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Eine Cryptoparty allein macht noch keine Bürgerrechtspartei aus

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  1. Eine Cryptoparty allein macht noch keine Bürgerrechtspartei aus

    Autor: dungeonlight 26.08.13 - 18:56

    Eine Cryptoparty allein macht noch keine Bürgerrechtspartei aus, der zuzutrauen ist, dass sie den Überwachungsskandal löst.
    Erst Recht nicht, wenn es sich dabei um die FDP handelt.

    Die FDP hat jedes dritte als verfassungswidrig eingestufte
    Überwachungsgesetz in Deutschland mitgetragen:
    http://www.daten-speicherung.de/index.php/ueberwachungsgesetze/

    Auf EU-Ebene hat die FDP hart an der Verwässerung der
    EU-Datenschutzverordnung gearbeitet und darüber hinaus die
    Neuregulierung der Bestandsdatenauskunft, die dem
    Überwachungsprogramm PRISM sehr ähnelt, auf Bundes-Ebene gemeinsam
    mit der CDU durchgedrückt.

    Darüber hinaus ist BND-Chef Gerhard Schindler (FDP) derjenige, den die NSA dafür gelobt hat, dass die Datenschutzgesetze in Deutschland - wie verabredet - so schön weich gemacht wurden, dass NSA und BND
    zusammenwachsen können: http://oi39.tinypic.com/af7v2f.jpg

    Und könnt ihr euch noch an das Meldegesetz vom letzten Sommer erinnern, das den Meldeämtern den Verkauf privater Daten an Werbetreibende erlaubte ? (Wurde im Bundesrat einkassiert und trat somit nie in Kraft) Ratet mal, wer dieses Gesetz im Bundestag durchgedrückt hat ? Richtig, die FDP, die sich jetzt hier als Datenschützer inszeniert.

    Und heute erst hat Westerwelle der Aussetzung der Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU wegen des Überwachungsskandals eine klare Absage erteilt, obwohl uns die USA doch gerade auf politischer Ebene voll in die Karten schauen und die Grund- und Bürgerrechte aller Europäer tatkräftig missachten.

    Lasst euch nicht verarschen, Leute. Momentan gibt es nur eine aufrechte Bürgerrechtspartei, die sich in aller Konsequenz für die Stärkung der Grund- und Bürgerrechte und gegen überwachungsstaatliche Tendenzen einsetzt, und das ist die Piratenpartei. Und das lässt sich sowohl von deren Programm als auch von deren Taten ablesen: http://is.gd/2OQ1RP



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.08.13 18:58 durch dungeonlight.

  2. Re: Eine Cryptoparty allein macht noch keine Bürgerrechtspartei aus

    Autor: gschmitt 26.08.13 - 19:36

    Zusammenhang?
    Beissreflex?

  3. Re: Eine Cryptoparty allein macht noch keine Bürgerrechtspartei aus

    Autor: dungeonlight 26.08.13 - 19:49

    Zusammenhang: Überwachungsskandal & dt. Politik, insb. FDP
    Beissreflex ? Mitnichten; einfach nur eine Kritik - ist der Kommentarbereicht nicht genau dafür gedacht ? ;)

  4. Re: Eine Cryptoparty allein macht noch keine Bürgerrechtspartei aus

    Autor: David64Bit 26.08.13 - 21:52

    Stimme dir da Vollständig zu und ich kenne erstaunlich viele die glaubhaft Versichern, dass sie die Piraten wählen werden. Dazu zählt z.B. meine komplette Famillie und ein großer Teil meines Freundeskreises.

    Ich bin auf das Wahlrergebnis aufjedenfall sehr gespannt...

  5. Re: Eine Cryptoparty allein macht noch keine Bürgerrechtspartei aus

    Autor: turageo 27.08.13 - 00:25

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Versichern, dass sie die Piraten wählen werden. Dazu zählt z.B. meine
    > komplette Famillie und ein großer Teil meines Freundeskreises.
    Sieht bei mir aber ähnlich aus. Allerdings spalten sich die Geister derzeit zwischen AfD und den Piraten. Ich habe erstaunlich viele Euro-Gegner in Familie, Bekannten- und Freundeskreis. Dann liest man ne Runde im Netz und könnte meinen jedermann in Deutschland ist ein Europa-Fan :-)

    Ich finde es nur sehr interessant wie zuerst die Piraten, dann die AfD - beides Parteien die zumindest derzeit noch stark gegen die gängige politische Richtung fahren - sehr schnell andauernd mit negativer Presse auffallen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, gerade im Hinblick auf die Medienbeteiligungen der großen Parteien. -.-

    Es können hier die Leute noch 30 x sagen die Piraten sind eine schlechte Partei ohne Programm und Plan mit zu vielen Problemen. MIr persönlich ziemlich egal - ich würde mittlerweile ALLES wählen Hauptsache nicht die CSU/CDU/SPD/Grünen/FDP/Linke. Protest? Ja, aber das ist auch mein gutes Recht. Es besteht immer die Hoffnung, dass die Damen und Herren etwas besser machen. Bei den etablierten Parteien weiß ich bereits, dass das nicht der Fall ist und die bestehenden/vergangenen Regierungen, ob nun große Koalition, schwarz/gelb oder rot/grün haben ebenfalls schon so einiges in den Sand gesetzt. Dafür müssten die frischen Parteien eine lange Zeit eine Regierung bilden, um das erst einmal aufzuholen.

    MfG

  6. Re: Eine Cryptoparty allein macht noch keine Bürgerrechtspartei aus

    Autor: David64Bit 27.08.13 - 00:46

    turageo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sieht bei mir aber ähnlich aus. Allerdings spalten sich die Geister derzeit
    > zwischen AfD und den Piraten. Ich habe erstaunlich viele Euro-Gegner in
    > Familie, Bekannten- und Freundeskreis. Dann liest man ne Runde im Netz und
    > könnte meinen jedermann in Deutschland ist ein Europa-Fan :-)

    Ich bin im grunde Europa-Fan, das ist einer der Gründe wieso die AfD für mich auch nicht in frage kommt ;) Und natürlich, weil mir persönlich die AfD zu weit Rechts steht. Letzte Woche hab ich ein Zitat von irgend einem Hansel in der Partei gelesen, da standen mir die Haare zu berge. Da würden wahrscheinlich sogar leute aus der NPD kräftig Jubeln und Applaudieren.

    > Ich finde es nur sehr interessant wie zuerst die Piraten, dann die AfD -
    > beides Parteien die zumindest derzeit noch stark gegen die gängige
    > politische Richtung fahren - sehr schnell andauernd mit negativer Presse
    > auffallen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, gerade im Hinblick auf die
    > Medienbeteiligungen der großen Parteien. -.-

    Ja, leider. Man liest kaum was über die Piraten oder über die AfD und wenn man was liest, ist es "schlechte" Presse. Wobei ich momentan mehr schlechtes über die AfD lese, als überhaupt über die Piraten.

    > Es können hier die Leute noch 30 x sagen die Piraten sind eine schlechte
    > Partei ohne Programm und Plan mit zu vielen Problemen. MIr persönlich
    > ziemlich egal - ich würde mittlerweile ALLES wählen Hauptsache nicht die
    > CSU/CDU/SPD/Grünen/FDP/Linke. Protest? Ja, aber das ist auch mein gutes
    > Recht. Es besteht immer die Hoffnung, dass die Damen und Herren etwas
    > besser machen. Bei den etablierten Parteien weiß ich bereits, dass das
    > nicht der Fall ist und die bestehenden/vergangenen Regierungen, ob nun
    > große Koalition, schwarz/gelb oder rot/grün haben ebenfalls schon so
    > einiges in den Sand gesetzt. Dafür müssten die frischen Parteien eine lange
    > Zeit eine Regierung bilden, um das erst einmal aufzuholen.

    Die Piraten haben ein sehr gut ausgearbeitetes Parteirprogramm, das in allen möglichen Bereichen IMHO sehr gut ist. Und ja, sie haben Probleme, aber nur aus dem Grund, weil die Partei eben für größtmögliche Transparenz steht, da ist klar, das jedes noch so kleine gezanke nach aussen dringt. Das passiert bei den großen Parteien eben nicht, da ist alles schön hinterm Vorhang.

    Den Rest seh ich genauso...es wird zeit für neues. Und Jung ist nicht schlecht, wie man an den beiden Jüngsten Bürgermeistern Deutschlands sieht, die machen mehr Richtig als die meisten alten Bürgermeister.

  7. Statistik falsch interpretiert

    Autor: DrWatson 27.08.13 - 10:47

    dungeonlight schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die FDP hat jedes dritte als verfassungswidrig eingestufte
    > Überwachungsgesetz in Deutschland mitgetragen:
    > www.daten-speicherung.de


    Was in deine Statistik nicht eingeht ist die Anzahl der Regierungsjahre. D.h. eine Partei die nie in der Bundesregierung gesessen hat, steht hier deutlich besser da, als eine Partei die sehr oft in der Regierung saß. Nur weil einige Parteien nicht in der Regierung gesessen haben, heißt das nicht dass sie besser sind.


    Hier die um die Regierungszeit bereinigten Daten:

    1. Grüne: 12 Gesetze / 7 RJahre = 1,7 Überwachungsgesetze pro Regierungsjahr
    2. SPD: 35 Gesetze / 23 RJahre = 1,5 Überwachungsgesetze pro Regierungsjahr
    2. CDU/CSU: 36 Gesetze / 37 RJahre = 1 Überwachungsgesetze pro Regierungsjahr
    4. FDP: 16 Gesetze / 42 RJahre = 0,4 Überwachungsgesetze pro Regierungsjahr

    Wie sich andere Parteien verhalten hätten, ist daraus nicht zu errechnen.

    Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.
    –George Santayana



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.08.13 10:52 durch DrWatson.

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