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Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

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  1. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: Geht doch heulen 08.02.10 - 15:09

    Bitte versuche noch wenigstens eines der folgenden Worte unterzubringen:
    "faschistoid", "Konzern", "Überwachungsstaat", "Geheimdienst", "Revolution".
    Ansonsten ist die Aussage längst nicht radikal genug, um cool zu sein.

  2. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: FooBarBaz 08.02.10 - 15:22

    YMMD!

  3. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: Nope 08.02.10 - 15:25

    Laubsauger schrieb:

    > Ich mein, sie laden in dem Moment ebenso illegal herunter (...)

    Nein, tun sie nicht. Der Urheber hat ein Vervielfältigungsrecht, und zwar nicht aus §53 UrhG abgeleitet. Er ist daher befugt, die Kopien, die beim Herunterladen enstehen, herzustellen.

    > (...) und verbreiten.

    Das werden sie im Normalfall nicht tun. Selbst wenn sie das täten, wären sie dazu aber berechtigt. Anderen wird dadurch keineswegs gestattet, das Gleiche zu tun.

  4. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: blubbs 08.02.10 - 15:25

    Ist das so? Zum Zeitpunkt der Ermittlungen wäre derjenige doch noch gar nicht Beklagt.

    Gruß
    Blubbs

    Tantalus schrieb:
    > Besserwisserer schrieb:
    > > Dann wirst Du so lange in Beugehaft genommen, bis Du das PWD rausgerückt
    > > hast. Und das ist von Rechtswegen absolut möglich.
    >
    > Wenn Du selbst der beklagte bist, ist das definitiv *nicht* möglich, denn
    > als beklagter musst Du Dich nicht selbst belasten.
    > Nur wenn Du als Zeuge fungierst, und kein Zeugnisverweigerungsrecht hast,
    > darfst Du in Beugehaft genommen werden.
    >
    > Gruß
    > Tantalus

  5. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: Knux 08.02.10 - 15:27

    Tantalus schrieb:
    -----------------------------------------------------------------
    > Wenn Du selbst der Beklagte bist, ist das definitiv
    > *nicht* möglich, denn als Beklagter musst Du Dich
    > nicht selbst belasten.

    Falsch. Du bringst hier Zivil- und Strafrecht durcheinander.

    - Zivilrecht:
    Das Verfahren richtet sich nach der Zivilprozessordnung. Ein *Kläger* *verklagt* eine *Beklagte*, um z.B. Schadenersatz oder einen vollstreckbaren Titel zu erhalten. Dabei sind beide Parteien (sowohl Kläger als auch Beklagter) selbst dafür zuständig, "Beweise" zu erbringen oder zu entkräften. Das Gericht wiegt lediglich die vorgebrachten "Beweise" ab und muß sich gegenüber den Parteien absolut neutral verhalten, darf also auch keinerlei rechtliche Hinweise geben. Es gibt kein Zeugnisverweigerungsrecht - wenn du einem "Beweis" der Gegenseite nicht widersprichst, muß das Gericht ihn als richtig ansehen!

    - Strafrecht:
    Das Verfahren richtet sich nach der Strafprozessordnung. Ein *Ankläger* (in der Regel der Staatsanwalt) *klagt* einen *Angeklagten* *an*, um diesem einen Gesetzesverstoß nachzuweisen und ihn für diesen Verstoß zu bestrafen. Dabei liegt die Beweislast alleine beim Ankläger: Er muß dem Gericht beweisen, daß der Angeklagte schuldig ist. Es gibt ein Zeugnisverweigerungsrecht - du bist nicht verpflichtet, dich selbst zu belasten oder als Angeklagter in irgendeiner Weise an der Aufklärung der Tat mitzuwirken. Das Gericht darf einen Beweis nur anerkennen, wenn es von dessen Richtigkeit überzeugt ist - wenn es an der Richtigkeit zweifelt, muss es ihn überprüfen und "in dubio pro reo" entscheiden, ihn also zugunsten des Angeklagten auslegen. Staatsanwalt und Gericht sind zudem verpflichtet, alle Spuren zu verfolgen, auch solche, die den Angeklagten entlasten.

  6. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: Sharra 08.02.10 - 15:29

    Doch teilweise laden sie illegal herunter, um die "Beweise" zu sammeln.
    Es kam jetzt schon mehrfach vor, dass die "ermittelnde" Firma von der Firma die die Rechte besaß keine schriftliche Verbreitungserlaubnis hatte.
    Damit machte sich die Firma natürlich rein rechtlich strafbar, wobei allerdings der Rechteinhaber dagegen klagen müsste, was sie natürlich bei einem "Erfüllungsgehilfen" nicht tun werden.

    Allerdings wäre es interessant, wenn die Staatsanwaltschaft das mal im großen Stil prüfen würde. Denn Firmen wie MediaSentry etc im großen Stil Zeug ohne Rechte dafür verbreiten, wäre das im "gewerblichen Ausmaß" und damit straftrechtlich relevant.

  7. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: FooBarBaz 08.02.10 - 15:31

    Du bist am 27.08.2005 dabei erwischt worden, wie du bei Rot über die Ampel gefahren bist. Beweise mir, dass dies nicht der Fall ist, sonst muss ich dich leider melden.

  8. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: Knux 08.02.10 - 15:33

    blubbs schrieb:
    -----------------------------------------------------------------
    > Ist das so? Zum Zeitpunkt der Ermittlungen wäre derjenige
    > doch noch gar nicht Beklagt.

    Ermittlungen gibt es nur bei Angeklagten im Strafrecht. Bei Beklagten im Zivilrecht gibt es keine staatlichen Ermittlungen.

    Das Zeugnisverweigerungsrecht im Strafverfahren gilt aber selbstverständlich nicht nur für Angeklagte, sondern auch für Verdächtige, also auch schon während der Ermittlungen.

  9. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: Hurz 08.02.10 - 15:41

    Nope schrieb:
    -----------------------------------------------------------------
    > Nein, tun sie nicht. Der Urheber hat ein Vervielfältigungsrecht, und zwar
    > nicht aus §53 UrhG abgeleitet. Er ist daher befugt, die Kopien, die beim
    > Herunterladen enstehen, herzustellen.

    Die Tatsache, dass die Rechteinhaber ihre Inhalte zum Download bereitstellen, macht diese Quelle aber legal. Und wenn man sich genau besieht, wie bswp. Bittorrent funktioniert, dann können die Rechteinhaber lediglich nachweisen, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt versucht hat, die vom Rechteinhaber wissentlich bereitgestellten und damit legalen Inhalte herunterzuladen. Ob man noch irgendwo anders etwas herunter lädt oder nicht, ist für die Rechteinhaber überhaupt nicht ermittelbar. Sprich, nicht beweisbar.
    Damit ist die einzige gesicherte Erkenntnis, dass der Downloadende zum Zeitpunkt X mit der IP Blubb aus einer legalen Quelle Inhalte auf seinen Rechner überspielt hat.

    So, und wo ist jetzt das Problem?

    Damit das ganze zur Klage führen könnte, müsste der Kläger selbst illegal tätig werden, damit verstößt er aber wissentlich gegen das Gesetz und das mit der Absicht, andere zu einer Straftat zu verleiten, was bei Erfolg einer Anstiftung gleich kommt...

    Greetz

  10. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: dshgoeir43joji3 08.02.10 - 16:02

    FooBarBaz schrieb:

    > Du bist am 27.08.2005 dabei erwischt worden, wie du bei Rot
    > über die Ampel gefahren bist. Beweise mir, dass dies nicht
    > der Fall ist, sonst muss ich dich leider melden.

    Sehr geehrter Herr FooBarBaz,

    zu Ihrer Beschuldigung nehme ich wie folgt Stellung:

    Ich bestreite, am 27.08.2005 bei Rot über eine Ampel, insbesondere ein Modell von offenbar herausragender Bekanntheit, gefahren zu sein. Ich kann an meinem Fahrzeug auch keine Schäden entdecken, die auf eine solche Kollision hindeuten.

    Mit freundlichen Grüßen,
    dshgoeir43joji3

  11. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: Tantris 08.02.10 - 16:35

    dshgoeir43joji3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FooBarBaz schrieb:
    >
    > > Du bist am 27.08.2005 dabei erwischt worden, wie du bei Rot
    > > über die Ampel gefahren bist. Beweise mir, dass dies nicht
    > > der Fall ist, sonst muss ich dich leider melden.
    >
    > Sehr geehrter Herr FooBarBaz,
    >
    > zu Ihrer Beschuldigung nehme ich wie folgt Stellung:
    >
    > Ich bestreite, am 27.08.2005 bei Rot über eine Ampel, insbesondere ein
    > Modell von offenbar herausragender Bekanntheit, gefahren zu sein. Ich kann
    > an meinem Fahrzeug auch keine Schäden entdecken, die auf eine solche
    > Kollision hindeuten.
    >
    > Mit freundlichen Grüßen,
    > dshgoeir43joji3


    Sehr geehrter Herr dshgoeir43joji3,

    Als von Herrn FooBarBaz beauftragter Sachverständige und Zeuge muss ich ihnen aufs heftigste widersprechen. Sie sind zweifellos, wie es auch die von mir angefertigte Bleistiftzeichnung beweist, bei rot über die Ampel gefahren.
    Da die von mir angefertigte Zeichnung als absolut fälschungssicher an zu sehen ist, erscheint mir die Sachlage klar.

    Mit freundlichen Grüssen

    Tantris
    käuflicher Sachverständiger und Zeuge

  12. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: Skeeve 08.02.10 - 16:35

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es reicht doch völlig wenn die Temporären Daten und die endgültigen Daten
    > in einem verschlüsselten Laufwerk/Ordner liegen die nur zur Laufzeit
    > freigeschaltet werden wenn man sich einloggt.
    > Damit ist das Ganze abgesichert, und da man sich nicht selbst belasten muss
    > hierzulande, muss man auch keine Passwörter etc rausrücken.

    Wer noch keine komplett verschlüsselten Festplatten, - vorzugsweise externe - für seine 1 - 2 nicht ganz sauberen Dateien, oder gar privaten Daten hat, der hat den Schuß nicht gehört.

    Das sollte mittlerweile wirklich jeder machen.

  13. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: TheTank 08.02.10 - 17:58

    @Hurz:
    Soweit ich immer mitbekomme geht es darum das DU anbietest und nicht SIE.

    D.h. die suchen sich ANBIETER von Stücken um von denen dann die IP Adressen gepeichert werden.

  14. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: Laubsaugergehörenverboten 08.02.10 - 18:00

    Laubsauger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum ist eigentlich die Datenerhebung durch die Musikindustrie legal?
    > Ich mein, sie laden in dem Moment ebenso illegal herunter und verbreiten die Daten,
    > indem Andere wiederum Teile der Dateien von deren PC herunterladen, auch weiter bzw.
    > fördern die Geschichte noch.
    Das stimmt nicht. Die MI darf die Daten herunterladen. Das ist legal, da sie auch die Rechte an den Titeln besitzen.
    Beim Hochladen von Titeln und damit Bereitstellen in Tauschbörsen könnte es anders sein, weil sie damit Straftaten begünstigen bzw. fördern. Dabei ist unerheblich, ob sie die Rechte an der Musik besitzen oder nicht.

  15. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: Sharra 08.02.10 - 18:35

    Die MI selbst DÜRFTE da Zeug runterladen etc.
    Macht sie aber nicht.
    Das sind Fremdfirmen die das machen.
    Und diesen muss von Seiten des Rechteinhabers dazu authorierst werden.
    Die MI selbst macht in der Richtung garnichts.

  16. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: solange 08.02.10 - 23:00

    Besserwisserer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann wirst Du so lange in Beugehaft genommen, bis Du das PWD rausgerückt
    > hast. Und das ist von Rechtswegen absolut möglich.

    unsinn! informiere dich besser! du musst dich nicht selber belasten. beugehaft gilt für zeugen, die als solche _kein_ zeugnisverweigerungsrecht haben.

  17. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: dshgoeir43joji3 09.02.10 - 03:33

    Tantris schrieb:

    > Sie sind zweifellos (...) bei rot über die Ampel gefahren.

    Sehr geehrter Herr Tantris,

    da ich mich zum angegebenen Zeitpunkt nachweisbar nicht bei Rot in Baden-Württemberg sondern bei Köln in Nordrhein-Westfalen befand, lege ich Ihnen nahe, Ihre Darstellung des Sachverhaltes noch einmal zu überdenken.

    Mit freundlichen Grüßen,
    dshgoeir43joji3

  18. Re: Wie werden eigentlich die "Beweise" zugelassen?

    Autor: miwix 16.02.10 - 16:40

    in diesem sinne bitte alle justizopfer auf www.justice.getweb4all.com vorbeischauen und was tun....

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