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Lügen vs. alternative Fakten

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  1. Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Rudi Mental 07.08.20 - 09:45

    Vorweg, Danke auch von mir für den Artikel.

    Aber warum wird in letzter Zeit in Medien immer von "unrichtigen Aussagen", "alternative Fakten" und "Unwahrheit" gesprochen? Warum wird es nicht wie früher als Lügen bezeichnet?
    Macht es juristisch einen Unterschied? Werden die Medien eher verklagt?
    Es sind unsere Volksvertreter und da sollte man, meiner Meinung nach, offen drüber sprechen können und falsche Inhalte auch nicht durch pseudo-politisch korrekte Ausdrücke nicht verharmlosen. Es wird auch von der Politik gegen Fake-News vorgegangen, dann sollte man auch dies hier beim Namen nennen.

  2. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Dwalinn 07.08.20 - 09:50

    Ich denke mal ne Lüge klingt nach etwas das vorsätzlich ist. Alternative Fakten basieren wahrscheinlich eher auf Dummheit oder einen "Tunnelblick" der ein Teil der Fakten ausblendet.

  3. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Muhaha 07.08.20 - 09:58

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alternative
    > Fakten basieren wahrscheinlich eher auf Dummheit oder einen "Tunnelblick"
    > der ein Teil der Fakten ausblendet.

    Und genau deswegen sollte man es sich abgewöhnen diese Begriffe zu verwenden, wenn Leute ganz offensichtlich lügen. Was meistens der Fall ist. Röttgen weiß ganz genau, was er sagt. Röttgen lügt!

  4. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Rudi Mental 07.08.20 - 10:01

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke mal ne Lüge klingt nach etwas das vorsätzlich ist. Alternative
    > Fakten basieren wahrscheinlich eher auf Dummheit oder einen "Tunnelblick"
    > der ein Teil der Fakten ausblendet.

    Ja, aber gerade wenn Personen schon auf Fehler aufmerksam gemacht wurden, die Aussagen aber dennoch wiederholen, dann ist das Vorsatz und definitiv eine absichtliche Lüge.
    Oder aber, wie Du schriebst, Dummheit. Dann sollte man vielleicht bei so einem Artikel die Frage stellen, ob der entsprechende Politiker etwas dafür kann. Vielleicht wurde er als Kind zu heiß gebadet oder öfters fallen gelassen. Und man sollte dann auch gleich öffentlich die Frage stellen, ob das dann der richtige Job für diesen Politiker ist.

  5. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: nf1n1ty 07.08.20 - 10:07

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke mal ne Lüge klingt nach etwas das vorsätzlich ist. Alternative
    > Fakten basieren wahrscheinlich eher auf Dummheit oder einen "Tunnelblick"
    > der ein Teil der Fakten ausblendet.

    Im Ursprung ging es aber tatsächlich um eine Rechtfertigung einer glatten Lüge -> der Publikumsgröße bei der Amtseinführung Donald Trumps. Orwellsches Neusprech erster Güte.

    Deshalb ist auch die Verwendung des Begriffs nicht ganz unpassend, da der Leser weiß/wissen kann, was hinter dem Ausdruck steht.

    Man muss ja auch in Texten nicht immer alles stumpf beschreiben und als Stilmittel ist das für mich völlig in Ordnung.

    ___________________________________________________________
    Wenn einer fuddelt, dann klatscht et. Echt jetzt Junge!

  6. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: demon driver 07.08.20 - 10:13

    Rudi Mental schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorweg, Danke auch von mir für den Artikel.
    >
    > Aber warum wird in letzter Zeit in Medien immer von "unrichtigen Aussagen",
    > "alternative Fakten" und "Unwahrheit" gesprochen? Warum wird es nicht wie
    > früher als Lügen bezeichnet?
    > Macht es juristisch einen Unterschied? Werden die Medien eher verklagt?
    > Es sind unsere Volksvertreter und da sollte man, meiner Meinung nach, offen
    > drüber sprechen können und falsche Inhalte auch nicht durch
    > pseudo-politisch korrekte Ausdrücke nicht verharmlosen. Es wird auch von
    > der Politik gegen Fake-News vorgegangen, dann sollte man auch dies hier
    > beim Namen nennen.

    Klar ist da ein inhaltlicher und auch ein juristischer Unterschied. "Unwahrheit" lässt sich leichter beweisen als "Lüge". "Lüge" setzt Absicht voraus, und eine solche Absicht, auch wenn sie für den Beobachter offensichtlich scheinen mag, ist sehr oft eben nicht zweifelsfrei nachzuweisen.

  7. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: iu3h45iuh456 07.08.20 - 10:16

    Rudi Mental schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorweg, Danke auch von mir für den Artikel.
    >
    > Aber warum wird in letzter Zeit in Medien immer von "unrichtigen Aussagen",
    > "alternative Fakten" und "Unwahrheit" gesprochen? Warum wird es nicht wie
    > früher als Lügen bezeichnet?

    Ich glaube, in diesem Artikel wird der Begriff mit einem Augenzwinkern verwendet.
    Allgemein haben seriöse Medien nunmal auch eine gewisse Obrigkeitshorsamkeit und pflegen eine zivilisierte Sprache.

  8. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Pflechtfild 07.08.20 - 10:36

    nf1n1ty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dwalinn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich denke mal ne Lüge klingt nach etwas das vorsätzlich ist. Alternative
    > > Fakten basieren wahrscheinlich eher auf Dummheit oder einen
    > "Tunnelblick"
    > > der ein Teil der Fakten ausblendet.
    >
    > Im Ursprung ging es aber tatsächlich um eine Rechtfertigung einer glatten
    > Lüge -> der Publikumsgröße bei der Amtseinführung Donald Trumps.
    > Orwellsches Neusprech erster Güte.
    >
    Genau das. Wikipedia weiss es besser (als ich)

    "Alternative Fakten ist eine Formulierung von Kellyanne Conway, Beraterin des US-Präsidenten Donald Trump. Im Januar 2017 benutzte sie diese Formulierung während eines Interviews in der amerikanischen Polit-Talksendung Meet the Press, um falsche Aussagen des Pressesprechers des Weißen Hauses Sean Spicer zur Publikumsgröße während Donald Trumps Amtseinführung vor dem Kapitol zu rechtfertigen. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich wurde „alternative Fakten" zum Unwort des Jahres 2017 gewählt."

    Schaut in den Wikipedia Artikel dazu, da steht noch einiges Interessantes mehr ;)

  9. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Vögelchen 07.08.20 - 10:41

    https://de.wikipedia.org/wiki/Alternative_Fakten

  10. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: User_x 07.08.20 - 12:15

    Alternative Fakten hören sich für mich eigentlich eher nach Punkten an, die zur Argumentation nicht verwendet wurden.

    Bin dafür Lügen unter dem eigentlichen Namen als "Gedankenspielerei" zu bezeichnen, denn genau das bringt es auf den Punkt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.08.20 12:16 durch User_x.

  11. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Dwalinn 07.08.20 - 12:56

    Bist du dir sicher? Also ich könnte jetzt nicht ausschließen das er nur dumm ist.

  12. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Dwalinn 07.08.20 - 13:01

    9 von 10 Zahnärzten empfehlen Oral B. Wer sagt das Oral B schlecht ist bezieht sich auf den einen Zahnarzt, das sind seine Alternativen Fakten :)

  13. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Thinal 07.08.20 - 13:46

    Es wurde ja von der guten Frau Conway nicht grundlos aus der Taufe gehoben. Es soll halt weicher klingen als "Lüge" und im Deutschen schwingt da auch immer so eine leichte Belustigung mit. Es ist aber nicht lustig, von seinen Volksvertretern belogen zu werden. Vielleicht noch wenn es um Zuschauerzahlen bei der Amtseinführung geht, aber wenn wichtige politische Entscheidungen damit manipuliert werden sollen, ist Schluss mit Lustig. Dann sollte man das Kind beim Namen nennen: "Lüge"!

  14. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Trockenobst 07.08.20 - 13:51

    Rudi Mental schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "alternative Fakten" und "Unwahrheit" gesprochen? Warum wird es nicht wie
    > früher als Lügen bezeichnet?

    Man hat festgestellt, dass die Grauzonen breiter geworden sind. Ein Teil empfindet es als "Lüge", ein anderer Teil der weniger der wissenschaftlichen Denke folgt muss erst den Vordenker fragen oder sich vergewissern dass sein "politisches Lager" genauso denkt. Und schon hast Du konsequenzfrei alternative Fakten.

    Wichtig ist nur, dass die Leute die dich wählen genauso denken wie Du. Das ist die Zielgruppe. Du gehörst einfach nicht dazu und dann nervst du mit so Begriffen wie "Wahrheit".

  15. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: mnementh 07.08.20 - 14:12

    Rudi Mental schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorweg, Danke auch von mir für den Artikel.
    >
    > Aber warum wird in letzter Zeit in Medien immer von "unrichtigen Aussagen",
    > "alternative Fakten" und "Unwahrheit" gesprochen? Warum wird es nicht wie
    > früher als Lügen bezeichnet?
    Wenn man seine Aussagen nur ausreichend schwammig formuliert, dann lügt man nicht. Nichtsdestotrotz kann man seine Darstelllung verfälschend färben.

  16. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: schnedan 07.08.20 - 15:49

    nehmen wir mal an der Mann ist Elite, hat ja zumindest mal Jura studiert..., da kann man schon erwarten das bei einem solchen Thema nix versehentlich so gesagt wird. Natürlich war das Vorsatz wider bessere Wissen. Das oder der Mann ist strunzdumm. Wenn er es nicht besser weis, sollte er als Jurist zumindest so clever sein und sich nicht zu Dingen äußern von denen er keine Ahnung hat.

  17. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Bonarewitz 07.08.20 - 17:14

    Rudi Mental schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorweg, Danke auch von mir für den Artikel.
    >
    > Aber warum wird in letzter Zeit in Medien immer von "unrichtigen Aussagen",
    > "alternative Fakten" und "Unwahrheit" gesprochen? Warum wird es nicht wie
    > früher als Lügen bezeichnet?
    > Macht es juristisch einen Unterschied? Werden die Medien eher verklagt?
    > Es sind unsere Volksvertreter und da sollte man, meiner Meinung nach, offen
    > drüber sprechen können und falsche Inhalte auch nicht durch
    > pseudo-politisch korrekte Ausdrücke nicht verharmlosen. Es wird auch von
    > der Politik gegen Fake-News vorgegangen, dann sollte man auch dies hier
    > beim Namen nennen.

    +1

  18. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: subjord 07.08.20 - 19:11

    Ich würde nicht behaupten, dass er hier lügt. Wenn er jetzt auf den Fehler hingewiesen wurde und das weiterhin erzählt dann lügt er.

    Alternative Fakten basieren ja auf einer plausibel klingenden und für einen selbst gut klingenden Logik.
    Das was er getwittert hat wurde ihm wie im Artikel beschrieben voraussichtlich von der US Botschaft erzählt und er verbreitet es nur weiter. Andere Quellen für alternative Fakten wären dass es logisch klingt dass China auch westliche Unternehmen vom Markt ausschließen, da sie ihren Markt in der Vergangenheit auch oft beschränkt haben.

    Wenn ich jetzt behaupten würde, dass VW der Chinesischen Regierung sehr große Bestechungsgelder zahlt, damit sie weiterhin am Markt bleiben dürfen wäre es zwar eine erfundene, aber plausibel klingende Geschichte. Aber wäre es dann gleich auch eine Lüge?

  19. Re: Lügen vs. alternative Fakten

    Autor: Eheran 07.08.20 - 20:27

    >Wenn er jetzt auf den Fehler hingewiesen wurde und das weiterhin erzählt dann lügt er.
    Er hat seine Aussage nicht widerrufen, sondern verteidigt. Also dann lügt er?

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