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Mit allen Mitteln..

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  1. Mit allen Mitteln..

    Autor: Scorcher24 05.08.16 - 16:04

    .. versuchen die Verlage ihren drohenden Untergang zu verhindern. Da hat die Tagesschau bzw ARD einen ordentlichen Online Auftritt und dann wird geklagt, bis es weg ist damit die Leute aus Mangel an Alternativen wieder zu Axel Springer und Co. gehen müssen. Meiner Meinung nach ist das der direkte Versuch der Zensur durch eine Firma, nur halt mit legalen Mitteln. Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt, die Angebote der ARD zu legalisieren und den Zeitungsverlagen hier den rethorischen Finger zu zeigen.

    Wenn Axel Springer und Co das Geld für all die Anwälte mal lieber in eine ordentliche Webpräsenz ohne Gängelei und Dauerwerbung stecken würden, dann müssten sie keine Angst vor dem Untergang haben. Aber das wäre ja vernünftig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.08.16 16:06 durch Scorcher24.

  2. Re: Mit allen Mitteln..

    Autor: meinungsmonopolist 05.08.16 - 16:13

    Dass die Verlage das versuchen, kann man ihnen doch nicht übelnehmen. Immerhin müssen sie sich gegen ein zwangsfinanziertes, marktuntergrabendes Angebot wehren, das völlig anderen Regeln unterliegt als sie selbst. Während die freie Presse sich mit dem Kapitalismus rumschlagen muss, suhlen die Sender des ÖR sich in sozialistisch verordneter Solidarität und dem damit einhergehenden unendlichen Geldtopf.

  3. Re: Mit allen Mitteln..

    Autor: wonoscho 05.08.16 - 16:47

    Scorcher24 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt, die Angebote der ARD zu legalisieren und
    > den Zeitungsverlagen hier den rethorischen Finger zu zeigen.
    >
    Ja, das wäre zu wünschen. Aber es wird leider nicht passieren, denn die politische Macht der Verlage ist sehr groß.

    Die Lobby-Macht der Verlage lässt sich seit 50 Jahren regelmäßig Privilegien von den Politikern einräumen, so z.B. die Preisbindung im Buchhandel und der verminderte Mehrwertsteuersatz.

    Sogar als Bundespräsident ist man chancenlos gegen die deutsche Presse. Das musste Christian Wulff erfahren als er sich weigerte nach deren Pfeife zu tanzen.

    Kein einziger der von der Springerpresse erhobenen Vorwürfe hielt einer gerichtlichen Überprüfung stand! Wulff wurde vor Gericht in allen Anklagepunkten freigesprochen. Aber es nützte ihm nichts, seinen Posten als Bundespräsident hat er durch die Macht der Springerpresse trotzdem verloren.

    Siehe:
    http://www.nzz.ch/international/deutschland-und-oesterreich/wulff-nun-juristisch-rehabilitiert-1.18321412

  4. Re: Mit allen Mitteln..

    Autor: meinungsmonopolist 05.08.16 - 16:52

    wonoscho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Scorcher24 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt, die Angebote der ARD zu legalisieren
    > und
    > > den Zeitungsverlagen hier den rethorischen Finger zu zeigen.
    > >
    > Ja, das wäre zu wünschen. Aber es wird leider nicht passieren, denn die
    > politische Macht der Verlage ist sehr groß.

    Nein. Kaum jemand wünscht sich einen riesigen, marktkontrollierenden Medien-Behemoth, der staatlich und kirchlich kontrolliert ein geschütztes Monopol ausübt, während der Staat den restlichen Medien den Finger zeigt. Sowas wünschen sich nur Faschisten.

  5. Re: Mit allen Mitteln..

    Autor: m9898 05.08.16 - 21:24

    meinungsmonopolist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein. Kaum jemand wünscht sich einen riesigen, marktkontrollierenden
    > Medien-Behemoth, der staatlich und kirchlich kontrolliert ein geschütztes
    > Monopol ausübt, während der Staat den restlichen Medien den Finger zeigt.
    > Sowas wünschen sich nur Faschisten.

    Sagen wir es mal so, lieber habe ich so etwas, was du da ausformuliert hast, als kommerzielle Verlage, die an einer einzigen App dieses "Staatsmedienmonopols" zu Grunde gehen. Die Menschen wollen Qualität und leichte Verfügbarkeit, und genau dafür existiert der ÖR überhaupt. Die Verlage machen sich hingegen ihre Umsätze selbst kaputt, und werfen Millionen in sinnlose Gerichtsverfahren wie dieses, die sich wirtschaftlich von vorne und hinten nicht rechnen.

  6. Re: Mit allen Mitteln..

    Autor: Sicaine 05.08.16 - 21:37

    Ich faends deutlich besser den OeR Apparat von 8 Milliarden auf 4 zu reduzieren und mit den 4 Milliarden konkret Subventionen im Verlagswesen zu unterstuetzen.

    Es kann doch nicht sein, dass wir in der Freien Marktwirtschaft einen so grossen OeR Konzern haben mit wenig diversitaet, keiner Kontrolle und so ein Umgang mit unserem Geld.

  7. Re: Mit allen Mitteln..

    Autor: meinungsmonopolist 05.08.16 - 22:09

    m9898 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sagen wir es mal so, lieber habe ich so etwas, was du da ausformuliert
    > hast, als kommerzielle Verlage, die an einer einzigen App dieses
    > "Staatsmedienmonopols" zu Grunde gehen.

    Da diese App, wie das gesamte Angebot, nicht den gleichen kommerziellen Regelungen wie die Konkurrenz unterliegt, sprich der Marktwirtschaft, ist der Vergleich mit kommerziellen Verlagen völlig sinnlos.

    Du wirst mit Gefängnis bestraft, wenn du das System nicht unterstützt. Findest du das gut?

  8. Re: Mit allen Mitteln..

    Autor: m9898 06.08.16 - 02:04

    meinungsmonopolist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da diese App, wie das gesamte Angebot, nicht den gleichen kommerziellen
    > Regelungen wie die Konkurrenz unterliegt, sprich der Marktwirtschaft, ist
    > der Vergleich mit kommerziellen Verlagen völlig sinnlos.
    Dann haben ebendiese halt Pech gehabt. Welche Regeln der freien Marktwirtschaft unterbinden denn eine App auf dem gleichen oder höherem Niveau?

    > Du wirst mit Gefängnis bestraft, wenn du das System nicht unterstützt.
    > Findest du das gut?
    Kannst ja in die Antarktis auswandern, wenn du was gegen Staaten hast...

  9. Re: Mit allen Mitteln..

    Autor: HerrLich 06.08.16 - 12:26

    Das kann man so sehen. Ich sehe es anders. Es ist wettbewerbsverzerrend, wenn sich auf der einen Seite private Medien im Internet über Werbung und freiwillig abgeschlossene Abonnements finanzieren müssen, andererseits jedoch ein über zwangsgebühren finanzierter Staatsfunk die Konsumenten auf das eigene Angebot lockt, das (vermeintlich) kostenlos ist.

    Ich habe nichts dagegen, wenn ARD und ZDF im Internet bzw. in Gestalt einer App Inhalte verbreiten. Nur sollten das vom gebührenfinanzierten Geschäft abgekoppelte, nach kommerziellen Maßstäben agierende Tochterfirmen sein. Inhalte, die diese Tochterfirmen dann von ARD/ZDF beziehen, müssen sie kostenpflichtig lizensieren. Und diese Möglichkeit muss auch anderen Anbietern offen stehen.

    Wenn du das unfair findest: wenn man ARD/ZDF keine Zügel anlegt, können die mit den Milliarden an Gebührengeldern noch ganz andere Unternehmen aufmachen, deren Produkte/Services sie dann für lau unters Volk bringen. Das ist unfair gegenüber anderen Marktteilnehmern.

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