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Windows in öffentlichen Stellen abschaffen.

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  1. Windows in öffentlichen Stellen abschaffen.

    Autor: pythoneer 25.07.18 - 14:47

    Wenn der Handelskrieg mit den USA und Europa erst so richtig in Fahrt kommt dann könnte es vielleicht noch mal interessant werden über Alternativen nachzudenken. Europa muss sich in Anbetracht der geänderten politischen Lage überlegen wie Abhängig es von US-amerikanischen Unternehmen im Bereich Soft- und Hardware sein möchte. Linux böte hier eine gute Alternative für die Software eines "Europa-OS" und mit RISC-V könnte man eine "Europa-CPU" auf die Beine stellen.

    Anstatt also wie in München und jetzt auch Niedersachsen sich von der Microsoft/USA Lobby die Selbstständigkeit nehmen zu lassen sollte man es wie in Schleswig Holstein machen – so wie es die Pioniere in München und Niedersachsen schon mal waren – und auf offene Software gehen.

    Die Frage ist nur, wie man das Ammenmärchen vom "unbenutzbaren" Linux aus den Köpfen bekommt – falls das überhaupt ein Problem ist. Ich kann bis heute nicht sagen ob der Herr Dieter Reiter wirklich an das glaubt was er erzählt (was ja gut sein kann, viele auch technisch versierte Personen fallen diesem Trugschluss zum Opfer) oder ob er wirklich im Hintergrund von Microsoft beeinflusst wird (was wir nicht hoffen wollen)

    Jedenfalls muss mit dieser – man möchte fast sagen illegalen – Praxis aufgehört werden, dass man A) keine ordentlichen Ausschreibungsverfahren hat und B) ein ordentliches Ausschreibungsverfahren verhindert. Windows als Grundlage für die IT-Infrastruktur zu machen ist nicht nur falsch, sonder auch rechtlich eine (mindestens) Grauzone.

    Hoffen wir, dass diese Microsoft Propaganda in den Köpfen der Menschen vielleicht bald ein Ende hat, damit wir in Europa eine eigenständige und eigenverantwortliche IT-Infrastruktur haben können.

    Linux ist nämlich von der Usability absolut nutzbar in einem Client Umfeld.
    Nicht nachvollziehbar ist das Vorgehen. Die Maintenance die man für so eine Client-Linuxumgebung fahren muss, ist vom Kosten/Nutzen Aufwand her ideal. Und Microsoft bietet vor allem eins: Hohe Kosten.

    Oftmals haben die Windows "Experten" ja den Anspruch, dass sich der user dem System anpasst (siehe Windows 8 Kacheln – Windows 10 Update). Ein Clientsystem hat sich aber dem User anzupassen. Und nicht umgedreht. Das geht natürlich besonders einfach, wenn der Quellcode offen liegt und man jeden Dienstleister mit Anpassungen beauftragen kann um das System dem User anzupassen ohne von einem Anbieter abhängig zu sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.18 14:49 durch pythoneer.

  2. Re: Windows in öffentlichen Stellen abschaffen.

    Autor: dvol 26.07.18 - 09:26

    "Linux ist nämlich von der Usability absolut nutzbar in einem Client Umfeld. "

    Wovon träumen Sie nachts? Der normale User der keine Ahnung von IT (und es auch nicht haben will), kennt NUR Windows und will auch nichts anderes verwenden, weil er sonst den Aufwand hat, seine bisherigen Routinen und Arbeitsweisen neu aufzurollen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So wie Sie wahrscheinlich gewohnt sind immer nur negativ über Windows zu reden, sind die meisten Menschen daran gewöhnt nur Windows zu verwenden.

  3. Re: Windows in öffentlichen Stellen abschaffen.

    Autor: Hakuro_off 26.07.18 - 09:27

    Hast du den Thread gelesen?

    Die Entwicklung von Software soll zwischen den Behörden vereinfacht und vereinheitlicht werden.
    Ob die "Maintenance" hier bei der Preis-Leistung noch ideal ist, kannst du als Außenstehender gar nicht beurteilen.

    Meine Erfahrung nach ist Linux nie bis selten billiger. Lizenzkosten sind vernachlässigbar. Davon ab Enterprise Lizenzen mit Support kosten ebenfalls Geld und die Fehlersuche ist oft aufwändiger als bei Windows Umgebungen. Insbesondere bei heterogenen Infrastrukturen.

    Was die Entwicklung angeht, bietet Microsoft sowieso die besseren Entwicklungswerkzeuge/IDE's. Zumindest seit der Cloud First Strategie.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 26.07.18 09:32 durch Hakuro_off.

  4. Re: Windows in öffentlichen Stellen abschaffen.

    Autor: schulz_me 26.07.18 - 12:59

    dvol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Linux ist nämlich von der Usability absolut nutzbar in einem Client
    > Umfeld. "
    >
    > Wovon träumen Sie nachts? Der normale User der keine Ahnung von IT (und es
    > auch nicht haben will), kennt NUR Windows und will auch nichts anderes
    > verwenden, weil er sonst den Aufwand hat, seine bisherigen Routinen und
    > Arbeitsweisen neu aufzurollen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So wie
    > Sie wahrscheinlich gewohnt sind immer nur negativ über Windows zu reden,
    > sind die meisten Menschen daran gewöhnt nur Windows zu verwenden.

    das stimmt so ja auch nicht. wenn jemand in einem neuen unternehmen anfängt, muss er sich ja auch in 1-X neue fachanwendungen einarbeiten. das darunter liegende OS ist eigentlich nebensache.

    wo die leute halt reflexartig den sand in den kopf stecken, ist das office. als ob man denen was weg nehmen will. ich arbeite seit jahren mit open-/libreoffice und es ist einfach gewöhnung. als MS die ribbons eingeführt hat, war auch auf einmal alles anders, aber keiner hat gemeckert, dass die usability nicht mehr gegeben ist. da merkt man doch das nicht objekti argumentiert ist, sondern das verhalten einfach anerzogen ist.

    würde es ms office nativ für linux geben, sähe die sache vermutlich ganz anders aus. krücken die citrix und virtuelle maschinen können zu recht nicht überzeugen.

    grüße von einem von ~13500 ubuntu clients.

  5. Re: Windows in öffentlichen Stellen abschaffen.

    Autor: schulz_me 26.07.18 - 13:00

    Hakuro_off schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hast du den Thread gelesen?
    >
    > Die Entwicklung von Software soll zwischen den Behörden vereinfacht und
    > vereinheitlicht werden.

    einfachster schritt: webanwendungen. zack, feddich, OS egal...

  6. Re: Windows in öffentlichen Stellen abschaffen.

    Autor: dvol 26.07.18 - 14:21

    Bei den Kunden die ich bisher kennenlernen durfte, die schon seit Jahren auf Windows/Microsoft setzen, würde ein Umstieg auf Linux bedeutet, entweder das Unternehmen dicht zu machen, oder die komplette Kollegschaft auszutauschen, was auf kurz oder lang das selbe bedeuten kann.

    Ich meine ja nicht, dass man den Umstieg nicht machen sollte, sondern nur, dass der DAU von dem immer die Rede ist, einfach nicht die Zeit und den Aufwand investieren kann/will um diesen Umstieg erfolgssicher zu gestalten. Die Debatte von MS weg und hin zu Unix/Linux (oder was auch immer) gibt es nicht umsonst schon seit Jahrzehnten. Die Frage ist niemals leicht zu beantworten. Aber aus Erfahrung trifft meiner Meinung nach auch hier das Sprichwort: "Never touch a running system."

    Jeder sollte seine eigene richtige unverbesserliche Meinung haben.

  7. Re: Windows in öffentlichen Stellen abschaffen.

    Autor: Schnarchnase 27.07.18 - 10:12

    Ähm, hier wird von Linux zu Windows migriert und nicht umgekehrt. In diesem Fall hier bin ich auf für „nicht anfassen” sprich bei Linux bleiben.

    Ganz davon abgesehen sprechen wir hier von Behörden, das sind keine Firmen, die müssen nicht wirtschaftlich sein. Da lohnt es sich durchaus auch mal in die Zukunft zu investieren.

  8. Re: Windows in öffentlichen Stellen abschaffen.

    Autor: Schnarchnase 27.07.18 - 10:23

    Hakuro_off schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Erfahrung nach ist Linux nie bis selten billiger.

    Das kommt natürlich immer auch auf das Know-How vor Ort an (ich meine nicht was die Nutzung angeht, sondern die Administration).

    > Lizenzkosten sind vernachlässigbar.

    Das liest man oft, ist aber kompletter Unsinn. Die Lizenzkosten sind schon ein ordentlicher Batzen, besonders nachdem ab den 2016er-Versionen die Lizenzen pro Kern fällig werden. Was auch gerne vergessen wird ist, dass die Serverlizenzen und Clientlizenzen nicht alles sind. Für den Zugriff von Clients auf Server müssen CALs gekauft werden und mindestens Office gibt es auch nur noch im Abo, kostet also regelmäßig Geld.

    > Davon ab Enterprise Lizenzen mit Support kosten
    > ebenfalls Geld und die Fehlersuche ist oft aufwändiger als bei Windows
    > Umgebungen. Insbesondere bei heterogenen Infrastrukturen.

    Ja richtig, Support kostet Geld. Die Fehlersuche ist meiner Erfahrung nach bei Windows-Servern aufwändiger, gerade in heterogenen Infrastrukturen. Im Zeifelsfall heißt es sogar „geht nicht“, weil andere Systeme nur eingeschränkt bis gar nicht unterstützt werden (Exchange und Caldav, Kalenderfreigaben auf dem Mac).

    > Was die Entwicklung angeht, bietet Microsoft sowieso die besseren
    > Entwicklungswerkzeuge/IDE's. Zumindest seit der Cloud First Strategie.

    Das ist kompletter Quatsch und kommt in erster Linie darauf an was man entwickeln möchte. Klar bietet Microsoft die beste IDE für .net, aber ganz sicher nicht für z.B. Mac-Anwendungen. In der Behörde wird aber sicher nicht entwickelt, an den Clients sitzen Office-Nutzer.

  9. Re: Windows in öffentlichen Stellen abschaffen.

    Autor: educated_guess 27.07.18 - 16:02

    Du schlägst vor Windows auf Verwaltungsrechnern aus ideologischen (oder euphemistisch: aus strategischen) Gründen abzuschaffen.

    Alternative Betriebssysteme:
    - Mac OS (ebenfalls US-Konzern --> Keine Verbesserung)
    - Linux (Open Source --> "Mach alles selbst")

    Das Problem von Linux lässt sich mit einem Schlagwort zusammenfassen: https://de.wikipedia.org/wiki/Total_Cost_of_Ownership

    Also ist es am Ende die Entscheidung zwischen Windows (US-Konzern!) und Steuergelder vernichten.

    Und das ist eine rein finanzielle Betrachtung. Wenn wir noch über QoS und ähnliches sprechen, kann ich mir große Probleme für alle Eigenbau-Cases vorstellen.

    Es wäre sehr, sehr signifikantes Investment nötig, sowie Kollaboration von sehr vielen Institutionen (damit es skaliert), nur um auf der finanziellen Seite vielleicht wettbewerbsfähig zu sein. Und ob damit bessere Resultate (Services für Bürger) erzielt werden können, steht in den Sternen.

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