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Vielleicht mit anderen Anbietern reden

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  1. Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: bulli007 09.08.18 - 21:37

    Wir haben viele kleine Anbieter die in unserer näheren Umgebung bis zu 50Mbit anbieten aber aus finanziellen Gegebenheiten sehr langsam ausbauen.
    Vielleicht sollte man noch ne Schippe Geld drauflegen und die kleinen Anbietern helfen weiter auszubauen und der Telekom alle Fördertöpfe streichen damit sie merken woher das Geld kommt und das man es sich verdienen muss.

  2. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: DerDy 09.08.18 - 23:57

    Aber gerade eben hast du doch Gründe genannt, warum es besser ist, nicht mit den kleinen Anbietern zu reden.
    Erstens bauen sie sehr langsam aus und dann bieten sie mit 50Mbit auch wesentlich weniger als die Telekom mit 250Mbit bei Kupfer und 1Gbit bei Glasfaser an. Also in jeder Hinsicht sind die kleinen Anbieter laut deiner Aussage langsamer.

    Dann muss auch gefragt werden, ob die kleinen Anbieter die Kompetenz besitzen so große Projekte durchzuführen. Ich glaube du wirst es auch einsehen, dass das Verkabeln einer Wohnung weniger komplex ist, als das einer ganzen Firma. Ähnlich beim Breitband, die einen bauen nur in ganz kleinen Orten sehr langsam Internet aus, der andere schaltet per Knopfdruck 6 Mio Haushalte auf Super Vectoring.

    Und Fördergelder? Welche Fördergelder? Golem hat bereits berichtet, dass diese Gelder gar nicht abgerufen werden. Dabei können doch gerade die kleinen Anbieter sich auf Förderausschreibungen bewerben. Tun sie aber nicht. Warum?

  3. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: DooMMasteR 10.08.18 - 09:31

    Hat OP nicht gerade genannt, warum es langsam geht?
    Der Provider ist klein und hat kein finanzielles Risikokapital bzw. finanziert aus laufendem Geschäft. Das nennt man nachhaltige Unternehmensführung.
    Wenn man mit so einem Provider eine Planung für eine Stadt oder ein Gebiet macht hat man vermutlich nur Vorteile…
    Oder gleich die Stadtwerke?

    Was mich eher erschreckt ist die Tatsache, dass man sich im ländlichen eher FTTC wünscht als FTTH, wo doch bei FTTC absehbar ist, dass man in 10 Jahren wieder die Hand aufhalten wird… wohingegen FTTH vermutlich auf >100 Jahre hinaus ausreichen dürfte.

  4. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: AltStrunk 10.08.18 - 10:36

    Echt. Im ländlichen Raum wo schon mal von Haus zu Haus 500m Wegstecke sind wollen die bösen nicht gleich ftth verlegen wo jeder verlegte Meter zigtausend Euro kostet. Ich kann diese schlimmen Finger echt nicht verstehen wenn sie mit fttc zufrieden sind, nur weil der Bauernhof keine 1 Gbit symmetrisch benötigt und Landwirtschaft mit Maschinen arbeitet die mit GPS und Regelkreislaufdaten die Bandbreite eines guten Internetradiostream benötigen ist das doch noch lange kein Grund die RS232 Buchse nicht mit dem Glasfaserkabel zu verbinden. Zur Not braucht eben der Sohnemann den schnellen Anschluss um seine nächste Folge Bauer sucht Frau hochzuladen.

    Echt manche haben Vorstellungen. Klar braucht dein Smartphone eine 50 Mbit Verbindung aber doch nicht um die grundlegenden Funktionen zu bieten sondern um zu entscheiden welche Werbung (deine Daten Upload) du mobil sehen möchtest (da brauchst dann deine 100 Mbit damit der 30 Sekunden 8k Spot nicht ruckelt).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.18 10:37 durch AltStrunk.

  5. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: DooMMasteR 10.08.18 - 10:50

    gerade auf dem Land kostet FTTH keine Tausende Euro pro Meter, Teils legen sich die Bauern die Leitungen einfach selbst, weil sie keinen Bock mehr auf das "kostet tausende Euro" gelaber haben.

    Glasfaser legen, wenn nicht getrenched oder geschossen werden muss, kostet ~40-80¤ pro Meter

    Kupfer hat mal deutlich mehr gekostet und ist nun leider langsam am Ende.

    Das schlimmere ist aber, Glasfaserverlegen wird nicht günstiger, sondern teurer.
    Wer es nicht jetzt sondern erst in 10 Jahren macht, zahlt also im Endeffekt drauf und zahlt zwischen durch noch mindestens 2-3 "DSL" Technologiewechsel mit, damit er auf der Höhe der Zeit bleibt.

    1 GBit/s braucht keiner ist das schlechteste Argument.
    Denn das gibt es seit etwa 35 Jahren…
    mehr als 23k braucht keiner
    dann mehr als 56k braucht keiner
    dann mehr als 128k braucht keiner
    dann radikal mehr als 768k braucht keiner
    dann mehr als 6 M braucht keiner
    dann mehr als 16 M braucht keiner
    jetzt mehr als 50 M braucht keiner bzw. mehr als 100 M braucht keiner.

    Die zeiten dazu:
    bis 1995
    bis 1997
    bis 2000
    bis 2004
    bis 2007
    bis 2010
    bis heute

  6. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: AltStrunk 10.08.18 - 11:19

    Das Verlegen auf dem eigenen Grundstück OK. Aber sobald das auch nur eine Straße überqueren muss benötigt man eine Schachtgenehmigung, die generelle Erlaubnis der Gemeinde und und und, das kann ein bürokratischer Horror werden. Das Glasfaser selbst zu verlegen ist das günstigste am ganzen. Erstmal die Aushubarbeit, dann das verschalen, dann Kies, dann Glasfaser im Leerrohr, idealer noch weitere Kabel bzw Rohre, dann wieder Kies, dann Verschalung raus, dann zuschütten mit Deckschicht. Selbst wenn da keine Arbeitszeit bezahlt werden muss (da bleiben sicher Sachen auf dem Hof liegen), kommt da dann doch einiges an Sprit, Material, Bauwerkzeug usw usf zusammen das das eben nicht mal für ne Mark und fünfzig gemacht ist. Außer du redest hier von Bauer Kunze der das eine Ende des Glasfaserkabel das auf einer Rolle liegt mit seinem Trekker verdüddelt und dann den Feldweg entlang fährt.

    Mag ja sein daß er irgendwann eine größere Bandbreite benötigt, aber nicht um den Bauernhof am laufen zu halten.

  7. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: DooMMasteR 10.08.18 - 11:40

    Wenn die Gemeinden selbst, im Verband Interesse daran haben, dann geht sowas häufig in wenigen Tagen.

    Stadtwerke bieten sich ebenfalls an, da sie meist eine allgemeine Tiefbaugenehmigung haben.

  8. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: Captain 10.08.18 - 12:10

    Bei uns in der Gegend (ländlicher Raum/Kleinstadt im Münsterland) bauen die örtlichen Stadtwerke mit Förderung FTTH aus und die Telekom bekommt soviel Panik, das sie ihre Zeitschiene massiv nach vorne zieht, um nicht alle Kunden zu vergrätzen/verlieren..

  9. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: RipClaw 10.08.18 - 12:29

    DooMMasteR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hat OP nicht gerade genannt, warum es langsam geht?
    > Der Provider ist klein und hat kein finanzielles Risikokapital bzw.
    > finanziert aus laufendem Geschäft. Das nennt man nachhaltige
    > Unternehmensführung.

    Das wird immer wieder vergessen. Man braucht entsprechend Kapital und Ressourcen um überhaupt ausbauen zu können. Anscheinend sind hier einige der Ansicht das nur weil sich jemand "Provider" schimpft das er gleich mal Milliarden auf dem Konto hat.

    > Wenn man mit so einem Provider eine Planung für eine Stadt oder ein Gebiet
    > macht hat man vermutlich nur Vorteile…
    > Oder gleich die Stadtwerke?

    Der Vorteil von Stadtwerken die noch im Besitz der Kommune sind ist das sie nicht zwangsläufig diesen Anspruch haben kurzfristig Gewinne erwirtschaften zu müssen. Oftmals reicht es für sie aus kostendeckend zu arbeiten. Das erlaubt es auch einen Ausbau zu stemmen der sich vielleicht erst nach 20 Jahren komplett amortisiert hat.

    Ein Unternehmen das Aktionäre oder Investoren zufriedenstellen muss will immer den kurzfristig maximal möglichen Gewinn erreichen. Das kann man aber bei FTTH vergessen. Hier geht es um Infrastrukturausbau und der dauert lange und rechnet sich erst wenn man ihn über längere Zeiträume betrachtet.

    Allerdings hängt es stark von den Stadtnetzbetreibern und den entsprechenden Kommunen ab ob sie den finanziellen Rückhalt haben einen größeren Ausbau zu stemmen. Eine Kommune die immer an der Pleite vorbei schrammt oder ein Stadtwerk das chronisch unterfinanziert ist können kaum was reißen egal wie sehr sie einen Ausbau wollen.

    > Was mich eher erschreckt ist die Tatsache, dass man sich im ländlichen eher
    > FTTC wünscht als FTTH, wo doch bei FTTC absehbar ist, dass man in 10 Jahren
    > wieder die Hand aufhalten wird… wohingegen FTTH vermutlich auf >100
    > Jahre hinaus ausreichen dürfte.

    Das hat eher damit zu tun das FTTC kostengünstiger ist und das die Wahrscheinlichkeit das man es irgendwie bekommt höher ist als bei FTTH. Wie heißt es so schön "In der Not frisst der Teufel Fliegen".

    Natürlich ist jedem der sich mal näher mit der Materie beschäftigt hat klar das FTTC nur eine Übergangslösung sein kann und man irgendwann mal nachlegen muss. Aber in Politik sind langfristige Lösungen eher selten. Da wird nur bis zur nächsten Wahl gedacht.

    Ich lebe selber in einem Gebiet in dem ohne Förderung nicht ausgebaut worden wäre. Hier wurde FTTC ausgebaut und aktuell ist das beste was man bekommen kann sind 100 Mbit/s via Vectoring.

    Ob die Telekom auch mal Super Vectoring Karten verbaut ist fraglich und selbst wenn dürfte maximal die hälfte der Haushalte nahe genug am KVz liegen um die vollen 250 Mbit/s zu bekommen. Für einen FTTH Ausbau wird nochmal eine Förderung notwendig werden da es extrem unwahrscheinlich ist das hier irgend ein Anbieter FTTH auf eigene Kosten ausbaut.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.18 12:30 durch RipClaw.

  10. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: johnDOE123 10.08.18 - 15:43

    AltStrunk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Echt. Im ländlichen Raum wo schon mal von Haus zu Haus 500m Wegstecke sind
    > wollen die bösen nicht gleich ftth verlegen wo jeder verlegte Meter
    > zigtausend Euro kostet. Ich kann diese schlimmen Finger echt nicht
    > verstehen wenn sie mit fttc zufrieden sind

    Welche Technologie würdest du denn bei solchen Abständen einsetzen? Ein FTTC Mufu-Gehäuse könnte da mit Glück drei Anschlüsse versorgen und die Glasfaser müsste trotzdem verlegt werden. Gerade bei großen Abständen gibt es nur vier Möglichkeiten: Lahmes Internet, Funk, Coax, und Glasfaser. Coax verlegen ist teurer als Glasfaser verlegen und die Geräte kosten auch mehr. Funk ist mit niedriger Kundendichte verhältnismäßig teuer und um Backhaul kommt man auch da nicht herum, aber immerhin ist Funk auch mobil nutzbar. Lahmes Internet will niemand, also bleibt eigentlich nur Glasfaser. Nicht nur weil es die beste Lösung ist, sondern vor allem die billigste.

  11. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: DooMMasteR 10.08.18 - 16:02

    Das dumme ist ja auch, wenn sie sie nicht sofort verlieren, dann vllt. in 1-2 Jahren oder 3-4en.

  12. Re: Vielleicht mit anderen Anbietern reden

    Autor: Faksimile 10.08.18 - 22:14

    Das würden die nie tun ...

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