VDSL2 zu VDSL2+Vectoring auszubauen, was eben nur eine einzige Stufe ist!),
    > was aber Unfug ist, man muss den Gesamtkosten alles inkrementellen Stufen
    > gegenüberstellen bis es keine mehr gibt weil dann auch die Telekom FTTH
    > erreicht hat (sprich: Allen Stufen die bereits passiert sind in den letzten
    > 10 Jahren, dass schließt den kompletten VDSL2 Ausbau und alle Outdoor
    > DSLAMs mit ein und alle Stufen, die noch passieren werden, Vectoring,
    > G.fast und was alles noch kommt) und dann sieht das nämlich auf einmal ganz
    > anders aus.
    Richtig, es sieht sogar gewaltig anders aus ...
    die Kunden HABEN in diesen Zeiten fuer die Mehrkosten auch einen Vorteil! Es haben bereits jetzt Leute 50 oder 100 MBit, ueber Kabel sogar bis zu 400 MBit. JETZT ... und nicht erst, wenn der FTTH Ausbau irgend wann mal bei ihnen ankommt!
    Und das ohne Tiefbau im eigenen Garten ...


    > Denn wenn ich eine Baufirma beauftrage die ersten 10 Meter einer Straße
    > aufzureißen, damit ich VDSL2 verlegen kann, dann aber 5 Jahre später die
    > nächsten 50 Meter aufreißen muss, weil ich bei G.fast noch näher an die
    > Häuser muss und dann in weiteren 5 Jahren weiter 250 Meter, um für den
    > G.fast Nachfolger noch näher ran zu kommen, um dann in nochmal 5 Jahren die
    > LWL Kabel direkt in die Keller zu legen, wofür ich ja auch wieder fast die
    > Straße aufreißen muss, dann ist das erheblich teurer als wenn ich einer
    > Baufirma heute sage "Reißt einmal die komplett Straße von Anfang bis Ende
    > auf, legt dann Kabel in alle Häuser und dann alles wieder zu machen".
    richtig, es ist teurer ... nur weit entfernt von 10x so teuer ... wohl nichteinmal doppelt so teuer!
    Und fuer die Mehrkosten, hat man auch MEHR Leute eher mit MEHR Bandbreite versorgt!

    > Die
    > dreimaligen Baukosten für DSLAMs/Verteiler habe ich mir dann auch komplett
    > geschenkt (brauch ich nicht bei LWL) und das teuersten ist ja die
    > Arbeitszeit, sprich Lohnkosten, und Lohnkosten kennen nur eine Richtung,
    > oder denkt du in 15 Jahren verdienen Arbeiter weniger als heute und
    > Arbeitszeit wird billiger?
    aber natuerlich wird sie das ... denn die Lohnkosten steigen langsamer als die Inflation!
    Die Frage ist also nur, ob die Anbieter ihre Umsaetze noch mehr steigern koennen in dieser Zeit!

    > Inkrementeller Ausbau, das ist wie Ratenzahlung mit hohem Zinssatz. Ja, du
    > musst nicht so viel Geld auf einmal zahlen, ja du zahlst immer nur klein
    > Häppchen, was dir natürlich die Illusion vermittelt, dass das alles nicht
    > so teuer ist, weil wer hat schon die Gesamtkosten im Blick? Kostet dich nur
    > 150 Euro im Monat klingt nicht schlimm, sind aber 1800 Euro im Jahr und
    > 3600 auf zwei Jahre. 150 mag nicht viel sein, 3600 sind viel. Vor allem
    > dann, wenn du ohne Raten das gleiche Teil für 3200 bekommen hättest. Was du
    > alles für diese 400 Euro hättest kaufen können, aber so sind die einfach
    > nur weg für nichts, kein Mehrwert für dich, nur irgendwer der gut an dir
    > verdient hat.
    natuerlich hast du einen Mehrwert ... eher mehr Bandbreite! DAS ist der Mehrwert!
    Anstatt 10, 15 oder 20 Jahre zu warten, bis ein Ausbau bei mir ist, hast du die Chance nur 5 Jahre warten zu muessen um bessere Bandbreiten zu ergattern ...
    Ratenzahlung IST eine Alternative, was glaubst du warum Kreditinstitute Werbung schalten? Warum man mit niedrigen Zinsen beim Autokauf wirbt, oder mit Finanzierungsmoeglichkeiten im Mediamarkt!
    Was glaubst du warum leute Autos und Haeuser auf Raten bezahlen, weil sie nicht verstanden haben, dass es billiger waere es direkt vollstaendig zu begleichen?
    Der Vorteil ist, schlicht, dass man es eher bekommt und nutzen kann!
    Also lueg hier nichts vor von wegen "kein Vorteil" ... die Ignoranz ist deine Schuld, nicht meine!

    > Die Kupferkabel sind wie ein altes Auto, dass die Telekom irgendwann mal
    > gekauft hat und jetzt mit aller Gewalt am Leben halten will. Aber die
    > Reparaturen werden immer zahlreicher, die Kosten werden immer höher (jeder
    > Ausbau ist teurer als der Ausbau davor).
    Natuerlich werden sie es ... denn jeder Ausbau ist ein Schritt hin zu einer FTTH Architektur, die nunmal das teuerste ist ...
    es ist absolut logisch, dass ich mit jedem Schritt zum Kunden hin hoehere Kosten habe ... danke Captain ...

    > Irgendwann sagt da jeder "Leute,
    > das lohnt sich nicht mehr! Lasst uns das Auto verschrotten und einfach ein
    > neues kaufen! All das Geld, das wir in Reparaturen des alten stecken, das
    > wäre schon mehr als die Anzahlung auf den neuen gewesen! Nur so haben wir
    > nach wie vor ein altes Auto, statt einen Neuwagen".
    naechste Luege ...
    mit dem schrittweise Basteln hier HAT man am Ende einen Neuwagen ...
    genau deshalb Hinkt dein Vergleich ...
    Man schraubt eben nicht an einem alten Auto und haelt es am Leben, sondern man ersetzt es stueck fuer stueck ... erst der Motor wird ersetzt, dann die Sitze innen und am Ende HAT man ein neues Auto ...

    > Und dieser Punkt ist
    > schon längst erreicht.
    sagt wer? du? aha ... die Telekom und andere Anbieter sind NICHT dieser Meinung ...

    > Er war schon vor dem VDSL2 Ausbau erreicht, weil das
    > Geld, dass in VDSL2 investiert wurde, das wäre in einem LWL Netz besser und
    > zukunftssichere investiert gewesen (und wir sprechen hier von verdammt viel
    > Geld, schau dir doch mal die Zahlen an!)
    Aha, was waere besser daran, wenn ma ndas Geld genommen haette, was 100 Leuten 50 Mbit gibt, und es statt dessen darin gesteckt haette 5 Leuten 1000 MBit zu bringen?
    das ist wohl nur besser, wenn man einer der 5 Leute ist, oder?

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